Gliederung
Seite
Einleitung 1
1. Der Begriff Kreativität 2-3
2. Kreativitätsmethoden - Überblick 3
2.1 Der kreative Prozess 4-5
2.2 Die Spielregeln 5
2.3 Kreativitätsanreger 6
3. Kreativitätsmethoden im beruflichen Unterricht 7
3.1 Brainstorming 7-9
3.2 Mindmapping 9-12
3.3 Synetik 12-14
4. Fazit 15
Literaturliste und Verzeichnis der verwendeten Internetseiten 16
Wenn man sich mit dem Thema „Kreativitätsmethoden“ beschäftigt stellt man fest, dass dies ein populäres Thema sein muss, denn die Buchhandlungen, Kataloge, und auch das Internet bieten eine riesige Auswahl an aktueller Literatur zu diesem Thema an. Zu den Kreativitätsmethoden gibt es viele Bücher, die als Praxisanleitung zur Kreativitätssteigerung dienen sollen.
So hat von Kreativitätsmethoden, aufgrund der Aktualität dieses Themas, fast jeder schon gehört. „Brainstorming“ scheint die bekannteste Technik zu sein, da diese Methode bereits in vielen Schulen im Unterricht angewandt wird, und auch Firmen, wie aus der Literatur zu erkennen war, verstärkt auf die Hilfe der Kreativitätsmethoden bei ihren Entwicklungen setzen.
Es handelt sich hierbei um Techniken, die das kreative Potential, das in einem Menschen vorhanden ist, in die richtigen Bahnen lenken sollen, so dass in einer Art kritikfreiem Raum, zu einem vorher definierten Problem eine Lösung gefunden werden kann. Bei den Kreativitätstechniken sind es auf den ersten Blick sehr unkonventionelle Methoden wie zum Beispiel das Hineinversetzen in einen Gegenstand etc., die zum gewünschten Erfolg führen sollen, die bei näherem Hinsehen aber durchaus plausibel sind.
Das Durchführen einer kreativen Sitzung ist durch, sowohl für alle Kreativitätstechniken allgemein, als auch für jede einzelne Technik speziell, aufgestellte „Spielregeln“ geregelt. Dies wird in einem späteren Abschnitt genauer erläutert. In dieser Arbeit werden zunächst die Kreativitätsmethoden allgemein erklärt, im Anschluss daran erfolgt eine genauere Betrachtung der klassischen Kreativitätsmethoden Brainstorming, Mindmapping und Synktik, da diese Methoden meiner Meinung nach für den beruflichen Unterricht am besten geeignet sind.
So unterschiedlich der Blickwinkel auch ist, aus dem die Kreativitätsmethoden betrachtet, bzw. erläutert werden, allen gemeinsam ist die erste aufkommende Frage: „Was ist eigentlich Kreativität ?“. Diese Frage wird in der Literatur auf vielfältige Weise zu klären versucht. Auf eine einheitliche Definition scheint man sich aber noch nicht geeinigt zu haben, denn die Erläuterungen der Autoren sind so verschieden wie die Intentionen, aus denen heraus ihre Bücher geschrieben wurden. Hierzu ein Beispiel aus der, für diese Arbeit verwendeten, Literatur: „Kreativität baut stets auf schon Vorhandenem auf; es ist fast unmöglich, etwas aus dem Nichts zu erschaffen. Die neue, außergewöhnliche Kombination bestehender Elemente, ihre Anwendung auf andere Anwendungszwecke, Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren zeichnen eine Idee als kreative Leistung aus.“ (Urs- Peter Oberlin, 1986, S.7). Im Vergleich dazu die Aussage eines anderen Autors: „Kreativität ist nicht ein einheitliches Charakteritikum, sondern eher eine unpräzise Kategorie menschlichen Verhaltens. Kreativität scheint eines von den Konzepten zu sein, das von jedem verstanden wird, außer von den Verhaltenswissenschaftlern.“ (Woodman u. Schonfeldt, 1990, zit. n. Annett Kluge/ Peter V. Zysno, Teamkreativität, 1993, S.19). Diese beiden Äußerungen sollen dasselbe Phänomen erklären, sind jedoch grundverschieden, da die Autoren aus völlig verschiedenen Blickwinkeln heraus das Thema betrachten. Interessant ist ebenfalls die Erläuterung dieses Begriffs in einem pädagogischen Wörterbuch. Hier wird genau die Problematik der Definition des Begriffs Kreativität auf den Punkt gebracht: „Kreativität, ein Zentralbegriff und zugleich ein Mode- und Schlagwort der gegenwärtigen Diskussion in fast allen Gegenstands- und Lebensbereichen. Der Begriff K. und seine Komposita treten dabei an die Stelle von Genie, genial, (...). Eine einheitliche oder allg. verbindliche Definition von K. liegt bis jetzt noch nicht vor, alle Versuche enthalten jedoch den Aspekt des „Neuen“. (Winfried Böhm, Wörterbuch der Pädagogik, 2000, S.314). Denkt man heute bei „Kreativität“ zunächst an
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den bekannten Geistesblitz oder die zündende Idee, die dem einen Menschen zufällt und dem anderen nicht, so ändert sich dies schnell, wenn man sich genauer mit den Techniken der Kreativitätsmethoden beschäftigt. Es wird schnell klar, dass Kreativität doch nicht so viel mit Zufall und Glück zu tun hat, sondern fast planbar mit Einsatz der Kreativitätsmethoden aktiv gefördert werden kann.
2. Kreativitätsmethoden im Überblick
In den unterschiedlichen Literaturquellen werden die vielen Kreativitätsmethoden, sofern sie nicht einfach aufgelistet werden, nach bestimmten Kriterien in Gruppen eingeteilt, um dem Leser einen guten Überblick zu bieten. Hier entsteht allerdings das Problem, dass jeder Autor die aus seiner Sicht logischen Kriterien zur Einteilung ansetzt, und man nicht auf eine einheitliche Zuordnung zurückgreifen kann. Es gibt drei klassische Kreativitätsmethoden: Brainstorming, Synectics und den Morphologischen Kasten. Die meisten anderen Methoden sind Weiterentwicklungen und Verfeinerungen dieser drei Techniken. Deshalb sind im Prinzip bei allen Autoren dieselben Kreativitätsmethoden dargestellt, mit mehr oder weniger vielen eigenen Abwandlungen und Ergänzungen der Autoren. Zum Beispiel gibt es mindestens acht (wahrscheinlich noch wesentlich mehr) Varianten des Brainstormings, angefangen beim klassischen Brainstorming, bis hin zum anonymen Brainstorming.
Arbeit zitieren:
Helene Hoven, 2003, Kreativitätsmethoden im beruflichen Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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