II
Inhaltsverzeichnis
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS. VII
1 EINLEITUNG. 1
2 AUSGANGSSITUATION. 3
2.1 QUANTIFIZIERUNG DER RISIKEN IM FX-HANDEL 3
2.1.1 RISIKEN IM DEVISENHANDEL 4
2.1.2 MAßNAHMEN ZUR BESTIMMUNG DER HÖHE UND DER DAUER DES FX-ZAHLUNGSRISIKOS 5
2.2 ABWICKLUNGSSYSTEME IM ZAHLUNGSVERKEHR. 9
2.2.1 BRUTTOABWICKLUNGSVERFAHREN UND TARGET. 9
2.2.2 NETTOABWICKLUNGSYSTEME. 11
2.2.2.1 Bilaterales Netting 13
2.2.2.2 Multilaterales Netting 14
3 CONTINUOUS LINKED SETTLEMENT 16
3.1 DIE CLS-WÄHRUNGEN. 20
3.2 VERBINDUNG ZWISCHEN DER CLS-BANK UND DEN NATIONALEN ZENTRALBANKEN. 22
3.2.1 DER AUSTRALISCHE DOLLAR (AUD) 22
3.2.2 DAS BRITISCHE PFUND (GBP) 23
3.2.3 DER EURO (EUR) 23
3.2.4 DER JAPANISCHE YEN (JPY) 24
3.2.5 DER KANADISCHEN DOLLAR (CAD) 24
3.2.6 DER SCHWEIZER FRANKEN (CHF) 24
3.2.7 DER US DOLLAR (USD) 25
3.3 SCHAFFUNG EINES EINHEITLICHEN ZEITFENSTERS 25
III
4 EINBINDUNG VON CLS IN DEN BANKBETRIEB. 26
4.1 TEILNAHME AM CLS-SYSTEM 27
4.1.1 SETTLEMENT MEMBER UND USER MEMBER 27
4.1.2 THIRD-PARTY 30
4.2 TAGESABLAUF EINES SETTLEMENTS BEI CLS 34
4.3 EINFLUSS VON CLS AUF EINZELNE BEREICHE UND PROZESSE 37
4.3.1 LIQUIDITÄTSASPEKTE VON CLS. 37
4.3.1.1 Zentralbanken 40
4.3.1.2 Inside/Outside Swaps 40
4.3.1.3 Cross-Border Cash and Collateral Pool (CCCP) 42
4.3.2 VERÄNDERUNGEN IM RISK MANAGEMENT, CORRESPONDENT BANKING UND BACK
OFFICE 43
4.4 AUF DEM WEG ZUM „GO-LIVE“ IM JAHR 2002 45
4.5 VERRINGERUNG DER SETTLEMENTRISIKEN DURCH CLS UND AUSWIRKUNGEN AUF DIE
BANK. 46
4.5.1 ZEITLICHE RISIKO. 47
4.5.2 VERBESSERUNG DES LIQUITITÄTSMANAGEMENT 47
4.5.3 ELIMINIERUNG DES ZEITZONENEFFEKTES. 48
4.5.4 ERHÖHUNG DER TRANSPARENZ FÜR DIE BANKEN 48
4.5.5 KREDITRISIKO. 48
4.5.6 WAS PASSIERT BEI SYSTEMAUSFÄLLEN? 49
5 FAZIT 49
LITERATURVERZEICHNIS. 51
INTERNETVERZEICHNIS 53
APCA Australische Payment und Clearing Association AUD Australischer Dollar BoC Bank of Canada BoE Bank of England BOJNET Bank of Japan Network CAD Kanadischer Dollar CCCP Cross-border Cash and Collateral Pool CET Central European Time (Mitteleuropäische Zeit MEZ) CHAPS Clearing House Automated Payment System CHF Schweizer Franken CLS Continuous Linked Settlement CLSS Continuous Linked Settlement Services Limited CPA Canadian Payment Association CPSS Committee on Payment and Settlement Systems CSLT Controlled Scripted Live Trails CULP Controlled Unscripted Live Phase DKK Dänische Krone DvP Delievery-versus-Payment ECHO Exchange Clearing House Limited EPM European Payment Mechanism EST Eastern Standard Time EUR Euro EZB Europäische Zentralbank FED Federal Reserve Bank FX Foreign Exchange (Fremdwährung) FXYCS Foreign Exchange Yen Clearing System GBP Britisches Pfund HVCS High Value Clearing System IOSWG I/O Swap Working Group IT Informationstechnologie JPY Japanischer Yen
V
LVTA Large Value Transfer System NOK Norwegische Krone PvP Payment-versus-Payment RBA Reserve Bank von Australien RITS Reserve Bank Information an Transfer System RTGS Real Time Gross Settlement SEK Schwedische Krone SIC Swiss Interbank Clearing System SGD Singapur Dollar STP Straight Through Processing SWIFT Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (Gesellschaft zur beleglosen Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs) TARGET Trans-European Automated Real-Time Gross Settlement Express Transfer System TBA Tokio Bankers Association USD US Dollar
VI
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Risikoarten im Devisenhandel
Abbildung 2: Nichterfüllung eines Devisengeschäftes
Abbildung 3: Abwicklung von Devisenhandelstransaktionen.
Abbildung 4: Beispiel für Bruttoabwicklungsverfahren
Abbildung 5: Infrastruktur von TARGET
Abbildung 6: Beispiel für bilaterales Netting
Abbildung 7: Beispiel für multilaterales Netting.
Abbildung 8: Die CLS Group Holding
Abbildung 9: Überschneidung der Öffnungszeiten der nationalen RTGS-Systeme.
Abbildung 10: Zeitfenster der RTGS-Systeme Februar 1997
Abbildung 11: RTGS-Systeme mit einem einheitlichen Zeitfenster
Abbildung 12: Teilnahmemöglichkeiten bei CLS und ihre Zusammenhänge.
Abbildung 13: Zusammenhang Settlement Member und User Member
Abbildung 14: Zusammenhänge zwischen den einzelnen Teilnahmemöglichkeiten
Abbildung 15: Abwicklung der Handelsgeschäfte einer Third Party ohne CLS
Abbildung 16: Abwicklung der Handelsgeschäfte einer Third Party mit CLS
Abbildung 17: Phasen des Settlements bei CLS
Abbildung 18: Kontinuierliche Prozess in der CLS-Bank.
Abbildung 19: Zusammensetzung des In/Out Swaps
Abbildung 20: CCCP - Cross-border Cash and Collateral Pool
Abbildung 21: Phasen bis zum Go-Live
Tabelle 1: RTGS Systeme in der G10-Gruppe ........................................................................ 10 Tabelle 2: Netting Systeme in der Zehnergruppe .................................................................... 12 Tabelle 3: Wachstum der Transaktionen im multilateralen Netting am Beispiel ECHO ........ 16 Tabelle 4: Die 69 Shareholder der CLS-Bank (Stand März 2002) .......................................... 19 Tabelle 5: Unterschiede zwischen einer Settlement und einer User Mitgliedschaft bei der
CLS-Bank......................................................................................................................... 29
1
1 Einleitung
Der Grundstein für die Überlegungen eines neuen privaten Settlement-Systems beruhen auf das „Herstatt-Risiko“ aus dem Jahr 1974. Im April diesen Jahres kam das kleine Kölner Bankhaus Herstatt durch Devisenspekulationen in einige Turbulenzen. Die Abteilung Devisenhandel war besetzt mit 6 jungen Mitarbeitern, die knapp über 20 Jahre waren. Die „Gold-Jungs“, wie sie genannt wurden, beherrschten dutzende Telefone mit Dauerschaltungen zu allen wichtigen ausländischen Devisenbörsen. Solange der Dollar stieg, brachten sie dem Bankhaus Herstatt viel Erfolg, mit ihren Spekulationen auf einen steigenden Dollar, ein. 1973 machte diese Devisenabteilung einen Umsatz von 63 Milliarden DM, was der Hälfte des damaligen Bundeshaushaltes der Bundesrepublik Deutschland entsprach. Zu Beginn des Jahres 1974 wurden die Dollarspekulationen auf ein Volumen von 8 Milliarden DM hinaufgetrieben. Bei 1 % Gewinn oder Verlust des Dollarpreises würde ein Gewinn bzw. Verlust von 80 Millionen DM entstehen. Hierbei ist zu beachten, dass das haftende Eigenkapital des Bankhauses Herstatt nur 77 Millionen DM betrug. Die Spekulationen über den steigenden Dollarpreis gingen aufgrund der Ölkrise nicht auf. Per 11.4.1974 hatte die Devisenabteilung einen Verlust von 400 Millionen DM erwirtschaftet, der nur durch 200 Millionen DM erwartete Termingewinne gedeckt war. Die Sanierungsversuche in den nächsten zwei Monaten schlugen fehl. Am 26.6.1974 nahm das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen dem Bankhaus Herstatt die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften gemäß § 35 Abs. 2 Nr. 4 KWG zurück. Das hatte zur Folge, dass mit sofortiger Wirkung alle Schalter geschlossen und alle Zahlungen eingestellt wurden. 1
Zu dieser Zeit hatte das Bankhaus Herstatt verschiedene Devisengeschäfte mit Banken in den USA zu laufen. Diese waren jedoch aufgrund der Zeitunterschiede „durchgeschnitten“. Die US-Banken hatten ihre DM-Obligationen während des deutschen Bankentages am 26.6.1974 schon gezahlt. Als das Bankhaus Herstatt 15:30 Uhr Frankfurter Zeit geschlossen wurde, war es in New York um 10:30 Uhr noch früher Bankenmorgen. Da die US-Korrespondenz vom Bankhaus Herstatt alle Zahlungen einstellen mußte, konnte sie die USD-Obligationen nicht mehr zahlen. Das hatte zur Folge, dass Herstatt’s Kontrahenten einen Komplettausfall in Höhe ihrer DM-Obligationen machten. 2
1 Vgl. Internetquelle 1.
2 Vgl. Internetquelle 2.
2
In den folgenden Jahren gab es weitere Beispiele von FX-Zahlungsrisiken, wenn auch nicht in dem Ausmaße wie die Herstatt-Pleite. Die bekanntesten Ereignisse sind der Zusammenbruch von Drexel Burnham Lambert 1990, die Schließung von BCCI 1991, der Umsturzversuch in der ehemaligen UdSSR 1991 und die Barings Krise 1995. 3
Werden die globalen Verflechtungen der internationalen Handelszentren und die täglichen Transaktionen in Höhe von 3,5 Billionen USD in die Betrachtung mit einbezogen, wird klar, dass das Risiko einer Nichterfüllung immer größer wird. 4 Hier tritt das neue Settlement-System CLS (Continuous Linked Settlement) in den Vordergrund. Das private Projekt von Continuous Linked Settlement, das durch die zwanzig größten Devisenhandelsbanken ins Leben gerufen worden ist, soll die zur Zeit bestehenden Settlementrisiken im Devisen-handelsverkehr eliminieren. Der Starttermin (Go-Live) für dieses System wurde immer wieder verschoben, da das IT-System, entwickelt von IBM, noch nicht den strengen Anforderungen der CLS Holding Group entsprochen hat. Zur Zeit wird der Starttermin auf das Ende des zweiten Quartals geschätzt. 5 Aufgrund dieses Starttermines kann diese Arbeit nicht den Anspruch erheben, dass CLS-System als vollständiges und komplettes System zu präsentieren, da die Praxiserfahrungen mit ihm fehlen. Desweiteren basiert diese Arbeit vorwiegend auf Internetquellen und kurzen Abhandlungen von Banken und Research-Unternehemen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Deshalb soll mit der vorliegenden Arbeit ein Einblick in den derzeitigen Stand des CLS-Systems gewonnen werden und zeigen, dass ein solches Projekt die Möglichkeit schafft, den Devisenhandelsmarkt zu revolutionieren. Folgende Ziele werden somit verfolgt:
• kurze Darstellung der aktuellen Situation im Devisenhandel mit Nennung der einzelnen Risiken
• Vorstellung des CLS-Systems mit seinen Währungen und Möglichkeiten
• Einordnung des Systems Continuous Linked Settlement in den Bankbetrieb
• Klärung der Frage, ob Teilnahme als Settlement Member oder Third Party
• Darstellung der Abwicklung bzw. Settlement-Phasen bei CLS
• Einfluss von CLS auf einzelne Abteilungen und Prozesse in der Bank
• Wie werden durch die o.g. Punkte die Risiken minimiert?
Um diesen Zielen gerecht zu werden, ist die Arbeit nach den angeführten Punkten gegliedert.
3 Vgl. Internetquelle 3 und Vgl. Internetquelle 2.
4 Vgl. Internetquelle 3.
5 Vgl. Lebert, Rolf (2002), S.20 und Internetquelle 12.
3
2 Ausgangssituation
Wie in der Einleitung beschrieben, bestehen erhebliche Probleme im Bereich des Devisenhandels. Die Aufsichtsbehörden und Zentralbanken der G10-Staaten zu denen Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Niederlande, Schweden, Schweiz, Großbritannien und USA gehören, beschäftigen sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Problem Erfüllungsrisiko im Fremdwährungshandel. Aus ihren Studien heraus ziehen sie Schlüsse wie die Risiken erkannt und verringert werden können. Eines der wichtigsten Publikationen zu diesem Thema ist der sogenannte ALLSOPP-Report, der im März 1996 unter dem Namen „Erfüllungsrisiken bei Devisenhandelstransaktionen“ erschienen ist. Dieser Report baut auf die anderen wichtigen Publikationen „Bericht über Netting-Systeme“ (Angell-Report, Februar 1989) 6 , „Bericht des Ausschusses für Interbank-Netting-Systeme“ (Lamfalussy-Report, November 1990) 7 und „Zahlungsverkehrdienstleistungen der Zentralbanken für grenzüberschreitende und mehrere Währungen einbeziehende Transaktionen“ (Noël-Report, September 1993) 8 auf. 9
Um das Thema Continuous Linked Settlement genau verstehen zu können, ist es wichtig die Erkenntnisse über Risiko, Risikomessung und Risikoverminderung aufzuzeigen. Im zweiten Teil dieses Kapitels werden die verschiedenen Möglichkeiten von Zahlungssystemen kurz dargestellt, um CLS genauer einzuordnen und seine Vorteile zu erkennen.
2.1 Quantifizierung der Risiken im FX-Handel
Der Ausschuss für Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme (CPSS) 10 befasst sich im ange-sprochenen ALLSOPP-Report mit den Risiken im Devisenhandelsgeschäft. Dieser Ausschuss setzte im Juni 1994 die „Arbeitsgruppe für das Erfüllungsrisiko bei Devisen-handelstransaktionen“ ein. Diese soll die Arbeiten von CPSS weiter- und zusammenführen und neue Strategien entwickeln, die zur Reduzierung des FX-Risikos beitragen. Hierbei befragte die Arbeitsgruppe 80 Banken in den G10-Staaten über ihr Risikomanagement im
6 Originaltitel: „Report on Netting Schemes“
7 Originaltitel: „Report of the Committee on Interbank Netting Schemes of the Central Banks of the Group of Ten countries”
8 Originaltitel: „Central Bank Payment and Settlement Services with respect to cross-border and multi-currency Transactions”; Alle drei Publikationen befinden sich als pdf-Datei auf der beiliegenden CD-Rom.
9 Vgl. Internetquelle 2.
10 CPSS - Committee on Payment and Settlement Systems.
4
Bereich des Devisenhandels. Die Untersuchung ergab, welche Risiken die einzelnen Banken haben. 11
2.1.1 Risiken im Devisenhandel
Im Bereich des Devisenhandels gibt es verschiedene Risiokoarten. Die folgende Grafik soll die wichtigsten Risikoarten darstellen und zeigen, wie das Erfüllungsrisiko einzuordnen ist.
Abbildung 1: Risikoarten im Devisenhandel
Quelle: in Anlehnung an: Internetquelle 2
Im einfachsten Sinne ist die Erfüllung eines Devisenhandelsgeschäftes die Zahlung einer Währung und den Empfang einer anderen Währung. Das Geschäft ist aber erst abgeschlossen, wenn die Übertragung der einen Währung erfolgt ist und die endgültige Übertragung der
11 Vgl. Internetquelle 2.
5
andere Währung stattfindet. Es könnte passieren, dass eine Partei die von ihr verkaufte Währung zahlt, ohne die von ihr gekaufte Währung zu erhalten. 12
Abbildung 2: Nichterfüllung eines Devisengeschäftes
Quelle: in Anlehnung an: Internetquelle 2
Das Risiko des Nichterhaltes der gekauften Währung wird als Erfüllungsrisiko oder Risiko des wechselseitigen Ausgleichs in mehreren Währungen bezeichnet. Das Erfüllungsrisiko kann aus verschiedenen Gründen auftreten, da es Merkmale des Kreditrisikos und Merkmale des Liquditätsrisikos trägt.
Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass das Erfüllungsrisiko nicht allein ein Intraday-Risiko ist. Bei den derzeitigen Abwicklungspraktiken entstehen offene Positionen, die mindestens ein oder zwei Geschäftstage bestehen bleiben. Weitere ein bis zwei Geschäftstage können vergehen, um die Sicherheit zu haben, das die eine Partei die gekaufte Währung tätsächlich erhalten hat. Das Erfüllungsrisiko kann im Extremfall so hoch sein wie die erwarteten Zahlungseingänge aus drei Handelstagen. Diese offenen Risikopositionen können das Eigenkapital einer Bank jederzeit übersteigen. Um diese Risikopositionen in Umfang und Dauer realistisch festzustellen, gab die Aufsichtsbehörde einen Vorschlag zur Bestimmung dieser Größen. 13
2.1.2 Maßnahmen zur Bestimmung der Höhe und der Dauer des FX-Zahlungsrisikos
Der Ausschuss für Zahlungsverkehrs- und Abrechnungssysteme definiert den Umfang und die Dauer des Erfüllungsrisikos im Devisenhandel wie folgt:
12 Vgl. Internetquelle2.
13 Vgl. Ebenda.
6
„ Das tatsächliche Risiko einer Bank - der Risikobetrag - bei der Erfüllung eines Devisenhandelsgeschäfts entspricht dem Gesamtbetrag der gekauften Währung und dauert von dem Zeitpunkt, zu dem ein Zahlungsauftrag für einen Währungskauf nicht mehr einseitig widerrufen werden kann, bis zum endgültigen Erhalt der gekauften Währung.“ 14
Hierbei ist zu beachten, das diese Definition nichts aussagt über die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verlust tatsächlich eintritt. Weiterhin definiert diese Aussage nicht, ob eine Bank imstande ist, ihr Risiko zu einem bestimmten Zeitpunkt zu messen und zu steuern. Damit eine Bank ihr laufendes und zukünftiges Erfüllungsrisiko messen kann, wie es in der Definition beschrieben wird, müßte sie sich dem sich ändernden Status jeder einzelnen Devisenhandelstransaktion während des Abwicklungsprozesses anpassen. Der Status einer Transaktion kann in fünf Hauptkategorien bezüglich des Erfüllungsrisikos eingeteilt werden, um somit ein Mindest- oder Höchstrisiko festzustellen. 15
14 Internetquelle 2, S. 9.
15 Vgl. Internetquelle 2.
Arbeit zitieren:
Sascha Zehrfuß, 2002, CLS - Minimierung der Erfüllungsrisiken im Devisenhandel durch Continuous Linked Settlement, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Hedging variabel verzinslicher Einlagen
Ein empirischer Vergleich des ...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit (Hauptseminar), 53 Seiten
Sascha Zehrfuß's Text CLS - Minimierung der Erfüllungsrisiken im Devisenhandel durch Continuous Linked Settlement ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sascha Zehrfuß hat den Text CLS - Minimierung der Erfüllungsrisiken im Devisenhandel durch Continuous Linked Settlement veröffentlicht
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