Die dauerhafte soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der BRD Thema:
Die dauerhafte soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der Bundesrepublik
Deutschland.
Gliederung
1. Einleitung 2. Bildungsexpansion 3. Bildungsgerechtigkeit 4. Soziale Herkunft und Bildung 5. Sozialschichtzugehörigkeit und Bildungsgang 6. Lesekompetenz der 15jährigen nach Sozialschichtzugehörigkeit 7. Soziale Ungleichheit der Bildungschancen im internationalen Vergleich 8. Fazit 9. Literaturverzeichnis
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Die dauerhafte soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der BRD
1. Einleitung
Die Sozialstruktur eines Landes kann extreme Auswirkungen auf die Entwicklung des Bildungsniveaus und des Bildungssystems haben. Das Bildungssystem ist dafür da, den Menschen ihren jeweiligen Status oder auch ihre zukünftige Position zuzuweisen, damit ist der Zugang zu verschiedenen Schichten meistens eng verbunden mit dem Bildungsniveau. Jemand aus einer sozial schwachen Schicht hat es viel schwerer auf eine höhere Position zu kommen, als jemand der aus einer höheren Schicht kommt und von Geburt an für die höhere Position bestimmt ist. In der „High Society“ ist die Position eng gekoppelt an den Namen, so hätte z. B. Paris Hilton nie die Möglichkeit gehabt ihre Kreationen zu veröffentlichen, wenn sie nicht durch ihren Namen schon bekannt gewesen wäre. Wenn wir dieses auf die Bildung übertragen ist es sehr ähnlich. Jemand, dessen Eltern einen Hauptschulabschluss aufweisen, hat viel geringere Chancen einen Abschluss an einer höheren Schule zu machen, als einer, der aus einer Beamtenfamilie kommt.
Hierbei möchte ich zunächst erläutern, wie es zu der Auslese im Bildungssystem kommt. Dabei ist die „Leistung“ das wichtigste Auswahlkriterium, hinzukommen aber auch soziale Merkmale, die nicht zur Auslese führen sollten, da sie gegen die Chancengleichheit verstoßen. Chancengleichheit bedeutet, dass ein Kind aus einer sozialschwachen Familie genau die gleiche Möglichkeit hat einen hohen Abschluss zu erreichen, wie ein Kind aus einer sozialreichen Familie. Somit sollten also „gleiche Chancen nach Fähigkeit und Leistung“ (vgl. Geißler 1990, 84ff.) gelten und nicht der Sozialstand, den ich es im vorherigen Absatz beschrieben habe. Ich möchte nun im Folgenden anhand einiger Statistiken klären, ob eine soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der Bundesrepublik Deutschland vorherrscht, und ob diese mit anderen Ländern vergleichbar ist. Hierfür nehme ich die PISA-Studie 2000 und 2003 und einige verschiedene Statistiken, die zusätzlich die Bildungsexpansion in Deutschland beschreiben zur Hilfe.
2. Bildungsexpansion
Beginnen möchte i ch mit der Expansion im Bildungssystem Hierbei erläutere ich, ob die Expansion eine Umverteilung der Schüler auf bestimmte Schularten aufzeigt und es dadurch zu einer Höherqualifizierung der Bevölkerung kommt. Zusätzlich ist es wichtig festzustellen, ob sich die Höherqualifizierung wiederum gleichmäßig auf die sozialen Schichten verteilt. Die Bildungsexpansion, darunter wird der „Ausbau der sekundären und tertiären Bereiche des Bildungswesens“ (vgl. Geißler 2002, S. 334) verstanden, begann in den 50er Jahren. Der
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Die dauerhafte soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der BRD Vergleich zwischen dem „Schulbesuch (7. Klasse) an verschiedenen Schularten der Jahre 1952 und 1999“ (vgl. Geißler 2002, S. 335) zeigt deutlich, dass eine Umverteilung stattgefunden hat. 1952 gingen noch 79 % der Siebtklässer zur Volksschule, die bis 1999 fast ganz abgeschafft wurde. 13 % der Siebtklässer gingen 1952 auf das Gymnasium und im Vergleich dazu waren es 1999 31 %. Die Volksschüler von 1952 teilen sich 1999 auf die Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen auf. Es zeigt sich, dass heutige Jugendliche eher eine höhere Schule besuchen und fast ein Drittel der Schüler die allgemeine Hochschulreife erwerben. Die Jugendlichen, die die Hochschulreife erwerben, beginnen ebenfalls meist ein Universitätsstudium bzw. Fachhochschulstudium. Dieses führt zu einer Höherqualifizierung der Bevölkerung. Leider hat die Bildungsexpansion auch Nachteile, die sich darin verdeutlichen lassen, dass „etwa ein Zehntel der Jugendlichen in den 80er Jahren“ (Geißler 2002, S. 337) ohne ausreichende Grundqualifikation ist, d. h. noch nicht mal einen Hauptschulabschluss haben. Außerdem ist klar zu erkennen, dass die Abiturientenzahl in den Jahren 1975 und 1994 ansteigt, jedoch die Abschlussquoten an den Universitäten auf einem tiefem Niveau bleibt, und sich die hohe Abiturientenzahl nicht in den Zahlen der Universität widerspiegelt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Bildungsexpansion dennoch zu einer Höherqualifizierung der Bevölkerung führt, da die jüngeren Menschen meist besser ausgebildet sind. Außerdem streben sie in vielfältiger Weise einen höheren Abschluss an als die Älteren zu deren Zeit, wodurch sich das Durchschnittsbildungsniveau erhöht. Heutzutage ist es wichtig, dass das Bildungsniveau ansteigt, da durch die ständige wachsende Technologisierung das Wissen aufgebaut werden muss, damit sich Deutschland in sozialer und ökonomischer Hinsicht gegenüber den anderen Ländern verbessern kann. Die Menschen streben nach Wissen und bemerken, dass sie immer besser als die anderen sein müssen, um einen soziale n Abstie g zu verhindern.
Meiner Meinung nach i st es klar erkennbar, dass die Bildung oder das Wissen eines Menschen, stark abhängig ist von dem, was später aus ihm werden wird. Ein guter Lebenslauf kann nur vorgewiesen werden, wenn auch bestimmte Schulabschlüsse erreicht worden sind. Dadurch minimieren sich die Risiken auf einen schlechten Lebensstandard. Jedoch ist es überhaupt möglich auf diese Position zu kommen, wenn die Kinder aus einer sozial schwachen Schicht kommen? Die Familie stellt einen wichtigen Indikator für das Bildungsniveau dar, inwieweit trägt die soziale Herkunft entscheidend zu einer Bildungsbzw. Berufskarriere bei? Im Folgenden erläutere ich die Bildungsgerechtigkeit in der Bundesrepublik Deutschland.
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Arbeit zitieren:
Tanja Köster, 2005, Die soziale Ungleichheit der Bildungschancen in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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