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Erstellt im Rahmen der Veranstaltung:
Tourismuswirtschaft Wintersemester 2001/2002
Eingereicht am: 17.Januar 2002
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2.1 Trends in der deutschen Tourismusbranche 4
2.2 Trends im Dresdner Tourismus 7
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3.1 Ergänzende Untersuchungen 13
3.2 Bestandsaufnahme der tourismusrelevanten Infrastruktur 14
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5.1 Hotellerie und Gastronomie 21
5.2 Freizeit, Kultur und Sport 21
5.3 Sonstiges 22
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Anhang 24
Quellenverzeichnis 26
3
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Dresden, die Landeshauptstadt Sachsens, ist eine vielbesuchte und touristisch attraktive Stadt Deutschlands. Sie weist zahlreiche Anziehungspunkte auf, die in unterschiedlichen Stadtrundgängen und -fahrten eingebunden sind. Einige davon, wie z.B. die Stahlbrücke „Blaues Wunder“ sowie die beiden Bergbahnen, die Standseil- und die Schwebebahn, befinden sich an einem der wichtigsten Plätze Dresdens - dem Körnerplatz. Er liegt an der Elbe etwa 5 km vom Dresdner Stadtzentrum entfernt.
Der Körnerplatz wurde nach dem Dichter Theodor Körner benannt und ist heute ein wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr in das östliche Umland Dresdens. Aufgrund der Standortbedingungen des Körnerplatzes ließ die Stadt Dresden dieses Jahr ein Standortgutachten als Grundlage für bauliche Veränderungen erstellen. Dieses wurde von der HTU Stadtprojekt GmbH in Dresden übernommen und mir wurde die Möglichkeit geboten daran mitzuwirken.
Während meiner Tätigkeit an diesem Projekt kam mir die Idee, den Tourismusbestandteil des Gutachtens im Rahmen einer Seminararbeit für mein Betriebswirtschaftsstudium vertiefend zu bearbeiten. Das heißt, dass prinzipielle Untersuchungen zum Körnerplatz im Standortgutachten vorgenommen wurden und diese Arbeit eine Ergänzung für den Tourismusbereich darstellen soll.
Inhalt der vorliegenden Arbeit wird also eine analytische und konzeptionelle Betrachtung des Tourismus am Körnerplatz in Dresden sein. Es werden aktuelle Trends ermittelt und Vorschläge für eine Attraktivierung des Platzes erarbeitet.
4
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In diesem Kapitel soll es vor allem um diejenigen Trends gehen, die für die spätere Analyse auch von besonderem Interesse sind.
Der Tourismus stellt in Deutschland mit rund 8% am Bruttoinlandsprodukt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. 1 So ist Deutschland, was den Besuch von Messen anbelangt, das beliebteste Reiseziel weltweit; bei internationalen Tagungen, Kongressen und Veranstaltungen rangiert es auf Platz 4 hinter den USA, Großbritannien und Frankreich. 2 Jährlich finden über 128 überregionale Messen mit ca. 9 Mio. Besuchern sowie mehr als 600.000 Kongresse und Tagungen mit rund 50 Mio. Besuchern statt. 3 Als Urlaubsziel hingegen belegt Deutschland nur einen der hinteren Plätze in der Wunschliste ausländischer Touristen. Aufgrund seiner Angebotsstruktur, hoher Preise, unattraktiver Ladenöffnungszeiten und wechselhaften Wetters ist es eher ein Land für den Zweit- und/oder Dritturlaub. Das gilt sowohl für Ausländer als auch für Deutsche. 4 Zu erkennen ist diese Tatsache jedes Jahr aufs neue an der extrem negativen Reiseverkehrsbilanz, nach der die Deutschen fast dreimal so viele Ausgaben im Ausland tätigen wie Ausländer im Inland. 5
Betrachtet man jedoch nur den Inlandstourismus der europäischen Länder, ist Deutsch-land wiederum führend mit 286,7 Mio. Hotelübernachtungen im Jahr 2000. 6 Denn die Deutschen verbringen etwa 60% ihrer Reisen mit mindestens einer Übernachtung in Deutschland. 7
Untergliedert man die Deutschlandreisen nach ihrem Zweck, kann man sagen, dass aus dem Ausland ca. ein Drittel Geschäfts- und zwei Drittel Privatreisende kommen, Deutsche dagegen mehr als drei Viertel ihrer Reisen Privatzwecken widmen. 8 Ergänzend ist dazu allerdings anzumerken, dass der Anteil der ausländischen Touristen in Deutschland nur 16,5% beträgt und in den Neuen Bundesländer sogar nur bei etwa 10% liegt. 9
1 vgl. Collet 2001, S. 11
2 vgl. Schörcher 2001
3 vgl. Schaufler 1997, S. 35
4 vgl. Althof 2000, S. 151
5 vgl. Deutsche Bundesbank in: Collet 2001, S. 11
6 vgl. Statistisches Bundesamt in: Collet 2001, S. 10
7 vgl. BMWi 2000, S. 12
8 vgl. Schörcher 2001
9 vgl. Spörel 2001
5
Die Konkurrenten des deutschen Reisemarktes sind die ausländischen Reiseziele. Insbesondere die jüngere Generation bis 30 Jahre und Besserverdienende interessieren sich wenig für Deutschland als Reiseziel und nutzen deshalb das Ausland für den längeren Urlaub. 10
Das hat zur Folge, dass der Inlandsreisemarkt unter Druck steht sich neue Wettbewerbsstrategien zu überlegen und sie adäquat zu vermarkten. Die Hauptaufgabe ist somit darin zu sehen zukunftsorientierte Tourismuskonzepte zu entwickeln, die auf die veränderten Kundenbedürfnisse eingehen.
Diese sind heutzutage vor allem 8QWHUKDOWXQJ (UOHEQLV XQG *HVHOOLJNHLW 11 , aber auch ¢ ¡ ¢ £
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Als besondere Reiseform zur Maximierung der Erlebnisse hat sich die .XU]UHLVH mit einer Reisedauer von bis zu 4 Tagen herausgebildet. Erscheinungsformen in dieser Sparte sind u.a. Musicalreisen, Städtereisen, Kulturreisen, Gourmettrips oder auch der Eventtourismus. 14
Der Trend zu kürzeren Reisen steht eng in Verbindung mit dem Trend zu =ZHLW XQG 15 Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kurzreise für den 'ULWWUHLVHQ.
Großteil der Bevölkerung eher ergänzenden Charakter zur großen Urlaubsreise hat, die nach wie vor Priorität genießt. 16
Die Faktoren, die zu diesen Trends führten, sind insbesondere:
• die Zunahme der Freizeit der Deutschen, v.a. durch Arbeitszeitverkürzung und flexiblere Arbeitszeiten 17
• erhöhte Ansprüche, sowohl an die Urlaubsgestaltung als auch an die Qualität 18 und
• die Steigerung des Bildungsniveaus der Bevölkerung. 19
10 vgl. Opaschowski 1996, S. 156 f.
11 vgl. Dreyer 2000, S. 25
12 vgl. Kirstges 1992, S. 53
13 vgl. Schörcher 2001
14 vgl. Althof 2000, S. 77
15 vgl. Dreyer 2000, S. 51
16 vgl. Kirstges 1992, S. 38
17 vgl. Kirstges 1992, S. 38
18 vgl. Opaschowski 1996, S. 158 und 244
19 vgl. Kirstges 1992, S. 45
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Eine wichtige Institution für die Vermarktung Deutschlands als Reiseland ist die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt/Main. Sie betreibt seit 1999 neben dem internationalen auch überregionales Inlandsmarketing und arbeitet zudem mit touristischen Interessen- und Wirtschaftsverbänden, großen Reiseveranstaltern, Transportunternehmen und Hotelketten zusammen. 20
Die DZT versucht den aktuellen Trends Rechnung zu tragen, indem sie wechselnde Themenjahre sowie sogenannte Basisthemen in den Mittelpunkt ihrer Marketingstrategie stellt. Die Basisthemen sind dabei das Städtereiseprogramm, ehemals Thema des Jahres 1997, „Urlaub im Einklang mit der Natur“, „Culinary Germany - Reisen durch Kunst, Kultur und Köstlichkeiten“ sowie „Alles außer Stress“ zur Förderung der Nachfrage nach Wellnessurlaub. 21
Ein weiterer Trend, der mit den Kurzreisen in Verbindung steht, geht in Richtung HYHQW bezogenen Reisens. Dabei spielen Erlebnis und Vergnügen eine besondere Rolle. 22 Der reine Ruhe- und Erholungsurlaub wird zunehmend entweder durch aktive Gestaltung ersetzt oder durch Kurzreisen zu Eventveranstaltungen ergänzt.
Unterschieden werden Kultur- und Sportevents, sowie wirtschaftliche (z.B. Messen, Kongresse), gesellschaftspolitische (z.B. Besuche berühmter Persönlichkeiten) und natürliche Events (z.B. Sonnenfinsternis, Vulkanausbruch). 23
Für den Städtetourismus sind die drei erstgenannten von besonderer Bedeutung, da sie mit einer gewissen Regelmäßigkeit durchgeführt und touristisch genutzt werden (können). Deutschlandweit werden pro Jahr ca. 2,5 Mio. Veranstaltungen angeboten, darunter 10.000 Volksfeste. 24
Nach DREYER liegen die positiven Effekte von Events in 25 :
• der Attraktivitätssteigerung für Bewohner und Besucher,
• der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Destination und der Besucherzahlen,
• der Erweiterung der traditionellen touristischen Saison,
• der Förderung und Erhaltung der Kultur,
• der Bildung eines positiven Images für die Destination sowie in
• der wirtschaftlichen und Stadtentwicklung.
20 vgl. BMWi 2000, S. 32 f.
21 vgl. Schörcher 2001
22 vgl. Brüggemann/ Meyer 1998, S.232
23 vgl. Dreyer 2000, S. 213
24 vgl. Schörcher 2001
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Die Städte versuchen oft, sich durch Events ein Kultur-Image aufzubauen, das sie letztendlich immer weniger von anderen Event-Städten unterscheidet. Das birgt allerdings die Gefahr, dass „echte“ Kulturtouristen fernbleiben und vorwiegend Event-Interessierte zu Besuch kommen.
Außerdem besteht eine Schwierigkeit für die Veranstalter von Events darin, sich von der Masse abzuheben. Der Markt und das Angebot haben sich weitgehend homogenisiert und die Besucher haben mittlerweile Event-Erfahrung und können die guten und die weniger guten Events unterscheiden. 26 Dies schließt die natürlichen Voraussetzungen der Destination mit ein. Das heißt es reicht heute nicht mehr aus, ein Event in einer Stadt zu inszenieren, die sonst nichts weiter für den zunehmend erlebnis- und genussorientierten Gast zu bieten hat.
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Da Dresden eine Großstadt (fast 500.000 Einwohner) mit vielen Sehenswürdigkeiten ist, liegt es nahe, dass sich in ihr viele Städte- und Kulturreisende sowie Konsuminteressierte - also Kurzreisende aufhalten.
Im Jahr 2000 verbrachten 1,1 Mio. Gäste 2,4 Mio. Übernachtungen in Dresdener Beherbergungsstätten mit mehr als 8 Betten. Das entspricht rund 12 % mehr als im Vorjahr. 27 Die sich daraus ergebende durchschnittliche Verweildauer der Gäste lag abermals bei 2,1 Tagen und zeigt damit seit mehreren Jahren den Trend zu kurzen Besuchen in der Stadt an.
In der folgenden Abbildung wird die Entwicklung der Übernachtungen in Dresdner Beherbergungsbetrieben mit mehr als 8 Betten veranschaulicht.
25 vgl. Dreyer 2000, S.225-230
26 vgl. Brüggemann/ Meyer 1998, S.237
27 vgl. Dresden-Werbung und Tourismus GmbH 2001, S. 34
Arbeit zitieren:
Claudia Prokisch, 2002, Tourismusanalyse und -konzept für den Körnerplatz in Dresden, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die drei Heißgetränke am Hofe Ludwigs XIV
Romanistik - Französisch - Landeskunde / Kultur
Hausarbeit, 25 Seiten
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BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 20 Seiten
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