II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis………………………………………………………………………… II
Abk ürzungsverze ichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
1. Einleitung 1
2. Vorgeschichte zu Enron 2
2.1. Der dritte Quartalbericht 2001 2
2.2. Unternehmensentwicklung und strategische Geschäftsfelder 3
2.2.1 Die Gashandelsbank 3
2.2.2 Der Stromhandel 5
2.2.3 Derivative Geschäfte 6
2.2.4 Internationale Expansion 6
2.3. Unternehmensgegenstand 7
3. Strategien und die ersten Probleme 8
3.1. Strategische Ausrichtung 8
3.1.1 Asset-Light Strategie 8
3.1.2 Strategie Konflikt 9
3.2. Erste Probleme 9
4. Enrons Finanzierung durch Special Purpose Entities 10
4.1. Theoretische Grundlagen von SPEs 10
4.2. SPE Transaktionen von Enron 12
4.2.1 Chewco Transaktion 13
4.2.2 Die LJM Transaktionen 15
4.2.3 Das Rhythms Absicherungsgeschäft 18
4.2.4 Die Raptor Zweckgesellschaften. 19
4.3 Die Instabilität dieser Transaktionen 21
5. Schlussbemerkungen. 22
Literaturverzeichnis 24
Internetverzeichnis……………………………………………………………………….. 26
III
Anhang…………………………………………………………………………………… 28
- I - Schlüsselpersonen im Zusammenhang mir der Enron Insolvenz…………... 28
- II - Firmenprofil von Enron…………………………………………………….. 30
- III - Die Kultur von Enron………………………………………………............. 32
- IV - Mark-to-Market Buchführung (im Sinne von Enron)…………………….... 33
- V - Fremdwortverzeichnis…………………………………………………….... 34
IV
Abkürzungsverzeichnis
$ United States Dollar
bzw. beziehungs weise
ca. cirka
CalPERS California Public Employees´ Retirement System
CEO Chief Executive Officer
CFO Chief Financial Officer
CFTC Commodities Futures Trading Commission
COO Chief Operating Officer
Corp. Corporation
EES Enron Energy Services
EK Eigenkapital
FASB Financial Accounting Standards Board
FK Fremdkapital
GK Gesamtkapital
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
G.P. General Partner
V
JEDI Joint Energy Development Investment
K Tausend (in salaries)
L.P. Limited Partner
LLC Limited Liability Company
Ltd. Limited
Mio. Millionen
Mrd. Milliarden
NYMEX New York Mercantile Exchange
o.a. oben angegeben
SEC Securities and Exchange Commission
SPE Special Purpose Entity
USA United States of America
USD United States Dollar
US-GAAP United States - General Accepted Accounting Principles
VPP Volumetric Production Payment
WWW World Wide Web
VI
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Darstellung des „Cactus Fund“ Seite
Abbildung 2 Chart der Enronaktie (1991-2003) Seite
Abbildung 3 Verkauf von Aktiva an eine SPE Seite
Abbildung 4 Off-Balance-Sheet Finanzierung durch
zwei SPEs Seite
Abbildung 5 Chewco Transaktion Seite
Abbildung 6 LJM1 Transaktion Seite
Abbildung 7 LJM2 Transaktion Seite
Abbildung 8 Rhythms Absicherungsgeschäft Seite
Abbildung 9 Talon Transaktion Seite
VII
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Auswirkungen der rückwirkenden Bilanzkorrektur 1997 - 2000 im November 2001 in Mio. USD Seite 2
Tabelle 2 Schlüsselpersonen im Zusammenhang mit der Enron Insolvenz Seite 28
1
1. Einleitung
Das Energieunternehmen Enron Corp. (Enron) beantragte am 2. Dezember 2001 für sich und 14 Tochterunternehmen vor dem Konkursgericht New York Gläubigerschutz nach Chapter 11 des Konkursgesetzes der USA. 1 Viele der einst anerkannten Top Manager von Enron wurden wegen Insolvenzverschleppung, Betrug und Insiderhandel angeklagt. Die Finanzwelt war schockiert. Die Aktie des Unternehmens notierte zu Börsenschluss an der New York Stock Exchange bei nur 0,40 USD. Viele Mitarbeiter verloren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auc h die Basis ihrer Pensionen, da diese hauptsächlich in Enronaktien investiert war. 2
Selbst Vertreter der amerikanischen Regierung blieben von der Unternehmenskrise nicht unbeschadet. D as General Accounting Office des Kongresses erhob Anklage gegen den amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney, weil er Unterlagen über Gespräche mit Vertretern von Enron nicht herausgab. 3
Anfang 2001 gehörte das Unternehmen noch zu den Top Ten der USA, notierte bei einem Aktienkurs von 85 USD und wies im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von 100 Mrd. USD aus. Das Management stellte zu diesem Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2001 weiter wachsende Gewinne in Aussicht.
Enron galt in der Geschäftswelt, in Falluntersuchungen von Wirtschaftsuniversitäten sowie in der Fachpresse als ein Unternehmen, das es verstanden hatte, die Old Economy hinter sich zu lassen und durch Innovationen seine traditionellen Mitbewerber auszustechen. 4 Wie konnte es dazu kommen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens nicht erkannt wurden? Nach Untersuchungen stellte sich heraus, dass Enron „innovative“ Bilanzierungsmethoden nutzte, um von Jahr zu Jahr hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. Insbesondere die Unternehmensfinanzierung über außerhalb der Bilanz befindliche Special Purpose Entities (SPE) - übersetzt Zeckgesellschaften oder Vehikelgesellschaften - steuerte einen großen Teil zu der Unternehmenskrise bei.
Ziel der Hausarbeit ist es, die Ursachen der Enronkrise zu untersuchen. Hierbei wird hauptsächlich auf die Finanzierungsstruktur über Special Purpose Entities eingegangen und deren Zusammenhang m it der Insolvenz von Enron dargestellt. Bei der Analyse des Zusammenbruchs werden nicht die politischen und aufsichtsrechtlichen Ursachen und
1 Vgl. Ammons, J. / Brazelton, J. (2002), S. 38.
2 Vgl. International Institute for Management (2003), S. 1.
3 Vgl. WISU (Hrsg.) (2002), S. 289.
4 Vgl. International Institute for Management (2003), S. 1
2
Auswirkungen betrachtet, da diese den Rahmen der Arbeit sprengen würden. Zunächst werden die Entwicklung und die Geschäftsfelder von Enron dargestellt, wobei hauptsächlich auf die Handelsaktivitäten eingegangen wird. In einem zweiten Punkt werden die unterschiedlichen Strategien, die u.a. zur Krise von Enron führten, dargestellt und die dadurch entstandenen Konflikte analysiert. Im Hauptteil der Hausarbeit wird die Lösung der Finanzierungsprobleme über Special Purpose Entities analysiert und deren unterschiedliche Formen anhand von drei Beispielen dargestellt.
Abschließend werden die Schwierigkeiten Enrons zusammengefasst und die Ursachen der Unternehmenskrise beurteilt.
2. Vorgeschichte zu Enron
2.1 Der dritte Quartalsbericht 2001
Nach fortlaufenden Gewinnsteigerungen gab Enron am 16. Oktober 2001 für das 3. Quartal 2001 zum ersten Mal einen Verlust von 618 Mio. USD bekannt. Das Eigenkapital reduzierte sich um 1,2 Mrd. USD, das zum 31. Dezember 2000 noch mit 11,47 Mrd. USD ausgewiesen worden war. Diese Herabsetzungen resultierten nach Aussage des Quartalsberichts aus der Special Purpose Entity „LJM2“. 5 Knapp einen Monat später, am 8. November 2001, wurde dieser Quartalsbericht berichtigt, weil zwei weitere Partnerschaften, Chewco und Jedi, rückwirkend von 1997 bis 2001 mit Bilanzkorrekturen von 405 Mio. USD mit den Jahresabschlüssen von Enron konsolidiert werden mussten. Die rückwirkenden Korrekturen wirkten sich in den einzelnen Jahren, wie in Tabelle 1 dargestellt, aus:
Ursprünglich wies das Unternehmen in den fünf Jahresabschlüssen von 1996 bis 2000 einen konsolidierten Umsatz von 13,2 Mrd. USD steigend auf 100,8 Mrd. USD aus. Gleichzeitig stieg das net income des Konzerns - mit einem kleinen Einbruch in 1997 - von 580 Mio. USD
5 Vgl. Ammons, J. / Brazelton, J. (2002), S. 33.
Arbeit zitieren:
Alexander Lahmann, 2003, Die Unternehmenskrise Enron - Eine Analyse der Krisenursachen, München, GRIN Verlag GmbH
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