Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Kompetenz versus Qualifikation 2
3. Verständnis des Kompetenzbegriffs 3
3.1. Kompetenz im engeren Sinne 3
3.2. Konnotationen des Kompetenzbegriffs 5
3.3. Zentrale Kompetenzen 7
3.4. Fachübergreifende Kompetenzen 9
4. Schlussbemerkung 10
5. Literaturverzeichnis 11
1
1. Einleitung „Wer auf eine Kompetenzdefinition hofft, hofft vergeblich.“ (John Erpenbeck) Der Begriff der Kompetenz begegnet uns in diesen Tagen in sämtlichen Bereichen unseres Lebens. Sowohl im Beruf als auch im Alltag wird man mit Kompetenzen und Entwicklungen konfrontiert. Erpenbecks These möchte ich zu widerlegen versuchen, sowie dem Begriff Kompetenz ein Verständnis zu geben.
Die Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema der Kompetenz und deren Entwicklung. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen geklärt werden: Was versteht man unter dem Begriff der Kompetenz? Welche Reichweite hat dieser Begriff in den verschiedenen Lebensbereichen eines Individuums? Inwieweit lässt sich der Begriff einer Definition unterziehen? Wie weitreichend ist das Verständnis dafür und wo wird er eingesetzt bzw. warum wird der Begriff in der heutigen Zeit so oft thematisiert?
Zunächst erfolgt eine begriffliche Abgrenzung von Kompetenz und Qualifikation. Dabei muss auf wesentliche Unterschiede in der Begriffsdefinition u nd in deren Anwendung eingegangen werden. Folgend soll der Begriff der Kompetenz näher beleuchtet und das Verständnis von Kompetenz durch die Ausführung von verschiedenen Konnotationen des Kompetenzbegriffs untermauert werden. Abschließend erfolgt eine Untergliederung verschiedener Kompetenzarten, mit dem Ziel die Bedeutung des Begriffs der Kompetenz zu verdeutlichen.
2
2. Kompetenz versus Qualifikation Für die Begriffsbestimmung der Kompetenz ist es zunächst notwenig, auf den Begriff der Qualifikation näher einzugehen. Dieser wird oft mit dem der Kompetenz gleich gesetzt. In Form der Einführung des Qualifikationsbegriffs Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre sollte der Bildungsbegriff konkretisiert werden. Für die Operationalisierung der schulischen und betrieblichen Curricula galt der damalige Bildungsbegriff als zu ungenau. Aufgrund dessen hat der Deutsche Bildungsrat 1974 versucht, Qualifikation und Kompetenz begrifflich voneinander abzugrenzen. Demnach sind Qualifikationen „Fertigkeiten, Kenntnisse und Wissensbestände, die im Hinblick auf ihre Verwertbarkeit bestimmt werden.“ 1 Mit der Verwertbarkeit war die Anwendung der Kenntnisse im privaten Leben, in der Gesellschaft und im Beruf gemeint. Der eingetretene Lernerfolg galt als Qualifikation. „Die Bestimmung von Qualifikationen sind also primär an aktuellen Anforderungen oder einer prognostizierten Nachfrage orientiert.“ 2 Kritik an Prognosen über den Qualifikationsbedarf wurde in diesem Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel in der IT-Branche oder dem andauernden Wechsel zwischen Lehrermangel und Lehrerüberfluss laut. Dies resultierte aus der zu kurzfristig angelegten Qualifikationspolitik, da die berufliche Mobilität und Flexibilität der Menschen damit behindert wurde. 3
Kompetenzen beinhalten Fähigkeiten und Fertigkeiten, die das Subjekt selbst betreffen. Die Befähigung des lernenden Menschen wird in den Mittelpunkt gestellt. 4 Der Kompetenzbegriff bezieht sich nicht ausschließlich auf das berufliche Umfeld des Handelnden, sondern auch auf Persönlichkeitsbildungen. Im Rahmen dessen kristallisierte sich in den 80er Jahren der Begriff der beruflichen Handlungskompetenz heraus, der das Leitziel der Berufsausbildung wurde. Berufliche Handlungskompetenz umfasst das selbständige Planen, Durchführen und Kontrollieren von Aufgaben. Das Hauptaugenmerk wurde also verstärkt auf die Entwicklung von Kompetenzen als auf eine enge betrieblich- funktionale Qualifizierung gelegt.
1 Elsholz, U. (2002): Kompetenzentwicklung zur reflexiven Handlungsfähigkeit. In: Dehnbostel,
P./ Elsholz, U./ Meister, J. / Meyer-Menk, J. (Hrsg.): Vernetzte Kompetenzentwicklung.
Alternative Positionen zur Weiterbildung. Berlin, S. 32.
2 Ebd., S. 32.
3 Vgl. ebd., S. 32.
4 Vgl. ebd., S. 32.
Arbeit zitieren:
Eileen Schott, 2003, Berufliche Kompetenzen, München, GRIN Verlag GmbH
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