Inhalt
1 Einleitung Seite 2
2 Allgemeines zur Beratung Seite 3
2.1 Begriff Beratung Seite 3
2.2 Komponenten der Beratungssituation Seite 3
3 Klientenzentriertes Beratungskonzept Seite 4
3.1 Klientenzentriertes Beratungskonzept Seite 4
3.1.1 Einfühlendes Verstehen Seite 5
3.1.2 Echtheit Seite 6
3.1.3 Emotionale Wärme und Wertschätzung Seite 6
4 Klientenzentrierten Beratung in der Berufsschule Seite 7
4.1 Anlässe von Beratung Seite 7
4.1.1 Zielgruppe Schüler Seite 8
4.1.2 Zielgruppe Lehrer Seite 11
4.3 Mögliche Probleme und Schwierigkeiten Seite 12
4.4 Perspektiven für die Beratung in der Berufsschule Seite 13
5 Fazit Seite 14
6 Literaturverzeichnis Seite 15
7 Versicherung Seite 16
1 Einleitung
„Beratung zu beginnen bedeutet immer, einem speziellen Anlass besondere Aufmerksamkeit, Zeit und Energie zu widmen. Das ist oft eine Herausforderung im alltäglichen Handlungsdruck.“ 2 In diesem Zusammenhang sei auf den Beratungsbegriff hingewiesen. Er ist etymologisch betrachtet ein Abkömmling des Althochdeutschen Begriffes „Rät“. Dies bezeichnet vorhandene Mittel und Vorrat an Lebensmitteln. Der Amtstitel „Rat“ ist auch eng mit dem Begriff der Beratung verbunden. Er bezeichnet einen Sachverständigen „Ratgeber“, welcher eine Entscheidung vorbereitet, in dem er aus seinem „Vorrat“ an Wissen und Erfahrungen eine Handlungsmöglichkeit vorschlägt. Das heißt der „Berater“ stellt lediglich sein Wissen zur Verfügung, er trifft aber nicht die Entscheidung. 3 Genau dieser Art des Beratens sollte bei der schulischen Beratung Verwendung finden. Da diese Beratung nicht beliebig erfolgen kann, ist hier eines der erprobten Beratungskonzepte zu wählen. Im Folgenden soll der Einsatz der klientenzentrierten Beratung in Hinblick auf die Einsatzmöglichkeiten in der Berufsschule betrachtet werden.
Die folgende Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche. Zu Beginn werden der Begriff der Beratung sowie die Komponenten der Beratungssituation im Allgemeinen dargestellt. Daran anschließend werden die Grundlagen des Konzeptes der klientenzentrierten Beratung erläutert. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Einsatz dieses Konzeptes in der der Berufsschule. Hier werden verschiedene Anlässe der Beratungssituation erwähnt, die betreffenden Zielgruppen näher beleuchtet und Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten sollen ebenso angesprochen werden wie die möglichen Perspektiven.
1 Carl Rogers, Empathie - eine unterschätzte Seinsweise, in: Carl R. Rogers, Rachel L. Rosenbergen (Hrsg.), Die
Person als Mittelpunkt der Wirklichkeit, Klett, Stuttgart, 1980, Seite 75.
2 Greve, N., Wichternich, H., in: Beratung an der Schule, WEKA Fachverlag 1997, Seite 7ff.
3 Christine Schwarzer & Norbert Posse, Beratung, in: Krapp, Weidenmann (Hrsg.), Pädagogische Psychologie,
Neubiberg: Beltz, 1,1986, 631-666 (633).
2
2 Allgemeines zur Beratung
2.1 Begriff Beratung
Der Begriff ’Beratung’ bezeichnet im alltäglichen Sprachgebrauch „die persönliche Hilfe oder Einflussnahme in Fragen der Gesundheit, Lebensgestaltung, Erziehung, Berufsfindung u.v.a. 4 Heute wird im Allgemeinen unter dem Begriff der Beratung eine Interaktion verstanden, in deren Verlauf der Rat suchenden Person ein Vorschlag zur Lösung des Problems angeboten wird. Allerdings kann auch jede Kommunikation Beratungsmomente enthalten. Dies ist dann der Fall, wenn ein Problem während des Gespräches thematisiert wird und eine Person der anderen eine Hilfestellung anbietet. Der Beratende vermittelt in dieser Situation Fähigkeiten und Informationen, welche die Handlungs- und Entscheidungskompetenz des Ratsuchenden erhöht. 5
2.2 Komponenten der Beratungssituation
Im Bereich der Beratung gibt es viele verschiedene Problemsituationen. Diese können weder in theoretischer noch in praktischer Hinsicht verglichen werden. In jeder Beratungssituation existieren allerdings immer bestimmte Komponenten, welche zu einer näheren Untersuchung herangezogen werden: 6
• das Beratungsproblem
Bei der Beratungssituation steht das Beratungsproblem im Mittelpunkt der Handlung. Dies können in pädagogischer Hinsicht beispielsweise Schullaufbahn- oder Berufswahlentscheidungen so wie Lern- und Leistungsschwierigkeiten sein. 7
Ziel der Beratung sollte es sein, „neue Handlungs- bzw. Entscheidungsmöglichkeiten im Umgang mit pädagogischen Situationen verfügbar oder sichtbar zu machen.“ 8
4 Vgl. Brockhaus-Enzyklopädie, 1967, S. 527
5 Vgl. Lenzen, Dieter., Beratung , in: Lenzen, D (Hrsg.), Pädagogische Grundbegriffe, Reinbeck: Rowohlt,
1995, S.160.
6 Vgl. Christine Schwarzer & Petra Buchwald, Beratung, in: Krapp, Weidenmann (Hrsg.), Pädagogische Psycho-
logie, Neubiberg: Beltz, 4, 2001, 265-600 (572).
7 Ebd. 573
8 Vgl. Schwarzer, Posse, 1986, S. 635.
3
• der Ratsuchende
Im Idealfall stellt sich der Berater den Ratsuchenden als eine Person vor, welche bereits erkannt hat, dass sie mit ihren Problemen nicht mehr alleine fertig wird und deshalb den Berater freiwillig aufsucht und diesem dann ihre Schwierigkeiten vorträgt. In der Literatur wird ein solcher Ratsuchender als „beratungsfähig“ bezeichnet. 9
• der Berater
Ein grundlegendes Merkmal des Beraters ist seine „Offenheit für die Probleme anderer Menschen.“ 10 Des Weiteren sollte er über ein differenziertes, wissenschaftliches Hintergrundwissen verfügen, damit er innerhalb seines Tätigkeitsbereiches umfangreiche Probleme gut differenzieren kann. Anhand seines Wissens ist es ihm dann möglich, Hintergründe aufzudecken und für die Bewältigung der Probleme Ratschläge zu erteilen. 11
3 Klientenzentrierte Beratung
Der Alltag der Lehrerinnen und Lehrer besteht zu einem Teil aus problemorientierten Gesprächen mit den Schülern. Dies haben bereits die Kultusminister erkannt und somit den Beratungsauftrag der Lehrkräfte in der Allgemeinen Dienstordnung verankert: „Zu den pädagogischen Aufgaben der Lehrer und Lehrerinnen gehört auch die Information und die Beratung der Schüler und Schülerinnen sowie ihrer Erziehungsberechtigten an Berufsbildenden Schulen und Kollegschulen auch der für die Berufserziehung Mitverantwortlichen [...].“ 12
3.1 Klientenzentriertes Beratungskonzept
Die Grundlagen der klientenzentrierten Beratung leiten sich von den Grundmerkmalen der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, auch nicht-direktive Beratung nach Carl Rogers
9 Schwarzer, Beratung, 2001, S. 573.
10 Schwarzer, Beratung, 2001, S. 574.
11 Ebd.
12 ADO §8, Abs. 1, (vgl. § 3 Abs. 3 und § 39 ASch0, § 11 Abs. 7 SchMG).
4
Arbeit zitieren:
Steffen Sandoz, 2005, Personenzentrierte Beratung in der Berufsschule, München, GRIN Verlag GmbH
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