Seite I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 3
2.1 Risikoidentifikation 3
2.2 Risikoquantifizierung und -steuerung 4
3 Value at Risk 7
3.1 Definition 7
3.2 Schritte zur Berechnung 7
3.3 VaR eines einzelnen Finanztitels 9
3.4 Methoden 11
4 Varianz-Kovarianz-Ansatz 11
4.1 VaR eines einzelnen Finanztitels 11
4.2 VaR eines Portfolios 13
4.3 Risikoverbundeffekte 13
5 Simula tionsverfahren 16
5.1 Historische Simulation 16
5.2 Monte-Carlo-Simulation 18
6 Kritische Betrachtung 19
7 Zusammenfassung 21
8 Anhangverzeichnis 23
9 Literaturverzeichnis 34
Seite II
Abkürzungsverzeichnis
Konfidenzniveau α
A Anhang
AF Abzinsungsfaktor
bspw. beispielsweise
cov Kovarianz
Differenz
∆
EDV Elektronische Datenverarbeitung
GKM Geld- und Kapitalmarkt
i.e.S. im engeren Sinn
i.w.S. im weiteren Sinn
K Korrelationskoeffizient
Erwartungswert µ
MPL Maximum Possible Loss
n Anzahl von Werten
o.g. oben genannt
PML Probable Maximum Loss
Standardabweichung σ
σ 2
Varianz
sog. sogenannte
Summe
Σ
VaR Value at Risk
z 1-α Quantil der Standardnormalverteilung für ein Wahrscheinlichkeitsniveau α
ZBAF Zerobond-Abzinsungsfaktor
ZEB Zentralinstitut für ertragsorientiertes Bankmanageme nt
Seite III
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1 Verteilung der Marktwertabweichungen 10
Abbildung 2 Darstellung des VaR durch TriRisk 15
Tabellenverzeichnis
Seite
Tabelle 1 Z-Werte der Standardnormalverteilung 12
Tabelle 2 TriRisk-A nalogie 14
Tabelle 3 Simulation von möglichen Zinssätzen 17
Seite 1
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat das Risikobewusstsein von Unternehmen und Banken stark zugenommen. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf viele Insolvenzen und damit im Zusammenhang stehende Auflagen bzw. Anforderungen von Aufsichtsbehörden an ein Risikomanagement, wie die neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinien, zurückzuführen. Da das Bankgeschäft üblicherweise als das Managen von Risiken bezeichnet wird, ist es nicht verwunderlich, dass gerade dort umfangreiche Bestrebungen für neue Modelle zur Messung von Risiken entwickelt wurden. Während früher das Kreditgeschäft Hauptaugenmerk der Kontrolle war, sind nun zunehmend Marktrisiken im Focus der
Unternehmensführung. 1
Der Value at Risk-Ansatz entstand Anfang der 90er Jahre in amerikanischen Investmentbanken. Insbesondere der Einsatz von Derivaten und anderen Finanzinnovationen führte zu immer komplexeren und unüberschaubareren Risiken. Der Value at Risk (VaR) beschreibt das Risiko eines Portfolios in einer einzigen Kennzahl. Mittlerweile ist das Konzept des VaR einer der anerkanntesten und am meisten diskutierten Ansätze zur Risikoquantifizierung. Für ihn existieren
auch alternative Bezeichnungen, wie z. B. Capital at Risk oder Money at Risk. 2
Mit dem Abschnitt „Grundlagen“ dieser Arbeit wird kurz der Prozess der Risikoanalyse angesprochen, um die Risikoquantifizierung in den Gesamtprozess des Risikomanagements einzuordnen. Mit Hilfe einiger statistischer Kennzahlen erfolgt dann eine Überleitung zum eigentlichen Ansatz des VaR.
Der dritte Abschnitt stellt das VaR-Konzept ausführlich vor. Zuerst erfolgt eine Definition des Ansatzes. Danach werden die im Vorfeld zu treffenden Maßnahmen bzw. Annahmen aufgezeigt. Mit der Hilfe eines Beispiels wird anschließend näher
1 Vgl. Jendruschewitz, (1997), S. 5.
2 Vgl. Rau-Bredow (2001), S. 315.
Seite 2
auf die eigentliche Berechnung eingegangen. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Methoden zur Berechnung des VaR genannt.
Eine dieser Methoden ist der Korrelationsansatz. Anhand mehrerer Beispiele wird dieses analytisch vereinfachte Verfahren detailliert vorgestellt und der VaR berechnet, zuerst für einen einzelnen Finanztitel und dann für ein Portfolios, das aus zwei Werten besteht. Dem folgt die Erläuterung der Problematik von Risikoverbundeffekten. Warum können Risiken nicht einfach summiert werden? Zwei weitere in der Praxis häufiger eingesetzte Methoden der VaR-Berechnung werden im Abschnitt „Simulationsverfahren“ angesprochen. Als Erstes die wohl einfachste Methode, die der Historischen Simulation. Als Zweites erfolg t dann ein kurzer Exkurs zur Monte-Carlo-Simulation.
Im sechsten Abschnitt werden die vorgestellten Verfahren kritisch betrachtet und die Vor- und Nachteile aufgezählt. Anschließend wird generell zum VaR als Ansatz der Risikoquantifizierung Stellung genommen.
Im letzten Abschnitt erfolgt eine kurze Zusammenfassung.
Seite 3
2 Grundlagen
2.1 Risikoidentifikation
Wenn Risiken quantifiziert werden sollen, müssen diese erst einmal identifiziert
werden. Dazu ist eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Risiko“ unerlässlich.
Für die Einteilung von Risiken existieren vielfältige Systematisierungsansätze und
umfangreiche Literatur, die sich allein mit diesem Thema beschäftigt. Eine
unfassende bzw. allgemeingültige Zusammenfassung ist insbesondere aufgrund
einer dazu notwendigen klaren Abgrenzung von Risiken unmöglich. Viele Risiken
sind situationsspezifisch und komplex, deshalb erfolgt meist eine
Nebeneinanderstellung. 3 Risiko i. w. S. wird umgangssprachlich mit Unsicherheit gleichgesetzt. Darunter ist
die Möglichkeit einer Abweichung von einem erwarteten Wert zu verstehen. Diese
Abweichungen können sowohl als negative Gefahr oder als positive Chance
auftreten. 4 In Unsicherheitssituationen ist weiterhin zwischen Ungewissheit und Risiko i. e. S.
zu unterscheiden. In Ungewissheitssituationen stehen dem Entscheider keinerlei
Informationen zur Verfügung. Eine Risikosituationen zeichnet sich dadurch aus,
dass Eintrittswahrscheinlichkeiten von auftretenden Szenarien und die Ergebnisse
von Handlungsalternativen bekannt sind. Da sich das Risikomanagement mit der
ungünstigen Entwicklung von Szenarien beschäftigt, erscheint es sinnvoll das
Risiko noch genauer als die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes oder die negative
Abweichung von einem erwarteten Gewinn zu definieren. 5 Um die Höhe des Verlustes zu bestimmen, ist, wenn auch schwierig, eine
Abgrenzung von Risikokategorien erforderlich. Erst im Anschluss können
Maßnahmen zur Steuerung eingeleitet werden. Meistens erfolgt eine Trennung
hinsichtlich des Zeithorizonts in strategische und operative Risiken. Eine weitere
3 Vgl. Schulte (1997), S. 18.
4 Vgl. Perridon / Steiner (1995), S. 95.
5 Vgl. Jendruschewitz, (1997), S. 8 f.
Seite 4
Möglichkeit ist die Systematisierung nach der Herkunft in externe und interne
Risiken (A1). Dabei wird davon ausgegangen, dass Risiken immer eine Ursache,
verschiedene Einflussgrößen und eine Wirkung haben. Die Wirkung wiederum
bezieht sich auf ein bestimmtes Objekt. Eine klare Abgrenzung von Risiken ist aber
auch bei dieser Einteilung problematisch. Fast alle Risiken beinhalten sowohl
externe als auch interne Komponenten. 6
Beispiel: Ursache ? Marktveränderungen
Einflussgröße ? steigende Zinsen
Wirkung ? eingetretener Wertverlust
Objekt ? ein festverzinsliches Wertpapier
2.2 Risikoquantifizierung und -steuerung
Im Prozess der Risikoanalyse erfolgt nach der Identifikation des Risikos seine
Bewertung. Das Risiko drückt eine mögliche Abweichung von einem Ziel oder
einer Erwartungshaltung aus. Demzufolge müsste die Quantifizierung das Ausmaß
dieser Abweichung beschreiben. Qualitativ wird dabei eine Grobeinteilung
vorgenommen. Man trennt zwischen kleinen, mittleren, und großen Risiken. Kleine
Risiken treten zwar häufiger auf, stellen aber keine ernste Bedrohung für das
Unternehmen dar und sind leicht zu beheben. Mittlere sind bereits erhebliche
Abweichungen und führen zu einer Neuausrichtung der Erwartungen. Großrisiken
stellen für das Unternehmen eine ernstzunehmende Bedrohung der Existenz dar.
Diese Unterscheidung ist für eine exakte Bewertung zu oberflächlich. Die
einfachste Form der Verdichtung zu einer Messzahl ist die multiplikative
Verknüpfung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß. Das Ergebnis ist
der Erwartungswert (µ). 7 Ein einfaches Beispiel soll das verdeutlichen: In einem Unternehmen existiert ein
Eigenkapital von 100 EUR. Zwei mögliche Szenarien von Geschäften sollen
6 Vgl. Jendruschewitz (1997), S. 10.
7 Vgl. Kremers (2002), S. 107 ff.
Quote paper:
Björn Wilke, 2003, Risikoquantifizierung durch das Konzept des Value at Risk, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Vergleich von Faktor- und Portfolioansatz in der historischen Simulati...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 28 Pages
Simulationsmethoden zur Berechnung des Value at Risk: Historische Simu...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 26 Pages
Value at Risk: Konzept und Anwendungsmöglichkeiten
Business economics - Controlling
Scholary Paper (Seminar), 19 Pages
Das Konzept des Value at Risk und sein Einsatz als Instrument der Anal...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 16 Pages
Economic Value Added: Das Führungs- und Steuerungskonzept EVA
Business economics - Controlling
Termpaper, 14 Pages
Wertorientierte Steuerung: Das EVA-Konzept nach Stern-Stewart
Business economics - Controlling
Scholary Paper (Seminar), 36 Pages
Quantifizierung von Kreditrisiken nach dem IRB-Ansatz der Neuen Basele...
Business economics - Investment and Finance
Scholary Paper (Seminar), 27 Pages
Die Verknüpfung der IG Farben AG mit dem Nationalsozialismus
Scholarly Research Paper, 31 Pages
Projektfinanzierung vs. traditionelle Finanzierungsformen - eine Analy...
Charakteristika und Einsatzgeb...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 46 Pages
Risikomanagement gemäß KonTraG als Aufgabe des Controllings
Business economics - Controlling
Scholary Paper (Seminar), 31 Pages
Finanzberatung gegen Provision oder Honorar - Eine Analyse aus Kundens...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholary Paper (Seminar), 26 Pages
Implikationen der MaRisk und der zweiten Säule des neuen Baseler Kapit...
Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 32 Pages
Hörsinnig gut? Die Anwendung der Nachrichtenwerttheorie im privaten Re...
Communications - Broadcast and entertainment
Intermediate Examination Paper, 93 Pages
Vergleich der bilanziellen Behandlung ausgewählter Sicherungsgeschäfte...
Business economics - Accounting and Taxes
Scholary Paper (Seminar), 25 Pages
Operatives Controlling als integraler Bestandteil der Unternehmensführ...
Business economics - Controlling
Diploma Thesis, 147 Pages
Grundlagen der Projektfinanzierung
Unter besonderer Berücksichtig...
Business economics - Investment and Finance
Scholary Paper (Seminar), 28 Pages
Analytische Ansätze zur Ermittlung des Value-at-Risk
Business economics - Investment and Finance
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Björn Wilke's text Risikoquantifizierung durch das Konzept des Value at Risk is now available as a printed book
Björn Wilke has published the text Risikoquantifizierung durch das Konzept des Value at Risk
Björn Wilke has uploaded a new text
Modélisation de la Value at Risk: une évaluation du modèle RISKMETRICS
Développements récents de l'ap...
virginie terraza
Outlines & Highlights for Value at Risk: The New Benchmark for Managin...
Cram101 Textbook Reviews
0 comments