Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
2 Grundlagen des -MCommerce 3
2.1 Technische Standards. 3
2.2 Wertschöpfung durch -MCommerce. 5
3 Bank- bzw. Sparkassenkunden im Kontext des -MCommerce 8
3.1 Kundenverhalten 8
3.2 Kundenanforderung. 8
3.3 Kundensegmentierung. 10
4 Sicherheit 12
4.1 Prinzipien der Sicherheit. 12
4.2 Sicherheitsaspekte bei Mobilfunknetzen und Protokollen. 14
4.3 Sicherheitsaspekte bei mobilen Endgeräten. 15
5 Aktuelle Geschäftsfelder 17
5.1 Mobile Banking Mobile Brokerage. 18
5.1.1 Einsatz in einer Multikanalarchitektur 19
5.1.2 Beispiel: StarMoney Mobil 1.0 der StarFinanz. 19
5.2 Weitere Dienstleistungen und Geschäftspotentiale 21
6 Zusammenfassung und Ausblick. 23
Schrifttumsverzeichnis 24
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Mobile Wertschöpfungskette.
Abbildung 2: Vereinfachte Darstellung der mobilen Wertschöpfungskette.
Abbildung 3: Szenario typischer Bedrohungen und Sicherheitsrisiken
Abbildung 4: Beispiel einer WAP-Oberfläche.
Abbildung 5: Beispiel einer PDA-Oberfläche
III
Abkürzungsverzeichnis
B2B Business to Business C2C Consumer to Consumer EDGE Enhanced Data Rates for Global Evolution GPRS General Packet Radio Services GSM Global Systems for Mobile Telecommunications (früher: Groupe Spéciale Mobilé) HBCI Home Banking Computer Interface HSCSD High Speed Circiut Switched Data HTML Hypertext Markup Language PDA Personal Digital Assistent PIN Personal Identification Number SIM Subscriber Identity Module SSL Secure Socket Layer TAN TransAction Number TLS Transport Layer Security UMTS Universal Mobile Telecommunications System W3C World Wide Web Consortium WAP Wireless Application Protokoll WML Wireless Markup Language WPTLS Wireless Profiled Transport Layer Security WTLS Wireless Transport Layer Security
IV
1 Einleitung
„With the growing convergence of the internet and the mobile phone, we believe that by 2003 more people will be accessing the web by mobile devices than by fixed pc.”
(Ian Garner, Executive, New Products - Vodafone in 2001) 1
Von diesem „gewünschten“ Zustand kann in der momentanen Situation des M-Commerce keine Rede sein. In den letzten drei Jahren hat die drahtlose Variante des Internets 2 sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt. Der anfänglichen Euphorie, von der nahezu jedes Telekommunikationsunternehmen angesteckt wurde, folgte eine Phase der Ernüchterung. Bereits in 2001 gingen viele junge Unternehmen im Umfeld
des M-Commerce in den Konkurs. 3
Getrieben von Investitionen von geschätzten 300 Mrd. $ 4 in die neue Technologie UMTS wurden die Telekommunikationsunternehmen gezwungen, erfolgreiche Geschäftsmodelle selbst zu entwickeln bzw. den Anreiz zu geben, wertschöpfende, gewinnbringende Anwendungen bereitzustellen. Marktforschungsinstitute wie Durlacher verstärkten den Druck. Sie errechneten z.B. Jahresumsätze in 2005 von 76,4 Mrd. $
für den europäischen Raum. 5
Auch für Banken und Sparkassen, eine der großen Playergruppen im M-Commerce 6 , galt es, dem technologischen Fortschritt zu folgen und Kunden Alternativen zu bieten, das tägliche Bankgeschäft zu erledigen.
Selbst die Zusammenarbeit des W3C’s und des WAP-Forums und der durch das WAP-Forum in 1999 geschaffene Kommunikationsstandard WAP konnten dem M-Commerce nicht zum Durchbruch verhelfen.
Die mangelnde Attraktivität der mobilen Endgeräte, die verzögerte Einführung des UMTS-Netzes, die durch die Nutzung des GSM-Netzes geringen Übertragungsraten
1 Zit. in Vehlen, R. (2001) S. 21.
2 Vgl. Lerner, T., Diederich, B. (2000) S. 186.
3 Vgl. Vehlen, R. (2001) S. 21-22.
4 Vgl. Dean, D. R., Nettesheim, C. (2001) S. 43.
5 Vgl. Vehlen, R. (2001) S. 31.
6 Vgl. Gerigk, J., Gerhardt, A. (2002) S. 274.
und die derzeitigen hohen Verbindungskosten sind mögliche Ursachen für die geringe Akzeptanz in dieser Phase.
Dennoch wird erwartet, dass die Entwicklung der Infrastruktur des M-Commerce weiter fortschreitet. Dadurch gewinnen Anwendungen des M-Commerce an Bedeutung. Nach einer Schätzung von A.T. Kearney und der University of Cambridge werden ca. 48% der weltweiten Nutzer mobiler Endgeräte bereits in 2003 und weitere 31% in diesem Jahr ihr Gerät im Hinblick auf die wachsende mobile Internetnutzung austauschen. Mehr als 80% der Nutzer wissen, dass mit der heutigen Technologie Multimedia-Anwendungen, wie das Verschicken von Bildnachrichten, möglich sind. Laut der Studie sind ca. 64% bereit, für diesen Service zu bezahlen. 7 Die steigende Beachtung solcher Dienste rückt den gesamten M-Commerce in den Blickpunkt der Anbieter. Banken und Sparkassen in Deutschland bezeugen ein berechtigtes Interesse am Ausbau der Marktpotenziale. Dies wird durch eine Prognose unterstützt, dass in 2006 mehr als 7 Millionen Kunden der Kreditinstitute Mobile Ban-
king nutzen. 8
Die folgenden Seiten sollen einen Überblick geben, wie Banken und Sparkassen an der neuen Technologie partizipieren und mit welcher Motivation die Kreditinstitute nach Einsatzmöglichkeiten suchen. Dafür werden relevante Zielgruppen sowie aktuelle und mögliche Geschäftsfelder untersucht. In diesem Kontext erhält die Kunden-anforderung „Sicherheit“ gesonderte Aufmerksamkeit.
7 Vgl. o.V. (2003) S. 1-2.
8 Vgl. Hardt, F., Hinrichs, J.-W., Jurecic, M., Koch, C., Mindnich, M., Wichmann, T. (2003) S. 26.
2
2 Grundlagen des M-Commerce
Die Fachliteratur differenziert in der Auffassung, welchen Standpunkt M-Commerce einnimmt. 9 Zum einen wird M-Commerce als die drahtlose Variante des E-Commerce bezeichnet. Folgende Aussagen verdeutlichen diesen Ansatz:
„So wird M-Commerce auch als Zusatz zu bzw. als Spielart von
E-Commerce gesehen.“ 10
„Mobile commerce — The delivery of e-commerce capabilities directly to
mobile service users by means of wireless technology.” 11
Zum anderen betrachten Experten M-Commerce als eine unabhängige Entwicklung neben E-Commerce. Diese Definition zeigt diese Auffassung:
„M-Commerce wird als die entgeltliche Durchführung von Transaktionen bezeichnet, welche den Zugang zu Informationen, den Bezug von Waren oder die Inanspruchnahme von Diensten beinhalten, die mittels eines mobilen Telekommunikationsnetzwerkes über Handy oder andere mobile Endgeräte (Palmtops, PDA’s) getätigt werden.“ 12
Wichtig ist neben der Abgrenzung bzw. unabhängigen Betrachtung zum E-Commerce die Abgrenzung zum M-Business. M-Business gilt als der umfassende
Begriff. 13
2.1 Technische Standards
Mit dem Einsatz von UMTS entsteht die dritte Mobilfunkgeneration. Diese Technologie ermöglicht eine Datenübertragungsrate von max. 2 MBits pro Sekunde. Als ga-
rantierte Leistung soll eine Rate von 384 KBits pro Sekunde erreicht werden. 14 Neben UMTS existieren noch weitere Bewerber für die Technologie der Zukunft. Diese
9 Vgl. Lehner, F. (2002) S. 7-8.
10 Schmitzer, B., Butterwegge, G. (2000) S. 355.
11 King, M. J. (2003) S. 13.
12 Vgl. Lehner, F. (2002) S. 8 zit. nach o.V. (2000) o.S.
13 Vgl. Lehner, F. (2002) S. 8.
14 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 67.
3
Technologien lösen das derzeit bestehende Netzsystem in Europa GSM ab, das eine Übertragungsgeschwindigkeit von 9,6 KBits in der Sekunde ermöglicht. Dazu zählen HSCSD, GPRS und EDGE, die eine Erweiterung des GSM-Netzes darstellen und zu der Mobilfunkgeneration 2,5 gehören. Diese Generation der Mobilfunknetze basiert auf einer paketorientierten Verfahrensweise. Durch den Einsatz dieser Technologien werden Übertragungsraten von 57,6 KBits (HSCSD) bis 384 KBits (EDGE) geboten. Trotz der erreichten Raten werden die Erweiterungen nur als Übergangstechnologien bezeichnet, da die meisten europäischen Staaten bereits UMTS-Lizenzen vergeben und Telekommunikationsunternehmen diese Lizenzen i.d.R. durch ein Bieterverfahren erworben haben 15 . Die neuen Netzsysteme, insbesondere UMTS, bieten Mittel, datenintensive Anwendungen zu nutzen.
Um diese Anwendungen auf mobilen Endgeräten bereitzustellen, entwickelte das WAP-Forum ein neues Protokoll. Durch WAP erhalten mobile Endgeräte Zugang zu einem Server, z.B. einem Webserver 16 . WAP besteht aus mehreren Schichten und lehnt sich im Aufbau an bekannte Standards des World Wide Webs an 17 . Als Verbindungssystem zwischen den Mobilfunknetzen und den herkömmlichen Webservern sowie Backendsystemen besteht in der WAP-IT-Infrastruktur ein WAP-Gateway. Ein WAP-Gateway vermittelt nicht nur zwischen den betroffenen Parteien, sondern über-nimmt auch Aufgaben eines Proxy-Servers in einer Client-Server-Architektur. 18 Weiterhin ist es notwendig bestehende Internetinhalte, die in HTML dargestellt sind, für die mobilen Endgeräte aufzubereiten oder neue Inhalte in einer speziellen Darstellungssprache zu schaffen. Die Umwandlung von HTML in WML wird von Konverto-
ren, die z.B. in die WAP-Gateways integriert sind, vorgenommen 19 . Die konvertierten und neuen Inhalte können dann mit einem WAP-Browser auf den Displays mobiler Endgeräte betrachtet werden. Neben WAP bestehen noch weitere Protokolle, z.B. das SIM Application Toolkit (SAT) und i-mode. 20
15 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 75.
16 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 76.
17 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 79.
18 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 85.
19 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 89.
20 Vgl. Diederich, B. (2001) S. 94.
4
Arbeit zitieren:
Marcus Rissmann, 2004, M-Commerce im Bereich der Banken und Sparkassen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Mobile Dienstleistungen im Privatkundengeschäft von Banken
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 38 Seiten
Beurteilung der österreichischen Drittstaatenklausel unter völkerrecht...
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Diplomarbeit, 100 Seiten
Die allgemeine Bedeutung der Netzplantechnik im Projektmanagement
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Hausarbeit, 32 Seiten
Marcus Rissmann hat den Text M-Commerce im Bereich der Banken und Sparkassen veröffentlicht
Marcus Rissmann hat einen neuen Text hochgeladen
Qualifizierte Finanzberatung in Banken und Sparkassen
Individualkunden, Selbstständi...
Gerhard Lippe, Jörn Esemann, Thomas Tänzer
Fallstudien und Übungen zur Betriebslehre der Banken und Sparkassen 3
Geldanlage auf Konten
Willi Richard, Jürgen Mühlmeyer
Fallstudien und Übungen zur Betriebslehre der Banken und Sparkassen 4....
Eine Aufgabensammlung zum hand...
Willi Richard, Jürgen Mühlmeyer
Betriebslehre der Banken und Sparkassen
Lehrplanbezug Rahmenlehrplan
Willi Richard, Jürgen Mühlmeyer
Allgemeine Wirtschaftslehre für Auszubildende in Banken und Sparkassen
Nach dem Rahmenlehrplan
Willi Richard, Gernot B. Hartmann, Jürgen Mühlmeyer, Eberhard Boller
Fallstudien und Übungen 1 zur Betriebslehre der Banken und Sparkassen ...
Eine Aufgabensammlung zum hand...
Willi Richard, Jürgen Mühlmeyer
Kundenwert in Banken und Sparkassen
Wie Berater Ertragspotenziale ...
Michael Semmler, Werner Thum
0 Kommentare