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Friedrich Schiller Universität Jena
Institut für Soziologie
Proseminar: Bevölkerungspolitik
Veranstaltungssemester:
Titel:
Autor: Franziska Höfer
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Vorbetrachtung 3
2. Der Alterungsprozess ist in vollem Gange
2.1 Geburtendefizit 3
2.2 steigende Lebenserwartung 6
2.3 Auswirkungen auf die Altersschichtung der Bevölkerung 7
3. Erwerbsbevölkerung
3.1 Alterung der Erwerbsbevölkerung
3.2 Rückgang der Erwerbsbevölkerung 8
3.3 Lösungsansatz Zuwanderung 9
4. Personalpolitik
4.1 heutige Personalpolitik 10
4.1.1 Alternative Frühverrentung 11
4.1.2 Probleme der Überalterung 13
4.1.3 zukünftige Personalpolitik 14
5. Ausblick 16
6. Literaturverzeichnis 17
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Alternde Gesellschaft im Wandel der Personalpolitik
1. Vorbetrachtung
Deutschland wird alt. Das ist eine unbestrittene Tatsache, wie es uns Demographen und ihre Statistiken seit etlichen Jahren bestätigen. Aber nicht nur, dass wir mit den sinkenden Geburtenraten die Existenz der deutschen Bevölkerung aufs Spiel setzen und uns wohl oder übel in den kommenden Jahren selbst „ausrotten“ werden. Diese Entwicklung hat auch weitreichende Folgen für den Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort Deutschland. In dieser Hausarbeit soll es darum gehen, den tatsächlich bestehenden Alterungsprozess der deutschen Bevölkerung in bezug auf seine Auswirkungen auf die Personalpolitik von Firmen zu untersuchen. Maßgeblich wird dabei sein, die Ursachen der Überalterung darzustellen, die Prognosen für die kommenden Jahrzehnte zu untersuchen und die bestehende Personalpolitik – in Anbetracht all dieser uns bevorstehenden Tatsachen – auf mögliche zukünftige Veränderungen hin zu bewerten.
2. Der Alterungsprozess ist in vollem Gange
2.1 Geburtendefizit
Die Anzahl der Geburten ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Allein in den letzten Jahren sank die Zahl der Lebendgeborenen laut Statistischem Bundesamt von 785.034 (1998) auf 766.971 (2000) ab. 1 Aber dieser Verlauf ist keine spontane Entwicklung der letzten paar Jahre oder gar ein Produkt rein natürlicher Schwankungen. Bereits seit den Siebziger Jahren beschäftigt die Demographen zunehmend das Problem des zu niedrigen Geburtenniveaus und bis heute ist ersichtlich geworden, dass es sich dabei wohl oder übel nicht nur um einen Verlauf handelt, der
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auf der Basis natürlicher Schwankungen beruht. Sondern wir haben es hier mit einer unumgänglichen Tatsache zu tun, die ihre Konsequenzen fordert.
Tatsache ist auch, dass, um dieser Entwicklung entgegen wirken zu können, ein Reproduktionsniveau – also die Anzahl an Geburten, die nötig ist, um die derzeitige Bevölkerung zahlenmäßig in der nächsten Generation ersetzen zu können – von 2,1 Kindern pro Frau erreicht werden muss. 2 Doch die Zahlen zeigen deutlich, das wir momentan noch nicht einmal im entferntesten diesen Wert erreichen: bis 1995 sank die Anzahl der Kinder pro Frau auf einen Wert von 1,28. 3 Zwar hat sich diese Zahl bis zum heutigen Zeitpunkt auf etwa 1,4 erhöht 4 , jedoch ist dieser Wert einfach noch zu gering, um dem Verlauf Herr zu werden.
Mögliche Ursachen für diesen Geburtenrückgang lassen sich beispielsweise in der veränderten Lebenshaltung von Frauen finden. Frauen haben sich in der vergangenen Zeit einem enormen Wandel ihrer Prioritäten unterzogen. Aus gesteigertem Selbstbewusstsein heraus, oder einfach aufgrund von wirtschaftlicher Notwendigkeit stellen viele der heutigen Frauen die berufliche Karriere in den Vordergrund. Ein Kind wäre dabei nur eine unnötige Last und dafür bleibt schließlich auch noch genug Zeit, nachdem der Sprung vom Karrierebrett geglückt ist. Deutlich zu sehen ist dies vor allem in der Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeitsrate in den alten Bundesländern. Seit 1970 ist hier die Frauenquote um 12 % auf 60 % (Mitte der 90er Jahre) empor geschnellt. 5 Daraus resultierend ist auch der Wunsch nach Eheschließung dieser Entwicklung in den letzten Jahren zum Opfer gefallen. Die Anzahl geschlossener Ehen hat sich zwar nicht dezimiert – 2000 lag ihre Zahl mit 419.505 genau 2085 Eheschließungen höher als 1998 6 – Problem ist hier eher das gestiegene Alter der, sich den Bund fürs Leben gebenden, Paare. Lag das durchschnittliche Heiratsalter 1998 bei Männern noch bei 30,6 bzw. bei Frauen bei 28,0 Jahren, erhöhten sich diese Werte in nur einem Jahr auf 31,0 bzw. 28,3 Jahre. 7 Diese Zahlen mögen aufgrund der fehlenden Angaben vorangegangener Jahre nicht besonders repräsentativ sein. Im Fall einer konstanten 2 Warum braucht Deutschland Zuwanderung?
3 Rössel, Schäfer, Wahse. S.17.
4 Warum braucht Deutschland Zuwanderung?
5 Bäcker, Nägele. S.39f.
6 Statistisches Bundesamt Deutschland. www.destatis.de/basis/d/bevoe/bevoetab1.htm 7 a.a.O.
Quote paper:
Franziska Höfer, 2002, Alternde Gesellschaft im Wandel der Personalpolitik, Munich, GRIN Publishing GmbH
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