Inhalt
Vorwort Seite 3
Sir Karl R. Popper Seite 4
Der Kritische Rationalismus Seite 6
Alles Leben ist Problemlösen - Poppers Thesen Seite 8
Die Watergate - Affäre Seite 13
Schmidt und das Mißtrauensvotum Seite 15
Zusammenfassung Seite 17
Quellenverzeichnis Seite 18
2
I Vorwort
Regierungswechsel durch Demokratie - welche Vorstellungen, Gedanken und Ideen stecken hinter dieser Wendung? Welche demokratietheoretischen und gesellschaftstheoretischen Entwürfe spielen eine Rolle? Wie ist die Haltung eines großen Wissenschafts- und Sozialphilosophen des 20. Jahrhunderts dazu und welche Gedanken sind für ihn von großer Bedeutung?
All diese Fragen möchte ich im Folgenden beantworten, durch einen Einblick in das Leben und Schaffen des Soziologen Sir Karl Raimund Popper, einem Vertreter des Kritischen Rationalismus, einer Zusammenfassung zu den Grundgedanken des Kritischen Rationalismus als Basis und vordergründig mit der Hilfe des Textes „Alles Leben ist Problemlösen“, durch welchen ich die Thesen Poppers darstellen und sie an historischen Ereignissen erklären werde. Natürlich soll die kritische Betrachtung nicht außer Acht bleiben und die persönliche Meinung nicht fehlen.
Neben der „Theorie“ soll aber auch die „Praxis“ nicht zu kurz kommen, weshalb ich am Ende meiner Arbeit einen Rückblick auf die Watergate - Affäre mit dem „Hauptdarsteller“ Richard Nixon und auf das Regierungsende Helmut Schmidts machen möchte. Denn auch im Leben dieser beiden Persönlichkeiten spielen die Ideen Poppers und Ideen des mir vorliegenden Textes eine nicht zu unterschätzende Rolle, die ich später näher erläutern werde. Den Schluß meiner Arbeit wird eine Zusammenfassung bilden, in welcher kurz die Ergebnisse der Arbeit erläutert werden.
3
II Sir Karl R. Popper - sein Leben im Überblick
Karl Raimund Popper wurde am 28. Juli 1902 in Wien geboren. Sein Vater, Jurist, und seine Mutter waren zum Protestantismus konvertiert, somit war Popper schon in frühester Kindheit mit religiösen Problemen und Auseinandersetzungen konfrontiert. Er verließ das Gymnasium, begann eine Schreinerlehre und wurde gleichzeitig Gasthörer an der Universität Wien. Durch den 1. Weltkrieg und die damit verbundenen Leiden wie Hunger und Elend, kam Popper zum Sozialismus. Bis 1919 war Popper Marxist, danach allenfalls Sozialist, erklärte er einmal. Doch bald war Popper mit dem Verhalten und den daraus resultierenden Konsequenzen der jungen Kommunisten nicht mehr einverstanden, er „stieß sich an der Sicherheit der jungen Kommunisten, die meinten sie müßten den Klassenkampf verschärfen um die Revolution zu vollenden, auch wenn dabei Menschenleben geopfert würden.“ 1 Er beschloß Arbeiter zu werden und wandte sich von der sozialen Frage ab. Als er jedoch den physischen Belastungen nicht standhielt, holte er das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte Lehramt mit den Hauptfächern Mathematik und Physik. 1924 legte er das Examen ab. Bis 1930 arbeitete Popper als Sozialarbeiter, schrieb 1928 seine Dissertation mit dem Titel „Zur Methodenfrage der Denkpsychologie“. Aus der Begegnung mit Herbert Feigl 1930, Mitglied des „Wiener Kreises“, entsprang die Ermunterung zu seinem ersten Buch „Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie“. Es erschien jedoch erst 1934 in überarbeiteter Fassung unter dem Titel „Logik der Forschung“. Durch den Erfolg des Buches gelang Popper nach England, Belgien und schließlich nach Neuseeland, an die Universität von Christchurch 1937. 2 In jener Zeit in Neuseeland befaßte sich Popper mit der Sozialphilosophie. Seine Ideen finden sich in zwei Schriften wieder: „Das Elend des Historizismus“, erschienen 1944 unter dem Thema der historischen Gesetzmäßigkeiten und „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ 1945. 3 1946 kam Popper an die London School of Economics and Political Science, 1949 reiste er in die USA um in Harvard die William James Lectures zu halten. Bei dieser Reise kam es zu Treffen mit Einstein, Bohr und Mitgliedern des Wiener Kreises, die in die USA emigriert waren. Im weiteren Verlauf hatte Popper den Plan endlich eine Übersetzung der „ Logik der Forschung“ zu publizieren, da das Buch nur in deutscher Sprache zu erhalten war. 1959 erschien schließlich die englische Übersetzung der „Logik der Forschung“ unter dem Titel „Logic of Scientific Discovery“. 1961 begann auf dem Tübinger Soziologen- Tag eine Kontroverse, „die unter dem Titel “Der Positivismusstreit in der deutschen Soziologie“
1 Vergleiche (2), Seite 19
2 Vergleiche (2), Seite 20
3 Vergleiche (2), Seite 21
4
lange Jahre die Diskutanten an den deutschen Hochschulen beschäftigen sollte“. 4 Ging es hierbei doch um die „Kritische Theorie“ der Frankfurter Schule als auch um den „Kritischen Rationalismus“. 1963 veröffentlichte Popper unter dem Titel „Conjectures and Refutations: the Growth of Scientific Knowledge“ Aufsätze in denen die Themen der dreißiger Jahre weitergeführt werden. 5 In den nächsten Jahren beschäftigte sich Popper mit der Darwinschen Theorie der Selektion, der Verhaltensforschung und schließlich in Zusammenarbeit mit Eccles mit dem Leib- Seele- Problem, dem das Buch „The Self and its Brain“ entsprang. Er erhielt neben Ehrendoktortiteln auch viele internationale Ehrungen, blieb aber bescheiden, lebte ohne Fernseher - einzig das Segelfliegen gönnte er sich. 1994 starb Popper im Alter von 92 Jahren in der Nähe von London.
4 Vergleiche (2), Seite 21ff.
5 Vergleiche (2), Seite 22
5
Quote paper:
Ulrike Thomas, 2003, Regierungswechsel durch Demokratie: Karl Popper, Alles Leben ist Problemlösen, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research
Termpaper, 23 Pages
Soziales Handeln im Sport und im Leben – Aufgaben des Schulsports
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 29 Pages
Sportliche Motive und Slogans in der Werbung - Eine exemplarische Stud...
Bachelor Thesis, 70 Pages
Die Theorie des Rationalismus und Ansätze aus der Dritten Debatte - ei...
Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
e-commerce, m-commerce - netzbasierte Handelsformen
Business economics - Trade and Distribution
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Bildungs- und Erziehungsziele im Sportunterricht am Gymnasium unter de...
Scholary Paper (Seminar), 13 Pages
Max Weber - Die protestantische Ethik als Manifest für die Nationallib...
Freiheit, Individualismus und ...
Sociology - Classics and Theoretical Directions
Termpaper, 18 Pages
Die Bundesrepublik Deutschland als Konsensdemokratie - ein haltbares K...
Politics - Political Systems - Germany
Scholary Paper (Seminar), 31 Pages
Poppers Methodenlehre im Kontext seiner Erkenntnistheorie
Philosophy - Philosophy of the Present
Termpaper, 13 Pages
"Gestatten: Sigmund Freud - Kybernetiker und Konstruktivist"
Kybernetik - Psychoanalyse - K...
Psychology - Consulting, Therapy
Scholarly Essay, 53 Pages
Motive und Erklärungsmuster für das Sporttreiben von Kindern im Alter ...
Examination Thesis, 118 Pages
Erlebnispädagogische Ansätze und die Integration in den Schulsportunte...
Sport - Sport Pedagogy, Didactics
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 21 Pages
Psychoanalytisches Angstkonzept nach Sigmund Freud - ein kurzer Überbl...
Psychology - Social Psychology
Presentation (Elaboration), 21 Pages
Fluchtpunkt Körper - Zur Entwicklung von Sport und Körper in der Moder...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 32 Pages
Über den Zusammenhang von Gehirn, Gesellschaft und Geschlecht
Women Studies / Gender Studies
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Ulrike Thomas has published the text Regierungswechsel durch Demokratie: Karl Popper, Alles Leben ist Problemlösen
Ulrike Thomas has uploaded a new text
Karl Popper - The Formative Years, 1902 1945: Politics and Philosophy ...
Malachi Haim Hacohen
0 comments