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Hausarbeit
im Rahmen des Seminars
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Die personale Existenz in Berlingers
„Die Weltnatur des Menschen“
Verfasser:
Elke Rosenberger Pädagogik, Diplom 9. Semester
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Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbständig verfasst, keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt, die diesen Quellen wörtlich oder sinngemäß entnommenen, Ausführungen als solche kenntlich gemacht habe.
1
Einleitung 3
Der Weltseiende Mensch 3
Soseiendes Subjekt Mensch in Welt 5
Personale Existenz 5
Der Mensch als Person 5
Der Mensch in Existenz 7
Die Kunst der Selbstgestaltung 8
Selbstgestaltung des Menschen 8
Selbstgestaltung als künstlerischer Akt 9
Künstlerisches Schaffen 9
Selbstgestalt als Kunstwerk 10
Der Urkünstler und sein Kunstwerk der Selbstgestalt 10
Weltgestaltung 12
Das Prinzip der Weltgestaltung 12
Vernunft Freiheit - Sprache 13
Weltgestaltung zwischen Nichts und Etwas 15
Geschichtlichkeit und personale Existenz 17
Tod und personale Existenz 18
Pädagogische Überlegungen 20
Literaturverzeichnis 22
2 NA
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Berlinger nähert sich dem Phänomen Mensch in seinem Werk „Die Weltnatur des Menschen“ teils reflexiv, teils spekulativ aus einer Metaphysik im Horizont von Welt. Seine Gedankengänge führen immer wieder auf zentrale Begrifflichkeiten, die in Beziehung zueinander auftreten. So gestaltet sich ein Sinngefüge wesenhafter Aussagen, die miteinander in Verbindung stehen. Der Mensch als Individuum, als Subjekt und schließlich als Person erweist sich immer wieder als Knotenpunkt dieses Sinngefüges.
In meiner Arbeit werde ich nun ausgewählte Termini kurz umreißen und wie in einem Puzzle, das ineinander greift, um den Konzentrationspunkt „Mensch“ versammeln. Ich beginne mit der Betrachtung des Menschen als Weltseiender, der als Individuum „da ist“. Als Individuum ist er als Soseiendes in Welt gleichsam Subjekt. Das subjektive Dasein als Individuum erfasst nun nicht das Ganze seiner Potentialität. Deshalb komme ich als nächstes zum Begriff der personalen Existenz. Dieser führt zur Kunst der Selbstgestaltung und zur Weltgestaltung. Nach diesen Überlegungen wende ich mich dem Problem der Geschichtlichkeit zu und beschließe den Rundgang mit Berlingers Spekulationen über Tod und Existenz.
Da es sich bei meiner Niederschrift um eine Hausarbeit im Fachbereich Pädagogik handelt, beende ich meine Verquickungen mit pädagogischen Überlegungen, die sich aus den getätigten Gedankengängen entwickeln.
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Im Zentrum der Betrachtung steht der weltseiende Mensch. Was zeichnet nun den Menschen aus, dass von ihm als weltseiend gesprochen werden kann? Was versteht Berlinger unter Welt? Für ihn ist Welt aporetisch und in ihrer zeitlichen und räumlichen Identität potentiale Wirklichkeit in der Modalität ihrer Endlichkeit. Der Ursprung von Welt ist „das konstruktive Weltsubjekt Mensch, das sich selbst in den Weltgestalten
3
seiner Subjektivität in einer wesenhaft anderen Größenordnung als der Natur objektiv wird.“ 1
Berlinger fasst hier Welt nicht als Kosmos, sondern „als System einer Ordnung, deren Möglichkeiten die eines kreativen Subjekts sind, dessen Wesen Geist in Gestalt von Vernunft, Freiheit und Sprache ist.“ 2 Der Mensch bringt somit Welt hervor. Berlinger bezeichnet den Menschen als „ontologische Totalität als Kunstpotenz“ 3 , als entwerfende
Subjektivität, die in ihrer morphopoietischen Verfasstheit morphopoietisch schafft.
Die Menschheit ist ein Konglomerat von konkreten Individuen. Es kann vom Menschen als Exemplar seiner Gattung gesprochen werden. Die Gattung bestimmt hierbei nicht das Individuum, so dass das Individuelle zum Allgemeinen strebt (wie ein konkreter Baum, der zur allgemeinen Daseinsgestalt Baum wächst), sondern das Individuum gestaltet die Gattung durch die „Originalität seiner selbst“ 4 . Berlinger sieht das Individuum als
Ursprung der Gattung, das durch Weltgestaltung als Subjekt selbsttätig seine eigene Existenz erwirkt.
Er bezeichnet den Menschen als „Weltimperativ“ 5 . Hierzu schreibt er: „Wenn wir sagen,
das Sein der Welt sei der weltseiende Mensch, so bedeutet dieser Satz im Blick auf die Weltgestaltung weder eine Anthropologisierung des Daseins noch eine Kosmologisierung des Menschen. Der Mensch wird vielmehr durch sein Handeln zum Medium des Daseins, zu seiner Mitte, in welcher am Leitfaden des Prinzips Welt sich die Einsicht in die Urwirklichkeit gibt, die das Sein ist. ... Damit ist gesagt, dass zwar nicht das handelnde Subjekt hier und jetzt, wohl aber seine Kreativität das Seinsmaß des Seienden ist oder der Inbegriff der Fülle aller Möglichkeiten von Weltgestaltung.“ 6
Weltgestaltung heißt also „die Inpflichtnahme dessen, der allein die Provokation des Aggregats von Tatsachen aufzufangen und kreativ umzukehren vermag“ 7 und beruht
folglich auf dem Weltsein des Menschen.
1
„Die Weltnatur des Menschen“. S. 365
2
ebd. S. 365
3
ebd. S. 365
4
ebd. S. 293
5
ebd. S.365
6
ebd. S. 202
7
ebd. S. 203
4
Quote paper:
Elke Rosenberger, 2001, 'homine, existe' - Die personale Existenz in Berlingers 'Die Weltnatur des Menschen', Munich, GRIN Publishing GmbH
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