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Der deutsch-sowjetische Vertrag vom 12. August 1970 und seine Konsequenzen

Title: Der deutsch-sowjetische Vertrag vom 12. August 1970 und seine Konsequenzen

Term Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Schlütter (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Einer der wohl wichtigsten und folgenschwersten Verträge der deutschen Ostpolitik nach dem zweiten Weltkrieg ist der deutsch-sowjetische Vertrag vom 12. August 1970. Erst in der historischen Diskussion der letzten Jahre und der Öffnung vieler, vorher geschlossenen, Dokumente ist die ganze Tragweite der Entscheidungen zwischen 1969 und 1971 ansatzweise erkennbar geworden. Einen bedeutenden Ansatzpunkt setzt dabei dieser Vertrag. Ein klarer Wendepunkt in der Ostpolitik ist hier zu finden.
Dieses Essay wird die wichtigsten Punkte der Verhandlungen herausstellen, den Vertrag an sich darstellen, seine Konsequenzen aufzeigen sowie im Speziellen auf das Berlin-Junktim eingehen.

Excerpt


Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Der Weg zum Vertrag

3. Inhalt des Vertrages und der zusätzlichen Noten und Briefe

4. Konsequenzen des Vertrages

4.1. Aufgabe der Hallstein-Doktrin

4.2. Grundlage für weitere Verträge

4.3. Innenpolitische Polarisierung in Deutschland

4.4. Weg zur deutschen Einheit

5. Berlin-Junktim und Gegenjunktim

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert den deutsch-sowjetischen Vertrag vom 12. August 1970 als Wendepunkt der neuen Ostpolitik, beleuchtet den komplizierten Verhandlungsprozess sowie die diplomatischen und innenpolitischen Konsequenzen unter besonderer Berücksichtigung der Berlin-Frage.

  • Historische Einordnung des Moskauer Vertrages im Kontext der Ostpolitik.
  • Analyse der schwierigen Verhandlungsführung zwischen Egon Bahr, Walter Scheel und Andrei Gromyko.
  • Die strategische Bedeutung der Hallstein-Doktrin und ihre faktische Aufgabe.
  • Der Einfluss des Berlin-Junktims auf die Ratifizierung und Inkraftsetzung der Verträge.

Auszug aus dem Buch

2. Der Weg zum Vertrag

Bereits im Dezember 1969 hatten erste Sondierungsgespräche stattgefunden. Verhandlungen fanden hauptsächlich zwischen Staatssekretär Egon Bahr und dem sowjetischen Außenminister Gromyko statt, weshalb auch oft von den Bahr-Gromyko Papieren gesprochen wird. Der frühen Verhandlungsführung soll hier jedoch weniger Platz eingeräumt sein als den eigentlichen Problemen, die sich erst mit der ersten Vertragsvorlage im Sommer 1970 herauskristallisierten.

Das wohl weitreichendeste Problem war wohl die Verbindung des Vertrages mit einer Regelung der Berlinfrage. Auf dieses so genannte Berlin-Junktim soll aber in Kapitel 5 noch detaillierter eingegangen werden.

Die erste Vorlage des Vertrages löste im Bundestag starke Proteste aus. Die Opposition warf der Regierung schlechte Verhandlungsführung und einen Ausverkauf der deutschen Positionen vor.

Vor allem die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie und die Quasi-Anerkennung des Status Quo und damit der DDR als souveränem Staat machte das Vertragswerk für die Opposition unannehmbar. Da die SPD/FPD-Regierung nur über eine knappe Mehrheit verfügte war, die Zustimmung des Bundestages zum Vertrag fraglich. Zudem warf die Möglichkeit, dass der Vertrag auch als Substitut zu einem Friedensvertrag angesehen werden könnte, möglicherweise ein verfassungsrechtliches Problem auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Moskauer Vertrages von 1970 als Wendepunkt der Ostpolitik unter Willy Brandt.

2. Der Weg zum Vertrag: Darstellung der Sondierungsgespräche, der Verhandlungsschwierigkeiten sowie der politischen Kontroversen im Bundestag bezüglich der Anerkennung von Grenzen.

3. Inhalt des Vertrages und der zusätzlichen Noten und Briefe: Erläuterung der Kernpunkte des Vertrages, wie Gewaltverzicht, territoriale Integrität und die flankierenden Dokumente zur deutschen Einheit.

4. Konsequenzen des Vertrages: Analyse der weitreichenden Folgen, insbesondere der Aufgabe der Hallstein-Doktrin, der Ermöglichung weiterer Ostverträge sowie der Auswirkungen auf die deutsche Innenpolitik.

5. Berlin-Junktim und Gegenjunktim: Erklärung der diplomatischen Verknüpfung der Ostverträge mit der Berlin-Frage und der Rolle des Vier-Mächte-Abkommens.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Vertrages als notwendiger, wenn auch umstrittener Grundstein für die spätere Wiedervereinigung.

Schlüsselwörter

Deutsch-sowjetischer Vertrag, Moskauer Vertrag, Ostpolitik, Willy Brandt, Egon Bahr, Hallstein-Doktrin, Berlin-Junktim, Wiedervereinigung, Vier-Mächte-Abkommen, Grenz-Anerkennung, Oder-Neiße-Linie, DDR, Diplomatie, Vertragswerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt den deutsch-sowjetischen Vertrag vom 12. August 1970 und untersucht dessen Rolle als zentralen Bestandteil der neuen Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Verhandlungen, der Vertragsinhalt, die innenpolitische Polarisierung in der BRD sowie die diplomatische Verknüpfung mit der Berlin-Frage.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Tragweite der Entscheidungen zwischen 1969 und 1971 aufzuzeigen und zu klären, warum der Vertrag trotz starker Opposition als Wendepunkt zur Wiedervereinigung betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung von Primärdokumenten (AAPD) und zeitgenössischen Erinnerungen der beteiligten Akteure (Bahr, Falin).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rekonstruktion des Verhandlungsweges, die detaillierte inhaltliche Darstellung der Vertragspunkte, die Analyse der diplomatischen Folgen sowie die Untersuchung des diplomatischen Pasts durch das Berlin-Junktim.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Moskauer Vertrag, Ostpolitik, Hallstein-Doktrin, Berlin-Junktim und deutsche Einheit.

Warum war die Rolle von Egon Bahr in den Verhandlungen so bedeutend?

Bahr gilt als der Architekt, der durch informelle Kanäle und Kontakte zu sowjetischen Unterhändlern wie Valentin Falin die stockenden offiziellen Gespräche zwischen Scheel und Gromyko erst ermöglichte.

Welche Bedeutung hatte das Berlin-Junktim für das Inkrafttreten des Vertrags?

Das Berlin-Junktim stellte sicher, dass die Ostverträge erst dann ratifiziert wurden, wenn auch eine befriedigende Lösung für die Situation in West-Berlin durch das Vier-Mächte-Abkommen gefunden war.

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Details

Title
Der deutsch-sowjetische Vertrag vom 12. August 1970 und seine Konsequenzen
College
University of Siegen  (Neue und neueste Geschichte)
Course
Quellen zur Ost- und Deutschlandpolitik der BRD
Grade
2,0
Author
Christian Schlütter (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V30868
ISBN (eBook)
9783638320429
ISBN (Book)
9783640365814
Language
German
Tags
Vertrag August Konsequenzen Quellen Ost- Deutschlandpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schlütter (Author), 2004, Der deutsch-sowjetische Vertrag vom 12. August 1970 und seine Konsequenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30868
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