Hausarbeit:
Kunsthistorisch orientierte Vergleichsanalyse der Vorstellung von
Ästhetik im Werke der deutschen Romantiker und im Werk von
Wolfgang Tillmans
Hochschule für Wirtschaft und Politik
Interdisziplinärer Grundkurs
Sommersemester 2004
Hamburg, den 11.09.2004
von
Nadine Herdmann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Vorgehensweise
2. Romantik – Theorie der Epoche
2.1. Zeitalter
2.2. Kategorien
2.3. Ästhetik in der Romantik
3. Caspar David Friedrich als Protagonist der Romantik
3.1. Portrait
3.2. Ästhetik
3.3. Motive, Farbgebung und die Malerei
3.4. Wirkung der Ästhetik
4. Wolfgang Tillmans als zeitgenössischer Photograph
4.1. Künstlerportrait
4.2. Ästhetik
4.3. Motive, Farbgebung und die Fotografie
4.4. Wirkung der Ästhetik
5. Analyse
5.1. Systematische Schwierigkeiten
5.2. Gemeinsame Ästhetik
5.3. Unterschiede in der ästhetischen Darstellung
6. Fazit
7. Literatur
8. Abbildungen
1. EINLEITUNG
1.1. Ausgangslage
Die Ästhetik in der Gegenwartskunst hat nicht das Glück, dass es eine vorherrschende Meinung gibt. Dieses Unglück kann aber auch als Glück verstanden werden, so haben viele Künstler, Kunstkritiker, solche die sich für Kunst interessieren, Narrenfreiheit in der Auslegung, Interpretation und Einschätzung an Kunstwerken. In der Romantik gibt es durchaus ein Ideal von Ästhetik, denn das was schön ist, ist ästhetisch.
1.2. Ziel der Arbeit
Ziel soll trotzdem sein, plausible Kriterien für eine Vergleichsanalyse zu erschaffen. Kann man Gemälde, wie die von Caspar David Friedrich, als einen Vertreter der Romantik mit der gegenwärtigen Fotografie Wolfgang Tillmans’ vergleichen? Ist eine Analyse, durch Anwendung verschiedener Genre überhaupt möglich? Inwiefern stellt sich die Ästhetik in beiden Epochen dar?
1.3. Vorgehensweise
In diesem Sinne soll zunächst auf die Epoche der Romantik eingegangen werden, die Ästhetik beschrieben und ein „Grundriss“ anhand des Romantikers Caspar David Friedrich skizziert werden. Im Anschluss daran wird das Selbige anhand des zeitgenössischen Fotografen Wolfgang Tillmans dargestellt. Dem wird sodann eine etwas gründlichere Betrachtung der systematischen Schwierigkeiten und Gemeinsamkeiten folgen, indem die Analyse explizit thematisiert wird. Erst dann sollen der Ertrag und die Vergleichsanalyse mit eigenen Worten zur Aussprache kommen wie auch gegebenenfalls Kritik. Dabei beziehen sich die kritischen Überlegungen lediglich auf die eigentlichen ästhetischen Aspekte.
„Die Kunst ist eine Sprache ganz anderer Art, als die Natur, aber auch ihr ist, durch ähnliche dunkle und geheime Wege, eine wunderbare Kraft auf das Herz der Menschen eigen.“
(Wackenroder)
2. Romantik – Theorie der Epoche
2.1. Das Zeitalter
Die Romantik ist allgemein eine auf Phantasie und Vorstellung gründende Weltauffassung, in welcher Gemütstiefe und Innerlichkeit, aber auch das Geheimnisvolle und der Zauber eine Rolle spielen. Sie zeigt sich durchgehend in einer ungewöhnlichen Mischung des Entgegengesetzten: Natur und Kunst, Poesie und Prosa, Ernst und Scherz, Erinnerung und Ahnung, Leben und Tod, Geistigkeit und Sinnlichkeit. Alles verschmilzt auf das Innigste miteinander.1
2.2. Die Kategorien
Die Epoche der Romantik zeichnet sich durch ihre altdeutschen Formen und mittelalterliche Themen aus sowie den engen Kontakt zur Natur, Religion und deren gefühlsbetonte Darstellung. Weiterhin durch die Subjektivität und durch den Irrationalismus der Betrachtungsweise, wie auch die Verschwommenheit, die Ironie und die offenen Formen. Zahlreiche namhafte Philosophen wie August von Schlegel (1767-1845), Jean Paul (1763-1825), Schriftsteller wie Heinrich von Kleist (1777-1811), Friedrich Freiherr von Hardenberg (1772-1801) und große Maler wie Philip Otto Runge (1777-1810) und Caspar David Friedrich (1774-1840) gelten als Romantiker.2
2.3. Ästhetik
Ursprünglich ist die Ästhetik (gr. aísthesis: Wahrnehmung) die Lehre von der sinnlichen Wahrnehmung. In der traditionellen Kunstauffassung bis zum 19. Jahrhundert wird Ästhetik häufig mit der Lehre von der Schönheit gleichgesetzt.3 Es ist aber nur eine Form der Wahrnehmung und kann dafür verwendet werden, die Art der Ästhetik eines Gegenstandes zu beschreiben, lässt aber keinen Schluss darüber, ob eine Sache tatsächlich ästhetisch ist. Die Ästhetik unterscheidet zwei Formen, die traditionelle Ästhetik und die metaphysische Ästhetik. Die Ästhetik im traditionellen Sinne nimmt an, dass universelle und zeitlose Kriterien für die geschmackliche Bewertung von Kunstwerken existieren. Die metaphysische Ästhetik, die des deutschen Idealismus, ist heutzutage nicht mehr zeitgerecht, da sie als die verordnete Ästhetik kritisiert wird. Auf den folgenden Seiten soll Caspar David Friedrich als Protagonist der Romantik sowie Theorien und einzelne ausgesuchte Fragmente beschrieben werden.
[....]
1 Vgl. Url: http://www.xlibris.de/epochen/romantik/romantik-1.htm, 13.07.2004
2 Vgl. Uelings, H., Theorie der Romantik, S.134
3 Vgl. Url: http://www.uni-rostock.de/fakult/philfak/fkw/iph/thies/aesthetik1.html
Quote paper:
Nadine Herdmann, 2004, Kunsthistorisch orientierte Vergleichsanalyse der Vorstellung von Ästhetik im Werke der deutschen Romantiker und im Werk von Wolfgang Tillmans, Munich, GRIN Publishing GmbH
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