2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Begriffserklärung- Was ist Blaudruck? 4
3. Historische Hintergründe
3.1 Blaudruck 4
3.2 Zeugdruck 5
3.3 Der erste deutsche Blaudrucker 6
3.4 Landblaudruck 6
4. Indigo 7
5. Küpe 7
6. Papp 8
7. Model 9
8. Druckvorgang
8.1 Historischer Druckvorgang 10
8.2 Blaudruck heute 12
9. Anwendung in der Schule 13
10. Anhang
10.1 Textanhang 15
11. Literaturverzeichnis 16
3
1. Einleitung
Die Wahl des Themas für diese Hausarbeit fiel mir sehr schwer. Es musste ein Thema sein, das ich bereits in einem Seminar behandelt hatte und es sollte mich auch sehr interessieren, so dass ich beim stöbern in der Literatur motiviert und zielstrebig vorankommen konnte. Als ich bei Frau Schreiber im Seminar selbst die vereinfachte Technik des Blaudrucks anwenden konnte, hatte ich dabei sehr viel Spaß und hätte noch über die Seminarzeit hinaus ewig weiter drucken können. Die Idee, dieses Thema für eine Hausarbeit zu wählen entstand, als wir im Seminar einen Film über eine traditionelle Blaudruckerei ansahen.
Die Suche nach Literatur stellt sich normalerweise als sehr schwierig heraus, da es nur wenige und sehr teure Bücher zum Blaudruckverfahren gibt. Ich hatte das Glück, dass unsere Bibliothek sehr gut ausgestattet ist und Frau Schreiber mir ihre privaten Schätze zur Verfügung stellte.
Meine Arbeit fängt mit der Sachanalyse an. Was ist Blaudruck eigentlich, welche Materialien werden verwendet und wie heißen sie? Danach möchte ich kurz die historischen Hintergründe erläutern und auf den Zeugdruck eingehen, der in engem Zusammenhang mit dem Blaudruck zu sehen ist. Der erste deutsche Blaudrucker und die Weiterentwicklung zum Landblaudruck gehören für mich mit zu dem Kapitel Geschichte, da sich das Handwerk ab dem Zeitpunkt richtig in Deutschland etabliert hat. Im weiteren Verlauf werde ich auf die Arbeitsmaterialien genauer eingehen und den Druckvorgang beschreiben. Das heutige Blaudruckverfahren weicht kaum von dem traditionellen ab, trotzdem möchte ich kurz die wichtigsten Dinge diesbezüglich erläutern.
Die Anwendung in der Schule ist für mich ein sehr wichtiges Thema, da jedes Kind mit dieser Technik in kurzer Zeit enorme Fortschritte und Erfolge erziele n kann.
4
2. Begriffserklärung- Was ist Blaudruck?
Der Begriff Blaudruck führt so manche/n wohl in die Irre. Man könnte meinen, dass mit blauer Farbe auf weißen oder andersfarbigen Stoff gedruckt wird. Diese Annahme ist nicht ganz richtig. Im Elsaß sprechen die Leute von „Bleu á la Reserve“. „Das trifft die Beschreibung der Technik schon viel besser, da es sich um eine aussparende Musterung auf nachträglich gefärbtem Stoff handelt“. 1 Man stelle sich einen Blauen Stoff vor, auf dem z.B. weiße Blumen sind. Die Blumen wurden nicht mit weißer Farbe aufgedruckt, sondern der Stoff wurde blau gefärbt. Die Blumen werden sichtbar, weil der Stoff an diesen Stellen zuvor mit einer Masse, Papp genannt, bedruckt wurde. Die Farbannahme des Stoffes wird durch den Papp verhindert und übrig bleiben dann die weißen Blumen. Den Druckstempel nennt man Model. Mit dem Papp auf dem Model wird auf den Stoff gedruckt, um bestimmte Stellen vor der blauen Farbe zu schützen. Blaudruck ist also ein Reservedruck, da die weißen Stellen durch den Papp reserviert sind und somit keine blaue Farbe annehmen.
3. Historische Hintergründe
3.1 Blaudruck
Die Anfänge des Blaudrucks liegen wahrscheinlich in Indien. Informationen diesbezüglich sind nur sehr spärlich und lückenhaft vorhanden. Anhand von Ausgrabungen konnte jedoch festgestellt werden, dass die Technik des Drucks bereits vor 2500 Jahren schon sehr ausgereift war und es sich somit nicht um die Anfänge der Stoffdruckerei handelt. Von Indien aus verbreitete sich die Kunst auch in Afrika und orientalischen Ländern. In Ägypten wurde die Technik sehr hoch entwickelt. Ein römischer Schriftsteller namens Plinius der Ältere schrieb eine Naturgeschichte, in der nachzulesen ist, „wie in Ägypten die weißen Stoffe mit wundersamen Mitteln bemalt wurden.“ 2
1 Rose Müllers: Blau mit weißen Blumen- Geschichte und Technologie des Blaudrucks. S.7
2 Rose Müllers: Blau mit weißen Blumen- Geschichte und Technologie des Blaudrucks. S.8
5
Diese Geschichte ist die erste schriftliche Überlieferung des Reservedruckverfahrens und kann am Ende dieser Hausarbeit unter dem Kapitel 10.1 (Textanhang, S.15) nachgelesen werden. In Europa taucht der Farbstoff Indigo erstmals in Verbindung mit Marco Polo auf, der den Fernen Osten bereist hatte. In dieser Epoche wurde ausschließlich mit Direktdruck gearbeitet, d.h. die blaue Farbe wurde auf das Model aufgetragen und direkt auf weißen Stoff gedruckt. Hier taucht der Begriff Zeugdruck auf, der von seiner Entwicklung her nicht klar vom Blaudruck abgegrenzt werden kann.
3.2 Zeugdruck
Der Zusammenhang zum Blaudruck besteht aufgrund des Druckwerkzeugs- des Models. Bei beiden Druckverfahren wird mit dem Model als Druckstempel gearbeitet. Im Gegensatz zum Blaudruck ist der Zeugdruck ein Direktdruckverfahren. In Klöstern wurde mit dieser Technik gearbeitet um Kirchenschmuck herzustellen oder einen minder qualitativen Stoff „aufzupeppen“. Die Druckmotive waren meistens Bilder aus der christlichen Geschichte. Im 16. Jahrhundert konnten Webereien zum ersten Mal teure Stoffe wie Seide oder Brokat herstellen. Bauern konnten sich diese edlen Stoffe auf einmal leisten und die mit Zeugdruck bedruckten Stoffe wurden nur noch von der untersten Bevölkerung getragen, oder sie dienten zur Einhüllung von Toten. In dieser Zeit brachte der Holländer Peter Klock van Aelst das Reserveverfahren wieder nach Europa. Er hatte eine Reise in den Orient gemacht und die Geheimnisse der Reservetechnik nach Europa mitgebracht. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg, nach dem die Bevölkerung vollkommen verarmt war, nahm der Zeugdruck wieder an Stellenwert zu.
Arbeit zitieren:
Lena König, 2002, Textildruckverfahren Blaudruck, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Unterrichtsstunde Textilgestaltung: Wir nähen einen Einkaufsbeutel
Unterrichtsentwurf für Klasse ...
Unterrichtsentwurf, 16 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Lena König hat den Text Textildruckverfahren Blaudruck veröffentlicht
Lena König hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare