Nöstlinger Christine: Die feuerrote Friederike Seite 3
ANGABEN ZUM AUTOR: 4
DIE FEUERROTE FRIEDERIKE 6
PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME: 6
LESBARKEIT: 7
DIDAKTISCHE AUFARBEITUNG: 8
FRIEDERIKES FREUNDE 8
FRIEDERIKE GEHT IN DIE SCHULE 9 SPOTT UND SPÖTTELEIEN 9 „ROTAROTAGINGINGING“ 9 BRUNO BEI DER POST 10
DIE GANZ GEHEIMEN GEHEIMSPRACHEN 11 AUF DER SUCHE 11 IN EINEM FERNEN LAND 11
WIE HAT DIR DAS BUCH "DIE FEUERROTE FRIEDERIKE" GEFALLEN? 11
Nöstlinger Christine: Die feuerrote Friederike Seite 4
Angaben zum Autor:
Christine Nöstlinger wurde am 13. Oktober 1936 in Wien geboren. Ihr Vater war Uhrmacher und ihre Mutter Kindergärtnerin. Christine Nöstlinger besuchte das Gymnasium und machte
Bauernhof in Niederösterreich. Zum Schreiben kam Christine Nöstlinger, weil sie ein Buch für ihre Kinder gestalten wollte. 1970 schrieb und zeichnete sie ihr erstes Kinderbuch: Die feuerrote Friederike. Seitdem erscheinen j edes Jahr durchschnittlich drei bis vier Bilder-, Kinder- und Jugendbücher von ihr. Eine ganze Reihe ihrer Geschichten hat Christine Nöstlinger selbst illustriert, bei einigen anderen Büchern stammen die
Bilder von ihrer Tochter Christiane.
Ferner schreibt sie Beiträge für Hörfunk, TV und Zeitungen. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Deutschen Jugendbuchpreis, dem Österreichischen Jugendbuchpreis und dem Preis der Stadt Wien. 1984 erhielt sie für ihr Gesamtwerk die Hans-Christian-Andersen- Medaille. Christine Nöstlinger ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen.
Christine Nöstlinger:
Ich über mich (Auszug aus: „Geplant habe ich gar nichts“)
“Als ich das Licht der Welt erblickte, war ich vier Kilo und dreizehn Deka schwer und hatte schwarze Haare auf dem Kopf. Laut Aussagen meiner Mutter war ich ein schönes Kind, was angeblich davon kam, dass ich gut drei Wochen zu lange im Bauch meiner Mutter geblieben war. Ich kam also schon als ziemlich erwachsener Säugling, ohne Knitterfalten und übliches zwergisches Baby-Outfit, ins Erdenleben. Ein wildes, wütendes Kind war ich angeblich auch. Aber meine Mutter ist noch heute sehr stolz darauf, dass sie mir das abgewöhnt hat. Aber wie
Nöstlinger Christine: Die feuerrote Friederike Seite 5
Mütter so sind, regt sie sich heute auf, dass ich mir von allen Leuten zu viel gefallen lasse, und rät mir an, öfter wütend zu werden. Im Kindergarten hatte ich es gut, weil meine Mutter die Kindergärtnerin war. Das brachte mir viel Ansehen bei den anderen Kindern. Bei meiner Mutter nicht. Sie bemäkelte damals immer, dass ich mich stets zu den Schlimmen und zu den Verlausten hingezogen fühlte. Dauernd wollte sie mir brave Freunde vermitteln, aber die mochte ich nicht. In der Schule hatte ich darunter zu leiden, dass meine große Schwester Schulbeste war und die Lehrer deshalb von mir ähnliche Leistungen erwarteten. Im Laufe von acht Gymnasialjahren sahen sie aber doch ein, dass sie mit dieser Erwartung einem großen Irrtum unterlegen waren. Aber sitzen geblieben bin ich nie. Damals war das nämlich noch eine Schande. Und außerdem hätte ich dann ein Jahr länger in die Schule gehen müssen, und davor hat mir so gegraust, dass ich lieber ein bisschen gelernt habe. Später wollte ich Malerin werden. Doch als ich dann auf die Akademie ging, um das Malen richtig zu erlernen, habe ich gemerkt, dass nie eine richtige große Malerin aus mir werden wird, weil mein Talent nur mittelmäßig war. Da habe ich einen großen Schreck bekommen und geheiratet und zwei Kinder bekommen. Den Schreck habe ich jetzt nicht mehr, aber die Kinder habe ich immer noch. Sie sind schon ziemlich erwachsen. Auf die Idee, Kinderbücher zu schreiben, bin ich überhaupt nie gekommen. Ich wollte, weil mir zu Hause mit den zwei Kindern so langweilig war, ein Kinderbuch malen. Dazu habe ich aber eine Geschichte gebraucht. Die habe ich mir erfunden und aufgeschrieben. Und wie dann das Kinderbuch fertig war, hat den Leuten meine Geschichte besser gefallen als meine Bilder. Da habe ich mir gedacht: Na schön! Dann male ich halt nicht! Dann schreibe ich eben! Und das tue ich nun seit vielen Jahren schon. Meistens schreibe ich sieben Tage in der Woche von früh bis spät, aber manchmal mag ich nicht, dann stricke ich Pullover und schaue mir dabei ganz dumme Sachen im Fernsehen an. Und damit ich mir keine Vorwürfe machen muss, so dumme Sachen angeschaut zu haben, schreibe ich dann in einer Zeitung darüber eine Fernseh-Kritik. Vor Spinnen habe ich Angst. Schlangen und Mäuse mag ich. Beim Essen bin ich besonders heikel. Viele Sachen schmecken mir nicht. Sportlich bin ich überhaupt nicht. Auf Ski, in Eislaufschuhe bringt mich keiner. Auch jeden Tennisschläger lasse ich angewidert aus der Hand fallen. Unmusikalisch bin ich auch. Dabei würde ich schrecklich gern schön singen können. Es würde mir sogar schon reichen, wenn ich hässlich und falsch singen könnte. Aber sooft ich es probiere, sagt jemand zu mir: „Bitte, hör auf, das ist ja nicht auszuhalten!“
Unglücklich bin ich nur selten. Das wundert mich manchmal. Sonst fällt mir zu mir nichts mehr ein.“
Arbeit zitieren:
Berta Wieländer, 2002, Zu: Christine Nöstlinger - Die feuerrote Friederike, München, GRIN Verlag GmbH
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