II
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis. III
Darstellungsverzeichnis. IV
1 Einleitung. 1
2 Finanzierungseffekte im verschachtelten Konzern. 1
2.1 Der verschachtelte Konzern. 1
2.1.1 Begriff des Konzerns. 1
2.1.2 Formen und Gründen der Verschachtelung. 2
2.1.3 Eigenkapital im Konzern: originär und derivativ. 4
2.1.4 Die Entstehung von derivativem Eigenkapital und ihre
Folgen. 4
2.2 Pyramiden-Effekt im verschachtelten Konzern. 5
2.2.1 Der verschachtelungsspezifische Umsatzmultiplikator. 5
2.2.2 Der verschachtelungsspezifische Leverage-Effekt. 7
2.2.2.1 Grundlagen des Leverage-Effekts. 7
2.2.2.2 Der Zusammenhang zwischen Leverage- und
Pyramiden-Effekten. 7
2.3 Pyramiden-Effekt am Beispiel. 10
2.3.1 Prämissen und Ausgangsdaten. 10
2.3.2 Der Umsatzmultiplikator anhand des Beispiels. 12
2.3.3 Verschachtelungsspezifische Rentabilitäts- und Risikokom
ponente. 13
2.3.4 Interpretation der Ergebnisse. 16
3 Finanzierungseffekte im Bankenkonzern. 17
3.1 Aspekte des Aufbaus von Kreditpyramiden im Bankenkonzern. 17
3.1.1 Die Bestimmungen von Institutsgruppen. 17
3.1.2 Begriffsbestimmungen von Beteiligungen. 18
3.1.2.1 Definition von Bankbeteiligungen und Banken-
konzern. 18
3.1.2.2 Begriffsbestimmungen nach § 12 KWG. 19
3 1 2 2 1 Beteiligung an Unternehmen
III
außerhalb des Finanzsektors. 19
3.1.2.2.2 Bedeutende Beteiligungen. 20
3.1.2.2.3 Dauerhafter Besitz. 21
3.1.2.3 Quantitative Normen. 21
3.1.3 Eigenkapital im Konzern. 22
3.1.3.1 Eigenkapital nach KWG und HGB. 22
3.1.3.2 Originäres und Derivatives Eigenkapital im
Bankenkonzern. 23
3.2 Der Leverage-Effekt im Bankenkonzern. 24
3.2.1 Bankkonzernspezifischer Kreditmultiplikator und seine
Determinanten. 24
3.2.2 Der Zusammenhang zwischen dem Leverage- und
Kreditpyramiden-Effekt. 26
3.2.3 Der konzernspezifischer Rentabilitäts- und Risikohebel
des Kreditmultiplikators. 28
3.3 Kreditpyramiden-Effekt am Beispiel. 29
3.3.1 Ausgangsdaten und Prämissen. 29
3.3.2 Die Verfahren zur Ermittlung des effektiven
Kreditmultiplikators. 30
3.3.3 Der Rentabilitätshebel an einem Beispiel. 33
3.3.4 Das Leverage-Risiko am Beispiel. 35
4 Fazit. 37
Literaturverzeichnis. 39
Quellenverzeichnis 40
IV
Abkürzungsverzeichnis
AktG. Aktiengesetz
a i Effektiver Kreditmultiplikator der einzelner Kreditinstituten
§ Paragraf
BAKred. Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungen
Die Beteiligungsquote
b
B
B i Die jeweiligen Beteiligungsquoten der Obergesellschaft an den
Tochtergesellschaften
Bet Der Wert der Beteiligung der Bank A an der Bank B
A B
an
BV. Beteiligungsvermögen
I Durchschnittlicher Anrechnungsfaktor
DAF
EEK. Eigenkapital der Mehrheitsgesellschafter
EK. Eigenkapital
FEK. Eigenkapital der Minderheitsgesellschafter
FK. Fremdkapital
G. Gewinn
Gewinn der Obergesellschaft
G
H
G Gewinn der Beteiligungsgesellschaft
b
GE. Geldeinheit
hEK Haftendes Eigenkapital der Bank A
A
Haftendes Eigenkapital der Bank B
hEK
B
i Durchschnittlicher Kreditzins
A
Fremdkapitalzinssatz
i
FK
i Durchschnittlicher Einlagenzins
K. Kreditvolumen
K Kreditvolumen der Bank A
A
K Kreditvolumen der Bank B
B
KWG Kreditwesengesetz
V
KU Kapitalumschlag
OG. Obergesellschaft
Eigenkapitalrentabilität
r
EK
r GK Gesamtkapitalrentabilität
r UK Umsatzbezogene Kapitalrentabilität
U Umsatz
UK Umsatzbezogenes Kapital
UG. Untergesellschaft
V. Vermögen
VG. Verschuldungsgrad
ZG Zentralgesellschaft
VI
Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: Quer- und/oder Rückbeteiligungen im Konzern 3
Darstellung 2: Originäres und derivatives Eigenkapital im Konzern und Folge des Er- 5
werbes der Tochtergesellschaft in der Konsolidierungsbilanz.
Darstellung 3: Bilanz- und Beteiligungsstruktur. 11
Darstellung 4: Konsolidierte Bilanz. 12
Darstellung 5: Vergleich einer Umsatzerzielung ohne und mit Verschachtelung. 12
Darstellung 6: Erfolgskennzahlen der einzelnen Konzerngesellschaften und des Ge-
samtkonzerns (positiver Leverage-Effekt) 13
Darstellung 7: Erfolgskennzahlen der einzelnen Konzerngesellschaften und des Ge-
samtkonzerns (negativer Leverage-Effekt) 14
Darstellung 8: Verschachtelungsspezifischer Verschuldungsgrad bei Eigenkapitalren-
tabilität 35 bzw. -1 15
Darstellung 9: Eigenkapitalrentabilität im Nichtverschachtelungsfall bei von 10 r
GK
15
bzw. 4
Darstellung 10: Die Verschiebung der finanzwirtschaftlich relevanten Kapitalstruktur
infolge der Verschachtelung. 17
Darstellung 11: Bankbeteiligungen. 19
Darstellung 12: Die Obergrenzen der bedeutenden Beteiligungen gemäß § 12 KWG. 21
Darstellung 13: Fallbeispiel zur Darstellung der Mehrfachbelegung. 24
Darstellung 14: Bilanzbeispiel für einen Bankenkonzern in vereinfachter Form. 30
Darstellung 15: Konzernbilanzen beim Abzugsverfahren. 31
Darstellung 16: Vollkonsolidierte Konzernbilanz. 31
Darstellung 17: Quotenkonsolidierte Konzernbilanz. 32
Darstellung 18: Kreditmultiplikatoren bei unterschiedlichen Verfahren. 32
Darstellung 19: Die Eigenkapitalrentabilitäten der Kreditinstituten. 34
Darstellung 20: Die Eigenkapitalrentabilitäten auf Basis der voll- und quotenkonsoli-
dierten Bilanz. 34
Darstellung 21: Verschuldungsgrad bei unterschiedlichen Konsolidierungsverfahren. 36
Darstellung 22: Der Zusammenhang der Eigenkapitalrentabilitäten vom Verschuldungs- 37
grad
1
1 Einleitung
Konzerne sind in vielfacher Hinsicht Gegenstand betriebswirtschaftlicher Forschung. Renta- bilitäts- und Risikoeffekte laufen in anderen Formen und damit mit anderer Wirkung ab, als dies im Einzelunternehmen der Fall ist. Vor allem ist es die Struktur des Unternehmensver- bundes, die den Komplexitätsgrad der finanzwirtschaftlichen Wirkungsbeziehungen determi- niert. Hierbei steht zunächst die Frage der finanzwirtschaftlichen Hebelwirkung und des hiermit in engem Zusammenhang stehenden Kapitalstrukturrisikos im Mittelpunkt der Be- trachtungen. Da bestimmten Konzernstrukturen regelmäßig gewählte und somit zweckmäßige Organisationsformen zugrunde liegen, stellt denen das finanzwirtschaftliche Spezifikum zugleich ein bedeutendes Handlungspotential zielgerichteter Unternehmenspolitik dar. Diese Fragen werden auf der Grundlage des finanzwirtschaftlichen Leverage-Effekts untersucht. Dieses Gestaltungspotential zu erfassen, analytisch aufzubereiten und damit transparent zu machen, ist die Aufgabe und Ziel dieser Arbeit.
Im Zusammenhang mit der Eigenkapitalsituation im Banksektor, die durch eine latente Knappheit geprägt ist, wird das Problem der Mehrfachnutzung von haftendem Eigenkapital in
Bankenkonzernen und ihrer Beschränkung unter dem Stichwort Kreditpyramiden untersucht. Diese hat sich seit der Anfang 1985 erfolgten Einführung eines bankaufsichtsrechtlichen Zu- sammenfassungsverfahrens in das KWG (§ 10) und der damit verbundenen Ausdehnung des Grundsatzes I auf Kreditinstitutsgruppen zu einem der vordringlichen Problembereiche des Bankmanagements entwickelt.
2 Finanzierungseffekte im verschachtelten Konzern
2.1 Der verschachtelte Konzern
2.1.1 Begriff des Konzerns
Spricht man von einem Konzern gemäß § 18 AktG, so handelt es sich um einen verschachtelten Unternehmungsverbund unter einheitlicher Leitung. An der Spitze eines (firmenbezogenen) Konzerns kann dabei entweder eine Holding-Gesellschaft oder aber eine Muttergesellschaft stehen. Die Konzern-Muttergesellschaft ist durch die Verwaltung ihres Beteiligungs- besitzes sowie Selbstproduzierung und Vertrieb gekennzeichnet. Hauptwesensmerkmale der
2
Holding- Gesellschaft sind Steuern und Koordinieren der von ihr abhängigen Unternehmungen. Sie übt keine eigenständige Produktions- oder Handelstätigkeit aus.
Typisch für den Konzern ist das Auseinanderfallen von wirtschaftlicher Vielheit und rechtlicher Einheit. Im wirtschaftlichen Sinne stellen überwiegend einheitliche Leitung und die dar-
aus resultierende wirtschaftliche Einheit das Hauptwesensmerkmal des Konzernbegriffs dar. Juristisch tritt die rechtliche Selbständigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften als ent- 1 scheidendes Wesensmerkmal . Die Polarität dazwischen lässt sich in die drei konstituierenden Konzernmerkmale zerlegen:
1) Zusammenfassung mehrerer Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit;
2) Einheitliche Leitung dieser Unternehmen;
3) Beibehaltung der rechtlichen Selbstständigkeit dieser Unternehmen.
2.1.2 Formen und Gründen der Verschachtelung
Ein verschachtelter Unternehmungsbund ist gekennzeichnet durch eine grundsätzlich mehr- stufige, vertikal geschichtete Beteiligungsstruktur: Unternehmungen halten Beteiligungen an anderen Unternehmen, die ihrerseits wieder Beteiligungen an weiteren Unternehmungen hal- ten. Dabei können noch Quer- und /oder Rückverzweigungen auftreten, wodurch dann ein vielfach vermaschtes System von Unternehmungen entsteht, die durch (einseitige und wech- selseitige) Beteiligungsbeziehungen miteinander verbunden sind. Auftreten von Quer- 2 : und/oder Rückbeteiligungen kann in folgendem Form erfolgen
1 Vgl. Fischer, H. E., Die Kapitalstruktur im verschachtelten Konzern, München 1989, S. 14
2 Vgl. Fischer, H. E., Die Kapitalstruktur im verschachtelten Konzern, München 1989, S. 16-17
3
Darstellung 1: Quer- und/oder Rückbeteiligungen im Konzern
Vertikal verschachtelter Konzern
Die formale Ausprägung eines Konzerns tritt in folgenden Formen auf:
1) Ein einstufig aufgebauter Konzern liegt vor, wenn die Konzernobergesellschaft direkt und unmittelbar an den anderen Konzernunternehmen beteiligt ist. (Der erhebliche Komplexitätsgrad entsteht durch zusätzliche Beteiligungen der Konzerngesellschaften untereinander).
2) Ein mehrstufig aufgebauter Konzern liegt vor, wenn neben den direkten Beteiligungen der Konzernobergesellschaft an den Untergesellschaften noch weitere indirekte Betei- ligungen an anderen Konzerngesellschaften vorliegen (Durch Einfügen von weiteren Zwischenholdinggesellschaften kann die Tiefengliederung von Konzernen noch er- heblich gesteigert werden).
Motive, die hinter der Verschachtelung von Konzernen stehen, können vielfältiger Natur sein:
1) Verschleierung der tatsächlichen Besitzverhältnisse.
2) Ohne bewusstes konzernpolitisches Konzept entstandene Verschachtelung durch Erb- schaftsfälle, Sanierungen etc.
3) Die Risikobegrenzung durch die zunehmende Internationalisierung von Konzernakti- vitäten und die damit verbundenen Auswirkungen der Risiken auch auf dem politi- 3 . schen Gebiet
4) Spezifische betriebswirtschaftliche Gründe (Pyramiden-Effekt):
a) Erzielung eines relativ höheren multiplikativen Umsatzes mit einem be-
schränkten Umfang von Eigenkapital der Mehrheitsgesellschafter durch die Verschachtelung (Umsatzmultiplikator).
3 Vgl. Fischer, H. E., Die Kapitalstruktur im verschachtelten Konzern, München 1989, S. 17
Arbeit zitieren:
Elena Malykhina, 2002, Finanzierungseffekte im Konzern, München, GRIN Verlag GmbH
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