STATISTIK MIT SPSS - FALLSTUDIE „MITARBEITERBEFRAGUNG“
INHALTSVERZEICHNIS
GELEITWORT 3
FALLSTUDIE: HINTERGRUND UND AUFGABENSTELLUNG 4
AUFGABE 1 : DEFINITION VON VARIABLEN 7
Definitionserklärung der Variable MANN 7
AUFGABE 2 : LAGE- UND STREUUNGSPARAMETER KORRELATION 9
2.1 Differenzierung der Variablen ABTEILUN durch Filtern 9
2.2 Lage- und Streuungsparameter der einzelnen Abteilungen 10
2.2.1 Innendienst 10
2.2.2 Außendienst 11
2.2.3 Werk 12
2.3 Graphische Darstellung der Verteilung und Parameter 14
2.4 Korrelation 16
2.4.1. Zusammenhang Zufriedenheit und Einkommen 16
2.4.2 Zusammenhang Zufriedenheit und Abteilungszugehörigkeit 17
AUFGABE 3 : M ULTIPLE LINEARE REGRESSION 18
3.1 Die multiple lineare Regression, Modellformulierung 18
3.2 Schätzung der Regressionsfunktion 20
3.2.1 Schätzung des Einkommens 21
3.3 Prüfung der Regressionsfunktion 22
3.4 Prüfung der Regressionskoeffizienten 24
AUFGABE 4 : ARBEITEN MIT DUMMYS KREUZTABELLE 25
4.1 Erstellung der Dummyvariablen DZUFRIED 25
4.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Zufriedenheit 25
AUFGABE 5 : BINÄR LOGISTISCHE REGRESSION 27
5.1 Die binär logistische Regression Modellformulierung 27
5.2 Modellberechnung in SPSS 27
5.2.1 Datenausgabe und Interpretation 28
5.2.2 Beitrag der einzelnen Variablen 31
5.3 Schätzung der Wahrscheinlichkeit 32
5.3.1 Berechnung von Wahrscheinlichkeiten 33
AUFGABE 6 : FAKTORANALYSE 34
6.1 Die Faktorenanalyse 34
6.2 Technischer Ablauf in SPSS 35
6.3 Analyse des Ergebnisausdrucks 37
LITERATURVERZEICHNIS 41
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STATISTIK MIT SPSS - FALLSTUDIE „MITARBEITERBEFRAGUNG“
GELEITWORT
Diese Ausarbeitung enthält nicht den Datensatz der Fallstudie, sondern lediglich die Aufgabenstellung und die Bearbeitungsergebnisse, welche auf Basis des Datensatzes gewonnen wurden. Dennoch können mittels dieser Unterlagen folgende Aspekte vermittelt werden:
n erste und weiterführende Schritte in SPSS - hier werden Anleitungen aus der Fachliteratur quasi “übersetzt” und direkt umgesetzt ;
n dies erfolgt bezüglich gewisser Standardmethoden und -modelle - bspw. Regressions-, Korrelations- oder Faktoranalyse - wie sie in Statistikvorlesungen vorgestellt werden;
n Orientierung und Hilfestellung für ähnliche Statistik-Fallstudien und Seminar- oder Abschlussarbeiten wie sie in gängigen (Einführungs-)Kursen und Tutorien erstellt werden. Dies ist jedoch kein Grund, die vorliegenden Unterlagen im Copy-and-Paste-Verfahren zu verwenden! (Die Tutoren sind cleverer, als man glaubt.)
Die Aufgabenstellungen werden zu Beginn der Ausarbeitung angeführt. Jedes Aufgabenkapitel nimmt direkten Bezug auf die jeweilige Aufgabe, wobei stets die nötige Handhabung der SPSS-Software vorgestellt und entsprechend im Kontext der jeweiligen Aufgabe und der dahinter stehenden Statistiktheorie umgesetzt wird. Insofern ist der originäre Datensatz entbehrlich, da sich das nötige Statistikwissen und die Programmhandhabung auf beliebige ähnliche Fälle übertragen lassen.
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STATISTIK MIT SPSS - FALLSTUDIE „MITARBEITERBEFRAGUNG“
FALLSTUDIE: HINTERGRUND UND AUFGABENSTELLUNG
Kurs: „Statistik mit SPSS“, Abschlussarbeit, Sommersemester 2003 1
Die Personalabteilung der Firma Oelgemoeller Wurstwaren AG hat sich verzweifelt an Sie gewandt.
Sie sollen die bereits erhobene Mitarbeiterbefragung auswerten.
Für die 460 zufällig ausgewählten Mitarbeiter liegen [in dem SPSS-File] folgende Variablen vor: Zum einen wurden gängige soziodemografische Merkmale erhoben (Alter, Geschlecht, Einkommen).
Zusätzlich wurden firmenspezifische Angaben abgefragt (Abteilungsnummer, Anzahl der momentanen Überstunden und das Arbeitszeit modell). Die Zufriedenheit mit der Arbeit wurde auf einer 10er-Skala von 0 (sehr unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) erfasst und in der Variablen ZUFRIED abgespeichert.
Des Weiteren wurde nach der Wichtigkeit einiger Aspekte des Arbeitsverhältnisses gefragt (W_1 bis W_6). Auch diese Variablen sind auf einer 10er-Skala von 0 (sehr unwichtig) bis 10 (sehr wichtig) erhoben. Einen SPSS-Übersichtsausdruck mit den notwendigen Details finden Sie im Folgenden.
Bearbeiten Sie folgende Fragen für die Patriarchen und Firmeninhaber, die Gebrüder Leopold und Ferdinand Oelgelmoeller:
1.) Beschreiben Sie die SPSS-Definition der Variablen „MANN“. Warum wurden die vorliegenden Einstellungen gewählt?
2.) Sie sollen die Einkommens-, Alters- und Zufriedenheitsangaben 2 getrennt für die drei Abteilungen anhand von wenigen Parametern der empirischen Verteilung skizzieren. Berechnen Sie geeignete Lage- und Streuungsparameter. Stellen Sie diese für eine
Präsentation auch grafisch dar.
Überprüfen Sie, ob ein Zusammenhang zwischen folgenden Variablen auszumachen ist. Interpretieren Sie wenn möglich auch die Richtung des Zusammenhanges. Lassen sich diese Ergebnisse auf die Gesamtheit der Mitarbeiter übertragen?
a) Zufriedenheit und Einkommen und
b) Zufriedenheit und Zugehörigkeit zu einer Abteilung. 3.) Nachdem die Korrelationsanalyse einen Einfluss des Einkommens auf die Arbeitsplatzzufriedenheit zum Vorschein gebracht hat, sollen Sie untersuchen, von welchen
1 Die Aufgabenstellung wurde aus dem Kompaktseminar „Statistik mit SPSS“, geleitet von Dipl. Vw. D. Burgert und Dipl. Kfm. H. Stolze, im Sommersemester 2003 an der Universität Lüneburg, übernommen.
2 Variablen ALTER, EINKOMM und ZUFRIED.
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Faktoren die Entlohnung in dem Betrieb abhängt. Wählen Sie als erklärende Größen Alter, Geschlecht und Abteilung. Achten Sie vor der Analyse drauf, dass die Daten für den Auswertungsschritt geeignet sind. Interpretieren Sie Ihr Ergebnis. Welche Einwände haben Sie gegen das vorgeschlagene Modell?
4.) Erstellen Sie eine Dummyvariable DZUFRIED, die genau d ann den Wert „1“ annimmt, wenn ein Mitarbeiter auf der Zufriedenheitsskala („ZUFRIED“) mehr als 5 Punkte angegeben hat, sonst eine „0“. Untersuchen Sie, ob der Anteil der Zufriedenen bei Frauen wie Männern identisch ist oder ob geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen.
5.) In einem weiteren Schritt wollen Sie konkurrierende Variablen heranziehen, die erklären sollen, ob ein Befragter sich als zufrieden einordnet. Verwenden Sie dazu die Größen Alter, Geschlecht, Einkommen, Dienstwagenbesitz, Überstunden und Abteilung. Interpretieren Sie Ihr Ergebnis.
6.) Zuletzt möchten Sie überprüfen, ob sich die Angaben über die Wichtigkeit verschiedener Aspekte des Arbeitsverhältnisses (Variablen W_1 bis W_6) zusammenfassen lassen. Führen Sie hierfür eine Faktoranalyse durch, bei der Sie auch die Faktorwerte in einer neuen Variablen speichern. Bestimmen Sie die Anzahl der Faktoren nach dem Kaiser-Kriterium. Interpretieren Sie die gefundenen Faktoren im rotierten Faktorraum und die wichtigsten Parameter Ihres Ergebnisses.
List of variables on the working file
STATISTIK MIT SPSS - FALLSTUDIE „MITARBEITERBEFRAGUNG“
AUFGABE 1: DEFINITION VON VARIABLEN
Definitionserklärung der Variable MANN
In der Grafik (Abb. 1.1) wird die Variable MANN in der Datenmaske (Variablenansicht) dargestellt. Sie ist bereits definiert und benannt, da es sich um einen vollständig erstellten SPSS-Datensatz handelt.
Jeder Variable kann über die Spalte Name ein Name zugeordnet werden. SPSS bedingt es, dass der Name maximal 8 Zeichen aufweisen darf, das ist auch der Grund warum diese Spalte nicht z.B. als „Geschlecht“ tituliert werden kann und man versucht sinnvolle Abkürzungen zu finden. Werden die Variablen nicht spezifisch benannt, dann erstellt das Programm automatisch N amen. (var00001, var00002 ...) Ebenso ist es möglich, über die Spalten Typ, Spaltenformat und Dezimalstellen Variablen genauer zu definieren. Die Spalte Typ bestimmt die Art der Variablen. Bei unserem Beispiel handelt es sich um einen numerischen Typ, weil es sich um Zahlenwerte (0 und 1, bedingt durch die Wertelabeldefinition) handelt. Neben der Variablen MANN wären in unserem Beispiel unter anderem auch die Größen Nettoeinkommen oder Alter als numerisch einzustufen. Über Spaltenformat bestimmen sie die Anzahl der Zeichen, die später abgespeichert werden sollen. Im Beispiel sind es 8 Zeichen, die in der Dialogbox Variablentyp festgelegt wurden. Die Dezimalstellen sind mit „0“ definiert, denn Nachkommastellen sind bei einer Binärcodierung von 0 und 1 nicht von Nöten. Das Variablenlabel ist ein Etikett, mit dessen Hilfe man eine Variable näher beschreiben kann (bis zu 256 Zeichen sind möglich). Unser Variablenlabel ist Geschlecht, was keiner zusätzlichen Erläuterung bedarf. Wertelabels hingegen sind Etiketten, mit deren Hilfe man Merkmalsausprägungen unserer Variablen festlegen kann. Üblich ist es Ausprägungen durch einzelne Zahlen zu ersetzen Wir haben hier z.B. den Wert „0“ für das Etikett „Weiblich“, den Wert „1“ für das Etikett „Männlich“ vergeben. Die Spalte Fehlende Werte eröffnet die Option, benutzerdefinierte fehlende Werte zu benennen. Liegen z.B. bei einer Variablen keine Antwortvorgaben vor, so ist es dem Bearbeiter möglich, diese als fehlend zu deklarieren. Bei der Variablen MANN wurden keine fehlenden Werte entdeckt und somit auch nicht „programmiert“. Unausgefüllte Felder der Datenmatrix weist SPSS den „systemdefinierten fehlenden Werten“ zu. Das Feld Spalten bezieht sich auf die Breite, die dem jeweiligen Datenfeld bei der Anzeige der Daten im Dateneditor eingeräumt wird. In diesem Fall ist eine Breite von mindestens 4 nötig, um wenigstens den
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Spaltennamen „Mann“ erkennbar zu machen; für die reine Darstellung der Codes würde auch eine Breite von 1 genügen. Die Ausrichtung bestimmt die Lage der Daten im „Spreadsheet“ und ist im Beispiel mit „rechts“ definiert, was keiner Begründung bedarf. Zuletzt ist noch das Messniveau (metrisch, ordinal oder nominal) bestimmbar. Geschlecht bzw. MANN ist eine Dummyvariable, die zwei Kategorien beschreibt und ist somit eindeutig dem „nominalen“ Messniveau zuzuordnen.
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Florian Lüdeke, Alexander Wall, Martin Kruse, 2003, Statistik mit SPSS. Fallstudie: Mitarbeiterbefragung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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