Gesundheit nimmt eine enorme Rolle in der Gesellschaft ein. Sie ist zentral im Leben, denn bei Krankheit sind wir existenziell bedroht. Aus diesen Gründen ist ein ganzes Gesundheitssystem entstanden und größte Aufregungen entstehen, wenn wir Einschnitte im Gesundheitswesen bemerken. Wir haben gelernt, uns darauf zu verlassen, dass uns im Krankheitsfall kompetent geholfen wird. Nun aber bestehen in der Baden-Württembergischen CDU Konzepte, wie Krankenkassenbeiträge bei der Teilnahme an Präventionsprogrammen zu senken. Das fordert Eigeninitiative von Bürgern. Sie müssen ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln, das von ihnen erwartet, aktiv einen positiven Beitrag zu ihrer Gesunderhaltung beizutragen. Nur: Was sind die Faktoren, mit denen sich Gesundheit beeinflussen lässt? Dieser Frage soll im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Definition Gesundheit
2. Krankheitsmodelle
3. Gesundheitsverhalten in der Gesellschaft
3.1 Gesundheitsressourcen
3.1.1 Physische Gesundheitsressourcen
3.1.2 Persönlichkeitseigenschaften als Gesundheitsressourcen
3.1.3 Verhaltensweisen als Gesundheitsressourcen
3.1.4 Lebensbedingungen als Gesundheitsressourcen
3.2 Gesundheitsrisiken
3.2.1 Personale Gesundheitsrisiken
3.2.1.1 Physische Gesundheitsrisiken
3.2.1.2 Psychische Gesundheitsrisiken
3.2.2 Verhalten als Gesundheitsrisiko
3.2.2.1 Überblick über gesundheitsschädliches Verhalten
3.2.2.2 Rauchen
3.2.3 Lebensbedingungen als Gesundheitsrisiken
4. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Einflussfaktoren auf das Gesundheitsverhalten des Menschen, beleuchtet theoretische Krankheitsmodelle und analysiert sowohl gesundheitsfördernde Ressourcen als auch spezifische Gesundheitsrisiken innerhalb der modernen Gesellschaft.
- Grundlagen des Gesundheitsbegriffs und der Gesundheitspsychologie
- Kritische Auseinandersetzung mit medizinischen Krankheitsmodellen
- Identifikation und Einordnung von Gesundheitsressourcen
- Analyse von Risikofaktoren und gesundheitsschädlichem Verhalten
- Einfluss der Lebensbedingungen auf die individuelle Gesundheit
Auszug aus dem Buch
3. Krankheitsmodelle
An dieser Stelle sollen exemplarisch drei Strömungen dargestellt werden. Das Medizinische Krankheitsmodell entstand „aus einer naturwissenschaftlichen Sicht von der Welt und vom menschlichen Körper“ (Faltermaier, Seite 21). Bei dieser Art der Betrachtung konzentriert sich die Medizin ausschließlich auf die biologischen Zusammenhänge des menschlichen Organismus. Wenn die normalen Funktionen des Körpers gestört sind, so wird dies als Krankheit bezeichnet. Damit sind die innerpsychischen Prozesse ausgeklammert. „Auf diese Weise reproduziert die Medizin die klassische, auf Descartes zurückgehende Trennung von Leib und Seele“ (ebenda). So wird der Mensch zu einer Art Maschine, bei der Störungen nur auf Grund physikalisch-chemischer Prozesse geschehen.
Es wird vergessen, dass die soziale Umwelt, das eigene (Risiko-)Verhalten und psychische Abläufe den Körper und seine Funktion beeinflussen können. Zudem werden Unterschiede zwischen Menschen außer Acht gelassen. Nicht jeder Organismus funktioniert gleich. Allein zwischen Männern und Frauen bestehen beispielsweise bei der Reaktion auf Medikamente erhebliche Unterschiede.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Gesundheit in der Gesellschaft ein und stellt die Frage nach den Faktoren, die Gesundheit maßgeblich beeinflussen.
1. Definition Gesundheit: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Ansätze zur Definition von Gesundheit, von der reinen Abwesenheit von Krankheit bis hin zum umfassenden Wohlbefinden nach WHO.
2. Krankheitsmodelle: Hier werden das klassische medizinische Modell sowie alternative Ansätze wie die Risikofaktorenmedizin und Psychosomatik kritisch gegenübergestellt.
3. Gesundheitsverhalten in der Gesellschaft: Dieses Hauptkapitel untersucht aktivitätsbasierte Strategien zur Gesundheitserhaltung im Alltag unter Berücksichtigung von Ressourcen und Risiken.
4. Schlussbemerkungen: Die Arbeit endet mit einem Fazit über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Sichtweise auf Gesundheit, die über rein körperliche Aspekte hinausgeht.
Schlüsselwörter
Gesundheitspsychologie, Gesundheitsverhalten, Gesundheitsressourcen, Gesundheitsrisiken, Krankheitsmodelle, Lebensbedingungen, Prävention, Salutogenese, Psychosomatik, Stress, Rauchen, Lebensweisenkonzept, Wohlbefinden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Hausarbeit setzt sich mit den Einflüssen auf das menschliche Gesundheitsverhalten auseinander und untersucht, welche Faktoren die Gesundheit in unserer Gesellschaft fördern oder gefährden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt den Gesundheitsbegriff, verschiedene theoretische Krankheitsmodelle, die Rolle von Gesundheitsressourcen sowie die Auswirkungen von Lebensbedingungen und riskantem Verhalten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Gesundheit nicht nur ein rein biologisches oder medizinisches Konstrukt ist, sondern maßgeblich durch soziale, psychische und umweltbezogene Faktoren beeinflusst wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und vergleicht verschiedene gesundheitswissenschaftliche Ansätze und Erkenntnisse bekannter Autoren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit Krankheitsmodellen sowie eine detaillierte Auflistung von Gesundheitsressourcen (wie soziale Unterstützung oder Persönlichkeitsfaktoren) und Gesundheitsrisiken (wie Stress oder gesundheitsschädliches Verhalten).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind unter anderem Gesundheitspsychologie, Lebensbedingungen, Prävention, Stressmanagement und die Differenzierung zwischen Gesundheitsressourcen und -risiken.
Warum ist laut der Arbeit das "medizinische Krankheitsmodell" kritikwürdig?
Es wird kritisiert, da es den Menschen als Maschine betrachtet und die Auswirkungen psychosozialer Faktoren, der sozialen Umwelt sowie des individuellen Verhaltens auf den Gesundheitszustand vernachlässigt.
Welche Rolle spielt die soziale Schicht für die Gesundheit?
Die Arbeit stellt dar, dass Angehörige höherer sozialer Schichten oft über mehr soziale Bindungen und ein besseres Wissen über gesundheitsrelevante Faktoren verfügen, was sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt.
- Arbeit zitieren
- Heidi Christina Kohlstock (Autor:in), 2004, Gesundheitsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27135