Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Semiotik-Versuch einer Begriffsklärung
3. Ansätze zur Semiotik
3.1 Ansatz nach Ch S Peirce
3.2 Ansatz nach Saussure
3.3 Ansatz nach Ch W Morris
4. Schlußwort
5. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick zu bieten, was Semiotik hauptsächlich im sprachwissenschaftlichen Verständnis bedeuten kann.
Eigentlich wollte ich zusätzlich Bezug nehmen auf die Möglichkeiten des praktischen Nutzen in der Pädagogik, was mir aufgrund der Seitenbeschränkung leider nicht möglich schien, da bereits die einzelnen Ansätze sehr viel Raum in Anspruch nehmen. Diese zu kürzen, hätte jedoch bedeutet, ihnen nicht voll gerecht werden zu können.
Ich hoffe dennoch, daß im Folgenden die Grundidee der Semiotik mit all ihren Forschungsgebieten deutlich wird und das Thema auch für einen Leser ohne allzu große Vorkenntnisse verständlich wird.
2. Semiotik-Versuch einer Begriffklärung
Im nun folgenden Kapitel werde ich zunächst versuchen, den Begriff der Semiotik zu erläutern. Semiotik oder auch Semiologie (griech. Semeion=Zeichen) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch die Lehre oder Wissenschaft von den Zeichen. Ihre wichtigsten Vertreter des
20. Jahrhunderts sind Peirce, Saussure und Morris.
Sucht man jedoch nach einer eindeutigen Definition des Begriffes “Semiotik”, so stößt man sehr schnell an Grenzen. Zu verschieden und weit gefächert sind die Meinungen und Schwerpunkte, die die einzelnen Gelehrten vertreten.
Bereits bei der Begriffsfestlegung kam es zu Problemen, da man sich nicht einigen konnte, ob der Begriff Semiotik (nach Peirce) oder der Begriff Semiologie (nach Saussure) der treffendere sei. Letztlich einigte man sich jedoch im Januar des Jahres 1969 auf den Begriff der Semiotik. Zugleich wurde auch die International Association for Semiotic Studies gegründet.
Doch was versteht man nun unter Semiotik?
Allgemein kann man sagen, daß Semiotik “die allgemeine Lehre von den sprachlichen und außersprachlichen Zeichen und ihren Systemen” ist.(Stocker, 1976) Sie ist also eine Wissenschaft, die sich auf den unterschiedlichsten Gebieten mit Kommunikation beschäftigt und diese anhand der verschiedenartigen Zeichen untersucht.
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Aufgrund der großen Anzahl verschiedener Forschungsbereiche kann man sie durchaus als Metawissenschaft verstehen, da Zeichen und Kommunikation Grundlage für alle weiteren Wissenschaften sind.
Eco spricht in diesem Zusammenhang vom “semiotischen Feld”, das die verschiedensten Forschungsgebiete beinhaltet. Er nennt zum Beispiel: die Zoosemiotik, medizinische Semiotik, Paralinguistik, visuelle Kommunikationen und viele mehr.
Saussure dagegen beschränkt seine Definition von Semiologie auf die Sprache, da sie für ihn das wichtigste aller Kommunikationssysteme darstellt. Für ihn bedeutet Semiologie die “Wissenschaft, welche das Leben der Zeichen im Rahmen des sozialen Lebens untersucht.” (Saussure, 1916; zitiert nach Bentele, 1978, S.30) Sie wird nach Saussure Aussagen darüber finden, “worin die Zeichen bestehen und welche Gesetze sie regieren.” (Saussure, 1916; zitiert nach Bentele, 1978, S.30) Nach Peirce dagegen beschäftigt sie sich in erster Linie mit der Semiose, die auch außersprachliche Zeichen beachtet.
Die Ansätze sind also sehr verschieden und eine eindeutige Definition ist daher nicht möglich. Im nächsten Kapitel werde ich daher drei Ansätze zur Semiotik vorstellen, die die Unterschiede ein wenig verdeutlichen werden.
3. Ansätze zur Semiotik
Im Folgenden werden nun einige Ansätze zur Semiotik vorgestellt. Sie sind lediglich eine Auswahl und sollen einen Überblick über die Vielseitigkeit semiotischer Theorien bieten. Die Ansätze von Peirce, Saussure und Morris gelten hierbei als die bekanntesten. Des weiteren gibt es jedoch noch den phänomenologischen Ansatz, den handlungstheoretischen Ansatz und den “marxistisch-leninistischen”Ansatz sowie andere marxistische Ansätze.
3.1 Ansatz nach Peirce
Charles Sanders Peirce (1839-1914) gilt heute aufgrund seiner Veröffentlichung zeichentheoretischer Untersuchungen im Jahre 1867 als wichtigster Begründer der “modernen Semiotik”. (Schober, 1976)
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Catrin Schmitz, 1998, Einführung in die Semiotik, Munich, GRIN Publishing GmbH
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