1. Inhaltsverzeichnis
Teil Inhalt
1. Inhaltsverzeichnis 2. Einleitung 3. Theoretische Grundlagen
3.1. Der Begriff der Mediation und die Geschichte 3.2. Bereiche der Mediation
3.3. Die Mediation im Unterschied zur Schlichtung und zum Rechtsstreit
3.4. Die Bedeutung der Psychologie und der Kompetenzen des Mediators im Streitfall 4. Die praktische Umsetzung 4.1. Voraussetzungen einer Mediation 4.2. Mediationsregeln 4.3. Ablauf einer Mediation 4.4. Mediation - Kosten und Dauer 5. Mediation als Beratung - Abschlussbemerkung 6. Quellenverzeichnis
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2. Einleitung
Im täglichen Leben werden wohl alle Menschen jeden Tag mit Konflikten konfrontiert. Damit viele dieser Auseinandersetzungen und Kontroversen nicht eskalieren, ist es teilweise nötig, zu schlichten und zwischen den Streitparteien zu vermitteln.
In einem Konfliktfall gibt es insgesamt acht Handlungsalternativen ( nach Leo Montada / Elisabeth Kals: Mediation, Weinheim 2001). A. Eine einseitiges Ergebnis, das nicht nur zu Lasten einer Partei geht, sondern auch das Verhältnis der Parteien zueinander nachhaltig negativ beeinflußt 1. Das einseitige Nachgeben 2. Das einseitige Durchsetzen der eigenen Meinung B. Die gemeinsame Entscheidung, die sich mehr an den Interessen aller orientiert 3. Eine Verhandlung 4. Die Mediation 5. Eine Entscheidung vor Gericht (der Rechtsweg) 6. Eine Entscheidung durch eine Schiedsstelle 7. Eine Schlichtung 8. Eine autokratische Entscheidung, die nur dann möglich ist, wenn der
Besonderes Augenmerk werden wir in unserer Arbeit auf den Punkt 4. legen, interessant ist allerdings auch der Vergleich der Me diation mit dem in Deutschland sehr verbreiteten Einschlagen des Rechtsweges.
3.1. Der Begriff der Mediation und die Geschichte
Der Begriff Mediation entstammt ursprünglich dem lateinischen Wort mediare, was vermitteln bedeutet.
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Anfang der Siebziger Jahre wurde der Begriff in den USA als Terminus eingeführt. Wie das Wort Mediation bereits sagt, gilt es in diesem Berufsfeld bei Konflikten durch unparteiische Dritte, die von allen Beteiligten akzeptiert werden, eine nachhaltige Lösung ohne Verlierer herbeizuführen. In den Sechziger Jahren wurde die Mediation als Beruf entwickelt und Methoden ausgebildet.
Bis die Mediation in Europa anerkannt und publik wurde, vergingen allerdings noch einige Jahre.
Dabei ist die Mediation kein neuzeitliches Phänomen, sondern in vielen Kulturen bereits seit langer Zeit bekannt, so wurde Mediation bereits bei den alten Hebräern, Japanern und Chinesen praktiziert.
Auch in Europa ist die Vermittlung und Schlichtung bei Konflikten seit langem ein Teil der Streitkultur. So waren beispielsweise Verhandlungen mit dem Ziel des Schadensausgleiches bereits im Mittelalter verbreitet, und der Beruf des Maklers als Vermittler in wirtschaftlichen und handelsspezifischen Streitigkeiten wurde bereits 1754 im italienischen Zivilgesetzbuch, dem Codice Civile, festgehalten. In Frankreich wurde schon im Jahre 1790, wenn auch nur für kurze Zeit, ein System der Familienschlichtung eingeführt, das nicht auf gerichtlichen Urteilen basierte. In der Politik hat die Schlichtung eine ebenfalls lang zurückreichende Tradition: Der westfälische Friede, der 1648 das Ende des 30jährigen Krieges einleitete, wurde im wesentlichen durch den Einsatz von Vermittlern erzielt. In der internationalen Politik ist die Mediation hingegen erst seit kurzem anerkannt. Zwar wurde der Begriff im Zusammenhang mit internationalen Konflikten bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts genannt, die Realisierung dauerte jedoch, nicht zuletzt aufgrund der internationalen Entwicklung mit zwei Weltkriegen und der Verhärtung der Fronten zwischen Ost und West, noch bis 1975. Erst dann rückte die Mediation, auch durch das Erstarken in den USA, bezüglich internationaler Konflikte als Alternative zu den traditionellen Methoden, die einer Streiteskalation nicht immer aus dem Wege gingen, ins Blickfeld. Im Gegensatz zu früher kommt es bei der modernen Mediation zur konsequenten Anwendung von Techniken und Methoden; der Mediator kümmert sich dabei
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Arbeit zitieren:
Johan Fröhberg, 2002, Mediation - Grundlagen der Alternative zum Rechtsstreit, München, GRIN Verlag GmbH
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