Gliederung
1. Einleitung 2
2. Burn-out Syndrom Definition 2
3. Die Entwicklung eines Burn-out 2
4 Bedingungsvariablen 3
4.1 Burn-out und Persönlichkeitsmerkmale 3
4.2 Schulisches Umfeld 5
4.3 Defizite in der Lehrerausbildung 6
5. Symptome des Burn-out Syndroms 6
6. Maßnahmen gegen Burn-out 7
6.1 Umgang mit Stress 8
6.2 Supervision und Teamsupervision 9
6.3 Bildungspolitische Maßnahmen 10
7. Schluss 10
8. Literaturverzeichnis 12
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Einleitung
Stress, Depressionen, Erschöpfung, der Lehrerberuf ein Höllenberuf? Seit einigen Jahren kursiert der Begriff Burn-out-Syndrom durch die Medien, der diese Symptome, die häufig in Verbindung mit sozialen Berufen auftauchen, publik machte. Tatsächlich gibt es Hinweise auf vermehrte Krankheitsanfälligkeit und berufsbedingte Schädigungen. Die Mehrheit der Lehrkräfte fühlt sich dem ständigen psychischen Druck nicht mehr gewachsen. Das Abschalten nach dem Unterricht fällt schwer. Hochgesteckte Ziele werden nicht erreicht und ständig wachsende Aufgabenberge sorgen für Unzufriedenheit und mangelndes Selbstvertrauen. Das belastet nicht nur das Schüler-/Lehrerverhältnis, sondern es entwickeln sich daraus auch Beziehungskrankheiten. Trotz der steigenden Anforderungen im erzieherischen Bereich sinkt das Ansehen der Lehrer in der Bevölkerung. „Lehrer haben genug Freizeit, Ferien und jammern viel“ (vgl. Hagemann, 2003, S.9).
Burn-out-Syndrom Definition
Das Burn-out-Syndrom beschreibt einen tiefgreifenden psychophysischen
Erschöpfungszustand. Der oder die Betroffene verliert sein oder ihr körperlich-seelischgeistiges Gleichgewicht. Im schlimmsten Fall werden aus pflichtbewussten engagierten Lehrkräften, reizbare, zynische, stark ausgebrannte Menschen. In den Ausführungen von Pines, Aronson und Kafrey (1985) wird Burn-out als seelischer Zustand beschrieben, „der häufig bei Menschen eintritt, die mit anderen Menschen arbeiten (und zwar vor allem, aber nicht ausschließlich, in helfenden Berufen) und die in ihren Beziehungen zu ihren Patienten, Klienten, Schüle rn oder Kunden, die Gebenden sind“ (zit. Bei Meidinger/Enders, 1997, S. 3). Christina Maslach (vgl. Maslach/Jackson, 1981) spricht von emotionaler Erschöpfung, dem ausgelaugt sein durch soziale Kontakte. Die betroffene Person fühlt sich total verbraucht. Die Folge ist oft eine Dehumanisierung der hilfesuchenden Menschen, die nur noch als Objekte gesehen werden, die ihren Zustand selbst zu verschulden haben. Die altruistische Einstellung weicht einem zynischen Verhalten. (vgl. Barth, 1992, S. 17).
Die Entwicklung eines Burn-out
Derartige Erschöpfungszustände entwickeln sich nicht innerhalb kurzer Zeit, sondern sind Ergebnis mehrjähriger Einflüsse bestimmter Faktoren auf Körper und Geist. Vor allem durch fehlende Distanzierungsfähigkeit entsteht eine Überbewertung der Arbeit und erhöhtes Engagement. Das „Abschalten“ fällt schwer. Oft spielen neben der schulischen
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Arbeit, soziale bzw. politische Aufgaben bei Lehrern eine Rolle, die ebenfalls viel Zeit und Energie verzehren. Die Vernachlässigung des Körpers durch schlechte Ernährung Alkohol, Nikotin und Tabletten leistet ebenso ihren Beitrag, wie das Ignorieren von Körpersignalen, die auf Überarbeitung hinweisen (vgl. Hagemann, 2003, S. 253).
Es herrscht jedoch Einigkeit darüber, dass sich das Burn-out aus verschiedenen Prozessen entwickelt. Anfängliches Überengagement steht im Missverhältnis zu den beruflichen Möglichkeiten die gegeben sind und führt zu Verdrossenheit, wenn die hochgesteckten Ziele nicht erreicht werden. Daraus folgen ein emotionaler Rückzug und eine Distanzierung zu den Schülern. Bei Burn-out Betroffenen findet keine Differenzierung zwischen unveränderlichen Gegebenheiten und veränderbaren Zuständen statt. Die Stimmungslage und das Verhalten bewegen sich zwischen depressiv-ängstlich und aggressiv-paranoid. Gefühle der Hilflosigkeit oder chronische Gereiztheit entstehen. Die Leistungsfähigkeit sinkt, kreativer Einsatz schwindet. Gleichgültigkeit gegenüber dem Beruf und anderen kann zur Vereinsamung führen. Das Endstadium des Burn-out ist erreicht, wenn die Verzweiflung chronisch wird und eventuell sogar Suizidgedanken auftauchen (Meidinger/Enders, 1997, S. 5-7).
Bedingungsvariablen
Burn-out und Persönlichkeitsmerkmale
Oft trifft es Menschen, die anfänglich ihren Beruf mit viel Begeisterung ausüben. Das soll heißen, dass eher Idealisten, die anderen Menschen viel geben, vom Burn-out betroffen sind, als Menschen, die ihrer Arbeit mit einem gewissen Zynismus entgegentreten können (vgl. Meidinger/Enders, 1997, S.4). Nach einer Untersuchung an mittelfränkischen Grund- und Hauptschullehrern ließ sich feststellen, dass etwa ein Viertel der Lehrer vom Burn-out nicht betroffen waren. Daraus lässt sich vermuten, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Burn-out. Selbst unter gle ichen Arbeitsplatzbedingungen erkranken keineswegs alle Lehrer. „Der Grundgedanke geht dahin, dass ausreichende Selbstwirksamkeitserwartungen der Lehrer, also die Einschätzung der Kompetenz, mit Schwierigkeiten und Widerständen im Beruf umzugehen, ein wesentlicher protektiver Faktor gegen Burn-out ist“ (zit. Lenzen, 2003).
Bei folgenden Persönlichkeitsstilen besteht ein erhöhtes Risiko des „Ausbrennens“:
• Perfektionistische Einstellungen: der Drang- man müsse alles 100-prozentig richtig machen, allem gerecht werden, sich keine Fehler erlauben.
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Arbeit zitieren:
Martin Eberlein, 2004, Burn-out bei Lehrern, München, GRIN Verlag GmbH
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