Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
I Einleitung 3
II Abkürzungen und Notation 3
1.Die originäre Phillips -Kurve 4
1.1. Die mathematische Beschreibung der Kurve 5
1.2. Der Abszissenschnitt - die „natürliche Rate der Arbeitslosigkeit“ 5
1.3. Die Asymmetrie der Lohnsatzentwicklung 6
2. Die Modifikation der Kurve 7
3. „Wishful Thinking“- Die Kurve als politisches Instrument 8
3.1. Der Trade-off aus monetaristischer Sicht 9
3.1.2. Die Algebraische Erklärung 10
3.2. Die Phillips-Kurve in der Keynesschen Lehre 11
4. Die Annäherung an die Realität - die rationalen Erwartungen 12
5. Der Gewinn für die Makroökonomik 13
6. Fazit 15
Literaturverzeichnis 16
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I Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit einem Aufsatz des neuseeländische n Ökonomen Arthur W. Phillips, der 1958 unter dem Titel: „The Relation between Unemployment and the Rate of Change of Money Wage Rates in the United Kingdom, 1861 - 1957“ in der Zeitschrift Economica erschien.
Um den Problemrahmen zu klären, wird der Leser am Beginn der Arbeit in das Thema eingeführt. Dazu wird die ursprüngliche Phillips-Kurve vorgestellt und analytisch „beleuchtet“.
Im Mittelpunkt des zweiten Abschnittes steht eine Modifikation der Kurve. Die Kenntnis dessen ist enorm wichtig, weil diese Veränderung eine zentrale Implikation hervorbrachte, die letztlich im Mittelpunkt jeglichen wissenschaftliche n Diskurses stand und bis heute steht.
Die beiden dann folgenden Abschnitte bringen dem Leser die eigentliche Kontroverse nahe. Um die jeweiligen Argumente und Standpunkte zu verdeutlichen, werden die Kausalketten der Diskussionsbeiträge verschiedener Autoren nachvollzogen.
Der letzte Abschnitt befasst sich mit der Frage welcher Nutzen nun aus der Kontroverse um die Phillips Kurve gezogen werden konnte. „Blitzlichtartig“ soll dem Leser, vorwiegend an-hand von Zitaten, ein Überblick über verwendungsfähige Ergebnisse der jahrzehntelangen fachlichen Diskussion gegeben werden.
Den Abschluss der Arbeit bildet ein persönliches Fazit.
II Abkürzungen und Notation
• u, U - Unemployment , Arbeitslosigkeit • π - Inflationsrate
• u* - „natürliche Arbeitslosigkeit“ • π e - erwartete Inflationsrate
• P - Preisniveau • w, W - wages , Löhne, Lohnsatz
- Angebotsschock 1 • v
• Punktgrößen (z.B. W & ) entsprechen den jeweiligen Ableitungen nach der Zeit
1 drastische Preisänderung aufgrund unvorhergesehener Ereignisse (z.B. Ölkrise in den siebziger Jahren)
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1.Die originäre Phillips-Kurve
Aus Mess- und Reche nwerten der knapp 100 jährigen Beobachtungsperiode erstellte Phillips mehrere Streudiagramme für verschiedene Zeitabschnitte. Die Daten fasste er anschließend, mittels mehrerer Regressionstechniken, zu einer Kurve 1 zusammen, welche seit dem Ersche inen seinen Namen trägt.
Die wichtigsten Charakteristika sind die hyperbolische Form, eine Nullstelle bei ca. 6% Arbeitslosenquote und die negative Steigung 2 . (Abbildung 1)
3 Abbildung 1 - Die Kurve mit den Daten der Teilperiode 1861-1913
Phillips Studie war vorwiegend empirischer Natur. Eine fundierte analytische Untermauerung seiner Ergebnisse fehlte. Er „... tendierte zu einer eher plausiblen und impressionistischen Interpretation seiner Kurve...“ 4 . Vom direkt ablesbaren, inversen Zusammenhang zwischen Lohnänderungsrate und Arbeitslosigkeit und dessen Kausalität war er offensichtlich über-
1 ZurVorgehensweise Vgl. Richard G. Lipsey,: „The Relation between Unemployment and the Rate of Change
of Money Wage Rates in the United Kingdom, (1862 - 1957): A further Analysis” in Ewald Nowotny, (Hrsg.):
“Löhne, Preise, Beschäftigung” , Berlin 1974, S. 63ff.
2 vgl. Bernhard Felderer/ Stefan Homburg: „Makroökonomik und Neue Makroökonomik“, 8. Auflage, Berlin
2003, S. 242
3 Quelle: http://bus.uws.edu.au/Steve-Keen/Courses/ETM/Outline/2000.htm aus Arthur W. Phillips: “The Rela-
tion between Unemployment and the Rate of Change of Money Wage Rates in the United Kingdom, (1862 -
1957)” in Economica 25 , 1958
4 Kurt W. Rothschild.: „The Phillips Curve And All That“, Scottish Journal of Political Economy (Scottish Eco-
nomic Society), Vol. 18 (1971), S. 245-280 In E. Nowotny (Hrsg.): a.a.O. , S. 16
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zeugt, so dass er recht unkritisch konstatierte: „...the Rate of Change of money wage rates can be explained by the level of unemployment and the rate of change of unemplo yment” 1 Offenbar hielt der amerikanische Wirtschaftsprofessor Richard G. Lipsey die Feststellung allein nicht für ausreichend. Er publizierte in der gleichen Zeitschrift im Jahre 1960 einen Artikel, der dem Zwecke analytischer Fundierung und der Bildung eines Modells diente. Die folgenden Ausführungen des Abschnittes beziehen sich vorne hmlich auf diese Publikation.
1.1. Die mathematische Beschreibung der Kurve
Die Auswertung der empirischen Daten hatte ge zeigt, dass „die Beziehung zwischen Lohnä nderungen und Arbeitslosenrate eindeutig nicht- linearer Natur ist.“ 2 Um die entstandene Kurve zu beschreiben, definierte Phillips die Lohnänderungsrate ( W & ) als abhängig von der Arbeit s-losigkeit ( U ) und deren Änderungsrate.
Folgende Gleichung ergab sich
dW / = a + bU + e dt
mit a, b > 0; e < 0 (à als Parameter) 3
W
& & ⇔ + + = U e bU a W W /
Mittels der Ausgangsfunktion war es Lipsey möglich, eine Korrelationsanalyse durchzufüh- W & durchdie Ar-ren. Dabei stellte er fest, dass sich allein 80 Prozent der Ordinatenwerte ( ) U & selbst erklären lassen. 4
beitslosigkeit (U) und deren Änderungsrate ( )
1.2. Der Abszissenschnitt - die „natürliche Rate der Arbeitslosigkeit“
Schon weiter oben wurde erwähnt, dass ein Charakteristikum der Phillips-Kurve der Abszissenschnitt bei ungefähr 6% ist. Aus dem Graphen ist unmittelbar abzulesen, dass an dieser Stelle die Änderung der Löhne stagniert, also Null ist. Das bedeutet:
1 Arthur W. Phillips.: “The Relation between Unemployment and the Rate of Change of Money Wage Rates in
the United Kingdom, 1861 - 1957” in: Economica, 1958, S. 283 - 299.
2 Kurt Rothschild W.: „The Phillips Curve And All That“, Scottish Journal of Political Economy (Scottish Eco-
nomic Society), Vol. 18 (1971), S. 245-280 In Nowotny, E. (Hrsg.): a.a.O. , S. 16
3 vgl. Kurt W. Rothschild: ebenda, S.16
4 Vgl. Richard G. Lipsey.: a.a.O. in Nowotny E. : a.a.O. , S. 69f./S.85
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Arbeit zitieren:
Gordon Peters, 2003, Measurement wothout theory - Die Kontroverse um die Phillips-Kurve, München, GRIN Verlag GmbH
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