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Die Rolle des Jazz in Antonio Munoz Molinas Roman "El invierno en Lisboa"

Title: Die Rolle des Jazz in Antonio Munoz Molinas Roman "El invierno en Lisboa"

Seminar Paper , 2001 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Pottmeyer (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle des Jazz in Antonio Munoz Molinas Roman „El invierno en Lisboa“. Ausgehend von Munoz Molinas eigener Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Jazz und Literatur in seinem Aufsatz „El jazz y la ficción“ soll die Rolle des Jazz in seinem Roman näher betrachtet werden. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk zunächst auf dem Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten und der sich wandelnden Einstellung zur Jazzmusik. In einem zweiten Schritt soll dann näher auf die Sekundärliteratur eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Antonio Munoz Molinas Aufsatz „El jazz y la ficción“

3. Darstellung der zwei wichtigsten Konnotationen des Jazz in „El invierno en Lisboa“

4. Chronologische Entwicklung der Jazzthematik in „El invierno en Lisboa“

5. Die Rolle des Jazz im Spiegel der Sekundärliteratur

6. Schlussbemerkung

7. Bibliographie

7.1. Primärliteratur

7.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Jazzmusik in Antonio Munoz Molinas Roman „El invierno en Lisboa“. Dabei wird analysiert, wie der Jazz als Motiv fungiert, um die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten zu spiegeln und das spezifische Zeitverständnis des Romans zu strukturieren.

  • Verhältnis von Jazz und Literatur in Munoz Molinas Theorie
  • Entwicklung der Einstellung des Protagonisten Biralbo zur Musik
  • Jazz als Ausdrucksmittel für Erinnerung und Identität
  • Wahrnehmung und Interpretation der Jazzthematik in der Sekundärliteratur

Auszug aus dem Buch

3. Darstellung der zwei wichtigsten Konnotationen des Jazz in „El invierno en Lisboa“

Hier argumentiert der Autor bewusst anders als Santiago Biralbo, obsessiver Jazzpianist und Molinas Hauptfigur im Roman „El invierno en Lisboa“. Dieser stellt bereits im ersten Kapitel des Romans fest, dass die Vergangenheit für einen Musiker nicht existiert und die Musik genau in dem Moment nicht mehr vorhanden ist, in dem der Musiker sein Spiel beendet. Anders als Munoz Molina grenzt er die Musik als Kunstform des „puro presente“ von der Literatur und der Malerei ab, die er als der Vergangenheit verpflichtet ansieht. Diese Meinung allerdings ist Resultat eines langen Prozesses der versuchten Loslösung des Protagonisten von seiner eigenen Vergangenheit. Zu Beginn des Romans findet der Leser Biralbo, der sich mittlerweile Giacomo Dolphin nennt, als abgeklärten, scheinbar gleichgültigen Menschen vor, der gelernt hat „al mismo tiempo a desdenar y a elegir y a tocar el piano con la soltura y la ironía de un negro“ (Inv., pp. 15-16).

Nach und nach offenbaren sich die Gründe für diese Entwicklung: in Rückblenden erfährt der Leser von Biralbos unglücklicher Liebe zu Lucrecia; einer Liebe, die von langen Wartezeiten und kurzen gemeinsamen Glücksmomenten geprägt ist und an deren Ende jeweils eine erneute Trennung steht. Diese Geschichte wird aus der Perspektive eines in die Handlung nur marginal involvierten, namenlosen Ich-Erzählers präsentiert, der ein guter Freund von Biralbo ist und mit ihm unter anderem die Leidenschaft zum Jazz teilt, wenn auch nicht als aktiver Musiker sondern lediglich als passionierter Zuhörer. Da sich dieser Erzähler oft darauf stützen muss, was er von anderen erfährt und seine Kenntnis der genauen Ereignisse dementsprechend nicht immer komplett ist, kann der Leser seinem Bericht nicht immer trauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Jazzmusik bei Munoz Molina ein und erläutert den methodischen Ansatz, die Beziehung der Protagonisten zur Musik zu untersuchen.

2. Antonio Munoz Molinas Aufsatz „El jazz y la ficción“: Das Kapitel erläutert das theoretische Verständnis des Autors über die Analogien zwischen jazzmusikalischem Rhythmus und literarischer Erzählweise.

3. Darstellung der zwei wichtigsten Konnotationen des Jazz in „El invierno en Lisboa“: Es wird analysiert, wie die Musik als Bindeglied in einer Liebesbeziehung fungiert und gleichzeitig als Mittel zur versuchten Loslösung von der Vergangenheit dient.

4. Chronologische Entwicklung der Jazzthematik in „El invierno en Lisboa“: Das Kapitel verfolgt den Wandel der musikalischen Wahrnehmung des Protagonisten Biralbo vom Beginn seiner Karriere bis hin zu seiner Identitätsfindung als Musiker in Lissabon.

5. Die Rolle des Jazz im Spiegel der Sekundärliteratur: Hier werden wissenschaftliche Interpretationen einbezogen, die den Roman im Kontext von Populärkultur, Film Noir und Postmoderne verorten.

6. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass der Jazz maßgeblich zur Strukturierung der Erzählung beiträgt und den Roman als Werk der modernen spanischen Literatur kennzeichnet.

7. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Antonio Munoz Molina, El invierno en Lisboa, Jazz, Literaturtheorie, Santiago Biralbo, Musikmotiv, Postmoderne, Zeitlichkeit, Identität, Sekundärliteratur, spanische Literatur, Jazzthematik, Erzählstruktur, Erinnerung, Film Noir.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die funktionale und symbolische Rolle der Jazzmusik im Roman „El invierno en Lisboa“ des spanischen Autors Antonio Munoz Molina.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Korrelation zwischen Jazz und Literatur, der psychologischen Entwicklung des Protagonisten Biralbo im Kontext seiner Musik sowie der Einordnung der Jazzthematik durch die Sekundärliteratur.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Munoz Molina Jazz als strukturbildendes Element nutzt, um die zeitliche Ebene der Erzählung und die Identitätssuche seiner Hauptfigur zu spiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman primärtextorientiert untersucht und durch den Vergleich mit theoretischen Aufsätzen des Autors sowie einschlägiger Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Verbindung von Jazz und Liebesbeziehung, die chronologische Entwicklung der Einstellung des Musikers Biralbo zur Zeitlichkeit und die intertextuellen Bezüge zur Massenkultur.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jazz, Identitätswechsel, Postmoderne, Zeitlichkeit, Erzählstruktur und literarische Musikrezeption charakterisieren.

Welche Rolle spielt der Protagonist Biralbo im Kontext der Musik?

Biralbo transformiert sich von einem Musiker, dessen Klavierspiel ein rein emotionales Bindeglied zu seiner Geliebten Lucrecia darstellt, hin zu einem Künstler, für den die Musik die einzige Rechtfertigung seiner Existenz und ein Mittel zur Flucht vor der Vergangenheit ist.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Sekundärliteratur auf die eigene Interpretation?

Die Sekundärliteratur dient als wichtige Ergänzung, um den Roman als typisches Beispiel für die spanische Postmoderne zu identifizieren und die komplexen Bezüge zur Massenkultur (Film Noir, Jazzgeschichte) präziser herauszuarbeiten.

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Details

Title
Die Rolle des Jazz in Antonio Munoz Molinas Roman "El invierno en Lisboa"
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,0
Author
Florian Pottmeyer (Author)
Publication Year
2001
Pages
12
Catalog Number
V32381
ISBN (eBook)
9783638331142
Language
German
Tags
Rolle Jazz Antonio Munoz Molinas Roman Lisboa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Pottmeyer (Author), 2001, Die Rolle des Jazz in Antonio Munoz Molinas Roman "El invierno en Lisboa", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32381
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