Gliederung
1. Vorwort(Seite 4)
Überblick über den Text
2. Spiel und Spielzeug: Vom Stein zur Barbie(Seite 3)
2.1 Klärung der Begriffe Spiel und Spielzeug(Seite 3)
2.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede: Jungenspielzeug / Mädchenspielzeug
(Seite 4)
3. Die Bild - Zeitung, Mattel und Barbie (Seite 6)
3.1 Die Bild - Lilli(Seite 6)
3.2 Die Firmengeschichte von Mattel und Barbie(Seite 6)
4. Die hermeneutischen Verfahren(Seite 9)
4.1 Was ist „Hermeneutik“?: Theoretische Ansätze(Seite 9)
4.2. Die vier Untersuchungskategorien(Seite 10)
4.2.1 Exempel(Seite 10)
4.2.2 Modell(Seite 11)
4.2.3 Metapher(Seite 11)
4.2.4 Indizien(Seite 12)
5. Die Praxis: Barbie und die vier Kategorien der Dinghermeneutik
(Seite 13)
5.1 Exempel: Die Barbie ist auch nur Puppe(Seite 13)
5.1.1 Entwicklungsgeschichte der Puppe((Seite 13)
5.1.2 Das „Neue“ an der Barbie(Seite 14)
2
5.2 Modell: Die Barbie als Spiegel ihrer Zeit und als Vorbild(Seite 14)
5.2.1 Barbies neue Kleider(Seite 15) 5.2.2 Die Männer an Barbies Seite(Seite 15) 5.2.3 Die Barbie ist das Maß(Seite 16)
5.3 Metapher: Die Barbie als Spiegel der Gesellschaft(Seite 17) 5.3.1 Lebensstil und Lebensgefühl(Seite 17) 5.3.2 Kritik an Barbie(Seite 17) 5.3.3 Einflüsse auf das Sozial verhalten(Seite 18) 5.3.4 Barbie und die eigenen Unzulänglichkeiten(Seite 18) 5.3.5 Die Kunst kritisiert Barbie(Seite 19)
5.4 Indiz: Der Markt(Seite 20)
5.4.1 Barbie´s Milliarden(Seite 20) 5.4.2 Lizenz und Merchandise(Seite 20) 5.4.3 Inspiration für Künstler(Seite 21)
6. Stellungnahme: Eine Welt aus Plastik(Seite 22)
Die Zukunft der Barbie: „My Scene“
7. Fazit: Auf die nächsten 45 Jahre...(Seite 23)
Quellenangaben
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1. Vorwort
Überblick über den Text
Eine Puppe. Blond. Aus Plastik. Bereits diese drei Eigenschaften genügen, um das erfolgreichste Produkt des amerikanischen Spielzeugherstellers Mattel eindeutig zu definieren. Wie keine andere Puppe zuvor hat die Barbie ihren Siegeszug durch die Kinderzimmer und die Herzen der Mädchen ( und sicher auch einiger Jungen ) dieser Welt geführt. Und dennoch ist dieses Kreation weit mehr als ein Stück Kunststoff zum Spielen. Barbie war und ist ( Pop- ) Kultur. Immer schon wollten Kinder wie Barbie sein. Immer schon hat Barbie den Geist ihrer Zeit reflektiert. Barbie steht für eine ganz bestimmte Sicht der Welt - und Barbie ist auch ein enormer Markt. Wie exakt lässt sich der Komplex „Barbie“ beschreiben? Um dies zu klären werden zunächst in Kapitel 2 die beiden grundlegenden Begriffe „Spiel“ und „Spielzeug“ umrissen und im Folgenden dritten Kapitel auf die Geschichte der Bild - Lilli, der deutschen „Vorgängerin“ der Barbie - Puppe, die von Mattel später beinahe unverändert übernommen wurde, und auf die Firmengeschichte von Mattel und Barbie eingegangen.
Im 4. Kapitel wird einleitend behandelt, wie der Begriff „Hermeneutik“ zu verstehen ist, und die hermeneutischen Kategorien Exempel, Modell, Metapher und Indiz werden in der Theorie erläutert.
Das 5. Kapitel Untersucht nun die Barbie in diesen vier Kategorien. Zunächst in 5.1 als Exempel für eine Puppe. Hierzu ist es nötig, einen kurzen geschichtlichen Abriss der Puppenentwicklung zu betrachten, um somit Gemeinsamkeiten mit anderen Puppen erkennen zu können, aber auch um das Einzigartige und Neue der Barbie zu dokumentieren, welches sie von anderen Puppen unterscheidet. Kapitel 5.2 beschäftigt sich mit der Rolle der Barbie als Modell. Der Mikrokosmos der Barbiewelt war stets ein exaktes Abbild der Mode - und ( Luxus ) - Lebenswelt des Menschen. Barbie hat durch ihr Erscheinungsbild und ihre Kleidung die aktuelle Mode über die Jahrzehnte hinweg widergespiegelt.
Kapitel 5.3 erschließt die metaphorische Dimension der Barbie. Der Begriff „Barbie“ war und ist auch stets Ausdruck eines in der Gesellschaft herrschenden Lebensgefühls und Ideals.
Abschließend unternimmt Kapitel 5.4 eine Betrachtung der Barbie als Indiz für einen
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enormen Markt und für Möglichkeiten zur Maximierung von Umsätzen durch Merchandise und Lizenzen, gefolgt von einer kurzen persönlichen Stellungnahme in Kapitel 6. Hier wird ein Blick auf Mattels neueste Kreation geworfen und ebenso sollen einige kritische Gedanken zum Ausdruck kommen.
Im abschließenden Fazit Kapitel 7 wird noch auf die Ergebnisse der Untersuchung eingegangen.
Anmerkung: Wörtliche Zitate werden in Klammer direkt nach dem Zitat belegt, inhaltliche Quellen durch Fußnoten. Quellenangaben für Bilder aus dem Internet finden sich im Anhang unter der jeweiligen Abbildungsnummer.
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2. Spielen und Spielzeug: Vom Stein zur Barbie
2.1 Klärung der Begriffe Spiel und Spielzeug
Spielen und Spielzeug - zwei Begriffe, die wir im Alltag ganz selbstverständlich gebrauchen. Um aber einen wissenschaftlichen Umgang mit diesen Worten und deren tieferer Bedeutung zu ermöglichen, ist es nötig, exakte Definitionen zu erstellen. Wie aber lässt sich ein vielschichtiger Begriff wie „Spiel“ exakt definieren und abgrenzen?
Versuchte man früher, eine eindeutige Definition des Begriffes „Spiel“ nach den klassischen Vorgaben zu erreichen, so werden heute nicht mehr bestimmte Einzelmerkmale herausgearbeitet, oder nach den Regeln des Definierens vorgegangen, um herauszufinden, wann ein Spiel eben Spiel ist und keine ernst gemeinte Handlung. 1
Vielmehr wird versucht, das Spiel mit akzentuierten Angaben zu explizieren, es ist also das erwünschte Ziel, eine Beschreibung zu finden, um explizit feststellen zu können: „im Moment läuft ein Spiel ab“.
Huizinga lieferte 1956 einige entscheidende Bestimmungsstücke für das Spiel. Er stellt fest, wenn eine Handlung eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufzeigt, kann man von Spiel sprechen:
- es ist eine freiwillige Handlung
- es ist „nicht so gemeint“, ist ein Produkt der Phantasie des Spielenden
- das Ziel ist das Spiel selbst, es ist also reiner Selbstzweck
- es wird nach bindenden Regeln verrichtet
- es wird vom Gefühl der Spannung und Freude begleitet
- eine nichtspielerische Tätigkeit kann in Spiel umschlagen Das Spielverhalten 2 ist ein Verhalten ohne Ernstbezug. Es dient zur Sozialisation, denn beim Spielen können viele Aktivitäten eingeübt werden, und auch neue Handlungsvariationen gebildet werden. Und wer jemals Kinder beim Spielen beobachtet hat, wird bestätigen, dass Spiel meist unter hohem Energieaufwand betrieben wird. Doch nicht nur der Mensch ist in der Lage zu spielen, es ist eine
1 Vgl. Einsiedler ( 1999), S. 9 ff
2 Vgl. Microsoft Encarta Professional (2002), Stichwort: Spielverhalten)
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Eigenschaft, die sowohl bei Säugern als auch bei Vögeln verbreitet ist. Und auch die Phase der „Kindheit“ ist keine dem Menschen vorbehaltene Periode. Auch die Kinder von Primaten durchleben diese Zeit vor dem Erwachsen sein. Ein weiterer Ansatz ist die These von Karl Bühler, die den Begriff „Funktionslust“ geprägt hat. Sie besagt, dass der reibungslose Ablauf einer Funktion bereits als solcher „lustvoll“ ist, unabhängig vom Erreichen eines Zieles. Ein Kind, dass spielt, verfolgt damit kein außerhalb seiner Tätigkeit liegendes Ziel, sondern die im Spiel tätigen Funktionen selbst bereiten ihm Lust, und um eben dieser „Funktionlust“ willen spielt es. Es geht dem Kind dabei also nicht um ein sachliches Ziel, sondern um Erhaltung oder Steigerung eines psychischen Lustzustandes. 3
Spielen bedeutet aber auch immer das „Spielen mit etwas“, wie es Günther Bittner 4 beschreibt - entweder mit einem Partner, einem Tier oder mit einem Ding. Dieses „Ding“ kann jegliche Erscheinungsform haben - ein flacher Stein, der über das Wasser geschnellt wird, Papier, Holz usw. Was im Allgemeinen als „Spielzeug“ definiert ist, bildet bei den Spieldingen eine eigene Gruppe. So lässt sich über Spielzeug sagen, dass es
- ausschließlich zum Spielen dient
- eigens handwerklich oder industriell hergestellt wurde
- von einer Person oder vom Kind selbst zum Spielen erworben wird Hinzu kommt, dass die Dingeigenschaften des Spielzeugs ganz gezielt auf die Spielqualität zugeschnitten sind, dass man also ein Spielzeug eben ( fast immer ) nur zum Spiel verwenden kann.
2.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede: Jungenspielzeug / Mädchenspielzeug Mädchen spielen mit Puppen. An dieser Aussage hat sich seit Jahrhunderten nur sehr wenig verändert. Die Puppe ist wichtiges Element im Rollenspiel der Mädchen. Sie wird umsorgt, gepflegt, die Mutter - Kind Beziehung wird mit ihr nachgespielt. In einer bekannten Spieltheorie finden wir die Erklärung dieses Phänomens in dem Hinweis auf die Bedeutung des Spiels als „Vorübung“ jener Rollen, die das Kind später als Erwachsener in der Gesellschaft spielen wird. Das Puppenspiel des Mädchens ist die Vorwegnahme der späteren Hausfrauen- und Mutterrolle.“ 5
3 Vgl. Scheuerl in Flitner (1978), S.221 ff
4 Vgl. Bittner in Flitner (1978) S.228 ff
5 Vgl. Retter (1973), S.18 ff
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Arbeit zitieren:
Marcus Lechler, 2004, Die Barbie-Puppe als Modell, Metapher, Exempel und Indiz in hermeneutischer Betrachtungsweise, München, GRIN Verlag GmbH
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Babette Müller
Hat mir sehr geholfen.
Wirklich ein tolle Arbeit,
hat mir sehr weitergeholfen.
Vor allem die praktischen Ansätze fand ich sehr gelungen.
Herzliche Grüsse
Babette
am Thursday, July 21, 2005-