Inhaltsverzeichnis:
1. Einführung 3
2. Überblick über Störungen des
Sprechens und der Sprache 3
3. Stottern 4
Definition
Häufigkeit
Beginn
Formen
Sekundäre Symptome
Ursachen
Therapie
Prognose
Abgrenzung zum Entwicklungsstottern
4. Poltern 9
Definition
Symptome
Ursachen
Therapie und Prognose
5. Zusammenfassung 11
6. Literaturverzeichnis 12
7. Anhang 13
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1. Einführung
Stottern ist ein Phänomen, mit dem wohl schon jede/r einmal in Berührung gekommen ist, vielleicht weil der Klassenkamerad gestottert hat oder weil man selbst die erste große Liebeserklärung nur unter Stottern hervorgebracht hat.
Die Reaktionen auf und der Umgang mit diese/r Störung sind ganz unterschiedlich: die einen finden sie höchst amüsant, wovon viele Witze zeugen („Trifft ein Stotterer einen Glatzköpfigen und fragt diesen:
Die folgende Arbeit möchte einen ersten Überblick über diese beiden Redeflussstörungen, ihre möglichen Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bieten.
2. Überblick über Störungen des Sprechens und der Sprache
Unsere Sprache entsteht durch ein Zusammenspiel von Muskeln, Knochen, Zahnstellung, Stimmbändern usw. . Sie wird vom Gehirn gesteuert und ist eng mit der menschlichen Gefühlslage verbunden. So bleibt es nicht aus, dass bei einem so komplexen System auch Störungen auftreten können. Dabei k önnen die verschiedensten Bereiche der
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Sprache und des Sprechens betroffen sein. Die gängige Literatur zeigt dabei keine einheitliche Klassifizierung der verschiedenen Störungen auf. Ein Überblick sei jedoch im folgenden gegeben (s. dazu Schaubild „Anhang 1“ [Wendlandt 2000, 44]): Als Störungen der Sprache und des Sprechens gelten ein eingeschränktes Sprachverständnis, die Dyslalie (Lautstörung), ein eingeschränkter Wortschatz und der Dysgrammatismus (Störung in der Wort- und Satzbildung). Treten diese vier Auffälligkeiten gemeinsam auf, spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung (SES), die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Die extremste Form der SES ist die Alalie, das Ausbleiben der Sprachentwicklung. Darüber hinaus kann die Kommunikations fähigkeit gestört sein. Hier spricht man von Mutismus. Ein Kind, das eigentlich schon Sprache erworben hat, teilt sich niemandem, bestimmten Menschen oder in bestimmten Situationen lautsprachlich nicht mehr mit. Näselt ein Kind (Rhinophonie) oder ist sein Stimmklang, die Lautstärke oder die Tonhöhe verändert (Dysphonie) handelt es sich um Störungen der Stimme und des Stimmklangs.
Schließlich kann auch der Sprechablauf, auch Redefluss genannt, gestört sein. Unter diese Störungsbilder fallen das Stottern (Balbuties) und das Poltern, von denen im Folgenden die Rede sein soll. (Wendlandt 2000, 41 ff)
3. Stottern: Definition: „Stottern ist eine zeitweise auftretende, willensunabhängige,
situationsabhängige Redeflußstörung oft nicht bekannter Ursache
[...] .“ (Wirth 1994, 475).
Synonym wird der Begriff
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Oftmals löst Stottern Folgeerscheinungen aus, die ihrerseits wieder das eigentliche Störungsbild beeinflussen. Stotterer haben ein echtes Leiden, nicht bloß eine schlechte Angewohnheit. Die bekannten Ratschläge aus der Umwelt wie „Erst denken, dann reden!“ oder „Sprich langsam!“ stellen also keine Hilfe dar.
Häufigkeit:
Ca. 1 Prozent der Deutschen leidet an Stottern. Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen. Bei Kindern sind ca. 4 Prozent betroffen, drei Viertel davon sind Jungen.
Beginn:
Bei zwei Dritteln der Betroffenen beginnt das Stottern während der Sprachentwicklungsphase zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr. Der Beginn innerhalb der ersten Schuljahre oder der Pubertät ist eher selten. Noch seltener tritt das Störungsbild erst im Erwachsenenalter erstmalig auf.
Formen:
Stottern ist wie erwähnt eine häufig auftretende Störung des Redeflusses. Es ist gekennzeichnet durch das Stocken vor einem Phonem, einer Silbe oder einem Wort. Buchstaben werden verzögert, gedehnt oder auch verkürzt pronunziert. Auch Wiederholungen von Wort- und Satzteilen sind nicht unüblich. T eilweise werden inadäquate Laute eingeschoben. Hier handelt es sich um die sogenannten Schwa - Laute, die wie das
1. Das sogenannte klonische Stottern ist charakterisiert durch kürzere, schnell aufeinander folgende Kontraktionen der Sprechmuskulatur. Daraus resultieren Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern.
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Christina Lindner-Zabel, 2004, Die Redefluss-Störungen Stottern und Poltern, Munich, GRIN Publishing GmbH
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