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Comics. Ein Medium und seine Sprache

Titel: Comics. Ein Medium und seine Sprache

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 34 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Jonas Morgenthaler (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit versteht Comics als eine eigenständige mediale Ausdrucksform und untersucht diese anhand folgender Forschungsfragen: Wie gross ist die Eigenständigkeit des Mediums Comic und was sind dessen Eigenheiten? Wo bestehen Parallelen zu anderen Medien und wo hat sich der Comic selber weiter entwickelt? Was sind die spezifischen Ausdrucksmittel der Comicsprache? Was für ein Verhältnis besteht zwischen Einzelwerk und Gattung bzw. zwischen dem einzelnen Comic und der Medienart? Als Ergänzung dienen folgende Grund legende Fragen: Aus welchen Einzelelementen ist ein Comic aufgebaut? Was für ein Verhältnis besteht zwischen Bild und Wort und was für eines zwischen Wirklichkeit und Fiktion, zwischen der direkt erfahrbaren Welt und den medial vermittelten Comic-Welten?
Die Untersuchung ist folgendermassen aufgebaut: In einem ersten Schritt wird eine Definition gesucht, die den verschiedenen Stil- und Ausdrucksformen der Comics Rechnung trägt und dennoch nicht zu allgemein bzw. zu ungenau ist. Der darauf folgende Teil befasst sich mit den oben genannten theoretischen Fragen. Die Untersuchung stützt sich dabei einerseits auf Scott McCloud, Will Eisner und Dietrich Grünewald, die sich direkt mit dem Medium Comics befasst haben, andererseits auf Christian Doelker, der sich allgemein mit dem Bild und seiner Sprache befasst hat. Darauf folgt eine exemplarische Analyse eines einzelnen Werkes aufgrund der im allgemeinen Teil erarbeiteten Theorie. Näher angeschaut wird das Comic „La 2,333e Dimension“ des Autors Marc-Antoine Mathieu. Grund für diese Auswahl sind einerseits dessen inhaltliche sowie gestalterische Eigenständigkeit, andererseits aber auch die Themen seiner Comics. Mathieu beschäftigt sich oft mit Fragen zur Wirklichkeit sowie zur Wahrnehmung und damit auch mit dem Medium Comic selber. Abgeschlossen wird die Arbeit durch eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Schlusswort.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1. 1. Vorbemerkungen und Forschungsfragen

1. 2. Aufbau der Arbeit

2. BEGRIFFSDEFINITION

3. THEORETISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM MEDIUM COMIC

3. 1. Comics in der Medienlandschaft – Eine Einordnung

3. 2. Die Sprache der Comics – Synthese aus verbalen und visuellen Ausdrucksmitteln?

3. 2. 1. Generelle Merkmale

3. 2. 2. Comics als Gesamttexte

3. 2. 3. Bedeutungsebenen und Kodes

3. 3. Wahrnehmung und Vorstellung: Die Erschaffung von Wirklichkeit

4. EXEMPLARISCHE ANALYSE: ‚LA 2,33333E DIMENSION’ VON MARC-ANTOINE MATHIEU

4. 1. Der Autor

4. 2. Analyse des ausgewählten Comics

5. SCHLUSSWORT

6. LITERATURLISTE

6. 1. Primärliteratur

6. 2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eigenständigkeit des Mediums Comic sowie dessen spezifische Ausdrucksmittel und Strukturen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Comics als Medium definieren lassen, welche Rolle das symbiotische Verhältnis von Wort und Bild spielt und inwiefern der Comic eine eigene, teils filmische Mediensprache entwickelt hat, die über eine reine Illustration von Texten hinausgeht.

  • Definition des Mediums Comic im Kontext bild-narrativer Strukturen
  • Analyse der Comicsprache als Synthese aus visuellen und verbalen Elementen
  • Bedeutungsebenen und Kodes im Medium Comic
  • Wahrnehmungsprozesse und die Erschaffung medialer Eigenwirklichkeiten
  • Exemplarische Untersuchung der comic-philosophischen Ansätze bei Marc-Antoine Mathieu

Auszug aus dem Buch

3. 3. Wahrnehmung und Vorstellung: Die Erschaffung von Wirklichkeit

Wer sich mit dem Verhältnis zwischen der direkt erfahrbaren Realwelt und der medialen Comics-Welten befasst und seine Überlegungen konsequent weiterführt, kommt schnell zu einem grundsätzlichen Problem der Wahrnehmung: Wir können die Welt nur durch unsere fünf Sinne wahrnehmen und haben daher keinen Beweis, dass es diese Welt ausserhalb unserer Vorstellung überhaupt gibt. Natürlich gehen fast alle Menschen, vielleicht mit Ausnahme der radikalen Konstruktivisten, davon aus, dass es eine von allen erfahrbare Wirklichkeit gibt. Und doch muss man zugeben, dass die Erfahrung der Welt sehr subjektiv ist und die Art, wie wir wahrnehmen, diese auch beeinflusst und prägt.

Schon die reale Welt gelangt erst durch den Filter der Wahrnehmung zu uns. Bei medialen Welten stehen zwischen der ursprünglichen Wirklichkeit und der schliesslich rezipierten, medialen Wirklichkeit gleich mehrere Filter. So die Wahrnehmung der am Entstehungsprozess beteiligten Medienschaffer (z.B. einer Nachrichtensendung im Fernsehen), aber auch die technische Einschränkung der Wahrnehmung durch das Medium selber und wiederum die Wahrnehmung des Rezipienten. Die Wiedergabe der ‚Realwelt’ ist daher in keinem Medium eins zu eins möglich. Die Medien erschaffen ‚Medienwirklichkeiten’, die ein jeweils eigenes Verhältnis zur Realwelt haben. So entsteht auch in jedem Comic eine Eigenwirklichkeit, „die sich von der sogenannten äusseren Realität unterscheidet. Diese Wirklichkeit hat eine andere Struktur, andere Inhalte, andere Gesetze.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Einleitung in die Problematik der Comic-Rezeption und Darstellung der zentralen Forschungsfragen zur Eigenständigkeit des Mediums.

2. BEGRIFFSDEFINITION: Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionsansätzen, um eine für die Arbeit sinnvolle formale Definition als „moderne Form der Bildgeschichte“ zu etablieren.

3. THEORETISCHE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM MEDIUM COMIC: Untersuchung der medialen Verortung, der Comicsprache als Synthese aus Wort und Bild sowie der Bedeutungsebenen und der Konstruktion von Wirklichkeit im Comic.

4. EXEMPLARISCHE ANALYSE: ‚LA 2,33333E DIMENSION’ VON MARC-ANTOINE MATHIEU: Praktische Anwendung der theoretischen Erkenntnisse an einem spezifischen Werk, um die künstlerische und erzählerische Eigendynamik des Mediums aufzuzeigen.

5. SCHLUSSWORT: Fazit über die Heterogenität des Mediums und die Bestätigung des Comics als eigenständige, komplexe Ausdrucksform.

6. LITERATURLISTE: Zusammenstellung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Comic, Mediensprache, Bildgeschichte, Induktion, Gesamttext, Eigenwirklichkeit, Marc-Antoine Mathieu, Comicsprache, Bild-Syntax, Medienwissenschaften, Interpretation, Wahrnehmung, Narrativität, Bild und Wort, Stilgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Medium Comic, seine spezifischen Ausdrucksweisen und seine mediale Einordnung, wobei insbesondere die pauschale Abwertung des Mediums kritisch hinterfragt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Definition von Comics, die Analyse ihrer spezifischen Sprache, die Bedeutung von Text-Bild-Kombinationen sowie die Erschaffung medialer Wirklichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Eigenständigkeit des Mediums Comic herauszuarbeiten und zu zeigen, dass Comics eine komplexe, eigenständige Ausdrucksform darstellen, die eine spezifische Lese- und Interpretationsarbeit erfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert medientheoretische Grundlagen, insbesondere unter Rückgriff auf Christian Doelker und Scott McCloud, mit einer exemplarischen Analyse eines konkreten Comic-Werkes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit der Comicsprache und eine exemplarische Analyse von Marc-Antoine Mathieus ‚La 2,33333e Dimension’.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildgeschichte, Induktion, Comicsprache, Eigenwirklichkeit und Mediensprache charakterisiert.

Warum ist gerade Marc-Antoine Mathieu ein wichtiger Bestandteil der Analyse?

Mathieu wird analysiert, weil er in seinen Comics aktiv mit den Möglichkeiten und Grenzen des Mediums spielt, beispielsweise durch die Einbettung des Comic-Buches als Objekt in die Geschichte.

Wie verhält sich das Medium Comic zur dritten Dimension?

Der Autor zeigt auf, wie Comics trotz ihrer zweidimensionalen Beschaffenheit durch visuelle Mittel eine illusionäre Tiefenwirkung erzeugen, wobei das Werk von Mathieu die Darstellung der dritten Dimension sogar zum zentralen Thema erhebt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Comics. Ein Medium und seine Sprache
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Departement für Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar "Bild und Bedeutung"
Note
sehr gut
Autor
Jonas Morgenthaler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
34
Katalognummer
V41314
ISBN (eBook)
9783638396004
ISBN (Buch)
9783638654210
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Comics Medium Sprache Hauptseminar Bild Bedeutung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Morgenthaler (Autor:in), 2005, Comics. Ein Medium und seine Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41314
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Leseprobe aus  34  Seiten
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