1 Wer war Maria Montessori ? 4
2 Heilpädagogik bei Maria Montessori. 6
3 Die Einführung der vier Grundrechenarten. 7
3.1 Die Addition. 7
3.1.1 Der heilpädagogische Aspekt bei der Addition. 8
3.2 Die Subtraktion. 9
3.2.1 Der heilpädagogische Aspekt bei der Subtraktion 9
3.3 Die Multiplikation. 10
3.3.1 Der heilpädagogische Aspekt bei der Multiplikation. 10
3.4 Die Division. 11
3.4.1 Der heilpädagogische Aspekt bei der Division. 12
Die Einführung der Division sollte in mehreren Stufen erfolgen. Erst wenn die Kinder die
einfache Division beherrschen, sollten die Sonderfälle eingeführt und geübt werden. Auch die
Einf ührung kann öfter wiederholt werden. Z.B. könnte ein Kind versuchen die Aufgabe zu
rechnen , in dem es versucht alleine die anderen Kinder zu stellen und Mützen zu verteilen
usw. Die anderen Kinder könnten bei Schwierigkeiten helfen. 12
4 Weitere Übungen. 13
In diesem Teil der Arbeit werde ich einige Beispiele für weitere Übungen vorstellen, die zum
Üben der vier Grundrechenarten geeignet sind. Zur besseren Vorstellung der Materialien, sind
Bilder dieser Materialien im Anhang zu finden. 13
4.1 Markenspiel. 13
4.2 Positives Schlangenspiel 15
4.3 Subtraktion am Kleinen Rechenrahmen. 16
4.4 Schachbrett zur Multiplikation. 17
5 Literaturverzeichnis 19
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1 Wer war Maria Montessori ?
Maria Montessori wurde am 31.08.1870 in Italien geboren. Sie wuchs in einem bürgerlichchristlichen Elternhaus auf.
Sie besucht die naturwissenschaftlich-technische Sekundarschule für Jungen und macht dort ihr Abitur. Danach beginnt sie ein Medizinstudium an der Universität in Rom. 1896 promoviert sie als erste italienische Frau. In Rom arbeitet sie in einer psychiatrischen Klinik mit geistig behinderten Kindern. Sie arbeitet mit ihnen nach dem Vorbild des französischen Arztes Séguin. Durch die Erfolge mit ihren geistig behinderten Kindern, stellt Montessori sich die Frage warum gesunde Kinder in allgemeinbildenden Schulen so wenig gefördert werden. 1907 eröffnet sie in Rom ein Kinderhaus, das „Casa die bambina“, wo sie ihre Methoden der vorschulischen Erziehung entwickelt. Ein Jahr später eröffnet sie zusammen mit Anna Maccheroni ein weiteres Kinderhaus in Mailand. 1909 erscheint ihre erste Schrift: „Il metodo della pedagogica scientificia, applicato all´ educazione infantile nelle case dei bambini”. Der Titel heißt übersetzt: „Selbständige Erziehung im frühen Kindesalter“. 1914 wird die erste Montessori Gesellschaft gegründet. Zwei Jahre später erscheint ihr zweites Werk: „L´Autoeducazione nelle scoule elementari“ (dt.: „ Montessori-Erziehung für Schulkinder“). Zu dieser Zeit siedelt sie nach Barcelona über, wo sie länger als die nächsten zwanzig Jahre bleibt. In Wien wird 1926 das Montessori- Institut gegründet. Von 1939-1946 hält sich Maria Montessori in Indien auf. Dort propagiert der Dichter Rabindranat Tagore ihre Methode. 1949 kehrt sie schließlich nach Europa zurück Sie lebt bis 1952 in Holland, wo sie am 06.05. verstirbt.
Die Italiener verehrten Maria Montessori so sehr, dass ein Bild von ihr auf den 1000-Lire-Schein gedruckt wurde.
Montessoris oberster Leitsatz der für Kinder gelten sollte, war: „Hilf mir es selbst zu tun.“. Weiterhin war es ihr wichtig, dass die Umgebung den Kindern angepasst wird und nicht umgekehrt. Sie prägte den Gedanken, dass Selbsttätigkeit zur Selbständigkeit führt. In ihrem Kinderhaus bot sie ein reichhaltiges Angebot an Spielmaterial, Möglichkeiten zur Selbständigkeit, sowie freie Beschäftigungswahl bei individuellem Lerntempo. Der Übergang vom Kinderhaus zur Grundschule soll fließend sein. Die Lerngruppen sind geschlechts- und altersgemischt, wodurch ältere Kinder die Möglichkeit haben den jüngeren zu helfen und dabei das Gelernte zu wiederholen. Die jüngeren hingegen sehen in dem anderen Kind den
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Helfer, was wiederum zum sozialen Lernen beiträgt. Es gibt keinen 45-Minuten Takt, die Kinder haben Zeit zur Entwicklung einer unschätzbaren Konzentrationsfähigkeit. Sie werden von Anfang an gefördert ohne überfordert zu werden. Der Lehrer ist dabei der Begleiter, er beobachtet und hilft bei Bedarf.
In der sachlich und räumlich vorbereiteten Umgebung, haben die Kinder Wahl- und Bewegungsfreiheit. Auf diese Weise könne n sie auch natürliche, sensorische und kulturelle Erfahrungen in ihrer Umwelt sammeln. Die Erziehung und Entwicklung des Geistes wird durch Übungen des täglichen Lebens, sowie Sinnes-, Sprach-, Mathematik- und kosmischem Material gefördert. Dadurch, dass jedes Material einen ganz bestimmten Platz hat und es nach dem Gebrauch dorthin zurückgebracht werden muss, werden die Kinder automatisch zur Ordnung erzogen. Die Ziele der Erziehung sind Selbständigkeit zur Lebensbewältigung, Disziplin, soziale Umgangsformen und Friedfertigkeit. Dazu gehört auch, dass behinderte Kinder in der Gruppe integriert sind und ausnahmslo s zu akzeptieren und unterstützen sind. Zudem muss das Kind körperliche Aktivitäten frei entfalten können, da motorische Koordination, räumliches Wahrnehmungsvermögen, ein funktionaler Körpergebrauch und die Entwicklung der Psyche und des Intellekts von der physischen Bewegung eines Kindes abhängig sind.
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2 Heilpädagogik bei Maria Montessori
„ Das innere Problem der neuen Pädagogik besteht darin, jedem Kind das zu geben, was seine Gegenwart jeweils verlangt.“ (Montessori, M.)
Spätestens mit diesem Zitat wird deutlich, dass Montessoris Pädagogik ausnahmslos für alle Kinder gelten soll. Die anfängliche Entwicklung ihrer Methoden erprobte sie schließlich mit geistig Behinderten und stellte sich beim Entdecken der enormen Fortschritte der Kinder die Frage, warum solche erfolgreichen Methoden nicht auch bei gesunden Kindern angewandt werden und begann eine Pädagogik für alle Kinder zu entwickeln.
Die Förderung zur optimalen Selbsttätigkeit gilt als zentrale Aufgabe der heilpädagogischen Übungsbehandlung. Das Kind soll lernen, sinnvolle Tätigkeiten aus eigenem Antrieb zu vollziehen. Das Erreichen dieses Ziels hängt von Art und Ausmaß der Behinderung des Kindes ab, genauso aber auch von Art und Ausmaß der Förderung. Das höchste Ziel ist bei jedem Kind unterschiedlich. Bei einem schwer geistig behinderten Kind kann es das Drehen des Kopfes in eine bestimmte Richtung in Folge eines Geräusches sein, bei einem weniger schwer behinderten Kind das Erlernen der Grundrechenarten oder das Schreiben einzelner leichter Wörter sein. Auf diese Gruppe, die lernbehinderten Kinder, werde ich mich im folgenden beziehen. Der Heilpädagoge muss diejenigen Mittel und Methoden anwenden, welche die bestmögliche Förderung des Kindes ermöglichen können. Auf keinen Fall darf er davon ausgehe n, dass ein Kind nicht mehr lernen kann, als es bereits erlernt hat. Vielleicht wird das Kind in einer anderen Situation oder Umgebung mit anderen Materialien oder Methoden doch noch einiges neu erlernen können. Montessori selbst sagte, dass das Problem behinderter Kinder eher ein pädagogisches als ein medizinisches war. Es ist die Aufgabe des Pädagogen nach immer neuen Förderungsmöglichkeiten zu suchen. Die vorhandenen Fähigkeiten sollen gefördert und ausgebaut werden.
Von 1898-1900 leitet Montessori selbst eine Ausbildungsstätte für Sonderschullehrer, die aufgrund ihrer Forderungen und Vorträge entstanden war. Sie folgte dabei den Gedanken Séguins und Itards.
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Arbeit zitieren:
Dorothee Schnell, 2004, Die Einführung der vier Grundrechenarten nach Maria Montessori unter Berücksichtigung des heilpädagogischen Aspektes bei Kindern mit Lernbehinderung, München, GRIN Verlag GmbH
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