Name: Thomas Seifert
Universität: Universität Leipzig
Institut: Institut für Afrikanistik
Vorlesung: „Die Sprachen Afrikas I“
Fachsemester: 1. FS
Studienfächer: HF: Theaterwissenschaft NF: Afrikanistik NF: Philosophie
Abgabetermin: 20.02.2004
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Zum Geleit
In meinem Resümee zur Einführungsvorlesung „Die Sprachen Afrikas I” versuche ich in meiner Einleitung, sowie im ersten Teil anhand von Aufzeichnungen und Materialien, die Afrikalinguistik zu deuten und insbesondere ihre Bedeutung herauszuarbeiten. Im zweiten Teil konzentriere ich mich auf die Historie der Afrikalinguistik in Deutschland, aber auch der Geschichte explizit in Leipzig. Die Reflexion der Geschichte wird mir dabei Aufschluss über meinen Stand als Student der Afrikanist geben, beziehungsweise werde ich erahnen können, auf welchen Fundamenten oder auch Fassaden die Afrikalinguistik „fußt“. Gerade die Auseinandersetzung mit dem Studienstandort Leipzig erscheint mir als äußerst wichtiger Bestandteil. Nicht nur, dass mir als eingeschriebenen Studenten eine Verpflichtung erwächst, wissen zu wollen, wohin man gehört, in welcher Tradition man steht, sondern auch schlicht und einfach die Tatsache, sich auszukennen und nicht blind viereinhalb Jahre lang durch das Institut zu wandeln, machen es notwendig, zuerst sich mit den Prämissen zu beschäftigen und dann später über kontroverse Themen zu reflektieren. Kurzgefasst: ich versuche eine Bestandsaufnahme zur Afrikalinguistik und suche eine Art persönliche Standortbestimmung zu wagen.
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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einleitung:
„Ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?“ 5
2. Resümee zur Vorlesung „Sprachen in Afrika I“ 9
2.1. Die Afrikalinguistik 9
2.1.1. Die Afrikalinguistik als sprachwissenschaftliche Disziplin 10
2.1.2. Die Afrikalinguistik als umfassende Regionalwissenschaft 10
2.1.3. „Afrikanische“ Sprachen 10
2.1.4. Sprachtod und wie man ihn einschränken könnte 13
3. „Betracht ungen zur Anfangsgeschichte der Afrikalinguistik in
Deutschland unter Einbezug der Entwicklungen an der Universität
Leipzig“ 13
3.1. Die deutsche Afrikalinguistik 13
3.2. Die Entwicklung der Afrikalinguistik an der Universität Le ipzig 15
4. Tabellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis 18
5. Quellenangabe 19
4
1. Einleitung
„Ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?“ Um diese Frage beantworten zu können, ist es sinnvoll sich kurz mit der Definition und Bedeutung von Sprache auseinander zu setzen. „Als Sprachen werden die Kommunikationsformen des Menschen bezeichnet.“ 1 Die Bedeut ung der Sprache in diesem Zusammenhang liegt klar auf der Hand, Sprache ermöglicht Kommunikation, ohne Sprache wären die Menschen nur zu einer eingeschränkten Kommunikation in der Lage. Die Entwicklung der menschlichen Sprache ermöglichte die kulturelle Evolution des Menschen, die Hominisation. Auch die Entwicklung des menschlichen Be wusstseins steht vermutlich in engem Zusammenhang mit der Entstehung der Sprache. Der jetzige Entwicklungsstand der Menschheit wäre niemals erreicht worden, ohne Sprache, ohne eine derartig komplexe Kommunikation. Allerdings ist es wichtig, Sprache nicht a usschließlich als eine akustische Verständigung wahr zu nehmen, sondern es gilt noch zu unterscheiden: es gibt Laut-, Schrift- und Körpersprache sowie, für Gehörlose, die Gebärdensprache. Die Sprachwissenschaft (Linguistik) hat zum Gegenstand ihrer Forschung die Untersuchung der menschlichen Sprachen. Die Zuordnung von Sprachfamilien ermöglicht es „nicht nur Schlüsse auf die Geschichte der Sprachen selbst, sondern auch auf die Geschichte der Menschheit im allgemeinen“ 2 zu ziehen. Von den weltweit zwischen 6000 und 7000 gesprochenen Sprachen sind „mehr als die Hälfte vom Aussterben in den nächsten 100 Jahren bedroht, da sie kaum noch oder gar nicht mehr an Kinder weitergegeben werden. Von einigen wenigen Sprachen gibt es nur noch eine kleine Gruppe oft alter Muttersprachler.“ 3
Um die Bedeutung der Sprache zu deuten, reicht ein kurzer Exkurs in die Nützlichkeit der Sprache. Sprache ist ein Gebrauchsgut und stellt die Grundlage zwischenmenschlicher Informations- und Kommunikationssysteme dar. „ Informationen werden am häufigsten sprachlich übermittelt,“ 4 wohingegen Bilder, Grafiken am wichtigsten als Illustration, als ergänzendes Mittel zur Informationspräsentation sind. Wissen wird durch Sprache übermittelt: durch mündliche Vorträge, durch schriftliche Beiträge in Zeitschriften, Monografien, Sammelbänden oder Websites. Auch das meiste in Datenbanken gespeicherte Wissen ist sprachlich kodiert. Gerade die heute so unabkömmlich erscheinende Computertechnik, macht sich Sprache zu eigen. „Im Mittelpunkt des WWW steht die Sprache, alles andere ist nur Garnierung. Keine Benutzungsschnittstelle kommt
1 Ohne Autor, „Definition von Sprache“, unter: http://www.net-lexikon.de/Sprache.html
2 Ebd.
3 Ebd.
4 Ohne Autor, „Die Bedeutung der Sprache“, unter: http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign/ index.php#Beginn
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Quote paper:
Thomas Seifert, 2004, Resümee zur Vorlesung 'Die Sprachen Afrikas I' - Betrachtungen zur Anfangsgeschichte der Afrikalinguistik in Deutschland unter Einbezug der Entwicklungen an der Universität Leipzig., Munich, GRIN Publishing GmbH
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