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Gliederung
Einleitung
1. Die Quellenlage 3
2. Die Villa Rustica 3
3. Das Essen
3.1 Die Mahlzeiten 4
3.2 Essen bei der armen Bevölkerung 5
3.3 Essen bei der reichen Bevölkerung 6
4. Die Lebensmittel 7
5. Getränke 8
6. Das Leben auf dem Land im Vergleich zur Stadt 10
7. Fazit 10
Literaturverzeichnis 12
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Einleitung
Essen und Trinken war zu allen Zeiten in der Menschheit ein großes Thema. Auch bei den alten Römern ist schon auf gutes Essen und eine große Esskultur wert gelegt worden, das beweist die Vielseitigkeit der damaligen Küche. Man muss bedenken, dass die Möglichkeiten zur Konservierung von Lebensmitteln damals bei weitem nicht so einfach waren, wie sie heute ist.
Durch einige Quellen und vor allem grundlegende Ausgrabungen in Pompeji kann man heute aber sehr gut nachvollziehen wie in der Antike die Esskultur zelebriert wurde. Leider gibt es wenig Zeugnisse über die Ernährung der ärmeren Landbevölkerung, da über diese Leute schriftlich nichts mehr erhalten ist. Daher wird sich der Inhalt dieser Arbeit auch auf die reichere Schicht beziehen. Es geht also um das Leben in der villa rustica. Da auch das Umfeld zum Essen und Trinken gehört, wird sowohl der Gutshof als auch die Ernährung behandelt.
1. Die Quellenlage
Einige antike Autoren haben sich zu den Essgewohnheiten der Römer geäußert. Vier von ihnen haben sich speziell mit landwirtschaftlichen Sitten beschäftigt. Dazu zählen Cato mit dem Werk „De agri cultura“, Plinius mit „Naturalis historiae“, Varro mit „De re rustica“ und das größte Werk stammt von Columella „De re rustica“ in zwölf Bänden. Leider ist nur ein einziges Spezialkochbuch erhalten: „De re coquinera“ von Marcus Gravius Apicius. Es gibt auch noch andere Autoren, die sich mit den Essgewohnheiten der Römer befasst haben, allerdings nicht „wissenschaftlich“, sondern eher satirisch, wie beispielsweise Juvenal, Martial oder Petronius mit seiner berühmten „Cena Trimalchonis“. Einzelne Informationen liefern allerdings auch zahlreiche Inschriften.
2. Die Villa Rustica
Je nachdem zu welchen Zwecken ein Landsitz genutzt wurde unterscheidet man in villa urbana und in villa rustica. Wenn man sich zunächst die Villen der Reichen anschaut, so sind diese vielfach nur als Ferienhäuser ausgelegt (villa urbana). Da ihre Besitzer nur an den Wochenenden aufs La nd kamen.
Hatte der wohlhabende Bürger auch Boden, so wurde dieser natürlich landwirtschaftlich genutzt. Es wohnten die ganze Zeit Bedienstete ( familia rustica) auf dem Besitz ( villa
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rustica). Diese wurden in der Abwesenheit des Hausherrn durch einen Verwalter (vilicus) beaufsichtigt. 1 Unter anderem geht Columella auf seine Fähigkeiten besonders ein. 2 Nach Cato war nur ein Hof ertragreich, der möglichst viel Wein anbaute. 3 So passt zu Catos Vorstellungen einer villa rustica sehr gut die Villa von Boscoreole. 4 Vielfach sind noch Vorrichtungen für das Keltern und Lagern des Weines erkennbar. Weniger wurde hier auf die Gewinnung von Olivenöl wert gelegt.
Natürlich hatte ein römisches Landhaus meistens dieselben Aufteilungen, je nach Besitz und Geld war das Haus größer oder kleiner.
Die Villen verfügten immer über einen Innenhof sowie Garten und damit man sich im heißen Sommer draußen im Schatten aufhalten konnte auch über eine Säulenhalle (Peristyl). Der Wohn- und Wirtschaftstrakt war strikt voneinander getrennt. Die Küchen befanden sich nah am Wasseranschluss. Die Entfernung zum Triklinum (Esszimmer) spielte dabei keine Rolle. Für das Triklinum war eine schöne Aussicht oder gute Lage wichtiger. 5 Ansonsten gab es natürlich diverse Schlafräume für Bedienstete und Hausherren, sowie Bäder. 6 Bei der ärmeren Landbevölkerung sah das Haus natürlich nicht so aus. Es beschränkte sich meist auf einen bis zwei Räume, die universal genutzt wurden.
3. Das Essen
3.1 Die Mahlzeiten
Man kann davon ausgehen, dass den Römern essen sehr wichtig war. Es war ein Teil ihres Kulturgutes. Auch auf vielen Mosaiken kann man heute noch diverse Essszenen sehen. Es gab im römische n Kulturbereich drei Mahlzeiten. In der frühen Zeit waren es das Frühstück (ientaculum), das Mittagsmahl ( cena) und das Abendessen (vesperna). Später
1 Mielsch, Harald: Die römische Villa. Architektur und Lebensform. München 1987, S. 14.
2 Col. I 8: Proxima est cura de servis, cui quemque officio praeponere conveniat, quosque et qualibus operibus destinare. Igitur praemoneo ne villicum ex eo genere servorum, qui corpore placuerunt, instituamus; ne ex eo quidem ordine, qui urbanas ac delicatas artes exercuerit. Socors et somniculosum genus id mancipiorum, otiis, campo, circo, theatris, aleae, popinae, lupanaribus consuetum, numquam non easdem ineptias somniat, quas cum in agriculturam transtulit, non tantum in ipso servo, quantum in universa re detrimenti dominus capit. Eligendus est rusticis operibus ab infante duratus et inspectus experimentis. Si tamen is non erit, de iis praeficiatur, qui servitutem laboriosam toleraverunt. Iamque is transcenderit aetatem primae iuventae, necdum senectutis attigerit.
3 Cato spezialisiert sich in „De agri cultura“ auf ein Gut, dass auf Weinbau spezialisiert ist.
4 Mielsch, Harald: Die römische Villa. Architektur und Lebensform. München 1987, S. 12
5 Gerlach,Gudrun: Zu Tisch bei den alten Römern. Eine Kulturgeschichte des Essens und Trinkens. Stuttgart 2001, S. 30.
6 Koch, Hubert: Die Villa rustica von Treuchtlingen-Weinbergshof. Buch am Erlbach 1993, S. 13-22.
Quote paper:
Sophia Leopold, 2004, Essen und Trinken auf dem Land, Munich, GRIN Publishing GmbH
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