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Personenzentrierte Beratung in der Berufsschule

Title: Personenzentrierte Beratung in der Berufsschule

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Steffen Sandoz (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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„Bei meiner Arbeit als Therapeut habe ich sehr früh entdeckt, dass dem Klienten einfach zuhören, und zwar sehr aufmerksam, eine ganz wichtige Art des Helfens ist. Wenn ich mir nicht im Klaren war, was ich aktiv tun sollte, dann hörte ich einfach zu. Es hat mich überrascht, dass eine solch passive Art der Interaktion so nützlich sein konnte.“
(Carl R. Rogers)

„Beratung zu beginnen bedeutet immer, einem speziellen Anlass besondere Aufmerksamkeit, Zeit und Energie zu widmen. Das ist oft eine Herausforderung im alltäglichen Handlungsdruck.“ In diesem Zusammenhang sei auf den Beratungsbegriff hingewiesen. Er ist etymologisch betrachtet ein Abkömmling des Althochdeutschen Begriffes „Rät“. Dies bezeichnet vorhandene Mittel und Vorrat an Lebensmitteln. Der Amtstitel „Rat“ ist auch eng mit dem Begriff der Beratung verbunden. Er bezeichnet einen Sachverständigen „Ratgeber“, welcher eine Entscheidung vorbereitet, in dem er aus seinem „Vorrat“ an Wissen und Erfahrungen eine Handlungsmöglichkeit vorschlägt. Das heißt der „Berater“ stellt lediglich sein Wissen zur Verfügung, er trifft aber nicht die Entscheidung. Genau dieser Art des Beratens sollte bei der schulischen Beratung Verwendung finden. Da diese Beratung nicht beliebig erfolgen kann, ist hier eines der erprobten Beratungskonzepte zu wählen. Im Folgenden soll der Einsatz der klientenzentrierten Beratung in Hinblick auf die Einsatzmöglichkeiten in der Berufsschule betrachtet werden.
Die folgende Arbeit gliedert sich in zwei Bereiche. Zu Beginn werden der Begriff der Beratung sowie die Komponenten der Beratungssituation im Allgemeinen dargestellt. Daran anschließend werden die Grundlagen des Konzeptes der klientenzentrierten Beratung erläutert. Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Einsatz dieses Konzeptes in der der Berufsschule. Hier werden verschiedene Anlässe der Beratungssituation erwähnt, die betreffenden Zielgruppen näher beleuchtet und Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten sollen ebenso angesprochen werden wie die möglichen Perspektiven.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeines zur Beratung

2.1 Begriff Beratung

2.2 Komponenten der Beratungssituation

3 Klientenzentriertes Beratungskonzept

3.1 Klientenzentriertes Beratungskonzept

3.1.1 Einfühlendes Verstehen

3.1.2 Echtheit

3.1.3 Emotionale Wärme und Wertschätzung

4 Klientenzentrierten Beratung in der Berufsschule

4.1 Anlässe von Beratung

4.1.1 Zielgruppe Schüler

4.1.2 Zielgruppe Lehrer

4.3 Mögliche Probleme und Schwierigkeiten

4.4 Perspektiven für die Beratung in der Berufsschule

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz der klientenzentrierten Beratung nach Carl Rogers im Kontext des berufsschulischen Alltags. Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie dieses psychologische Beratungskonzept genutzt werden kann, um sowohl Schülern bei der Bewältigung von Lern- und Lebenskrisen zu helfen als auch Lehrern in ihrer Beratungsrolle Unterstützung zu bieten, wobei insbesondere die strukturellen Herausforderungen der Berufsschule kritisch reflektiert werden.

  • Grundlagen und Definition des Beratungsbegriffs
  • Zentrale Merkmale der klientenzentrierten Beratung (Empathie, Echtheit, Wertschätzung)
  • Anwendungsfelder für Schüler (Schullaufbahn, Berufsberatung, Krisenintervention)
  • Kollegiale Beratung und Sensibilisierung für Lehrkräfte
  • Herausforderungen durch Zeitdruck und Vorgesetztenverhältnisse
  • Perspektiven für die Weiterbildung und Etablierung einer Beratungskultur

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Einfühlendes Verstehen

Bei dem Merkmal des „einfühlenden Verstehens“ lassen sich zwei Komponenten ableiten. Auf der einen Seite ist der Aspekt des Einfühlens oder des „Sich-in-den-anderen Hineinversetzens“ und auf der anderen Seite steht das Mitteilen des einfühlend Verstandenen.

Der Berater richtet hierbei sein Augenmerk auf die persönliche Erlebniswelt des Klienten. Die Kunst des Beraters besteht hierbei, die innere Erlebniswelt seines Ratsuchenden nachzuvollziehen, „als ob“ diese Erlebniswelt seine eigene wäre, aber sich dennoch nicht mit dem Klienten identifiziert. Dem Berater muss dabei immer dies „Als-ob-Qualität“ seines Handelns bewusste sein. Die durch diese Bemühungen nachempfundene Erlebniswelt teile der Berater dann seinem Klienten so mit, dass dieser das Mitgeteilte ohne große Mühen annehmen kann.

Erkennt der Ratsuchende den Berater als einfühlend und verstehend, so wird sein Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten wachsen. Er wendet sich auch intensiv seiner eigenen Erlebniswelt zu und wird sich mehr für sich verantwortlich fühlen. Mit dieser Einstellung wird er auf eine fremdbestimmte Lösung seines Problems verzichten und überzeugt von der Fähigkeit sein, dies selbst leisten zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den etymologischen Ursprung des Beratungsbegriffs und begründet die Wahl des klientenzentrierten Konzepts für den schulischen Kontext.

2 Allgemeines zur Beratung: Das Kapitel definiert den Begriff der Beratung im Alltag und in der Pädagogik und analysiert die wesentlichen Komponenten, wie das Beratungsproblem sowie die Rollen von Berater und Ratsuchendem.

3 Klientenzentriertes Beratungskonzept: Hier werden die theoretischen Grundlagen nach Carl Rogers vorgestellt, wobei die Bedeutung von Empathie, Echtheit und Wertschätzung als Kernmerkmale der nicht-direktiven Gesprächsführung im Mittelpunkt stehen.

4 Klientenzentrierten Beratung in der Berufsschule: Dieser Hauptteil beleuchtet konkrete Anlässe für Beratung bei Schülern und Lehrern, diskutiert methodische Schwierigkeiten aufgrund schulischer Rahmenbedingungen und zeigt Perspektiven für die Implementierung auf.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine klientenzentrierte Beratung in der Berufsschule zwar möglich und sinnvoll ist, ihre Erfolgsaussichten jedoch stark von der Zeitressourcen, dem Vertrauensverhältnis und der fortlaufenden Qualifizierung der Lehrkräfte abhängen.

Schlüsselwörter

Klientenzentrierte Beratung, Carl Rogers, Berufsschule, Pädagogische Beratung, Empathie, Echtheit, Wertschätzung, Schullaufbahnberatung, Berufsberatung, Lehrerrolle, Selbstkongruenz, Vertrauensverhältnis, Krisenintervention, Nicht-direktive Beratung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des klientenzentrierten Beratungskonzepts nach Carl Rogers in Berufsschulen und untersucht, wie Lehrkräfte diese Methode zur Unterstützung von Schülern nutzen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Beratung, die drei Basisvariablen (Empathie, Echtheit, Wertschätzung) sowie die spezifischen Beratungsanlässe in der Berufsschule.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Umsetzbarkeit des klientenzentrierten Ansatzes in einem schulischen Umfeld aufzuzeigen, das durch spezielle strukturelle Bedingungen wie Teilzeitschulpflicht geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse psychologischer Fachliteratur sowie auf die pädagogische Reflexion von Beratungsanforderungen im berufsschulischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Beratungskonzepts und dessen praktische Anwendung auf Zielgruppen (Schüler und Lehrer) sowie die kritische Auseinandersetzung mit auftretenden Hindernissen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Klientenzentrierte Beratung, Berufsschule, Empathie und Beratungsauftrag definiert.

Warum ist das "Vorgesetzten-Verhältnis" zwischen Lehrer und Schüler problematisch für die Beratung?

Das Hierarchieverhältnis erschwert die von Rogers geforderte Echtheit und Selbstkongruenz, da Schüler eine Bewertungssituation fürchten könnten, was eine offene Kommunikation behindert.

Warum spielt die Schulform (Vollzeit vs. Teilzeit) eine Rolle für den Erfolg der Beratung?

In der Vollzeitschulform ist der Kontakt zwischen Lehrern und Schülern intensiver und häufiger, was den Aufbau eines für die klientenzentrierte Beratung notwendigen Vertrauensverhältnisses signifikant begünstigt.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Personenzentrierte Beratung in der Berufsschule
College
University of Kaiserslautern
Course
Pädagogische Beratung und Lernberatung
Grade
2.0
Author
Steffen Sandoz (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V38913
ISBN (eBook)
9783638378451
Language
German
Tags
Personenzentrierte Beratung Berufsschule Pädagogische Beratung Lernberatung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Sandoz (Author), 2005, Personenzentrierte Beratung in der Berufsschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38913
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