INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
2. Das Konzept der Basalen Stimulation 3
2.1 Begründer der Basalen Stimulation und Entstehungshintergrund 3
2.2 Grundhaltung und Arbeitsweise Basaler Stimulation 4
3. Das therapeutische Team und die Arbeit mit Betroffenen 5
3.1 Das therapeutische Team 5
3.2 Patientengruppen für Basale Stimulationsangebote 6
3.3 Der Dialog mit Betroffenen 6
4. Stimulationsangebote und Wahrnehmungsfähigkeiten 6
4.1 Grundsätzliche Überlegungen 6
4.2 Für die Pflege relevante Stimulationsarten und Wahrnehmungsfähigkeiten 7
4.3 Pflege als Angebot 7
4.4 Die Notwendigkeit Basaler Stimulation 8
5. Hände und Berührung 8
5.1 Orientierungs und patientenfördernde Berührungskriterien 8
5.2 Therapeutische Möglichkeiten Basaler Stimulation 9
6. Erfahrungen aus der Pflegepraxis 10
6.1 Beschreibung des Arbeitsfeldes 10
6.2 Die wahrnehmungsfördernde Ganzkörperwaschung bei Hemiplegie 11
6.3 Probleme bei der Einführung Basaler Stimulation im Krankenhaus 16
6.4 Basale Stimulation in der ambulanten Pflege 18
7. Fazit 21
Literatur und Quellenverzeichnis 22
1. Einleitung
Gerade in unserer heutigen Zeit, in der die technische Entwicklung rasant fortschreitet und auch im Krankenhaus der Patient selbst in seiner Person zunehmend aus unserem Blickfeld zu geraten scheint durch moderne Apparate, Monitore etc. und einer eher symptomorientierten Medizin und Pflege, die eine ganzheitliche Blickweise auf den Patienten verstellt und nur Teilbereiche in den Blickpunkt rückt, wird es wichtig für Pflegende, dass sie dem Patienten ein Gefühl des Angenommenseins, der Akzeptanz und des Respekts vermitteln, ihn in seiner Ganzheit fördern und unterstützen. Das Konzept der Basalen Stimulation kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten, damit sich der Patient als „mehr al s die Summe seiner Teile“ fühlt und therapeutisch, qualitativ hochwertig und professionell in seiner Wahrnehmung gefördert wird.
Zunächst soll ein Überblick über das Konzept der Basalen Stimulation angeführt werden, des Weiteren wird auf das therapeutische Team und die Arbeit mit Betroffenen näher eingegangen. Punkt vier soll Stimulationsangebote und Wahrnehmungsfähigkeiten erläutern und die Notwendigkeit Basaler Stimulation begründen. Im Punkt fünf werden Berührungskriterien und therapeutische Möglichkeite n Basaler Stimulation beschrieben und letztendlich sollen eigene praktische Erfahrungen mit dem Konzept in der stationären und ambulanten Pflege beschrieben, reflektiert und nach Möglichkeiten und Grenzen diskutiert werden.
2. Das Konzept der Basalen Stimulation
2.1 Begründer der Basalen Stimulation und Entstehungshintergrund
Als Begründer der Basalen Stimulation gilt der Sonderpädagoge und
heilpädagogische Psychologe Professor Doktor Andreas Fröhlich. Das Konzept der Basalen Stimulation entstand in den frühen 70er Jahren aus der Arbeit mit
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schwerstbehinderten Kindern und den damit verbundenen sonderpädagogischen Überlegungen Fröhlichs heraus. 2
Jedem Kind sollte eine möglichst intensive Förderung und Unterstützung zu Teil werden. Da die Kinder in ihrer Wahrnehmung stark eingeschränkt waren, machte man diesen einfachste sensorische Angebote, durch die es ihnen möglich wurde, ihren Körper zu entdecken. Alsbald nahmen diese Kinder s ogar erste Beziehungen zu ihrer sozialen Umwelt auf.
Mitte der 80er Jahre wurde das Konzept der Basalen Stimulation gemeinsam mit Christel Bienstein, Krankenschwester und Diplom-Pädagogin, in die Pflege von Erwachsenen transferiert und erzielte bis heute außerordentliche Erfolge schwerstbeeinträchtigten Menschen elementare Erfahrungen der Wahrnehmung zu ermöglichen, sie auf ihrem Lebensweg ein Stück zu begleiten und ihre Ressourcen zu nutzen und zu fördern.
2.2 Grundhaltung und Arbeitsweise Basaler Stimulation
Zunächst soll eine Herleitung des Entstehungshintergrundes der Begriffe „Basale“ und „Stimulation“ angeführt werden.
Das Wort „Basal“ bedeutet hier Basis der körperlichen Wahrnehmung. Primär ist hier die somatische Wahrnehmung, also die Haut- und Körperwahrnehmung. Weitere grundlegende Formen der Wahrnehmung sind die vestibuläre, also die Lage- und Bewegungsempfindung und die vibratorische Wahrnehmung, die Wahrnehmung kleinster Bewegungen.
„Stimulation“ meint ein eindeutiges Angebot mit einfachsten, für den Betroffenen verständlichen Mitteln.
Ziel des Konzepts der Basalen Stimulation ist die Förderung der Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation. Sie orientiert sich an der Befindlichkeit des Menschen.
Die Grundhaltung der Basalen Stimulation ist dadurch gekennzeichnet, dass die Würde des Menschen im Zentrum steht, der Andere akzeptiert wird in seiner
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Individualität und eine Vertrauensbasis mit der jeweiligen Person hergestellt werde kann.
Die Arbeitsweise ist charakterisiert durch ein strukturiertes Vorgehen, dem Aufbau einer Beziehungspflege, der Selbsterfahrung des kranken Menschen, der Begleitung und Förderung durch bekannte Angebote, der Reduzierung von negativer Stimulation und letztendlich durch die Vermittlung von Sicherheit.
3. Das therapeutische Team und die Arbeit mit Betroffenen
3.1 Das therapeutische Team
Für den Pflegealltag bedeutet Basale Stimulation mit einem anderen Menschen „in Beziehung treten“. Daraus resultiert ein sehr bewusstes bedürfnisorientiertes Arbeiten mit den Betroffe nen und deren Angehörigen im Sinne der aktivierenden, orientierungsgebenden Pflege, aber auch die enge Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Für die Zusammenarbeit dieses „therapeutischen Teams“ sind folgende Aspekte von Bedeutung:
Ø Die gemeinsame Orientierung an biographischen Gegebenheiten Betroffener (z.B. durch Erstellen einer „Biographischen Anamnese“, bei der Ressourcen, Vorlieben und Abneigungen bedacht werden) Ø Eine gemeinsame Zielsetzung für das therapeutische Arbeiten Ø Absprachen im gemeinsamen Handling und Erfahrungsaustausch Ø Tagesablaufgestaltung, evtl. mit Stundenplan für geplante Aktivitäten des Betroffenen Ø Eine pflegerische Bezugsperson Ø Die Integration von Angehörigen
Insbesondere soll das gemeinsame Tun jedoch davon bestimmt werden, was kranken Menschen gut tut und sie annehmen können. Negativeinwirkungen sollten also vermieden werden. Die Akzeptanz der Maßnahmenangebote ist bei allen Bewusstseinszuständen zu bedenken, auch bei Komatösen.
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3.2 Patientengruppen für Basale Stimulationsangebote
Zielgruppe Basaler Stimulation sind Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen z.B. Schlaganfall mit Plegie, Parese und Aphasie, Menschengruppen mit schwersten Behinderungen, verwirrte desorientierte, meist ältere Menschen, aber auch Bewusstlose, Komatöse, Beatmete, sterbende Menschen, unreife Neugeborene, Patienten mit Schmerzen, Atemstörungen, Angst- und Unruhezustände, Schlafstörungen etc.
3.3 Der Dialog mit Betroffenen
Nonverbale Mitteilungen sind wichtige Informationsquellen und als Dialogangebote Betroffener an das therapeutische Team zu verstehen. Dialogangebote sind oft kleinste Zeichen, die nur bei bewusstem Hinsehen und Beobachten wahrgenommen werden: z.B. Finger-, Handbewegungen, Mimik, Gestik, Schwitzen, Augenlidbewegungen, Geräusche, aber auc h vitale Funktionen wie Puls, Blutdruck, Temperatur etc.
Für alle Pflegemaßnahmen gilt, dass Betroffene das, was ich tue, annehmen und verstehen können. Die Eindeutigkeit der Pflege gilt für alle Stimulationsarten bzw. Pflegemaßnahmen im Alltag. Diese Aussage hat insbesondere bei Patienten, die nicht Sehen oder Hören können, verwirrt und komatös sind, einen hohen Anspruch für das pflegerische Handling und die Kommunikation.
4. Stimulationsangebote und Wahrnehmungsfähigkeiten
4.1 Grundsätzliche Überlegungen
Grundsätzliche Überlegungen vor der Anwendung von Reiz- bzw. Stimulationsangeboten sind zum Beispiel, was für den Betroffenen in der aktuellen Versorgungssituation wichtig ist, welche Vorlieben und Gewohnheiten er hat (siehe Biographische Anamnese), wie sehr seine Wahrnehmungsfähigkeit ausgeprägt ist, welche Form von Wahrnehmung für ihn besonders wichtig ist und
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Diplom-Pflegepädagogin (FH) Petra Conte, 2004, Basale Stimulation: Theorie und Anwendbarkeit - Ein Erfahrungsbericht, Munich, GRIN Publishing GmbH
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