Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 1
2. Das Wesen der Dachfonds 1
2.1. Begriff und gesetzliche Zulassung 1
2.2. Geschichtliche Einordnung und Entwicklungstendenzen 3
3. Detaillierte Analyse der Chancen und Risiken bei Dachfonds 5
3.1. Chancen beim Dachfondskauf 5
3.2. Risiken beim Dachfondskauf 6
4. Was versteht man unter einem Performance-Vergleich 7
4.1. Probleme der Bewertung 7
4.2. Praktischer 5-Jahresvergleich ausgewählter Fonds 8
5. Fazit 9
Literaturverzeichnis III
Internetverzeichnis IV
Anhang VI
II
1. Einleitung
Wer 1998 in das Investmentgeschäft einstieg, musste ab September 2001 herbe Kursverluste in Kauf nehmen. Gerade Kleinanleger und private Haushalte, die ihre Ersparnisse investierten, wurden von den fallenden Kursen abgeschreckt. Schnell besann sich ein Großteil auf alt bewährte Sparformen und die Worte Aktien oder Fonds bekamen einen negativen Anstrich. Zum Leid vieler Sparer gingen auch die Sparzinsen enorm zurück. Diese Tatsache führte dazu, dass sich Anleger seit 2003 wieder dem Investmentbereich zuwenden mussten, um sich stabile Renditen zu sichern, die mehr als einen halben Prozent 1 (pro Jahr) betragen. Die Grundbedingungen der Anleger hingegen, haben sich gravierend geändert. Die Sicherheit steht nun an erster Stelle. Und damit einhergehend, eine breite Streuung, die das Risiko minimiert.
Fonds waren in den Fokus der Kleinanleger geraten. Investoren können sich schon mit kleinen Beträgen beteiligen. Die neu eingeführten Dachfonds konnten sich an dem Erfolg der Fonds beteiligen und erzielten durch ihre doppelte Risikostreuung einen enormen Mittelzuwachs.
Der vorliegende Bericht soll einen Einblick in die Welt der Dachfonds geben. Dafür wird zu Beginn das Wesen dieser strukturierten Anlageform beschrieben. Im Hauptfokus der Arbeit steht das Risiko-Chance-Profil aus der Sicht des Anlegers. Abschließend soll ein Performance-Vergleich ausgewählter Fonds einen Einblick in die Schwankungsbreiten und Wertentwicklungschancen geben.
Gerade diese werden in der Medien Welt vermehrt kritisch beurteilt. Häufig stellt sich die Frage, ob die doppelte Gebührenbelastung, die den Dachfonds unterstellt wird, gerechtfertigt ist? Rechnen sich die Investitionen in Dachfonds für die privaten Kleinanleger?
2. Das Wesen der Dachfonds
2.1. Begriff und gesetzliche Zulassung
Unter Dachfonds werden Investmentfonds verstanden, die Ihr Fondsve rmögen in andere so genannte Zielfonds investieren. Die Zielfonds hingegen setzen sich aus einer Direktanlage in Aktien, Anleihen oder Immobilien zusammen.
1 Vgl. Berliner Sparkasse (2005) (siehe Internetverzeichnis)
1
Durch das „Fund of Funds“-Prinzip 2 , wird versucht das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren, um dem Anleger so einen Anreiz zur Investition in den Dachfonds zu schaffen. Dachfonds kann man in zwei Gruppen unterteilen. Die Dachfonds, die in konzerneigene Fonds investieren und die in konzernfremde Zielfonds investieren.
Abbildung 1: „Das Dachfondschema“
Quelle: eigene Darstellung
In der Literatur stößt der Leser meist auf die Aussage, dass Dachfonds grundsätzlich in nicht mehr als 15 bis 20 Zielfonds investieren. Diese Zahl an Zielfonds ergibt sich aus der Tatsache, dass die Risikostreuung ab einer gewissen Anzahl von Wertpapieren keine Veränderung mehr erfährt. 3 Vielmehr werden bei Dachfonds meist die Spitzen der Schwankungsbreite einzelner Fonds geglättet, sodass die Volatilität 4 der Dachfonds eher gering ist. 5 Dadurch unterliegt das Investment des Anlegers nicht so starken Schwankungen, wie bei der Investition in Einzelwerte.
Gleichzeitig stellt es mit nur einer Position i m Depot eine Art fondsbasierte Vermögensverwaltung dar, die auf die Anlageziele und die Risikobereitschaft der Käufer abgestimmt sind. 6 Um eine Großzahl von Anlegerkreisen zu erreichen, legen Investmentgesellschaften eine Vielzahl standardisierter Basis-Portfolios auf. In der Regel orientieren sich viele Gesellschaften nach dem Konzept: Sicherheit, Wachstum und Chance. Die Fondsnamen sollten die Risikobereitschaft des Kunden ausdrücken und stehen in der Regel für den im Fonds enthaltenen Aktienanteil.
2 Vgl. Dembowski, A. (2000), S. 228
3 Vgl. Drescher und Cie GmbH (2004) (siehe Internetverzeichnis)
4 Die Volatilität gibt den Schwankungsbereich von Investmentkursen oder Fondsanteilen während eines bestimmten
Zeitraumes an.
5 Vgl. Maier, G. (2001), Abs. 3
6 Vgl. Dembowski, A. (2002), S. 109
2
Abbildung 2: „Aktienanteil einzelner Fonds der „Stratego“-Familie
Quelle: eigene Darstellung
Dachfonds sind im Volksmund ein kaum verbreitetes Wort und haben ein „schlechtes Image“. 7 Von Beratern werden sie dem Kunden meist als Mischfonds oder Investmentfonds dargeboten. Den negativen Anstrich bekamen die Dachfonds in den Jahren zwischen 1960 und 1970. Grund dieses Vorurteils ist die in Kapitel 2.2 beschriebene IOS-Krise. Erst seit Inkrafttreten des 3. Finanzmarktförderungsgesetzes zum 01.04.1998 sind Dachfonds in Deutschland wieder zugelassen. 8 Anders als bei den herkömmlichen Fonds, unterliegen Dachfonds strengeren Anlagerichtlinien, die in den §§ 25 k ff. KAGG 9 geregelt sind. Der Gesetzgeber möchte den Anleger davor schützen, in nicht registrierte ausländische Publikumsfonds zu investieren.
Daher darf das Management eines Dachfonds nur in Deutschland zum Vertrieb zugelassene Fonds investieren. 10 Weitere Auflagen regeln die maximale Höhe der Beteiligung an anderen Fonds. So darf ein Dachfonds nur mit maximal 20 Prozent seiner Mittel in einen Fonds investieren, dabei aber nicht mehr als 10 Prozent des Zielfonds erwerben. 11 Demzufolge sollte ein Dachfonds aus mindestens fünf Subfonds bestehen. Dieser Grundsatz wurde unter anderem auf Basis der Risikostreuung und zum Schutz der Anleger eingeführt.
7 Esser, W. (1998), S. 154
8 Vgl. Investmentfonds.DE (2001), S.1 (siehe Internetverzeichnis)
9 Das KAGG ist das Gesetz der Kapitalanlagegesellschaften. Es verpflichtet alle deutschen Investmentgesellschaften
zur Einhaltung bestimmter Anlagegrundsätze, zum Schutz des Anlegers.
10 Vgl. acteam interNETional GmbH (2005), Abs. 3 (siehe Internetverzeichnis)
11 Vgl. Drescher und Cie GmbH (2004) (siehe Internetverzeichnis)
3
Arbeit zitieren:
Caroline Anker, 2005, Dachfonds: Ein Performance-Vergleich unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten, München, GRIN Verlag GmbH
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