Abstract
Das Internet spielt heutzutage eine wichtige Rolle bei der Marketingkommunikation und speziell der Öffentlichkeitsarbeit und wird voraussichtlich in naher Zukunft die traditionellen Medien bezüglich der Wichtigkeit als Marketingplattform überholen. Da politische Gruppierungen ähnlich wie Unternehmen Marketing betreiben, hat sich diese Entwicklung selbstverständlich auch auf die Arbeit des politischen Marketings ausgewirkt. Dabei ist das Internet als Kommunikationskanal vor allem für radikalere Bewegungen von großer Bedeutung, da diesen oft der Zugang zu den „traditionellen“ Massenmedien wie Funk, Fernsehen und Presse fehlen und sie außerdem auf das intensive Werben um Mitglieder, Unterstützung, Engagement und Akzeptanz angewiesen sind. Dies ist für offen demokratiefeindliche Kräfte wie die NPD und den mit ihr verbundenen Rechtsradikalismus genauso richtig wie für Nicht-Regierungsorganisationen wie Greenpeace, die auf die negativen externen Effekte des Wirtschaftlichen Handelns, sprich die Umweltverschmutzung, aufmerksam machen wollen. Die vorliegende Arbeit stellt die Instrumente des eMarketings vor und untersucht ihren Einsatz durch diese beiden politischen Gruppierungen. Die Schlussfolgerung der Arbeit ist die Feststellung, dass trotz einer umfassenden Nutzung aller zur Verfügung stehenden Instrumente des eMarketings nur die Strategie von Greenpeace langfristig erfolgreich sein kann, da nur sie die Transparenz von Informationen in ihren Mittelpunkts stellt, was für die Nutzer des Web 2.0 von überragender Wichtigkeit ist.
Stichworte
x eMarketing-Kommunikation
x Web 2.0
x Einwegkommunikation Vs. Gegenstromkommunikation
x Beeinflussungstechniken
x Werben um Zuspruch
x Vernetzung
x Koordination
x Information
x Meinungsbildung
x Transparenz von Information
i
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 3.1-1: Das Logo von Greenpeace
Abbildung 3.1-2: Banner-Download auf der Internetpräsenz von Greenpeace
Abbildung 3.1-3: Affiliate-Button zum Spenden für den Erhalt von Urwäldern in Indonesien
Abbildung 3.1-4: Sponsorenlinks beim Suchbegriff "Umwelt"
Abbildung 3.1-5: Google-Suchergebnisse für Atomkraft
Abbildung 3.1-6: Startseite der Aktivisten-Community "GreenAction"
Abbildung 3.1-7: GreenSouls Community
Abbildung 3.1-8: Anmeldeseite der Ehrport-Community
Abbildung 3.1-9: Google Blogsuche: Anzahl der Suchergebnisse für "Greenpeace"
Abbildung 3.1-10: Die Twitter-Seite von Greenpeace zur Zeit des Castortransports im Herbst 2010
Abbildung 3.1-11: Greenpeace Deutschland bei StudiVZ und MySpace
Abbildung 3.1-12: Greenpeace International bei Facebook
Abbildung 3.1-13: Suchergebnisse für "Greenpeace" auf Youtube
Abbildung 3.1-14: Greenpeace UK: BP Rebrand-Kampagne auf Flickr.com
Abbildung 3.1-15: Die Facebook-Kampagne von Greenpeace und die Reaktion Néstlés
Abbildung 3.2-1: Das Logo der NPD
Abbildung 3.2-2:Bannerwerbung der NPD auf www.npd-goettingen.de und www.nw-berlin.net
Abbildung 3.2-4: Google-Suchergebnisse für "NPD"
Abbildung 3.2-5: Startseite des Neonazi-Forums Thiazi und einige Diskussionsbeiträge.
Abbildung 3.2-6: Banner der rechtsextremen Social Networking-Site "NS-Treff"
Abbildung 3.2-7: Das „nationale Netztagebuch" der NPD auf Twitter
Abbildung 3.2-8: Das Facebook-Profil der NPD
Abbildung 3.2-9: Der Youtube-Kanal der NPD und seine Abonnenten
iii
Inhaltsverzeichnis
Abstract i
Stichworte i
Abk ürzungsverzeichnis ii
Abbildungsverzeichnis iii
Inhaltsverzeichnis iv
Teil A: Theoretischer Teil - Grundbegriffe 1
1 Marketingkommunikation und die Instrumente des eMarketings 1
1.1 Werbung 1
1.1.1 Instrumente der Online-Werbung 1
1.2 Verkaufsförderung 2
1.2.1 Affiliate-Marketing. 2
1.3 Direkt-Kommunikation 2
1.3.1 E-Mail-Marketing 2
1.4 Öffentlichkeitsarbeit 3
1.4.1.1 Das Web 2.0 und die Öffentlichkeitsarbeit 3
1.4.1.2 Suchmaschinenoptimierung 3
1.4.1.3 Social Media Marketing 4
Foren und Communities 4
Weblogs bzw. Blogs 4
Soziale Netzwerke 5
Multimedia -Plattformen 6
Wikis 6
1.4.1.4 Virales Marketing 6
2 Politisches Marketing in den Medien 7
Teil B: Empirischer Teil: Das eMarketing von Greenpeace und der NPD 9
3 Fallstudien 9
3.1 Greenpeace 9
3.1.1 Vorstellung der Organisation 9
3.1.2 Das eMarketing von Greenpeace 10
3.1.2.1 Bannerwerbung. 10
3.1.2.2 Affiliate-Marketing. 10
3.1.2.3 Emailing 11
iv
3.1.2.4 Suchmaschinenmarketing. 11
3.1.2.5 Community-Marketing 12
3.1.2.6 Blogging 13
3.1.2.7 Social Networking 14
3.1.2.8 Aktivitäten auf Multimedia-Plattformen 15
3.1.2.9 Virales Marketing. 16
3.1.2.10 Zusammenfassung 17
3.2 NPD 18
3.2.1 Vorstellung der Partei. 18
3.2.2 Das eMarketing der NPD. 19
3.2.2.1 Bannerwerbung. 20
3.2.2.2 Emailing 20
3.2.2.3 Suchmaschinenmarketing. 21
3.2.2.4 Community-Marketing 21
3.2.2.5 Blogging 22
3.2.2.6 Social Networking 23
3.2.2.7 Multimedia-Plattformen 23
3.2.2.8 Wikis 24
3.2.2.9 Virales Marketing. 24
3.2.2.10 Zusammenfassung 24
Teil C - Schlussbetrachtung 25
4 Fazit 25
Anhang vi
A.1 Quellenverzeichnis vi
A.1.1 Literatur vi
A.2.2 Internetquellen. vii
A.2.3 Sonstige Quellen. x
v
Grundlagen: eMarketingkommunikation
Teil A: Theoretischer Teil - Grundbegriffe
1 Marketingkommunikation und die Instrumente des eMarketings
Marketing ist die „Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potenziellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten. Durch eine dauerhafte Befriedigung der Kunden-Bedürfnisse sollen die Unternehmensziele verwirklicht werden.“ 1
E-Marketing hat „die gleichen Ziele wie klassisches Marketing, aber es folgt einer neuen Wirtschaftsordnung und nutzt andere Werkzeuge, insbesondere innovative Informations- und Kommunikationstechnologien auf Netzwerkbasis. Grundsätzlich kann E-Marketing beschrieben werden als das Management von Kundenbeziehungen in einer hypermedialen Umgebung mit dem Ziel, sowohl die Kunden als auch das Unternehmen in ihrer Zufriedenheit zu fördern.“ 2
Der Marketing-Mix ist dabei das absatzpolitische Instrumentarium, das ein Unternehmen benutzt, um dieses Ziel zu erreichen. 3 Er lässt sich in vier Aktionsfelder unterteilen: Die Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Distributionspolitik. Mit dem Einsatz der absatzpolitischen Instrumente des Marketing-Mix „will ein Anbieter die Nachfrager von der Leistungsfähigkeit des eigenen Angebots überzeugen und die Konkurrenten übertrumpfen.“ 4 Im Sinne von eMarketing ist hier die Kommunikationspolitik von überragender Bedeutung. Der entscheidende Unterschied zum Offline-Marketing besteht darin, dass der Kunde nicht mehr durch Push-Kommunikation in seiner gegenwärtigen Tätigkeit unterbrochen wird. Content wird bereitgestellt und der Kunde ruft ihn nach dem Pull-Prinzip freiwillig ab, sobald er ihn benötigt. 5 Die Kommunikationspolitik kann weiter in die vier Bereiche Werbung, Verkaufsförderung, Direkt-Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eingeteilt werden. 6
1.1 Werbung
Mit der Werbung versuchen die Anbieter, ihre Zielgruppen gezielt anzusprechen, zu vergrößern und bewusst oder unbewusst zu beeinflussen. Zu ihr gehört „jede Art der nichtpersönlichen Vorstellung und Förderung von Ideen, Waren oder Dienstleistungen eines eindeutig identifizierten Auftraggebers durch den Einsatz bezahlter Medien“ 7 zu unterschiedlichen Zwecken. Hierbei sind institutionelle Werbung (Aufbau eines langfristigen Unternehmensimage), Markenwerbung (Aufbau eines langfristigen Markenimages), Angebotswerbung, Aktionswerbung und advokative Werbung (Stellungnahmen zu Sachverhalten) voneinander zu unterscheiden. Die medialen Werbeträger reichen von Rundfunk- und Fernsehen über die Presse hin zu öffentlichen Plakaten. Von überdurchschnittlich wachsender Bedeutung ist hierbei das Internet als Medium, das momentan noch nach dem Fernsehen und den Zeitungen auf Platz drei hinsichtlich der größten Anteile am globalen Werbemarkt rangiert. 8
1.1.1 Instrumente der Online-Werbung
Das Ziel der Online-Werbung ist meist die Gewinnung von Besuchern für die Website des Werbenden. Die Banner-Werbung ist die älteste und am weitesten verbreitete Form des Werbens im Internet. Ein Banner ist eine graphische Werbefläche mit Botschaften des Werbenden auf einer
1 Meffert 2000, S. 8
2 Holewa und Dettmann 2002, S. 5
3 vgl. Kotler, Marketing Management 2003, S. 15
4 Wöhe 2005, S. 485
5 Scott 2009, S. 41 f.
6 vgl. Wöhe 2005, S. 484
7 Kotler, Keller und Bliemel, Marketing Management 2007, S. 700
8 vgl. http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/04/14/internet-ist-der-gewinner-der-krise-amwerbemarkt.aspx, Abgerufen am 09.12.2010
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Arbeit zitieren:
Stefan Wissert, 2011, eMarketing in der radikalen Politik, München, GRIN Verlag GmbH
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