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Inhaltsverzeichnis
Verzeichnis der Abkürzungen 3
Literatur 4
I. Einleitung 6
II. Zum Autor 7
1. Urkundliche Zeugnisse 7
2. Werk und Überlieferung 9
a) Das Werk 9
b) Die Überlieferung. 11
III. Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden 13
1. Inhalt 13
2. Form und Metrik 14
3. Das Problem der Strophenfolge 15
4. Zur Verbesserung der Verse MF 47,19f. 17
5. Thematik und Konflikt 20
IV. Zusammenfassung 27
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Verzeichnis der Abkürzungen
MF. Des Minnesangs Frühling. Nach Karl Lachmann, Moritz Haupt und Friedrich Vogt, neu bearb. von Carl von Kraus MFH. Des Minnesangs Frühling. Hrsg. von Karl Lachmann und Moritz Haupt. Leipzig 1857 MFMT. Des Minnesangs Frühling. Unter Benutzung der Ausga-
VL. Verfasserlexikon ZfdA. Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur
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Literatur
Textausgaben
Carl von Kraus: Des Minnesang Frühling. Nach Karl Lachmann, Moritz Haupt und Friedrich Vogt neu bearb. von Carl von Kraus. Leipzig 1940. 35. Aufl. Stuttgart 1970
Karl Lachmann - Moritz Haupt, Des Minnesangs Frühling. Leipzig 1857 Hugo Moser - Helmut Tervooren, Des Minnesangs Frühling. Unter Benutzung der Ausgaben von Karl Lachmann und Moritz Haupt, Friedrich Vogt und Carl von Kraus bearb. von Hugo Moser und Helmut Tervooren. 38., erneut revidierte Auflage. I: Texte. Stuttgart 1988
Sekundärliteratur
Hennig Brinkmann, Friedrich von Hausen. Studienbogen Sprache und Literatur, Deutsche Reihe, Minden 1948
Helmut de Boor, Friedrich von Hausen: Mîn herze und mîn lîp diu wellent schei den, in: Die deutsche Lyrik, I. herausgegeben von Benno von Wiese, Düs seldorf 1956, S. 35 - 42
Anka Fuß - Susanne Kirst - Manfred Günter Scholz, Zur Sprecherkonstellation in Hausens Lied Mîn Herze und mîn lîp diu wellent scheiden, in: Euphorion 91 (1997), S. 343-362
Hermann Ingebrand,: Interpretationen zur Kreuzzugslyrik Friedrichs von Hausen, Albrechts von Johansdorf, Heinrichs von Rugge, Hartmanns von Aue und Walthers von der Vogelweide. Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main 1966 Günther Jungbluth, Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden. Zu Friedrich von Hausen 47,9. Euphorion. 47 (1953), S. 241 - 259 Ingrid Kasten, Deutsche Lyrik des frühen und hohen Mittelalters, Frankfurt/Main 1995 (Bibliothek des Mittelalters, 3)
Richard Kienast, Hausens Scheltliet (MF 47,33) und der Sumer von Triere, Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Klasse für Sprachen, Literatur und Kunst, Jahrgang 1961, Nr. 3 Otto Ludwig, Die Rolle des Sprechers in MF 47,9, ZfdA. 93 (1964), S. 123 - 132
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Otto Ludwig, Zum Text von 47,9 f., ZfdA. 93 (1964), S. 65-66 Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, II. Zweite, völlig neu bearbeitete Auflage. Herausgegeben von Kurt Ruh zusammen mit Gundolf Keil, Werner Schröder, Burghart Wachinger, Franz Josef Worstbrock. Berlin, New York 1980
David Guthrie Mowatt, Friderich von Hûsen. Introduction, Text Commentary and Glossary. Cambridge 1971
Günther Schweikle, Friedrich von Hausen. Lieder, Text, Übersetzung und Kommentar. Stuttgart 1984
Günther Schweikle, Die mittelhochdeutsche Minnelyrik, I. Die frühe Minnelyrik. Texte und Übertragungen, Einführung und Kommentar. Darmstadt 1977
Günther Schweikle, Minnesang. Zweite, korrigierte Auflage. Stuttgart, Weimar 1995
Verfasserlexikon: s. Die deutsche Literatur des Mittelalters
6
I. Einleitung
Thema der vorliegenden Arbeit ist die Analyse des Kreuzzugsliedes Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden (MF 47,9) von Friedrich von Hausen. Vorangehen soll zunächst eine kurze Darstellung der erhaltenen urkundlichen Belege, die Hausens Lebensweg kennzeichnen, um seine Stellung und Funktion am staufischen Hof aufzuzeigen. Dies ist wichtig, da diese sowie seine Teilnahme an Barbarossas Feld- und Kreuzzügen die Thematik in seinen Liedern bestimmen. Anschließend werden Hausens Werk und seine Überlieferung kurz dargestellt, um dessen Bedeutung für die mittelalterliche Lyrik zu unterstreichen. Danach wird Hausens bekanntestes Kreuzzugslied Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden in Bezug auf Inhalt, Form und Thematik ausführlich analysiert. Abschließend folgt eine Zusammenfassung der Hauptergebnisse dieser Arbeit.
Ein nicht zu umgehendes Problem dieser Arbeit ist, daß den verschiedenen Theorien zu Hausens Kreuzzugslied, die hier einbezogen werden, unterschiedliche Textausgaben zugrunde liegen und somit auch unterschiedlichen Textfassungen als textliche Belege dienen. D eshalb richten sich die Belegstellen, wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, nach der Ausgabe MFMT.
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II. Zum Autor
Friedrich von Hausen (ca.1150 bis 1190 n. Chr.) war der erste bedeutsame Dichter des sogenannten rheinischen Minnesangs. Er brachte als erster Lyriker einen neuen Stil in den bis zu seiner Zeit gepflegten frühen - auch als donauländisch bezeichneten - Minnesang. Im folgenden Kapitel sollen in Kürze sein L eben, wie es aus den bis heute existierenden Urkunden erschlossen werden kann, sein dichterisches Werk und dessen Überlieferung dargestellt werden, um Hausens Bedeutung für die mittelhochdeutsche Lyrik hervorzuheben.
1. Urkundliche Zeugnisse
Eine Charakteristik der Überlieferung mittelhochdeutscher Texte ist, daß die dichterische Tätigkeit eines Adligen nicht urkundenwürdig war. Dies führt oft zu Problemen bei der Zuordnung von handschriftlich überlieferten Texten zu Autoren. Im Fall Friedrich von Hausens aber läßt sich aus der Übereinstimmung von Zeit und Namen mit einiger Sicherheit darauf schließen, daß es sich bei dem Dichter Friedrich von Hausen und dem Adligen mit gleichem Namen am Hof Barbarossas um ein und dieselbe Person handelt. Die Tatsache daß in den beiden Minnesanghandschriften B und C, die das Hausen-Corpus überliefern, kein Wappen angeführt ist, das eventuell eine eindeutige Identifizierung des Autors ermöglichen könnte, erschwert allerdings eine absolut eindeutige Zuordnung 1 . Lediglich die Miniaturen, die dem Hausen-Corpus in den beiden Handschriften B und C vorangehen, sind Anhaltspunkt dafür: die Bilder stellen beide Male einen Kreuzfahrer dar. Dieses Motiv könnte auf die Kreuzfahrt des staufischen Ministerialen Hausen hinweisen. Möglich ist auch, daß das Motiv erst nachträglich aus den Kreuzliedern des Dichters Hausen geschlußfolgert wurde 2 . Die Lyrik Hausens weist indes einige wesentliche Momente auf, die auf Parallelen zum Lebensweg des urkundlich bezeugten Friedrich von Hausen hindeuten. Es gibt nicht wenige zeitgenössische urkundliche Belege für Friedrich von Hausen, was für mittelalterliche Dichter recht ungewöhnlich ist. Geboren wird er um etwa 1150 n. Chr. zur Zeit des Abschlusses des zweiten Kreuzzuges (~1147 bis 1149). Erstmals tritt er als Fridericus de Husen in einer Urkunde des Erzbischofs
1 G. Schweikle, Friedrich von Hausen, S. 11.
2 G. Schweikle, Friedrich von Hausen, S. 11.
Arbeit zitieren:
Magistra Artium Melanie Kindermann, 2003, Friedrich von Hausen: Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden (MF 47,9), München, GRIN Verlag GmbH
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