Ausarbeitung eines Ausbildungsprofiles zur staatlichen Anerkennung der beruflichen Zusatzqualifikation als „Kommunikationstexter“ - Ausarbeitung auf Initiative von Regina Karl,
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Inhaltsverzeichnis
i. Vorwort
ii. Einführung „Was ist ein Werbetexter“
I. Erläuterung zur Dringlichkeit der staatlichen Anerkennung
II. Struktur der Zusatzqualifikation „Kommunikationstexter“
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III. Richtlernziele, Groblernziele der ZQ „Kommunikationstexte r
Tabelle zur Aufstellung eines möglichen Lehrgangsplans
IV. Strukturen des Ausbildungsberufes „Kommunikationstexter“
V.
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i. Vorwort
der einzelnen Werbetexter sind. Nur zu gut kann man enttäuschte Kunden und Auftraggeber verstehen, welche darüber klagen, dass der Texter einfach „nichts taugt“ oder „nicht richtig seinen Job macht“. Und es mögen auch sehr verschiedene Erwartungshaltungen vonseiten der Kunden daran schuld sein -
zugegeben.Die letztliche Konsequenz solcher enttäuschten Kunden ist aber unter anderem die, dass diese lieber zu Billiganbietern und „billigen Content- Portalen“ flüchtenmit der Einstellung: „Wenn ich hier das Geld in den Satz setzte, war es wenigstens nicht viel.“ - Genau dieser chronische Missstand macht das Berufsbild des Werbetexters zunichte. Ein klares Ausbildungsprofil im Zusammenhang mit einer klar durchstrukturierten Ausbildung würde für beide Seiten eine faire Marktposition schaffen: Kunden wissen endlich ,was Sie für Ihr Geld erwarten dürfen und der Werbetexter als Dienstleister kann sich auf eine fundierte Prüfung berufen, die er vor einer staatlich anerkannten Stelle abgelegt hat.
Ziel aller Überlegungen und Bestrebungen soll es sein, den Beruf des Werbetexters, der für die Zukunft „Kommunikationstexter“ heißen sollte, als eigenständiges Berufsbild staatlich anzuerkennen sowie dringend die Berufsbezeichnung „Kommunikationstexter“ unter strengen gesetzlichen
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Schutz zu stellen, damit Missbrauch von Unqualifizierten und unseriösen Arbeitgebern und Auftraggebern in Zukunft vermieden werden kann.
Noch ein Gedanke soll erwähnt sein:
Es mutet zu albern und einfach im geistigen Sinne zu primitiv an, dass man fürs Kochen und Kuchen backen (was man bei der Mutter lernen kann) eine 3jährige Ausbildung braucht - aber die Verantwortung für die Gewinnmaximierung eines ganzen Unternehmens einem ungelernten Kreativen überlässt. Wer solche Missstände mit seinem Tun oder Unterlassen unterstützt stempelt sich selbst ab.
Wichtiger Hinweis:
Der Inhalt der vorliegenden Abhandlung ist in den ersten 3 Abschnitten auf
die Konzeption einer Zusatzqualifikation bezogen, da es am Markt Ausbildungsberufe in den Bereichen der Medien und Kreativwirtschaft gibt, welche sich als Grundlagenwissen für den Texterberuf gut eigenen. Es fehlt jedoch bei all diesen Ausbildungsberufen das Spezialwissen, dass einen Texter erst zum Texter macht. Genau dieses fachliche Spezialwissen bekommt der Texter in der vorliegenden Zusatzqualifikation beigebracht.
Genau aus diesem Grund folgt ab dem Abschnitt IV die Struktur des Ausbildungsberufes „Kommunikationstexter“, die als 3-jährige duale Berufsausbildung nach den Ansprüchen des BBiG konzipiert ist.
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Werbetexter und sogenannte „Sprücheklopfer“ sind in den Köpfen vieler Menschen ein und dasselbe. Doch Sie werden im Laufe dieser
Darstellungen erkennen, dass dieses Vorurteil nichts mit der Realität zu tun hat.
Ein Psychologe geht auf Sie ein und hilft Ihnen bei Problemen.
Ein Bankkaufmann kümmert sich um Ihr Geld.
Ein Journalist schreibt aktuelle Berichte für die Zeitung.
Ein Literat schreibt als Autor Bücher und
Ein Germanist lehrt die deutsche Sprache. Alles ganz eindeutig! Aber was macht ein „Texter“? Erst recht ein „WERBE-Texter“? Nun, ein Werbetexter ist eine besondere Spezies auf dem Gebiet von … tja, auf welchem Gebiet eigentlich wirklich?“
1 Auszug aus dem Fachbuch „Werbetexte/R“ von Regina Karl, Tectum-Verlag, erschienen April 2011, Kapitel 8
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„Man könnte es so ausdrücken: Ein Werbetexter muss Dinge
gebacken kriegen, bei denen andere Kreativschaffende längst streiken würden. Dabei muss er die deutsche Sprache so gut beherrschen wie ein Germanist, die Sprachkreativität eines Literaten haben und seine Texte müssen die Aktualität und Spontaneität eines Journalisten aufweisen. Einem Werbetexter muss immer bewusst sein, dass es in seiner Branche „um die Wurst“ geht. Außerdem muss ein Werbetexter Funken der Begeisterung versprühen, ohne beim Kunden eine Sicherung durchbrennen zu lassen.
Dazu gehört eine ganze Portion psychologischen Verständnisses, denn
ein Werbetexter soll natürlich auch ein Problemlöser sein: Er soll mit frischen Wort-Farben in seinen Texten dafür sorgen, dass die gewünschten Marketingziele und kommunikativen Ziele erreicht werden. Allerdings bitte nicht zu horrenden Preisen. Es ist auch die Aufgabe eines Werbetexters, dem Kunden klare, nachvollziehbare und nicht zu überteuerte Preise anzubieten. Er muss sich also auch mit betriebswirtschaftlichen Themen wie der Preispolitik und der Budgetierung auskennen und dazu fähig sein, den Kunden in puncto Geld und Budget verantwortungsvoll zu beraten - wie ein Bankkaufmann. Bei all dem handwerklichen Geschick, das für einen Werbetexter ohnehin Voraussetzung wird, muss eines deutlich herausgestellt werden: Der Beruf des Werbetexters ist bislang ein „Künstlerberuf“. Und das bedeutet in erster Linie viel Arbeit für oftmals wenig Lohn. Gerade in den ersten fünf Jahren gilt das ganz besonders.“
Arbeit zitieren:
Dipl.-Werbefachwirtin Regina Karl, 2011, Entwurf des Ausbildungsprofiles Kommunikationstexter zur staatlichen Anerkennung eines dualen Lehrberufes bzw. Zusatzqualifikation, München, GRIN Verlag GmbH
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