Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einblick in die Studienberatung der Universität
1.2 Einblick in die Studienberatung des Arbeitsamtes
2. Vorbereitung
2.1 Formulierung der Forschungsfrage und Hypothese
2.2 Formulierung der Fragen die im Interview gestellt werden sollen
2.3 Überlegungen dazu wie das Interview durchgeführt werden soll
3. Auswertung
3.1 Tabellarische kodierte Darstellung der Gesamtergebnisse der befragten
StudentenInnen
3.2 Schriftliche Auswertung der Gesamtergebnisse der befragten StudentenInnen
4. Analyse
4.1 Analyse der Auswertungen
4.2 Hypothese: bestätigt oder wiederlegt
5. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In unserer Untersuchung beschäftigen wir uns mit dem Thema Studienberatung. In Form eines schriftlichen Interviews befragen wir StudentenInnen nach ihrer Meinung zur Studienberatung. Nach anfänglichen Problemen mit einem qualitativen (mündlichen) Interview, entschieden wir uns für die schriftliche Form.
Die Schwierigkeiten eines qualitativen Interviews lagen in verschiedenen Gründen. Zum einen hatten die StudentenInnen nicht viel Zeit und sagten sich schon kurz nach der erstgestellten Frage los, zum anderen wichen die Antworten die wir erhielten von unseren Fragestellungen meistens ab oder Antworten wurden vorweggenommen.
Bei dem Interview selber differenzieren wir zwischen den Anlaufstellen der Studienberatung der Universität und der des Arbeitsamtes.
Um deutlich zu machen, in welchen Punkten sich diese beiden Beratungsstellen unterscheiden, vorab eine kurze Einsicht in ihre Tätigkeitsfelder.
1.1 Einblick in die Studienberatung der Universität
Es gibt drei verschiedene Beratungsstellen in der Universität: die ZSB, die Fachberatung und das AkZent.
Die ZSB ist die allgemeine Studienberatung der Universität..
Sie hat drei verschiedene Zielgruppen: StudieninteressentInnen, StudienanfängerInnen und Studierende. StudieninteressentInnen werden über Studienmöglichkeiten und –aufbau oder z.B. Zulassungsvoraussetzungen beraten und informiert. Weiterhin werden sie bei der Entscheidung unterstützt, ob und was sie studieren möchten.
StudienanfängerInnen werden über aktuelle Termine und wichtige Schritte beim Einstieg ins Studium informiert und sie werden beim Übergang von der Schule zur Hochschule, z.B. bei Orientierungsproblemen beraten und unterstützt.
Studierende werden über Vorgehensweisen und Zuständigkeiten bei Hochschulwechsel, Anerkennung von Studienleistungen u.ä. informiert.
Des weiteren berät und unterstützt die Studienberatung die Studierenden bei der Entscheidung, ob sie den Studiengang wechseln oder das Studium abbrechen sollen Die Studienberatung ist auch eine Anlaufstelle für die Studierenden bei Lern-, Arbeits- und Schreibschwierigkeiten, Prüfungsängsten und bei persönlichen Problemen, welche dann in Gruppen oder einzeln psychologische oder psychotherapeutische Beratung anbietet.
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Es gibt Gruppenangebote die regelmäßig von der ZSB angeboten werden, sind z.B.: Zeitmanagement und Arbeitsplanung für AnfängerInnen Hierbei soll StudienanfängerInnen die Umstellung auf die neue Lernsituation erleichtert werden. Techniken zur sinnvollen und effektiven Zeiteinteilung werden vermittelt, Hinweise zur Strukturierung des Lernstoffs gegeben und grundlegende Studientechniken vorgestellt.
Prüfungsvorbereitung und Angstbewältigung Studierende, die Probleme mit Prüfungen haben, weil sie unter Prüfungsangst leiden, und/oder die nicht wissen, wie sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können, sind zur Teilnahme eingeladen. Sie erhalten in der Gruppe individuell abgestimmte Hinweise zur inhaltlichen und zeitlichen Strukturierung ihrer Vorbereitungsarbeiten und erlernen eine Kurzform des Autogenen Trainings zur wirksamen Entspannung vor und in Prüfungssituationen
Die studienbegleitende Fachberatung unterstützt die Studierenden insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studientechniken und der Schwerpunkte des gewählten Studienganges
Das Akademische Zentrum für Studium und Beruf – AkZent – bietet spezielle Informationsveranstaltungen für SchülerInnen an (z.B. Schülertage, Schnupperstudium, Sommeruniversität für Frauen, Uni-Scouts), vermittelt Praktikumplätze für Stud ierende und gibt Hilfen beim Berufseinstieg.
1.2 Einblick in die Studienberatung des Arbeitsamtes
Bei Interesse ein Studium zu beginnen, bei einem Studienfachwechsel oder Studienabbruch gibt das Hochschulteam des Arbeitsamtes kompetenten Rat und Hilfe.
Die Angebote des Hochschulteams umfassen in der Einzelberatung :
Studienwahl, arbeitsmarktnahe Gestaltung des Studiums, Wechsel oder Abbruch des Studiums, Karriereberatung, Bewerbungsstrategien und berufliche Qualifizierung.
In Vorträgen oder Semina ren zu unterschiedlichen Themen werden Tipps und Ratschläge gegeben. Wer sich lieber selbst informieren möchte, ohne persönliche und individuelle Beratung eines Mitarbeiters, kann dies z.B. im Berufsinformationszentrum (BIZ), Stellen-Informations-Service (SIS), Arbeitgeber-Informations-Service (AIS), Arbeitsamt-Online oder im Uni-Magazin machen.
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2. Vorbereitung
2.1 Formulierung der Forschungsfrage und Hypothese
Nachdem wir uns darüber informiert hatten, in welchen Tätigkeitsfeldern die beiden Beratungsstellen arbeiten, überlegten wir uns unter welchem Gesichtspunkt das Interview verlaufen soll. Um ein entsprechendes Ergebnis zu erlangen, mußte das Ziel der Untersuchung festgelegt werden. Dies formulierten wir dann mit unserer Forschungsfrage, wie folgt :
„In wie weit können die Studierenden des Studiengangs Diplom-Pädagogik Nutzen aus der Studienberatung ziehen?“
Anhand der uns jetzt vorliegenden Forschungsfrage machten wir uns darüber Gedanken, welche Tendenz unsere Untersuchung ergeben könnte, d.h. ob die Studierenden die Studienberatung für sinnvoll oder nutzlos erklären.
Unserer Annahme nach, erstellten wir folgende Hypothese:
„Die Informationen/Ratschläge der Beratungsstellen sind gering effizient und daher wird die Studienberatung den Studierenden keine große Hilfe sein.“
2.2 Formulierung der Fragen, die im Interview gestellt werden sollen
Durch die Formulierung der Forschungsfrage und der Hypothese hatten wir unseren Schwerpunkt gesetzt und konnten nun gezielt die Fragen formulieren, die die Studierenden in dem Interview beantworten sollen.
Um das Interview nicht durch zu viele Fragen übersichtslos erscheinen zu lassen, beschlossen wir uns auf
7 Fragen zu beschränken.
Zur besseren Differenzierung zwischen der Studienberatung der Universität und der des Arbeitsamtes einzugehen, unterteilten wir jede Frage in zwei Antwortmöglichkeiten, von denn ggf. beide beantwortet werden konnten.
Folgende Fragen schienen uns ausreichend standardisiert für ein schriftliches Interview und auch in bezug auf unsere Forschungsfrage und Hypothese effizient genug:
1) Bei welcher Studienberatung warst du? Universität oder Arbeitsamt? (Wenn beides zutrifft, bitte auch für beide Beratungen eine Antwort geben.)
2) Wann hast du die Studienberatung zum ersten Mal aufgesucht? (z.B. vor dem Studienbeginn, beim Wechsel von Grund- ins Hauptstudium)
3) Aus welchen Gründen hast du die Studienberatung aufgesucht?
4) Wie waren deine konkreten Erwartungen?
5) Welche genauen Informationen/Hilfestellungen/Ratschläge hast du zu deinen Fragen/Problemen erhalten?
6) Welche davon konntest du für bzw. in deinem Studium umsetzen?
7) Wie würdest du die Studienberatung verbessern oder gestalten wollen?
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Stefanie Grönitz, 2002, Empirische Methodenlehre Interview, Munich, GRIN Publishing GmbH
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