Pr üfung Pflegewissenschaft - Naturwissenschaftliche Grundlagen
Expose
Inhaltsverzeichnis
1 Lerngruppe 4
2 Unterrichtsreihe 4
2.1. Thema 4
2.2. Zieldimension 5
2.3. Verwendete Pflegetheorie 5
2.4. Biomedizinische Grundlagen 6
2.5. Didaktische Reduktion 6
2.6. Artikulationsschema für die Unterrichtsreihe 8
3 Ausarbeitung der Stunde 11
3.1. Thema 11
3.2. Zieldimension 11
3.3. Pflegetheorie 11
3.4. Biomedizinische Grundlagen 13
3.5. Themen- und Verfahrensstruktur 13
3.6. Didaktische Reduktion 13
3.7. Didaktischer Ansatz 13
3.8. Nennung der fachdidaktischen Prinzipien 14
3.9. Methoden 14
4 Literatur 15
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14 07 2003
Lerngruppe
Die Lerngruppe soll ein Kinderkrankenpflegekurs Ende des zweiten Ausbildungsjahres sein. Der Kurs besteht aus 20 Krankenpflegeschülerinnen und -schülern.
Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Nervensystems sind bereits behandelt worden. Ebenso sind die Lebensaktivitäten nach Roper bekannt. Die Schüler und Schülerinnen haben bereits eine Reihe von praktischen Einsätzen in unterschiedlichen Abteilungen absolviert.
Unterrichtsreihe
1.1. Thema
Schmerzerleben und seine Bedeutung für die Pflege
Schmerz ist heutzutage ein immer häufiger vorkommendes Phänomen und nimmt auch in der Pflege einen immer größer werdenden Bereich ein. Das Phänomen Schmerz ist sowohl bei vielen akuten als auch chronischen Erkrankungen vorzufinden. Es kann zum einen als Symptom als auch als Erkrankung selber vorkommen. Zudem findet sich das Phänomen Schmerz nicht nur auf der physischen Ebene wieder. Es ist sehr viel vielschichtiger und hat auch seine Bedeutung auf psychischer, sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Ebene. Somit wird auch die besondere Bedeutung des Aspektes Individualität klar. Der Pflege kommt in der Betreuung von Patienten mit Schmerzen eine wichtige Rolle zu, da sie neben den physischen Bereichen des Patienten auch mit den psychischen, sozialen, kulturellen und zum Teil auch wirtschaftlichen Lebensbereichen des Patienten in Berührung kommt und sich individuell auf den Patienten ausrichten muss.
Daher denke ich, dass es besonders wichtig ist, bereits in der Ausbildung die Pflegeschülerinnen und -schüler für dieses Thema zu sensibilisieren. Da, wie bereits erwähnt, Schmerz in vielfältiger Form und in den unterschiedlichsten
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Zusammenhängen auftreten kann, habe ich mich dazu entschieden, das Phänomen als solches und kein exemplarisches Krankheitsbild zum Inhalt zu nehmen.
1.2. Zieldimension
Mit der Unterrichtsreihe sollen die Schülerinnen und Schüler für das Phänomen Schmerz sensibilisiert werden. Sie sollen nicht nur verstehen, was im Körper des Menschen vorgeht, wenn er Schmerzen empfindet, sondern auch erkennen, dass das Schmerzerleben durch unterschiedliche Bereiche in unterschiedlicher Intensität beeinflusst werden kann. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich ihre persönlichen Schmerzerfahrungen und auch ihre gemachten Beobachtungen hinsichtlich Schmerzverhalten bei anderen Personen bewusst machen und in den Unterricht mit einbringen können. Zudem sollen sie aber auch lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen, die von eigenen Erfahrungen und Wertvorstellungen abweichen, und damit erkennen, welche Vielfalt an Möglichkeiten es gibt, Schmerzen zu erleben. Indem sich den Schülerinnen und Schülern neue Sichtweisen eröffnen, können sie ihre Pflege in konkreten Situationen individuell am Patienten ausrichten. Die Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden deutlich erweitert, indem sie Verhalten und Reaktionen von Patienten besser einordnen und verstehen und somit auch adäquat handeln bzw. sich verhalten können.
Schmerz wird in dieser Unterrichtsreihe allgemein behandelt und keinem bestimmten Krankheitsbild zugeordnet. Die Schülerinnen und Schüler sollen die wesentlichen Aspekte in der Betreuung von Patienten mit Schmerzen erlernen und so ihr Wissen übergeordnet in unterschiedlichen Situationen, Fachbereichen und Alterstufen anwenden können.
1.3. Verwendete Pflegetheorie
Die Elemente der Krankenpflege - das Lebensmodell von Nancy Roper, Winifred W. Logan und Alison J. Tierney (im folgenden nur noch Roper genannt)
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1.4. Biomedizinische Grundlagen
• Nocizeptives System (Mörike, et.al., 2001, 520-522)
• Schmerzmessung • Schmerztherapie
• Gate-Control-Theorie (Riemasch-Becker, 2003)
1.5. Didaktische Reduktion
Das Thema Schmerz wird sowohl bezogen auf den naturwissenschaftlichen als auch auf den pflegewissenschaftlichen Bereich reduziert. Aus dem Bereich der Pathophysiologie wird nur das nocizeptive System behandelt. Anhand dieses Systems kann dem Schüler verdeutlicht werden, wie Reize im Körper bzw. vom Nervensystem verarbeitet werden. Dabei soll deutlich werden, was Schmerzreize sind und das diese sowohl von außen als auch von innen kommen können (Mörike, et.al. 2001, 520-522). Für ein Verständnis der körperlichen Vorgänge bei Schmerz ist das Wissen über weitere Mechanismen des Körpers bei Schmerzerleben, wie z.B. Veränderungen im hormonellen System oder spezielle biochemische Vorgänge bei der Reizweiterleitung, nicht notwendig. Die Behandlung des Bereiches Schmerztherapie habe ich in vier Bereiche untergliedert. Dabei soll für jeden Bereich beispielhaft eine Möglichkeit der Therapie herausgegriffen werden, um so einen groben Überblick zu schaffen. So soll z.B. bei der medikamentösen Therapie das WHO-Stufenschema zur Schmerztherapie (Strian, 1996) angesprochen werden, ohne die einzelnen Medikamente bzw. Wirkstoffgruppen in ihrer Wirkung und Nebenwirkung zu besprechen.
Im pflegewissenschaftlichen Bereich habe ich das Pflegemodell nach Roper ausgewählt. Dabei sind besonders die Komponenten Einflussfaktoren auf die Lebensaktivitäten, Individualität und Pflegeprozess von Bedeutung (Roper, et.al., 1993, 39). Bes onders die Einflussfaktoren haben eine große Bedeutung auf das
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Arbeit zitieren:
Anke Schwöppe, 2003, Schmerzerleben und seine Bedeutung für die Pflege - ein Unterrichtsentwurf, München, GRIN Verlag GmbH
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