Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 3
2 Theoretische Grundlagen 4
2.1 Ausgangssituation 4
2.2 Projekttheoretische Grundlagen 5
3 Planung und Vorbereitung der Vereinsgründung 7
3.1 Projektplanung 7
3.2 Beschreibung der Arbeitspakete 8
4 Durchführung der Vereinsgründung 10
4.1 Projektgruppentreffen 10
4.1.1 Projektvorbereitung 11
4.1.2 Festlegung der Vereinsstruktur 11
4.1.3 Vereinssatzung 14
4.1.4 Beitragsordnung 16
4.2 Vereinsgründung 17
4.2.1 Durchführung der Gründungsversammlung 17
4.2.2 Eintragung in das Vereinsregister 18
4.2.3 Anerkennung der Gemeinnützigkeit 18
5 Zusammenfassung und Auswertung 19
6 Ausblick 21
7 Verzeichnisse 22
8 Anlagen
1 Einleitung
Die Seniorenwohnstift P. gGmbH ist eine mehrgliedrige
Altenpflegeeinrichtung, die neben dem vollstationären Pflegebereich eine rehabilitative Kurzzeitpflegestation, eine Tagespflege und eine betreute Wohnanlage vorhält. Im Bereich des Betreuten Wohnens werden zusätzlich Wohnungen für die Ambulante Wohnpflege sowie Ferienwohnungen angeboten. Eine optimale Versorgungssituation der Senioren soll dabei mit Unterstützung eines Case - Management -Konzeptes erreicht werden.
Zur Gründung der Schlaganfallselbsthilfegruppe AIDA kam es 2002. Hier treffen sich jüngere Betroffene im Alter von 15 bis 45 Jahre. Der Seniorenwohnstift P. unterstützt die Schlaganfallselbsthilfegruppe finanziell und durch die Bereitstellung von Gruppenräumen und Material. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist die Selbsthilfegruppe sehr aktiv. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, über das Krankheitsbild Schlaganfall mit all seinen Facetten zu informieren. Die sich aus diesem
Selbstverständnis entwickelte starke Beratungsnachfrage führte zur Gründung des Regionalen Schlaganfallbüros X., das in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe betrieben wird. Geführt wird das Beratungsbüro ehrenamtlich von Mitgliedern der Selbsthilfegruppe. Die finanzielle Unterstützung findet über die Seniorenwohnstift P. gGmbH statt.
Um dieses Angebot ausbauen zu können, musste n die notwendigen Finanzmittel dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Diese Funktion sollte ein Förderverein erfüllen, der neben der Bündelung aktiver und passiver Förderer der Selbsthilfegruppe und des Beratungsbüros insbesondere durch Vereinsbeiträge und Spenden die finanzielle Basis für die oben beschriebene Zielsetzung schaffen sollte. Um den Förderverein für die potentiellen Spender attraktiv zu machen, wurde der Status der Gemeinnützigkeit angestrebt.
Der vorliegende Projektbericht beschreibt den Weg von der konzeptionellen Planung bis zur Gründung des Fördervereins. Dabei
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standen insbesondere folgende Fragestellungen im Mittelpunkt, deren Beantwortungen die Grundlagen zur Realisierung des Projektzieles darstellten:
§ Welche Vorrausetzungen mussten für eine Vereinsgründ ung geschaffen werden?
§ Wie soll die zukünftige Vereinsstruktur aussehen und welche Ziele werden verfolgt?
§ Welchen Namen soll der Förderverein tragen?
§ In welchen Schritten erfolgt die Vereinsgründung?
§ Was musste zur Eintragung ins Vereinsregister sowie zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit beachtet und umgesetzt werden?
Nach Abschuss der Vorbereitungen wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Vereinsrechtes herausgearbeitet und die Zielsetzung des Fördervereins damit in Einklang gebracht. Abgeschlossen wurde dieses Arbeitspaket mit der Formulierung der Vereinssatzung und Beitragsordnung. Die Planung und Durchführung der
Gründungsversammlung und die n achfolgende Eintragung in das Vereinsregister waren anschließend die aktiven Schritte zur Gründung des Fördervereins. Mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit wurde die Projektplanung abgeschlossen.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ausgangssituation
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe besaßen keinerlei Erfahrung bei der Umsetzung von Projekten auf der Grundlagen einer detaillierten Projektplanung mit Kostenkalkulation, dem Projektcontrolling. Außerdem wurden dem Projekt durch die verschiedenen Ausprägungen des Schlaganfalls bei den Betroffenen und der sich daraus ergebenen unterschiedlichen Belast- und Einsetzbarkeit der Gruppenmitglieder enge Grenzen gesetzt. Die Federführung des Projektes oblag deshalb nach ausgiebiger Diskussion insbesondere nicht betroffene n Unterstützern und
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Mitglieder der Selbsthilfegruppe. Gleichzeitig fand die finanzielle und logistische Unterstützung des Projektes durch die Seniorenwohnstift P. gGmbH statt. Aus diesen Gründen wurde die Installierung einer Projektgruppe beschlossen, die die erwähnten Rahmenbedingungen in ihrer Struktur widerspiegelte und auf der Basis theoretischer Grundlagen für die Projektplanung und -umsetzung bis zur Gründung des Fördervereins verantwortlich war.
2.2 Projekttheoretische Grundlagen
Zum Aufbau des Fördervereins wurde die Projektform gewählt. Dadurch sollte es den Projektbeteiligten ermöglicht werden, sich aktiv an der Gründung des Fördervereins zu beteiligen. Insofern sollten alle Bereiche in der Projektgruppe vertreten sein. Die Projektleitung f iel dabei einem Vertreter des Seniorenwohnstiftes P. als Initiator der Vereinsgründung zu.
Projekte sind ein „ Vorhaben mit definiertem Anfang und Abschluss, die durch die Merkmale zeitlicher Befristung, Einmaligkeit, Komplexität und Neuartigkeit gekennzeichnet sind und wegen ihres interdisziplinären Querschnittcharakters eine vorübergehende organisatorische
Veränderung und damit verbunden auch eine Neufestlegung der Aufgaben im Betrieb bewirken können…..“ 1 .
Das Vorhaben selbst wurde wegen der Gesamtstruktur als reine Projektorganisation geplant, bei der für das Umsetzungsvorhaben „ eine Sub-Organisation für die Projektlaufzeit mit eigenständiger Projektleitung und weitgehender eigenständiger Entscheidungs-und Gestaltungsfreiheit…“ 2 geschaffen wurde. Regelmäßige
Projektgruppentreffen sollten gewährleisten, dass alle Beteiligten über den aktuellen Projektstand informiert waren, Arbeitsaufträge vergeben und im Rahmen des Projektcontrollings bei Zielabweichungen
Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden konnten. Außerdem sollten bei den Arbeitstreffen die Aktionen der nächsten Meilensteine diskutiert und Zuständigkeiten geklärt werden. Es wurde also der aktuelle Projektverlauf
1 Studienbrief 1, Methoden und Techniken, Seite 11
2 Studienbrief 1, Methoden und Techniken, Seite 22
5
ermittelt und die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen in die Projektsteuerung sichergestellt.
Die Projektgestaltung orientierte sich am Prozess - Lebenszyklus, der in allen Stadien des Projektes fo rtlaufend durch das Projektcontrolling begleitet wurde. Die Projektgruppentreffen ergänzten die Überprüfung der Zeit-, Kosten- und Zielerreichung im Rahmen des Projektcontrollings. Beide Maßnahmen dienten der fortlaufenden Überprüfung der Projektplanung, P rojektorganisation, Prozesssteuerung und der
Sicherstellung eines erfolgreichen Projektabschlusses durch die kontinuierliche Ergebnis- und Zielüberwachung. 3
Projektcontrolling „ist das Instrument, um fortlaufend mit Unsicherheiten im Projektverlauf professionell umzugehen, die Voraussetzungen einer fortlaufend angepassten Planung und Steuerung und eine Aufgabe in der Verantwortung der Projektleitung“ 4 . Das Controlling wurde in der im Seniorenwohnstift P. eingesetzten Balanced - Scorecard integriert. Hier kam die Software Business Navigator zum Einsatz.
Das Modell des Controllingdreiecks (vgl. Studienbrief 3, Methoden und Techniken, Seite 14) wurde dabei an das Projektvorhaben und d ie Software angepasst und fand wie in Abbildung 2 dargestellt Eingang in die projekttheoretischen Grundlagen dieses Vorhabens.
Abb. 1: Angepasstes Modell des Controllingdreiecks
3 Studienbrief 1, Methoden und Techniken, Seite 17, Abb. 2.5
4 Studienbrief 3, Methoden und Techniken, Seite 12
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Arbeit zitieren:
Dipl. Pflegew. Jörg Warnke, 2005, Gründung eines Fördervereins zur Unterstützung eines regionalen Schlaganfallbüros und der Schlaganfallselbsthilfegruppe AIDA in einem Seniorenwohnstift, München, GRIN Verlag GmbH
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