- 1 -
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 3
Einleitung. 4
A. Motivationstheoretische Grundlagen, Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit
und Arbeitsleistung. 5
I. Begriffsklärungen. 5
1. Motivation. 5
2. Motiv und Einstellung. 6
II. Motivationstheorien 8
1. Bedürfnisorientierte Inhaltstheorien. 8
2. Kognitive Prozeßtheorien. 10
3. Zum praktischen Nutzen von Motivationstheorien 11
III. Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung. 13
1. Begriffsklärungen und Zusammenhänge. 13
2. Verschiedene Arbeitsmotive 15
a) Extrinsische Arbeitsmotive. 15
b) Intrinsische Arbeitsmotive 16
B. Die Personalentwicklung als wichtige Komponente betrieblicher
Personalwirtschaft 17
I. Begriff und Inhalt der Personalentwicklung 17
II. Ziele der Personalentwicklung. 18
1. Unternehmensziele 18
2. Mitarbeiterziele 19
3. Notwendigkeit der Kongruenz von Unternehmens- und
Mitarbeiterzielen 20
III. Hauptmaßnahmen der Personalentwicklung 21
1. Bildung. 21
a) Bereiche 21
b) Methoden. 22
ba) Training-on-the-job 22
2
- 2 -
bb) Training-off-the-job 23
2. Förderung. 24
a) Potentialorientierte Förderung. 24
b) Positionsorientierte Förderung. 25
3. Organisationsentwicklung. 27
C. Die Motivierung von Menschen im Unternehmen durch
Personalentwicklungsma ßnahmen 28
I. Möglichkeiten und Chancen der Personalentwicklung zur Motivierung
von Mitarbeitern 28
1. Job rotation, Job enlargement und Job enrichment. 28
2. Laufbahnplanung. 30
3. Teamentwicklung 31
II. Grenzen und Risiken der Personalentwicklung hinsichtlich der
Mitarbeitermotivierung 31
1. Bedarfssituation des Unternehmens 32
2. Entwicklungspotential der Mitarbeiter. 33
3. Individuelle Motivstruktur und Einstellungen der Mitarbeiter. 34
4. Frustration aufgrund von nicht-befriedigten Arbeitsmotiven 36
Schlu ßbetrachtung. 37
Literaturverzeichnis. 38
Versicherung. 42
3
- 3 -
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Motivationsprozeß.
Abb. 2: Motiv zwischen Sättigung und Mangelzustand.
Abb. 3: Motivpyramide nach Maslow
Abb. 4: Unterschiedlich bedingte gleiche Leistungshöhe
Abb. 5: Fach- und Führungslaufbahn.
Abb. 6: Personalportfolio
Aufgrund des immer schneller sich vollziehenden technischen, wirtschaftlichen und sozialen Wandels und den damit zusammenhängenden Änderungen von Tätigkeitsinhalten und Arbeitsplatzanforderungen ist der Personalentwicklung in den letzten Jahren eine erhebliche Bedeutung zugekommen. Die Qualifizierung und Entwicklung von Mitarbeitern soll einerseits eine möglichst optimale personelle Versorgung des Unternehmens garantieren, andererseits die persönlichen Wünsche der Mitarbeiter erfüllen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Personalentwicklung auch unter Motivationsaspekten zu betrachten. Die zugrundeliegende Arbeit soll unter Einbeziehung motivationspsychologischer und personalwirtschaftlicher Gesichtspunkte einen Einblick in den Zusammenhang von Personalentwicklung und Motivation im Unternehmen ver-schaffen. Da der Umfang dieser Arbeit begrenzt ist, wird in ihrem Verlauf auf weiter-gehende Literatur zur ausführlichen Detailbetrachtung verwiesen.
...5
- 5 - A.Motivationstheoretische Grundlagen, Arbeitsmoti-vation, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung
Das menschliche Verhalten kommt nicht durch Zufall zustande, so daß sich die Frage nach dem Warum des Verhaltens von Menschen stellt, die der Frage nach der Motivation gleichgestellt werden kann, wenn man das Verhalten als aktiv vom Menschen begründet versteht. 2) Um den Begriff der Motivation zu erklären, gibt es in der wissenschaftlichen Literatur der Psychologie und Betriebswirtschaftslehre unterschiedliche Ansätze. 3) So wird Motivation z. B. definiert als "Sammelbegriff für alle Vorgänge im geistig-seelischen Bereich und in der Triebstruktur, die das Erleben, Denken und Wollen antreiben, auf Ziele richten und das konkrete Verhalten bzw. Handeln dementsprechend steuern." 4) Anders formuliert entsteht Motivation dann, wenn latent vorhandene Motive durch situative Anreize aktiviert werden, so daß daraufhin ein zielgerichtetes Verhalten entsteht. 5) Darüber hinaus gibt es ein erweitertes Modell eines Motivationsprozesses, welches neben den Motiven und Anreizen zusätzliche Einflußfaktoren zur Entstehung von Verhalten voraussetzt. Zunächst muß der betroffene Mensch wissen oder annehmen, daß ein bestimmtes Verhalten grundsätzlich dazu geeignet ist, sein gewünschtes Ziel zu erreichen. Dieses Wissen basiert meistens auf bisherigen Erfahrungen und bildet somit die innere Einstellung einer Person.
2) vgl. Bisani, Fritz: Personalwesen und Personalführung: der state of the art der betrieblichen Personalarbeit, 4. Aufl., Wiesbaden 1995, S. 643; siehe auch Rosenstiel, Lutz von: Motivation im Betrieb in München-Augsburger Studienreihe für Psychologie im Betrieb, Bd. 1, München 1972, S. 20
3) vgl. dazu Neuberger, Oswald:Theorien der Arbeitszufriedenheit - Sozioökonomie 7, Stuttgart 1974, S. 11ff.; siehe auch Stroebe, Rainer W./Stroebe, Guntram H.: Motivation in: Arbeitshefte Führungspsychologie, Bd. 4, hrsg. v. Bienert, Werner/Crisand, Ekkehard, 6. Aufl., Heidelberg 1994, S. 29ff.; sowie Drumm, Hans Jürgen: Personalwirtschaftslehre, Berlin/Heidelberg 1989, S. 247ff.
4) zitiert nach Küppers, B.: Betriebliche Aus- und Weiterbildung, München 1981, S. 94 in: Becker, Manfred: Personalentwicklung: Die personalwirtschaftliche Herausforderung der Zukunft, 1. Aufl., Bad Homburg vor der Höhe 1993, S. 118
5) vgl. Rosenstiel, Lutz von: Grundlagen der Organisationspsychologie, 2. Aufl., Stuttgart 1987, S. 65 - 66 u. S. 185 -186
...6
- 6 -Schließlich wird das bestimmte Verhalten erst dann ausgelöst, wenn die betroffene Person die äußeren Gegebenheiten abgeschätzt hat und eine für sie subjektive Wahrscheinlichkeit besteht, daß dieses Verhalten erfolgreich sein wird. Die Durchführung ihres Verhaltens kann dann zum erwünschten Erfolg führen oder auch nicht. Jedenfalls wirkt das Ergebnis dieses Verhaltens zum einen auf ihr Wissen hinsichtlich zukünftiger Verhaltensweisen, zum anderen beeinflußt das Ergebnis die Entwicklung weiterer Motive 6) (vgl. Abb. 1).
Im vorangegangenen Abschnitt wurde das aktivierte Motiv als eine handlungsauslösende Kompenente im Motivationsprozeß zugrunde gelegt. Ein Motiv , gleichbedeutend mit einem Bedürfnis, Wunsch, Drang, Trieb etc., 8) entsteht aus einem inneren Mangelzu-stand heraus und wird den Menschen erst dann bewußt, wenn der Mangelzustand ein gewisses Maß an Intensität erreicht hat. Solange ein Motiv diese Intensitätsschwelle nicht erreicht, wird kein Handlungsbedarf ausgelöst; es handelt sich dann um ein la-tentes Motiv. 9) Ein solches Motiv kann durch äußere Anreize aktiviert werden und einen Motivationsprozeß unter bestimmten Umständen auslösen.
6) vgl. Bisani, Fritz: Personalwesen und Personalführung: der state of the art der betrieblichen Personalarbeit, 4. Aufl., Wiesbaden 1995, S. 643 - 644
7) Abbildung entnommen aus: ders., S. 644
8) vgl. Rosenstiel, Lutz von: Motivation im Betrieb in München-Augsburger Studienreihe für Psychologie im Betrieb, Bd. 1, München 1972, S. 21
9) ders., S. 23
...7
- 7 -Wenn nun das Bedürfnis durch das ausgelöste Verhalten befriedigt wird, tritt ein Sättigungszustand ein und das Motiv wird wieder unbewußt also latent (vgl. Abb. 2).
Sie sind aber unabhängig vom Intensitätsgrad als relativ langfristige Dispositionen, die entweder durch die Umwelt beeinflußt und spezialisiert werden oder ursprünglich an-geboren sind, im Menschen vorhanden. 11) Das Ergebnis eines motivierten Verhaltens wirkt, wie bereits erwähnt, auch auf die innere Einstellung, und zwar in der Weise, daß eine Bedürfnisbefriedigung eine positive Einstellung gegenüber dem ausgeführten Verhalten begründet, während eine Nicht-Befriedigung eines Motivs eine negative Einstel-lung gegenüber diesem Verhalten zur Folge hat. Einstellungen sind also nicht angebo-ren, sondern entwickeln sich aufgrund von Lernprozessen und bleiben hinsichtlich ihres Einflusses auf das menschliche Verhalten relativ stabil, solange sich die Einstellungen nicht aufgrund von veränderten Erfahrungen wieder ändern. 12)
10) Abbildung entnommen aus: Bisani, Fritz: Personalwesen und Personalführung: der state of the art der betrieblichen Personalarbeit, 4. Aufl., Wiesbaden 1995, S. 64
11) ders., S. 644 - 646; siehe auch Rosenstiel, Lutz von: Motivation im Betrieb in München-Augsburger Studienreihe für Psychologie im Betrieb, Bd. 1, München 1972, S. 30 - 32; sowie ders.,Grundlagen der Organisationspsychologie, 2. Aufl., Stuttgart 1987, S. 185
12) vgl. Rosenstiel, Lutz von: Motivation im Betrieb in München-Augsburger Studienreihe für Psychologie im Betrieb, Bd. 1, München 1972, S. 24
...8
In den folgenden Ausführungen sollen diverse relevante Motivationstheorien zur Erklärung menschlicher Bedürfnisstrukturen und Motivationsprozesse vorgestellt werden. Die bedürfnisorientierten Inhaltstheorien der Motivation sind stark geprägt von der humanistischen Psychologie, welche als Ziel menschlichen Verhaltens letztlich die individuelle Selbstverwirklichung ansieht und die menschliche Motivation somit immer als Wachstumsmotivation erklärt. 13) Diese Theorien beschäftigen sich also mit Art, Inhalt und Wirkung von menschlichen Motiven. 14) Der populärste Erklärungsansatz ist die Theorie der Bedürfnishierarchie von Abraham H. Maslow. 15) Dieser unterteilt zwei Arten von Motiven, Defizit- und Wachstumsmotive. Die Motive bauen hierarchisch aufeinander auf, wobei zuerst die fundamentalen (Defizit-) Motive befriedigt werden müssen bevor die Bedürfnisse der nächsthöheren Ebene aktiviert werden können. Folgende vier Kate-gorien von Defizitmotiven werden in aufeinander aufbauender Rangfolge klassifiziert:
Darüber hinaus gibt es eine fünfte Bedürfnisebene, die durch sogenannte Wachstumsmotive gekennzeichnet ist, wie z. B. Streben nach Kreativität, Individualität, Weisheit sowie Ausschöpfen der eigenen Möglichkeiten (vgl. Abb. 3). Diese Motive werden nach Maslow erst dann aktiviert, wenn alle Defizitmotive befriedigt sind.
13) vgl. Rosenstiel, Lutz von: Grundlagen der Organisationspsychologie, 2. Aufl., Stuttgart 1987, S. 186; sowie Wunderer, Rolf: Führung und Zusammenarbeit - Beiträge zu einer Führungslehre, Stuttgart 1993, S. 56
14) vgl. Drumm, Hans Jürgen: Personalwirtschaftslehre, Berlin/Heidelberg 1989, S. 255
15) vgl. Maslow, Abraham H.: Motivation und Persönlichkeit, Originaltitel: Motivation and personality, New York 1954, übersetzt v. Kruntorad, Paul, Hamburg 1984
...9
Arbeit zitieren:
Sascha Wingen, 1995, Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der Personalentwicklung zur Motivation von Mitarbeitern, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Bedeutung der Kompetenz am Beispiel der Personalentwicklung
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 31 Seiten
Weiterbildung für Personalentwickler (Developing the HRD-Manager)
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 24 Seiten
Mitarbeiterführung und Führungsstile am Beispiel der xxx GmbH
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 61 Seiten
Vertrauen oder Kontrolle: Die Bedeutung von Vertrauen zur Steuerung vo...
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 31 Seiten
Zukunftsqualifikationen fuer Mitarbeiter - Selbstmanagement als Schlue...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 80 Seiten
Widersprüchlichkeiten in der Rolle von Führungskräften - Dilemma oder ...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 13 Seiten
Immaterielle und materielle Motivationsinstrumente
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 28 Seiten
Bildungsmanagement: Qualifikationsprofil für Bildungsmanager
Pädagogik - Erwachsenenbildung
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Führungsverhalten und Führungsstil - eine kritische Analyse möglicher ...
Pflegemanagement / Sozialmanagement
Hausarbeit, 23 Seiten
Organisationskultur Theoretische Grundlagen und praktische Problemstel...
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Seminararbeit, 20 Seiten
Auslöser von Lernprozessen und organisationalem Lernen
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 20 Seiten
Aus- und Fortbildung als Teil der Personalentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 34 Seiten
Neo-Institutionalismus als Erklärungsansatz des Wandels von Organisati...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 21 Seiten
Das Flow-Erlebnis - Ein Überblick
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Kompetenzentwicklung vs. Qualifikation
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit (Hauptseminar), 41 Seiten
BWL - Personal und Organisation: Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der Personalentwicklung zur Motivation von Mitarbeitern ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sascha Wingen hat den Text Möglichkeiten, Grenzen und Risiken der Personalentwicklung zur Motivation von Mitarbeitern veröffentlicht
Sascha Wingen hat einen neuen Text hochgeladen
Von sozialer Ausgrenzung zu selbstbestimmter Teilhabe - Möglichkeiten ...
Winfried Baudisch, Ingrid Albrecht, Jens Stiller
Motivation klären - Ziele bestimmen
Trainingsprogramm für Arbeitsl...
Klaus Metzger-Beck, Ewald Titz
Intrinsic Motivation and Self-Determination in Human Behavior
Richard M. Ryan, Edward L. Deci
Motivating Yourself for Achievement (Neteffect Series)
Dayle M. Smith, Dayle M. PH. D. Smith, Arthur H. Bell
Nebraska Symposium on Motivation, 1998, Volume 46: Motivation and Chil...
David J. Hansen, Nebraska Symposium
0 Kommentare