Inhaltsverzeichnis
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1 Die Zeit des Nationalsozialismus 1
1.1 Die Bedeutung von Natialsozialismus 1
1.2 Wiederstand gegen den Nationalsozialismus 2
2 Die Bedeutung der sozialen Arbeit im Nationalsozialismus 4
2.1 Die Wohlfahrtspflege während des NS-Regimes 4
2.2 Soziale Berufe im Nationalsozialismus 5
3 Janusz Korczak 8
3.1 Wer war Janusz Korczak? 8
3.2 Das Leben in Ghetto. 9
4 Lernen aus der Geschichte 12
Literaturverzeichnis 14
„Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint.
Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle.
Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.“
(in Warschauer Ghetto)
„Mein Leben war schwer, aber interessant, ein solches erbat ich mir vor Gott, als ich jung war.“ 1
„Ich bringe dir keine langen Gebete, Gott. Noch sende ich zu dir zahlreiche Seufzer... Aufrecht stehend, stelle ich meine Forderungen, denn ich verlange nichts für mich.
Gib den Kindern einen guten Willen, unterstütze ihre Anstrengungen, segne ihre Mühen. Führe sie nicht den leichtesten Weg, aber den schönsten.
Und als Anzahlung für meine Bitte nimm mein einziges Juwel: die Traurigkeit. Meine Trauer und Arbeit.“ 2 („Gebet eines Erziehers“, Janusz Korczak)
„Die Jahre in seinem Haus waren glücklich. Er lehrte mich, ehrlich zu sein [...]. Meine Jugend verbrachte ich in einer Atmosphäre von Vertrauen und Toleranz. Dies gab mir die Kraft, die Schwierigkeiten des Lebens zu bewerkstelligen.“ 3 (Erinnerungen von „Korczak-Zöglingen“)
1 Korczak (1942) in: Licharz (1991), S. 85
2 Korczak (o. J.) in Dauzenroth (1989), S. 71
3 Gelluseau (o. J.) in: Klein (1996), S. 21
1 Die Zeit des Nationalsozialismus
1.1 Die Bedeutung von Nationalsozialismus
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen Überblick über Geschichte der Sozialen Arbeit in der Zeit des Nationalsozialismus. Dieser Zeitabschnitt ist interessant und spannend, weil er sich schon von den anderen geschichtlichen Abschnitten sehr stark unterscheidet und in der Geschichte u. a. bezüglich der Wohlfahrtstätigkeit eine Sonderstellung einnimmt. Der Gedanke daran, dass Sozialarbeit unter dem Einfluss des NS-Regimes stand, erweckt schon großen Forschungseifer und Wissbegierigkeit.
Der Nationalsozialismus ist eine politische Bewegung, die eine radikal antisemitische, antimarxistische und antidemokratische Weltanschauung beinhaltet. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war eine in der Weimarer Republik entstandene politische Partei, die seit ihrer Machtergreifung in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 die einzige zugelassene Partei war. Die Mitglieder der NSDAP errichteten 1933 unter Führung von Adolf Hitler eine Herrschaft einer totalitären Diktatur, den „Führerstaat“ bzw. das „Dritte Reich“. 4 Hitler hatte das Ziel, Russland zu unterwerfen bzw. einen Krieg zur Errichtung der Weltherrschaft zu führen. Um dieses zu erreichen, hatte er folgende Maßnamen durchgeführt. Das öffentliche und private Leben sollte mit der nationalsozialistischen Ideologie uniformiert und gleich gestaltet werden. Die Minderheiten, die dem „arischen“ Ideal nicht entsprachen, sollten ausgerottet und Deutschland für einen Krieg ausgerüstet werden. Nach dem Gesetz vom 7. April 1933 war der „nicht arisch“, der von einem Eltern- oder Großelternteil jüdischen Glaubens abstammte. Die Bevölkerung bejahte die Einschränkungen der jüdischen Freiheitsrechte, denn sie glaubte an den nationalen Regenten. Die NS-Volkswohlfahrt, Minderung der Arbeitslosigkeit, Mutterschaftsidealisierung, Winterhilfswerk (WHW), die Organisation Kraft durch Freude u. a. hatten beim Volk das Gefühl einer solidarischen Volksgemeinschaft herbeigeführt. 5 Seit 1939 vollzogen Nationalsozialisten Eroberungskriege, die den Zweiten Weltkrieg auslösten. Dabei verübten sie ab dem Jahr 1942
4 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust
5 vgl. http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/index.html
1
im oberen Osten und nicht vor den Augen der Bevölkerung den Holocaust an mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden. Diese wurden aufgrund ihrer bloßen Existenz von NS-Regime zur Ermordung vorgesehen und hatten fast keine Überlebenschancen. „Weitere nationalsozialistische Massenmorde an Millionen so genannter Slawen, meist Polen und Russen, an hunderttausenden Behinderten, etwa 20.000 deutschen Kommunisten und Sozialdemokraten, 5.000 Homosexuellen und 1.200 Zeugen Jehovas zielten nicht auf die völlige Ausrottung der betroffenen Gruppen. Sie werden daher meist nicht in den Holocaustbegriff eingeschlossen.“ 6 Unterschiedliche Gruppen bzw. einzelne Menschen haben versucht dem Nationalsozialismus Widerstand zu leisten. Hitler vernichtete jedoch alle Menschen in Deutschland, die gegen seine Ideologie waren.
Am 8 Mai 1945 wurde die totalitäre Diktatur mit allen ihren Machtbereichen als verbrecherische Organisation anerkannt und aufgelöst. Die Wehrmacht hatte ganz kapituliert und ihr Vermögen wurde beschlagnahmt. 7
1.2 Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Der Widerstand war eine unaufhaltsame Folge des totalitären Regimes.
Es gab Menschen, die auf dem Prinzip ihrer Selbstbestimmung beharrten und die mit Mehrheitsmeinung nicht einverstanden waren. Denn ein totalitärer Staat hat keinen freien Raum für eine andere Meinung oder Diskussion. Er lässt nur das zu, was seiner Ideologie entspricht. Daraus folgen Widersprüche zwischen dem Staat und dem Denken des Einzelnen. 8
Deutsche Widerstandskämpfer waren meist Einzelkämpfer. Die Kirchen bzw. die kirchliche Einrichtungen haben keinen Widerstand geleistet. Es waren einzelne Christen in der Kirche, die den Widerstand auf einem unebenen, ungewissen und gefährlichen Weg mit ihrem Leben riskierten. Im Ausnahmefall kam es zu offenen Kämpfen. Der größte Anteil der Mitchristen, vor allem die höhere kirchliche Instanz war nicht damit einverstanden, etwas gegen die NS-
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust
7 vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust
8 vgl. Steinbach (2001), S. 15 -18
2
Arbeit zitieren:
Olga Stebichow, 2008, Die Rolle der Sozialarbeit im Nationalsozialismus dargestellt am Beispiel von Janusz Korczak, München, GRIN Verlag GmbH
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