Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Osteuropa

Wahlverhalten in Osteuropa: Probleme der Volatilityforschung

Titel: Wahlverhalten in Osteuropa: Probleme der Volatilityforschung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephan Kroll (Autor:in)

Politik - Region: Osteuropa
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit über Volatility Forschung ist entstanden aus einem gemeinsamen Referat im Seminar über „Wahlverhalten in Mittel- und Osteuropa “ im Sommersemester 2001 bei Prof. Dr. Müller-Rommel. Wir haben das Thema jedoch hier so erweitert, daß die Untersuchung jetzt auch einen kritischen Teil zu den Möglichkeiten und Begrenzungen der Volatility Forschung enthält. Hiermit ist auch schon eine Hauptstoßrichtung dieser Arbeit angedeutet: es geht um eine kritische Aufarbeitung der Möglichkeiten aber eben auch der Grenzen der Volatility Forschung, so wie sie aus dem Text von Lane/Ersson hervorgeht. Dies gilt vor allem für die Anwendung auf die Staaten Mittel- und Osteuropas denen wir uns hauptsächlich gewidmet haben, ist aber durchaus auch auf die Staaten Westeuropas anwendbar, denen wir jedoch nur einen kleineren Teil dieser Arbeit aus vergleichenden Aspekten widmen konnten.
Wie bereits erwähnt dient der Aufsatz von Lane/Ersson als erster theoretischer Orientierungspunkt hinsichtlich der Volatility Forschung, der Beitrag Pedersens hingegen ist vor allem aus methodischen Gründen berücksichtigenswert.

Die Arbeit setzt ein mit einer Zusammenfassung der für uns wesentlichen Ergebnissen aus den Aufsätzen Lane/Erssons und Pedersens, um dem Leser einen ersten Überblick über Form und Ziele der Volatility Forschung zu geben. Infolge dessen haben wir die methodischen Vorgaben Pedersens auf Osteuropa umgesetzt und haben aus den bisher vorliegenden Wahlergebnissen der Staaten Mittel- und Osteuropas entsprechende Tabellen und Werte errechnet. Bei der Analyse dieser Werte kristallisierte sich der kritische Ansatzpunkt unserer Arbeit heraus, praktisch entstanden aus den vielfachen Problemen, die uns bei der Bewertung der erhobenen Volatility Werte begegnet sind. Wir haben versucht die auftretenden Probleme jeweils an eindeutigen Beispielen zu illustrieren, um unseren Thesen die nötige empirische Untermauerung zu verleihen. Trotzdem hat die Arbeit einen nicht rein kritischen Ansatz. Wir sind auch bemüht die Möglichkeiten der Volatility Forschung aufzuzeigen, ohne jedoch die Schwierigkeiten unter den Tisch fallen zu lassen.

Das abschließende Kapitel zu Westeuropa ist vor allem auf der vergleichenden Ebene interessant, es erlaubt einen groben Vergleich der in Westeuropa bzw. in Mittel- und Osteuropa von uns erhobenen Daten, jedenfalls soweit es statthaft ist diese beiden doch sehr unterschiedlichen Szenarien miteinander vergleichend zu bewerten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Volatility Forschung nach Lane/ Ersson

1.1 Formen der Wahlstabilität

1.2 Lipset & Rokkan: „frozen party system“ - Theorie

2. Analyseansatz nach Pedersen

3. Methodik der Berechnungen

4. Beschreibung und Analyse der Volatility Werte in Osteuropa

4.1 Volatility im Ländervergleich

5. Probleme bei der Berechnung und Analyse der Volatility Werte

5.1 Mangel an Meßzeitpunkten

5.2 Problem der Präsenz kleiner Parteien

5.3 Problem der Parteisplitterungen und Parteizusammenschlüsse

6. Seat Volatility

6.1 Beispiele Ungarn und Polen

6.1.1 Ungarn

6.1.2 Polen

6.2 Fazit der Analyse von Seat Volatility Werten

7. Westeuropa

8. Schlußbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel einer kritischen Aufarbeitung der Möglichkeiten und Grenzen der Volatility-Forschung, insbesondere in ihrer Anwendung auf die Staaten Mittel- und Osteuropas. Dabei wird untersucht, inwieweit Volatility-Werte als Indikatoren für die Stabilität und Akzeptanz neu entstandener politischer Systeme dienen können.

  • Kritische Analyse der theoretischen Grundlagen von Lane/Ersson und Pedersen.
  • Empirische Untersuchung der Volatility-Werte in osteuropäischen Transformationsgesellschaften.
  • Methodische Problematisierung der Datenberechnung (Messzeitpunkte, kleine Parteien, Parteisplitterungen).
  • Vergleichende Perspektive zwischen mittel-osteuropäischen und westeuropäischen Systemen.

Auszug aus dem Buch

1. Volatility Forschung nach Lane/Ersson

Der zentrale Gegenstand der Volatility-Forschung ist die Frage nach der Stärke der Bindung zwischen Wähler und Partei und die daraus resultierende Frage nach der voraussichtlichen Stabilität von Wahlergebnissen über mehrere Wahlperioden hinweg. Die Ergebnisse dieser Forschung sind zum einen natürlich für die Parteien interessant, denn sie wollen wissen, wie fest ihre Wähler mit der Partei verankert sind. Zum anderen können diese Werte aber auch dem Politikwissenschaftler bei der Untersuchung der Akzeptanz politischer Systeme behilflich sein. Aus diesem Aspekt ist die Volatility Forschung gerade für Osteuropa interessant, denn hier sind nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft neue politische Systeme entstanden. Eine Hauptfrage ist hier die Frage nach der Stabilität und damit nach der Akzeptanz dieser relativ abrupt enstandenen Systeme. Bevor man diesen zweiten Punkt nachgeht, sollte man sich jedoch erst noch einmal vor Augen führen welche Formen der Stabilität es zu unterscheiden gilt. (Vgl. Lane/Ersson)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Forschungsanliegens, der kritischen Stoßrichtung der Arbeit und der theoretischen Orientierung an Lane/Ersson sowie Pedersen.

1. Volatility Forschung nach Lane/ Ersson: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Wahlstabilität und der "frozen party system"-Theorie von Lipset & Rokkan.

2. Analyseansatz nach Pedersen: Vorstellung des methodischen Ansatzes von Mogens N. Pedersen, der die Grundlage für die Berechnung der Volatility-Werte bildet.

3. Methodik der Berechnungen: Detaillierte Darstellung der Vorgehensweise bei der Errechnung von "net volatility"-Werten am Beispiel der Tschechischen Republik.

4. Beschreibung und Analyse der Volatility Werte in Osteuropa: Anwendung der Methode auf osteuropäische Daten, unterteilt in Ländergruppen mit unterschiedlichen Volatility-Trends.

5. Probleme bei der Berechnung und Analyse der Volatility Werte: Diskussion methodischer Herausforderungen wie mangelnde Messzeitpunkte und Verzerrungen durch Kleinparteien sowie Parteisplitterungen.

6. Seat Volatility: Analyse der Sitzvolatilität als Indikator für die Auswirkungen von Wahlsystemen auf die Repräsentation, illustriert an den Fallbeispielen Ungarn und Polen.

7. Westeuropa: Vergleich der osteuropäischen Ergebnisse mit Daten aus Westeuropa, um den Transformationskontext besser einordnen zu können.

8. Schlußbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende kritische Bewertung der Aussagekraft der Volatility-Forschung für die Stabilitätsanalyse in Transformationsstaaten.

Schlüsselwörter

Volatility-Forschung, Wahlstabilität, Transformation, Osteuropa, Westeuropa, Wahlsysteme, Net Volatility, Seat Volatility, Wählerverhalten, Parteiensysteme, Politische Instabilität, Demokratisierung, Cleavages, Mehrheitswahlrecht, Verhältniswahlrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit der Volatility-Forschung und deren Anwendung, um das Wahlverhalten und die Systemstabilität in den Ländern Mittel- und Osteuropas nach dem Ende des Kommunismus zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Volatility-Messung, methodische Probleme der Datenerhebung in Transformationsländern, der Einfluss des Wahlsystems auf die Sitzverteilung sowie der Vergleich zwischen mittel-osteuropäischen und westeuropäischen Wahlergebnissen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Aufarbeitung der Möglichkeiten und Grenzen der Volatility-Forschung, um zu prüfen, ob diese tatsächlich als valides Instrument zur Messung der Stabilität politischer Systeme in Osteuropa geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den methodischen Ansatz von Mogens N. Pedersen, um "net volatility" und "seat volatility" quantitativ zu berechnen und die Daten für einen Ländervergleich zu normieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Einführung, die methodische Herleitung, die empirische Analyse der Volatility-Werte in Osteuropa, die kritische Diskussion methodischer Fehlerquellen und den Vergleich mit westeuropäischen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Volatility-Forschung, Wahlstabilität, Transformation, Parteiensysteme und Wahlsysteme charakterisieren.

Warum spielt das ungarische Wahlsystem eine besondere Rolle?

Ungarn dient als extremes Beispiel für die Diskrepanz zwischen Wählerstimmen ("net volatility") und Sitzen im Parlament ("seat volatility"), bedingt durch das dortige kombinierte Mehrheits- und Verhältniswahlrecht.

Was ist das zentrale Problem bei der Analyse der osteuropäischen Daten?

Das Hauptproblem ist die geringe Anzahl an verfügbaren Wahlperioden (Messzeitpunkten), was eine seriöse Trendanalyse erschwert, sowie die starke Verzerrung durch Kleinparteien und Parteisplitterungen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wahlverhalten in Osteuropa: Probleme der Volatilityforschung
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Politikwissenschaftliches Institut)
Veranstaltung
Wahlverhalten in Mittel- und Osteuropa
Note
1,3
Autor
Stephan Kroll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
25
Katalognummer
V31149
ISBN (eBook)
9783638322355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahlverhalten Osteuropa Probleme Volatilityforschung Wahlverhalten Mittel- Osteuropa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Kroll (Autor:in), 2001, Wahlverhalten in Osteuropa: Probleme der Volatilityforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31149
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum