Seminararbeit Unternehmenslogistik Christian May / Fachhochschule Merseburg
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. II
Abbildungsverzeichnis III
1 Vorwort 1
2 Die Entwicklung der Logistik. 2
2.1 Entwicklungsstufen der Logistik 3
2.2 Entwicklungsstand der Logistik 4
3 Der neue Trend eBusiness 4
3.1 Begriffsabgrenzung eBusiness, eCommerce und eLogistik 5
3.1.1 Bedeutung für die Logistik 5
3.1.2 Ausprägungen von eCommerce. 6
3.1.3 Business-to-Business (B2B) 7
3.1.4 Business-to-Consumer (B2)C 8
4 Chancen der Logistik im eCommerce 9
4.1 eProcurement 10
4.1.1 C-Artikelmanagement 11
4.1.2 Die Frankfurter Flughafen AG als Netzpionier 13
4.1.3 Portale und Logistikmarktplätze 14
4.2 eDistribution 16
4.2.1 eFulfillment 16
4.2.2 Telematiksysteme und Möglichkeiten der Sendungsverfolgung. 17
4.2.3 e-basierte Distributionskonzepte 19
5 Risiken und Probleme der Logistik im eCommerce 21
5.1 Mangelhaftes eFulfillment 21
5.2 Letzte-Meile-Zustellung 22
5.2.1 Großbriefkästen 22
5.2.2 Pick-Up-Points. 23
5.2.3 Tower 24 23
5.3 Risiken durch eProcurement 25
5.4 Nichtnutzung von Frachtbörsen. 26
5.5 Makrologistische Aspekte des eCommerce 27
5.6 Rechtliche Risiken. 27
6 Fazit 29
Literaturverzeichnis 31
Eidesstattliche Erklärung 33
I
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Abkür zungsverzeichnis
€ Euro B2B Business-to-Business B2C Business-to-Consumer bzw. beziehungsweise ca. cirka d.h. das heißt DL Dienstleistungen DM Deutsche Mark eBusiness Electronic Business eCommerce Electronic Commerce ECR Efficient Consumer Response eDistribution Electronic Distribution eFulfillment Electronic Fulfillment eLogistik Electronic Logistik eMail Electronic Mail eProcurement Electronic Procurement eSCM Electronic Supply Chain Management eSelling Electronic Selling f. folgende ff. fortfolgende GPS Global Positioning System H. Heft IT Informationstechnologie S. Seite SCM Supply Chain Management SMS Short Message Service USD US Dollar vgl. vergleiche VMI Vendor Managed Inventory z.B. zum Beispiel
II
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Entwicklungsstufen der Logistik
Abbildung 2 Ausprägungen des eCommerce
Abbildung 3 ABC-Analyse
Abbildung 4 Aktuelle Unternehmensmeldung im Internet-Portal mylogistics.net
Abbildung 5 Vorteile für die Teilnehmer von elektronische Marktplätzen
Abbildung 6 Tower
Abbildung 7 Akzeptanz von B2C-Lagerkonzepten
III
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1 Vorwort
Unsere Zeit ist geprägt von schnellen technologischen Entwicklungen. Zu den größten Errungenschaften auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie in den letzten Jahren zählt zweifellos das Internet. Seine Nutzung macht es möglich, räumliche und zeitliche Grenzen zu überwinden. Das Internet trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass sich unsere Gesellschaft wandelt.
Der elektronische Handel (eCommerce) ist eine der neuen Möglichkeiten, die dieses Medium hervor gebracht hat. Der Begriff eCommerce hat in den vergangenen Jahren eine emotionale Diskussion in Wissenschaft und Praxis ausgelöst. eCommerce wurde gleichgesetzt mit einer technischen Revolution, die Marktgesetzte völlig neu definiert. 1 Bisher übliche Unternehmensprozesse (z.B. Beschaffung und Distribution) werden technologisch unterstützt und führen so zu neuen Marktkonstellationen. eCommerce schafft Möglichkeiten, Märkte transparenter zu machen, Transaktionskosten z u senken, den Informationsfluss in der Wertschöpfungskette zu beschleunigen und vor allem Kundenwünsche individueller zu bedienen. Das Internet hat die Art und Weise, wie Unternehmen Kunden informieren, gewinnen und dauerhaft binden können, radikal verändert. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung kauft jeder zweite Erwachsene in Deutschland Produkte via Internet ein. 2 Doch wie gelangen die bestellten Produkte zu dem Kunden?
Der entscheidende Erfolgsfaktor für eCommerce-Unternehmen ist die Logistik. Ohne den effizienten, physischen Transport der online-bestellten Waren landet die virtuelle Welt der Internet-Shops auf dem Boden der reellen Tatsachen. eCommerce hat einen gravierenden Einfluss auf die Veränderungen der traditionellen logistischen Abläufen. 3 Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des eCommerce auf die Logistik. Dabei werden vor allem die Chancen und Risiken logistischer Prozesse dargestellt. Praktische Beispiele sollen die Bedeutung des eCommerce für die Logistik unterstreic hen. Zum Einstieg in dieses Thema wird zunächst auf die Entwicklung der Logistik und ihren heutigen Stand eingegangen. Danach werden die Begriffe eBusiness, eCommerce und eLogistik abgegrenzt, um im weiteren ein Grundverständnis für diese Thematik zu haben. Im Hauptteil werden zunächst die Chancen der Logistik im eCommerce anhand der Schwerpunkte eProcurement und eDistribution dargestellt. Anschließend werden einige Risiken erläutert, die sich aus den
1 Vgl. Weber (2002), S. 5
2 Vgl. Wannenwetsch/Nicolai (2002), Vorwort
3 Vgl. Baumgarten (2001), S. 228
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Anwendungen im eCommerce ergeben. Gleichzeitig werden ne ue Ansätze zur Lösung der Probleme in der „Letzte-Meile-Zustellung“ vorgestellt.
2 Die Entwicklung der Logistik
Die Logistik als eigenständige Funktion im Unternehmen tauchte erstmals in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts auf. Die geänderten Marktanforderungen, speziell der Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und die damit verbundenen neuen Anforderungen für Unternehmen machten das Entstehen der Logistik als neuartige Spezialisierung notwendig. 4 Ein grundlegendes Merkmal der Logistik ist die kontinuierliche Neuorientierung. In den vergangenen 3 Jahrzehnten vollzog sie eine Entwicklung von einer anfangs stark auf die physischen Abläufe fokussierten Funktion zu einem heutigen ganzheitlichen, prozess- und kundenorientierten Managementkonzept. 5 Es lassen s ich vier Entwicklungsstufen (vgl. Abbildung 1) unterscheiden, denen eine gemeinsame Grundfunktion der Logistik zu Grunde liegt: die Gewährleistung der Versorgungssicherheit bzw. der Verfügbarkeit der vom Unternehmen benötigten Ressourcen. 6
4 Vgl. Weber (2002), S. 23
5 Vgl. Baumgarten (2001), S. 9
6 Vgl. Weber (2002), S. 23
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2.1 Entwicklungsstufen der Logistik
In der klassischen Logistik ging es vor allem um die Sicherstellung von Materialien und Waren innerhalb des Produktionsprozesses. Grundsätzlich umfasste dies die drei Prozesstypen
Transport, Umschlag und Lagerung.
Abbildung 1: Entwicklungsstufen der Logistik 7
Das Entwicklungsniveau hinsichtlich Materialfluss- und Informationstechnik war noch gering. 8 Der Fokus wendete sich dann in der zweiten Stufe auf die Koordination der Bereiche Beschaffung, Produktion und Vertrieb. 9 Eine erstmalige integrierte Betrachtung von früher getrennt voneinander geplanten und gesteuerten Funktionen stand nun im Mittelpunkt. Diese flussorientierte Betrachtungsweise, bei der es um die Gestaltung und Optimierung von Prozessen ging, setzte sich in der nächsten Entwicklungsstufe fort. Die Hauptprozesse wurden bei der Planung und Koordination von Güter-, Material- und Informationsströmen um die Bereiche Entwicklung und Entsorgung ergänzt. Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien führte zu einer bereichübergreifende Optimierung über die gesamte Prozesskette. 10 Der Blick geht in der vierten Entwicklungsstufe der Logistik über die Unternehmens-
7 InAnlehnung an Baumgarten (2001), S. 10 und Weber (2002), S. 24 (eigene Erstellung)
8 Vgl. Baumgarten (2001), S. 11
9 Vgl. Weber (2002), S. 23
10 Vgl. Baumgarten (2001), S. 11
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grenzen hinaus. Die miteinander in Beziehung stehenden Unternehmen werden als Glieder einer Wertschöpfungskette angesehen. Auf Grund der gewachsenen Bedeutung von Effizienz und Effektivität der Unternehmen hat Logistik die Aufgabe der ganzheitlichen Integration entlang dieser Wertschöpfungskette. 11 Dieses Konzept der ganzheitlichen Betrachtung von solchen wertschöpfenden Lieferketten wird auch als Supply Chain Management (SCM) bezeichnet. Aus Sicht des Unternehmens wird das Ziel angestrebt, mit bestimmten Geschäftspartnern eine langfristige, partnerschaftliche Beziehung einzugehen, um durch Nutzung und Verbesserung gemeinsamer Fähigkeiten die Wettbewerbsposition entlang der gesamten Logistikkette zu steigern. 12
2.2 Entwicklungsstand der Logistik
Bei einer Betrachtung des Entwicklungsstandes deutscher Produzenten ist ein recht hohes Entwicklungspotential festzustellen. Zwar befinden sich etwa 80 Prozent der Unternehmen immer noch in den ersten beiden Entwicklungsstufen, dennoch haben nahezu 60 Prozent die Absicht die vierte Entwicklungsstufe der Logistik zu erreichen. Diese Entwicklungsstufe stellt eine neue Anforderung an die Unternehmen, indem sich die Bedeutung der zu erfüllenden logistischen Aufgaben verschiebt. Sind früher vor allem warenlogistische Aufgaben zu bewältigen gewesen, liegt jetzt der Fokus auf informationslogistischen Aufgaben, wie Disposition und Beratung. Besonders die neuen Informationstechnologien haben dazu geführt, dass jetzt die Leistungsfähigkeit der physischen Logistik durch die Leistungsfähigkeit der Informationslogistik stark beeinflusst wird. 13 Geschäftsprozesse werden zunehmend ins Internet verlagert, um sie effizienter gestalten und kostenreduzierend abwickeln zu können. Die noch jungen Begriffe eBusiness und eCommerce und die damit verbundenen neuen technologischen Möglichkeiten eröffnen vor allem der Logistikbranche große Chancen, ihre Marktanteile zu erhöhen.
3 Der neue Trend eBusiness
Das Internet hat die traditionellen Informations- und Kommunikationsformen in den neunziger Jahren revolutioniert. Neue Möglichkeiten in der Kommunikation zwischen Unternehmen, Unternehmensteilen sowie der Einbindung von Lieferanten und Kunden bietet
11 Vgl. Weber (2002), S. 26
12 Vgl. Wannenwetsch/Nicolai (2002), S. 4 f.
13 Vgl. Weber (2002), S. 27 f.
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Arbeit zitieren:
Christian May, 2004, Chancen und Risiken für die Logistik im Zusammenhang mit dem eCommerce, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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