3
1. Einleitung
Im
vorliegenden
Referat
werden
Übergänge
in
den
Ruhestand
beschrieben,
wobei
diese
speziell
unter
dem
Blickpunkt
der
geschlechterspezifischen
Unterschiede
beleuchtet
werden.
Beginnend
mit
einer
Definition
von
Ruhestand
werden
anschließend
psychologische
und
zeitliche
Anpassungen
an
den
Ruhestand
aufgezeigt.
Im
Hauptteil
des
Referates
werden
die
geschlechterspezifischen
Unterschiede
im
Ruhestand
anhand
der
vier
Bereiche
Geldvermögen
Freizeitverhalten
Rolle
und
Macht
näher
beschrieben.
Mit
einem
kurzen
Fazit
welches
zeitgleich
einen
Ausblick
in
die
Zukunft
wirft
-
schließt
das
Referat
ab.
Nun
der
Reihe
nach.
2. Definition
von
Ruhestand
Es
ist
schon
bemerkenswert.
Der
Ruhestand
ein
durchaus
geläufiges
Wort
lässt
sich
bei
näherer
Betrachtung
gar
nicht
so
leicht
definieren.
Ein
Grund
dafür
mag
sein,
dass
der
Ruhestand
sehr
individuell
ge-
und
erlebt
wird
und
insofern
auch
individuell
interpretiert
wird.
So
lässt
es
sich
auch
erklären,
dass
uneinheitliche
Schlagwörter
wie:
Ruhestandsschock
1
,
Belohnung,
rollenlose
Rolle
2
oder
auch
Ruhestätte
3
im
Zusammenhang
mit
diesem
Ereignis
genannt
werden.
Gleichwohl
lässt
sich
der
Ruhestand
aus
einer
generalisierten
Perspektive
wie
folgt
beschreiben:
Als
Ruhestand
bezeichnet
man
den
Zustand,
in
dem
sich
eine
Person
nach
dem
Ende
der
kontinuierlichen
(Arbeits-
)Tätigkeit
befindet.
Der
Ruhestand
geht
im
Normalfall
mit
dem
Bezug
der
Rente
oder
Pension
einher
und
betitelt
den
(letzten)
Lebensabschnitt
eines
Menschen.
Der
Ruhestand
beginnt
normalerweise
mit
dem
Monat,
der
der
Vollendung
des
65.
Lebensjahres
folgt.
Ab
dem
Jahr
2012
wird
diese
Regelaltersgrenze
jährlich
um
einen
Monat
verlängert.
Ab
dem
Jahr
2029
wird
dann
das
Rentenalter
mit
dem
vollendeten
67.
Lebensjahr
beginnen.
4
1
vgl.
[11,
S.
289]
2
ebd.
3
vgl.
[12,
S.
12]
4
Deutsche
Rentenversicherung
[15],
vgl.
dort
auch
ausführlich
zur
Regelaltersrente
4
3. Psychologische
und
zeitliche
Anpassung
an
den
Ruhestand
Der
Ruhestand
gilt
als
kritisches
Lebensereignis
5
.
Mit
dem
Übergang
in
diesen
kommen
auf
viele
Menschen
große
Veränderungen
zu.
Zur
Sensibilisierung
und
zum
besseren
Verständnis
dieser
Veränderungen
werden
nun
beispielhaft
zwei
Anpassungen
an
den
Ruhestand
überblicksartig
beschrieben.
Die
psychologische
Anpassung
an
den
Ruhestand
kann
in
drei
Phasen
beschrieben
werden.
So
folgt
nach
dem
Ereignis
,,Ruhestand"
zunächst
die
Phase
der
Flitterwochen.
Diese
Phase
kann
bis
zu
sechs
Monaten
andauern.
Die
,,Neu-
RentnerInnen"
sind
voller
Euphorie
und
gestalten
ihren
Alltag
durchaus
aktiv.
Nach
rd.
13
Monaten
kann
eine
Phase
eintreten,
die
mit
Ernüchterung
beschrieben
werden
kann.
Passivität
oder
sogar
Depressivität
können
eintreten.
Nach
rd.
25
Monaten
(die
Personen
werden
nunmehr
als
,,Alt-
Rentner"
bezeichnet)
beginnt
die
Phase
der
Neuorientierung.
Die
Rentnerinnen
und
Rentner
sind
in
ihrem
neuen
Alltag
angekommen,
fühlen
sich
wohl
und
haben
ihren
Platz
gefunden.
67
Die
zeitliche
Anpassung
an
den
Ruhestand
ist
nicht
minder
von
einschneidenden
Veränderungen
für
die
betroffenen
Personen
geprägt.
Es
überrascht
nicht,
dass
die
größte
zeitliche
Veränderung
den
Wegfall
der
Erwerbsarbeit
darstellt.
Bei
einem
Blick
auf
die
Zeitverwendung
von
Rentnerinnen
und
Rentnern
im
Vergleich
zu
vollerwerbstätigen
Personen
erfolgt
eine
Reduzierung
um
5
Std.
29
Min.
pro
Tag
in
diesem
Bereich.
Die
von
Rentnern
neu
gewonnene
Zeit
wird
sehr
unterschiedlich
eingesetzt.
So
erfolgen
in
den
Bereichen:
1.
Unbezahlte
Arbeit
(dazu
zählen
u.a.
Haushalt
und
Einkaufen)
,
2.
Schlafen
Essen
Körperpflege
sowie
3.
Sport
Hobby
Mediennutzung
eine
Zunahme
von
1
Std.
20
Min.
bis
zu
1
Std.
50
Min.
pro
Tag.
Hingegen
nehmen
Kontakte
und
Unterhaltungen
zu
dritten
Personen
um
nur
rd.
18
Min.
zu.
8
Die
beiden
letztgenannten
Bereiche
werden
im
Hauptteil
unter
4.2
Freizeitverhalten
(S.
6)
detaillierter
beschrieben.
4. Ruhestand
und
die
geschlechterspezifischen
Unterschiede
von...
Im
vorliegenden
Hauptteil
des
Referates
werden
die
vier
Bereiche
Geldvermögen,
Freizeitverhalten,
Rolle
und
Macht
mit
speziellem
Fokus
auf
geschlechterspezifische
Unterschiede
beleuchtet.
5
Psychologen
sprechen
überwiegend
vom
sog.
kritischen
Lebensereignis.
Vgl.
ausführlicher:
Mike
Martin;
Matthias
Kliegel:
Psychologische
Grundlagen
der
Gerontologie,
Stuttgart
2005,
S.
93
6
[10,
S.
241;
vgl.
ausführlich
Atchley
1976
[2]
und
Ekerdt
mit
Fokus
auf
den
gesundheitlichen
Bereich
1989
[6]
7
Zur
visuellen
Darstellung
anhand
eines
Zeitstrahls
vgl.
im
vorliegenden
Referat
vom
20.05.2010,
Folie
Nr.
4
8
[4,
S.
8]
vgl.
ausführlich
die
gesamte
Zeitbudgeterhebung
vom
Stat.
Bundesamt:
Wo
bleibt
die
Zeit,
2003
[4]
0 Kommentare