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2.1 Watson
2.2 Pawlow
2.3 Guthrie
2.4 Thorndike
2.5 Skinner
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3.1 Hebb
3.2 Tolman: Der zielgerichtete Behaviorismus
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4.1 Köhler, Koffka, Wertheimer: Die Gestaltpsychologie
4.2 Bruner: Kategorien und Konzepte
4.3 Piaget: Kognitive Entwicklung
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Die Lerntheorie befasst sich hauptsächlich mit Verhaltensänderungen und versucht diese Änderungen im Verhalten zu erklären und vorherzusagen. Wenn man die Beobachtungen der Hypothesen, Ideen Gegensätze, Prinzipien und Vermutungen, die über das menschliche Verhalten gemacht worden sind, zusammenfaßt, so entstehen daraus Theorien des Verhaltens. Diese Arbeit soll - wie unser Referat - einen groben Überblick über die bisherigen Lerntheorien geben.
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Der Ausdruck Behaviorismus wurde durch Watson geprägt (1913). Behaviourismus bedeutet die Beschäftigung mit den beobachtbaren Aspekten des Verhaltens (Behavior). Man ging davon aus, daß sich Verhalten aus Reaktionen zusammensetzt, die beobachtet werden können und die mit Bedingungen zusammenhängen, die diese Reaktion hervorgerufen haben. Watsons Ziel und das Ziel der gesamten behaviouristischen Lernpsychologie war es, Gesetze abzuleiten, die die Beziehungen zwischen den verschiedenen dem Verhalten vorrausgehenden Bedingungen (Reizen), dem Verhalten (Reaktion) und den Konsequenzen (Belohnung, Bestrafung oder neutralen Effekten) erklären.
Das Lernen wird aus behavioristischer Sicht definiert als eine Verhaltensänderung, die auf Erfahrung beruht. Ein großer Teil der Theorie Watsons basiert auf den Untersuchungen des russischen Physiologen Pawlow, auf den wir später eingehen werden. Bei der klassischen Konditionierung ( Pawlowscher Hund ) wird durch wiederholte Paarung von Reizen neues Verhalten hervorgerufen. Watson führte eines seiner berühmtesten, aber auch grausamsten Experimente durch, um seine Ansichten über die emotionale Entwicklung von Menschen zu verdeutlichen. Der Probant bei dem Experiment war ein elf-jähriger Junge namens Albert, der sich gerade mit einer weißen Ratte angefreundet hatte. Watson führte eine "Furchtkonditionierung" durch, indem er jedesmal, wenn Albert die weiße Ratte gezeigt wurde, ein lautes unangenehmes Geräusch machte, worauf Albert erschrocken reagierte. Nach
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einigen Wiederholungen reichte Albert schon der Anblick der Ratte und er zuckte erschrocken zusammen.
Watson nahm an, daß es praktisch keine individuellen Unterschiede gebe und daß alle Menschen mit einer beschränkten Anzahl von Reflexen auf die Welt kämen. Alle späteren Reaktionen kämen aufgrund der klassischen Konditionierung zustande. Watson glaubte fest an den Einfluß der Umwelt auf menschliches Verhalten. Sein wahrscheinlich meist zitierter Ausspruch ist seine Behauptung, er sei im Stande, aus zwölf gesunden Säuglingen das zu machen, was immer er wollte, wenn man ihm freie Hand bei der Gestaltung ihrer Umwelt ließe. Watsons Theorien konnten im Laufe der Zeit nicht standhalten.
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Pawlow war ein russischer Physiologe. Er entwickelte das Modell der klassischen Konditionierung, welches vielen frühen theoretischen Formulierungen als Grundlage diente (z.B. Watson). Auch heute wird es noch als ein wichtiger Bestandteil des psychiologischen Wissens angesehen.
Pawlow beobachtete, daß einige seiner Hund im Labor eine Speichelabsonderung zeigten, bevor ihnen Futter gegeben wurde. In seinem Experiment zeigte Pawlow, daß nicht nur die visuelle Wahrnehmung des Futters, sondern auch andere Reize dieselbe Wirkung hatten, wenn sie oft genug mit der Einnahme des Futters zusammenfielen. Das Futter stellt in diesem Experiment den unkonditionierten Reiz (UCS), die ursprünglichen Speichelabsonderungen bei Einnahme des Futters die unkonditionierte Reaktion (UCR) dar. Der unkonditionierte Reiz und die unkonditionierte Reaktion bilden zusammen eine Reiz-Reaktions-Einheit. Erscheint ein Ton immer dann, wenn das Futter gegeben wird, so ruft dieser Ton - der jetzt einen konditionierten Reiz darstellt (CS)- nach einer gewissen Zeit die Reaktion der Speichelabsonderung -jetzt eine konditionierte Reaktion (CR)- hervor.
Die Leichtigkeit, mit der eine klassische Konditionierung durchgeführt werden kann, hängt einerseits von der Klarheit des bedingten Reizes ab, andererseits von der zeitlichen Folge von bedingtem und unabhängigem Reiz.
Das Modell der klassischen Konditionierung ist nützlich für die Erklärung von emotionalen menschlichen Reaktionen. Besonders bei Kindern können Ängste/ Furcht etc. auf Erfahrungen zurückgeführt werden, bei denen ursprünglich neutrale Reize mit emotionsgeladenen Reizen assoziiert wurden.
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Guthrie vertrat die Meinung, daß jede auf einen Reiz folgende Reaktion diesem Reiz wieder folgt, wenn er wiederholt wird. Der Prozess des Lernens bedeutete für Guthrie die Aneignung von Reiz-Reaktions-Verbindungen. Kritische Einwände, der Mensch würde sich in gleichen Situationen oft anders verhalten, wies Guthrie zurück und behauptete die Reaktionen könnten nur desalb unterschiedlich sein, weil auch die Reize nicht genau identisch waren. Guthries Theorien sind sehr umstritten und wurden oft als "Ein-Schuß-Theorien" bezeichnet, da seine Theorie bedeutet, daß der ganze Lernprozess nach einem einzigen Durchgang abgeschlossen ist. Dennoch haben seine Ansichten darüber, wie man eine Gewohnheit durch eine andere ersetzen kann, bei den Pädagogen Bedeutung gefunden. Er entwickelte drei Methoden um unerwünschtes Verhalten ,,abzustellen" :
1. Ermüdungsmethode: Bei dieser Methode wird ein Reiz, der eine bestimmte unerwünschte
Reaktion hervorruft, wiederholt dargeboten. Diese Methode läßt sich am Beispiel des Rodeo- Reitens verdeutlichen. Nach einem langen Rodeo-Ritt ist das Pferd so müde, daß es die bisherige Reaktion des Buckelns nicht mehr zeigt und statt dessen eine neue - gewünschte- Reaktion zeigt.
2. Schwellenmethode: Bei der Schwellenmethode werden Reize unterschwellig dargeboten,
sodaß die unerwünschte Reaktion nicht ausgelöst wird. Die Reizstärke wird langsam gesteigert, bis die unerwünschte Reaktion von der neuen Reaktion überlagert wird.
3. Methode der inkompatiblen Reize: Bei dieser Methode wird der Reiz dann dargeboten,
wenn die Reaktion nicht stattfinden kann (z.B. durch fest binden des Pferdes). Auch hier wird die alte unerwünscte Reaktion durch eine neue ersetzt.
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Thorndike beschrieb das Lernen als Zustandekommen von physiologischen Verbindungen zwischen Reizen und Reaktionen. Seine Theorie wird auch als Verbindungslehre genannt. Beim Lernen werden Verbindungen ,,eingestanzt", beim vergessen ,,ausgestanzt". Diese beiden Prozesse sind Gesetzen unterworfen. Das Gesetz der Auswirkung ist das bedeutendste. Es besagt, daß die Auswirkungen einer Reaktion bestimmen, ob ein Verhalten ein- oder ausgestanzt wird.
Zum Lernmodell von Thorndike gehören noch weitere fünf Gesetze:
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1. Multiple Reaktion : Der Organismus reagiert in einer gegebenen Situation mit einer
vielzahl unterschiedlicher Reaktionen, wenn die erste Reaktion nicht zu einem befriedigendem Zustand führt. Man kann diesen Prozess auch als ,,Versuch-Irrtum-Verhalten" bezeichnen. Menschen lernen also situationsgerechte Reaktionen im Wesentlichen durch ,,ausprobieren".
2. Set oder Einstellung: Dieses Gesetz besagt, daß es zum Teil abhängig von einer Kultur oder
Einstellung ist, welche Reaktion in einer Situation gezeigt wird.
3. Die Vorherrschaft von wichtigen Elementen: Der Lernende geht nur auf die zur
Problemlösung relevanten Elemente ein. Irrelevante Aspekte werden selektiert.
4. Analoge Reaktion: Dieses Gesetz besagt, daß eine Reaktion übertragbar ist. Eine Person
kann in einer für sie neuen Situation Reaktionen zeigen, die sie in anderen Situationen, mit einigen identischen Elementen auch zeigen würde. Dies hängt natürlich von der Ähnlichkeit der Situationen ab.
5. Assoziatives Wechseln: Eine Reaktion kann ihre assoziativen Bindungen von einem Reiz
zu einem anderen verlagern. Diese Reaktionen resultieren aus einem Konditionierungsprozess.
Ein wichtiger Beitrag Thorndikes besteht in der Anwendung psychologischer Prinzipien, besonders in der Pädagogik. Ein Großteil seiner Veröffentlichungen beziehen sich speziell auf pädagogische Probleme.
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Während sich die bisher genannten Theoretiker mit reizbedingtem Verhalten beschäftigten, befaßt sichSkinner mit dem operanten (von selbst gezeigten) Verhalten. Skinner versucht in seinem Modell zu klären, wie unabhängige Variablen - Verstärkungspläne und Verstärkungsarten - das Lernen beeinflussen. Er teilt das Lernen in zwei verschiedene Art und Weisen auf. Die erste ist die klassische Konditionierung, die auf Respondenten (durch Reize ausgelöste Reaktionen) basiert.
Die zweite - von ihm untersuchte - Art zu lernen ist das Operante- bzw.Instrumentelle Konditionieren. Hierbei geht es um operantes Verhalten, durch das auf die Umwelt eingewirkt wird.
Wenn eine Verhalten von einer Verstärkung gefolgt wird, so resultiert daraus die
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Catrin Schmitz, 2000, Einführung in die Lernpsychologie, Munich, GRIN Publishing GmbH
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