Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Kennzahlen und Kennzahlensysteme 1
3 Balanced Scorecard als ein Kennzahlensystem 3
3.1 Definition und Abgrenzung 3
3.2 Grundlegende Idee und Zielsetzung 5
3.3 Perspektiven der Balanced Scorecard 7
3.3.1 Finanzwirtschaftliche Perspektive 7
3.3.2 Kundenperspektive 8
3.3.3 Interne Prozessperspektive 9
3.3.4 Lern und Entwicklungsperspektive 10
4 Balanced Scorecard in der Praxis 11
5 Ausblick 12
Literaturverzeichnis IV
II
-
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Von der Vision zu konkreten Aktivitäten...............................................6
III
- -
Abkürzungsverzeichnis
EDV elektronische Datenverarbeitung
etc. et cetera
FH Fachhochschule
KPMG Klynveld, Peat, Marwick und Goerdeler
sog. sogenannte
TQM Total Quality Management
u. a. unter anderem
usw. und so weiter
v. a. vor allem
z. B. zum Beispiel
- 1 -
1 Einleitung
Man stelle sich einmal vor, die Autos der Zukunft würden aus Sicherheitsgründen mit hochentwickelten Computern ausgestattet, die dem Fahrer jederzeit multimedial sämtliche Informationen über sein Fahrzeug und die aktuelle Verkehrssituation zur Verfügung stellen. Über Displays und/oder die Lautsprecheranlage würden dem Fah- rer sämtliche Fahrzeug- und Verkehrsdaten (vom Reifendruck über die Geschwin- digkeit bis hin zu Informationen zum nächsten Stau) präsentiert. Was wäre die Fol- ge? Sehr wahrscheinlich eine Informations überflutung des Fahrers, die eher zu Un- fällen führt, anstatt sie zu vermeiden.
Dieses Beispiel verdeutlicht, in welcher Situation sich Führungskräfte heutzutage befinden. Angesichts der modernen EDV-Systeme, der komplexen Analysetools und der immer größer werdenden Datenbanken steht Ihnen eine Vielzahl von Daten zur Verfügung. Dies ist auf der einen Seite positiv, da beispielsweise genauere Auswer- tungen getätigt werden können, kann aber, wie das Autofa hrerbeispiel zeigt, auch zu Unübersichtlichkeiten und damit zu Fehlentscheidungen führen. Um diese Problema- tik zu entschärfen, bedienen sich Unternehmen heutzutage Kennzahlen. Sie sollen die für den Erfolg des Unternehmens wesentlichen Zahlen aufzeigen 1 , um damit eine bessere Steuerung zu ermöglichen. Dabei lag der Schwerpunkt in der Vergangenheit vor allem auf dem Arbeiten mit finanziellen Kennzahlen. Doch die Praxis hat ge- zeigt, dass die Aussagekraft dieser Zahlen aufgrund ihrer starken Vergangenheitsori- entierung heute nicht mehr ausreicht, um langfristige Wettbewerbsvorteile am Markt zu erzielen 2 . Die von Kaplan und Norton entwickelte Balanced Scorecard greift diese Problematik auf. Sie lenkt den Blick auf weitere Kennzahlen. Doch ihr Ansatz geht darüb er hinaus. In folgender Arbeit soll die Balanced Scorecard vorgestellt, ihre ne u- en Aspekte im Gegensatz zu anderen Kennzahlensystemen verdeutlicht und ihr Ein- satz in der Praxis beispielhaft dargestellt werden.
2 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
Die wachsende Informationsflut in den Unternehmen hat dazu geführt, dass Kennzahlen eine zunehmend größere Bedeutung einnehmen. Sie bieten die Möglich- keit Informationen zu verdichten 3 . Definiert werden Kennzahlen nach Reic hmann als diejenigen Zahlen, die „ quantitativ erfassbare Sachverhalte in konzentrierter Form
1 vgl. Hummel (1995), S. 69
2 vgl. Kaplan/Norton (1997), S. 8
3 vgl. Steinacher (2002), S. 33
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erfassen“ 1 . Aus dieser Definition leitet sich auch eine der Hauptaufgaben von Kenn- zahlen ab: die Datenauslese und -verdichtung 2 . Hiermit ist der Aufbau einer Syste- matik in den Daten, die Filterung des Datenanfalls und die Kanalisierung der Daten gemeint. Kennzahlen dienen dem Unternehmen zudem bei der Umwelt- und Unter- nehmensanalyse 3 . So können Kennzahlen für die Umweltanalyse z. B. im Bereich der Konkurrentenanalyse oder des Benchmarking ihren Einsatz finden oder für die Unternehmensanalyse in Form eines Betriebs- oder Soll-Ist-Vergleiches 4 . Ferner dienen Kennzahlen zur Unterstützung der Steuerung eines Unternehmens, indem sie zu Zielen werden, die es in einem vorgegebenen Zeitraum zu erreichen gilt 5 . Kennzahlen lassen sich auf verschiedene Arten unterscheiden. Eine für die Balan- ced Scorecard wesentliche Unterscheidung ist die in monetäre und nicht- monetäre Kennzahlen 6 . Während die monetären Kennzahlen an den formalen Zielen des Un- ternehmens (z. B. Gewinn, Rentabilität) ausgerichtet sind, orientieren sich die nicht- monetären Kennzahlen an den Sachzielen (z. B. Kundenzufriedenheit, Produktquali- tät). Kennzahlen können zudem in absolute und relative Zahlen unterteilt werden 7 . Die relativen Zahlen, auch Verhältnisza hlen genannt, lassen sich noch einmal in Gliederungs-, Beziehungs- und Indexzahlen unterteilen 8 . Gliederungszahlen drücken strukturelle Verhältnisse aus. Im Allgemeinen wird ein Ganzes gleich 100 gesetzt und die einzelnen Glieder werden in Hundertteilen ausgedrückt. Beziehungszahlen stellen Beziehungen zwischen ungleichwertigen Zahlen verschiedener Grundgesamt- heiten her zwischen denen eine Ursache-Wirkungs-Beziehung vermutet wird 9 . Um die zeitliche Veränderung von Daten besser aufzubereiten, arbeitet man mit Mess- za hlen, sog. Indexzahlen, die die dritte Gruppe der Verhältniszahlen bilden. Stellt man mehrere Kennzahlen in eine Beziehung zu einander, so spricht man von einem Kennzahlensystem. Ein Kennzahlensystem stellt eine „Zusammenstellung von quantitativen Variablen [dar], wobei die einzelnen Kennzahlen in einer sachlich sinnvollen Beziehung zueinander stehen, einander ergänzen oder erklären und insge- samt auf ein gemeinsames übergeordnetes Ziel ausgerichtet sind“ 10 . Eine Aufgabe der Kennzahlensysteme ist es, in übersichtlicher Weise Informationen, die als Grund-
1 Reichmann (1990), S. 15 2 vgl. im folgenden Schott (1991), S. 16 f 3 vgl. Gladen (2003), S. 18 f 4 vgl. Hummel (1995), S. 71 f 5 vgl. Gladen (2003), S. 22 6 vgl. Link (2000), S. 36 f 7 vgl. Steinacher (2002), S. 36 8 vgl. im folgenden Schott (1991), S. 20 f 9 vgl. im folgenden Gladen (2003), S. 17 10 Reichmann (1990), S. 19
Arbeit zitieren:
Martin Rudolph, 2004, Der Balanced Scorecard Ansatz - Schwerpunkt Kennzahlensysteme, München, GRIN Verlag GmbH
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