Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Gewerkschaft 2
2.1 Entstehung der Gewerkschaften international 2
2.2 Entstehung der Gewerkschaften in Deutschland 3
2.3 Aufgabe der Gewerkschaft 3
2.4 Interessenlage bzw. Zielsetzung der
Gewerkschaften und ihrer Mitglieder 4
3. Einflussfaktoren auf die Gewerkschaft 5
4. Einflussfaktoren einer Gewerkschaftsmitgliedschaft 6
4.1 Ökonomische Einflussfaktoren 6
4.2 Soziologische Einflussfaktoren 7
4.3 Strukturelle bzw. institutionelle Einflussfaktoren 7
5. Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften in Deutschland 8
6. Ursachen der Mitgliederentwicklung 10
7. Fazit 10
Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
1 Vgl. Müller-Jentsch, W., Ittermann, P., „Industrielle Beziehungen“, Frankfurt; New York, 2000, S. 80
2 Vgl. Bleses, P., Vetterlein, A., „Gewerkschaften ohne Vollbeschäftigung“, 1. Auflage, Wiesbaden, 2002, S. 174 f.
1
2. Die Gewerkschaft
Gewerkschaften sind Interessenvertretungen von Arbeitnehmern, die sich zur Wahrung ihrer gemeinsamen Arbeitnehmerinteressen freiwillig und auf Dauer zusammengeschlossen haben. Der Zusammenschluss und das damit verbundene gemeinsame Auftreten der Arbeitnehmer, gleicht die wirtschaftliche Unterlegenheit des einzelnen gegenüber den Arbeitgebern aus. Als Arbeitnehmerinteressen sind hauptsächlich die Erreichung besserer Arbeitsbedingungen und damit verbunden die Verbesserung der individuellen wirtschaftlichen und sozialen Lagen des jeweiligen Mitglieds durch die Gewerkschaft zu nennen. Gewerkschaften sind Koalitionen im Sinn des Art. 9 Abs. 3 GG. 3
2.1 Entstehung der Gewerkschaften international
Die Entstehung der Gewerkschaften hatte ihren Anfang in der Zeit der beginnenden Industrialisierung Anfang des 19 Jh. in Großbritannien. Hier war erstmalig die kontinuierliche Entwicklung von Arbeiterverbänden zu erkennen. Die sogenannten „craft unions“ entstanden. Sie hatten allerdings nur wenig mit den heute bekannten Gewerkschaften gemeinsam, da es sich um handwerkliche Vereinigungen handelte. Diese waren nämlich vielmehr restriktive Handwerkskartelle („closed unions“), die in den damaligen Fabriken das „closed shop“-Prinzip durchsetzten. Es sagte aus das kein Arbeitgeber einen Arbeiter einstellen durfte, der nicht Mitglied der entsprechenden „craft union“ war. Somit kontrollierten die „unions“ die Produktion und die Verteilung der Arbeit. Dieser Charakter der Arbeitsorganisation änderte sich als die Kontrolle über die Produktion von den Fabrikherrn übernommen wurde. Der zünftisch- produktionsgenossenschaftliche Charakter ging verloren und es entstanden Vereinigungen von Arbeitnehmern bestimmter „trades“. Im Jahre 1825 erlangten die sogenannten „trade unions“ die gesetzliche Annerkennung. Diese „trade unions“ waren weltweit die ersten Gewerkschaften 4
3 Vgl. Lexikon-Institut der Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, „Das neue Taschen Lexikon Band 5 G“, Gütersloh, 1992, S. 124
4 Vgl. Mikl-Horke, G., „Industrie- und Arbeitssoziologie“, 5. Auflage, München; Wien, 2000, S.48
2
2.2 Entstehung der Gewerkschaften in Deutschland
Die Entstehung der Gewerkschaften in Deutschland ist ähnlich wie seinerzeit in Großbritannien auch eng im Zusammenhang mit der Verschärfung der sozialen Konflikte in der Industrialisierungsphase Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen. In den aufstrebenden Großstädten Deutschlands entstanden nach dem Druckerverband (1849) Berufsverbände der Zigarren-, Textil- und Metallarbeiter, der Bergleute, Schneider, Bäcker, Schuhmacher und der Holz- und Bauarbeiter. Während dieser ersten Gründungsphase war der handwerkliche Einfluss noch prägend. Die Arbeiterbewegung der 1860er Jahre brachte dann die ersten deutschen Gewerkschaften (Arbeitervereine) hervor. 5
2.3 Aufgabe der Gewerkschaft
Die Aufgabe der Gewerkschaft in der heutigen Zeit sind sehr vielfältig. Sie übernehmen zum einen die traditionelle Aufgabe des kollektiven Handelns. Das kollektive Handeln ermöglicht die erleichterte Durchsetzung bestimmter Ziele. Dies kann zur Erzeugung eines „kollektiven Gutes“ führen, dass dann allen Mitgliedern der Gemeinschaft zu Gute kommt (z.B. durch höhere Löhne). Des Weiteren machen die Gewerkschaften aber auch die Interessen ihrer Mitglieder auf politischer Ebene geltend. Dies ist möglich durch den immer noch relativ hohen Organisationsgrad bzw. der absoluten Zahl an Mitgliedern. 6
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erklärt folgende Punkte zu seinen Aufgaben:
• Der DGB ist die Stimme der Gewerkschaften gegenüber den politischen
Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden. Er koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten. Als Dachverband schließt er keine Tarifverträge ab.
• Er arbeitet auf internationaler Ebene im Europäischen Gewerkschaftsbund
(EGB) und im Internationalen Bund Freier Gewerkschaften (IBFG) mit und vertritt die deutsche Gewerkschaftsbewegung bei internationalen Institutionen wie der EU und der UNO.
5 Vgl. o.V., „Die frühen Jahre (1849 - 1944)“, Erstellungsdatum nicht bekannt, in: http://www.dgb.de/dgb/geschichte/bewegtez/DiefrJahre/die_fruehen_jahre.htm, 08.10.2004
6 Vgl. Müller-Jentsch, W., „Konfliktpartnerschaft“, 3. Auflage, München; Mering, 1999, S. 57 ff.
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Arbeit zitieren:
Diplom Betriebswirt André Henrichfreise, 2004, Ursachen und Folgen der rückläufigen Mitgliederentwicklung in den deutschen Gewerkschaften - empirische Daten und theoretische Erklärungen, München, GRIN Verlag GmbH
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