Inhaltsverzeichnis
1. Theorie zum Problemlösen - 3-
1.1. Definitionen von Problemlösen -3-
1.2. Heuristische Strategien und Prinzipien -4-
1.3. Heuristische Hilfsmittel -4-
1.4. Anwendung Heuristischer Strategien an Aufgaben -4-
2. Unterrichtsplanung einer Unterrichtsstunde zum Thema Problemlösen -7-
2.1. Unterrichtsvorbereitung -7-
2.2. Kompetenzen -8-
2.3. Stundenverlauf -10-
2.4. Methodische Vorüberlegung -11-
2.5. Didaktische Analyse -11-
2.6. Sachanalyse -12-
3. Literaturverzeichnis
2
1. Theorie zum Problemlösen
1.1. Definitionen von Problemlösen
Problemlösen im Sinne der Erwartungen des Kerncurriculums für das Fach Mathematik wird immer
dann von den Schülerinnen und Schülern erwartet, wenn eine Lösungsstruktur nicht naheliegend
oder offensichtlich ist und demzufolge strategisches Vorgehen zur Lösungsfindung erforderlich ist.
Die Kompetenz Probleme zu lösen zeigt sich demnach darin, dass die Schülerinnen und Schüler
über geeignete Strategien zur Auffindung mathematischer Lösungsansätze und Lösungswege
verfügen und zudem darüber reflektieren können. Grundlegend sind dabei u. a. die Anwendung verschiedener heuristischer Prinzipien und das Verwenden geeigneter Hilfsmittel. 1
In Anlehnung daran gibt es zentrale Punkte, die das Problemlösen bei verschiedenen Aufgaben
näher beschreiben. Von diesen Punkten müssen allerdings nicht alle erfüllt sein.
Bei Problemlöseaufgaben steht das Problem im Vordergrund und nicht das Rechnen an sich. Die
Lösungsfindung soll nach dem Prinzip „Der Weg ist das Ziel“ erfolgen.
Weiterhin sind oftmals verschiedene Lösungswege und auch Lösungen möglich. Somit kann von
einem offenen Weg ausgegangen werden. Problemlöseaufgaben lassen sich bei verschiedenen
Themen der Mathematik anwenden. Dabei haben diese Aufgaben nahezu immer einen
Alltagsbezug. Bei den Fragestellungen handelt sich um offene Fragestellungen. Diese gibt einen
großen Bereich als Antwortmöglichkeiten. Unumgänglich ist bei dieser Art von Aufgaben die
Anwendung verschiedener heuristischer Hilfsmittel, die im Folgenden noch näher erläutert werden.
Die Aufgaben können außerdem themenübergreifend eingesetzt werden. Es kann durchaus auch das
Ziel gegeben sein, von dem die Schülerinnen und Schüler auf den Anfangszustand zurückschließen
müssen.
Problemlöseaufgaben eignen sich bei jeder Sozialform. Ob als Einleitung im Frontalunterricht, bei
einer Gruppenarbeit, Partnerarbeit oder als in der Einzelarbeit als eigene Auseinandersetzung mit
dem Thema. Jedoch ist dabei zu beachten, dass sich ein Problem am besten mit mehreren Personen
diskutieren lässt.
1 Niedersächsischen Kultusministerium (2006): Kerncurriculum Mathematik für die Realschule Schuljahrgänge 5 -10 : Prozessbezogener Kompetenzbereich Problemlösen, S.16f
3
1.2. Heuristische Strategien/ Prinzipien
Heuristische Strategien sind Hilfsmittel um Aufgaben umzustrukturieren oder die Gedanken in eine
bestimmte Richtung zu lenken. Dadurch wird die Lösungsbestimmung erleichtert. Die vier
Bekanntesten sind das Vorwärtsarbeiten, das Rückwärtsarbeiten, das Invarianzprinzip und das Systematische Probieren. 2
1.3. Heuristische Hilfsmittel
Um bei der der Anwendung heuristischer Strategien und Prinzipien eine Lösung zu finden, eignet
sich das Hinzuziehen verschiedener heuristische Hilfsmittel. Diese sind dafür da, um die Aufgabe
aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu lösen.
Drei nennenswerte Hilfsmittel sind die Tabelle, die informative Figur und die Gleichung. 3
1.4. Anwendung Heuristischer Strategien und Hilfsmittel an
Aufgaben
a) Berechne die fehlenden Winkel.
Alpha lässt sich durch die Gleichung 180° - 110° = 70° berechnen.
Gamma ist der Wechselwinkel zu Alpha und beträgt ebenfalls 70°. Eine Tabelle als heuristisches Hilfsmittel ist hier eher ungeeignet. 4
2 Abels, L.(2002): Ich hab’s - Tipps, Tricks und Übungen zum Problemlösen, S.10
3 ebd. S.10
4 Heuristik im Mathematikunterricht (2004). Seminararbeit, S.4
4
b) Du möchtest ein rechteckiges Blumenbeet anlegen. Die Blumenerde, die du hast,
reicht für 48 m². Welche Maße kann das Beet haben?
Dies ist ein Beispiel zum Rückwärtsarbeiten. Es wird hier
Ergebnis ausgegangen und von dort aus zurückgerechnet.
informative
Veranschaulichung sein.
c) Ein Beispiel für das Invarianzprinzip ist folgende Aufgabe:
Wie geht die Zahlenfolge weiter? 2 7 12 17 __
Hierbei wird auf die Unveränderlichkeit von Aufgabenelementen abgezielt. Es existiert mindestens
eine Sache, die sich nicht verändert! Dieses ist die Invariante. Bei der Zahlenfolge ist die Invariante
Zahl 5. Jede Zahl ist um 5 größer. Damit lautet die gesuchte Zahl 22. Als informative Figur wären
gebogene Pfeile mit der Beschriftung „+5“ zwischen die einzelnen Zahlen möglich. Eine Tabelle ist
hier auch wenig geeignet.
d) Das Systematisches Probieren ist nicht mit dem planlosen Probieren, mit unstrukturiertem
Versuch oder Irrtum gleichzusetzen. Es geht vielmehr wie der Name schon sagt, um das Finden der
Lösung durch System.
5
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts (B.A.) Tobias Zapf, 2010, Problemlösen im Mathematikunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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