Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1. Das Theoretische Konstrukt von Kompetenz 3
1.1 Verschiedene Definitionen und historischer Kontext. 3
1.2 Historische Entwicklung des Begriffes. 4
1.3 Schlüsselkompetenzen nach Erpenbeck und Rosenstiel. 4
2. Definition der Schlüsselkompetenzen durch die EU 5
3. Das Erfassen von Kompetenzen 10
3.1. Die Pisa Studie 10
Schlusswort 11
Literaturverzeichnis 12
2
Einleitung
Sieht man sich auf dem heutigen Arbeitsmarkt um, werden überall Kompetenzen verlangt. Nur was sind überhaupt Kompetenzen? Wie werden sie gemessen und vor allem wer misst sie?
Wir haben uns in dieser Arbeit auf diese Frage konzentriert und drei Teile ausgearbeitet. Der erste Teil, konzipiert von Joana Lissmann, handelt von der theoretischen Konstruktion des Begriffes, wie er entstand und aus welchen Teilkompetenzen er besteht. Im zweiten Teil geht Doreen Bindel auf das empirische Konstrukt ein. Sie gibt einen Einblick auf die EU Richtlinien und wie die EU Kommission den Begriff definiert. Zudem geht sie der Frage nach, was denn Kompetenzen mit dem Konzept des Lebenslangen Lernens zu tun habe.
Der letzte Teil, geschrieben von Barbora Nozickova, beschäftigt sich mit der praktischen Durchführung von Kompetenzerfassung. Sie stellt die Pisa Studie vor.
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1. Das Theoretische Konstrukt von Kompetenz
1.1 Verschiedene Definitionen und historischer Kontext
Die Entwicklung des Kompetenzbegriffes ist mit neuen Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber verbunden. Der geschichtliche Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft verlangte nach einer neuen Messbarkeit von Fähigkeiten. Ihren Wortursprung ist vom lateinischen Wort „competere“ abgeleitet und bedeutet „vergleichen“. Das Kompetenzkonzept ist jedoch kein starres Konstrukt, sondern es wird vielfach unterschiedlich definiert und ist situationsabhängig, was die Messung erschwert. Im Folgenden sind mehrere Definitionen des Begriffes aufgeführt, welche Unterschiede in der Auslegung und Genauigkeit aufweisen:
„Für die Beschreibung dessen, was ein Mensch wirklich kann und weiß, hat sich der Begriff der Kompetenz
eingebürgert. Unter Kompetenz werden alle Fähigkeiten, Wissensbestände und Denkmethoden verstanden,
die ein Mensch in seinem Leben erwirbt.“ (Weinberg 1996, S.3)
„Allgemeine Bezeichnung für die sachliche Zuständigkeit eines Menschen bei der Lösung von Problemen,
für bestimmte umschriebene Leistungen oder - als soziale K. - für den Umgang mit Mitmenschen. Die
Verfügbarkeit von Kenntnissen und Fertigkeiten bzw. ihr gezielter Einsatz zur erfolgreichen Bewältigung von
Aufgaben- oder Problemsituationen wird auch als Wirksamkeitsmotivation oder Effektanzmotiv (effectance
motivation) bezeichnet“ (Fröhlich 1994, S.238).
„K. bezeichnet das Handlungsvermögen der Person. Während der Begriff Qualifikation Fähigkeiten zur
Bewältigung konkreter (in der Regel beruflicher) Anforderungssituationen bezeichnet, d.h. deutlich
verwendungsorientiert ist, ist der K.begriff subjektorientiert. Er ist zudem ganzheitlicher ausgerichtet: K.
umfasst nicht nur inhaltliches bzw. fachliches Wissen und Können, sondern auch außerfachliche bzw.
überfachliche Fähigkeiten, die häufig mit Begriffen wie Methodenk. (Know how to know), Sozialk.,
Personalk. oder auch Schlüsselqualifikationen umschrieben werden“ (Arnold, Nolda & Nuissl 2001, S.176).
1.2 Historische Entwicklung des Begriffes
In den siebziger Jahren wurde erstmals der Begriff „Kompetenz“ eingeführt, um die Verwertbarkeit des Bildungsbegriffes messbar zu machen. Dieser Begriff wies jedoch noch keine Reflexivität auf, die heutzutage unumgänglich ist, möchte man Kompetenz messen.
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Arbeit zitieren:
Joana Lissmann, Doreen Bindel, Barbora Nozickova, 2008, Der Kompetenzbegriff, München, GRIN Verlag GmbH
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