Im Rahmen des Seminars „Weiterbildung: Controlling von Angebot und Nachfrage“ Marktadäquates Weiterbildungsangebot - Strukturierung und Überblick des Marktes
Inaltsverzeichnis
1. Einleitung ………………………………………………………………. 4 2. Was ist Weiterbildung? ………………………………………………... 5 2.1 Weiterbildung ist Notwendig ……..…………………………………… 6 2.2 Hintergrund des Schlüsselqualifikationenkonzepts …………………….. 7 3. Wer bietet Weiterbildung an? ………………………………………...… 9 4. Wie groß sind die Anbieter? ……………..……………………………. 12 5. Wie groß ist der Markt? ……………………………………………..…. 13 5.1 Öffentliche Förderung …………………………………………………. 15 5.2 Konkurrenz aus dem Ausland ? …………………………………..……. 17 6. Das Problem der Evaluation von Weiterbildung ………………………. 18 7. Fazit ……………………………………………………………………. 19 8. Anhang …………………………………………………………………. 20
2
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Aufstellung der 15 führenden Schulungsanbieter in Deutschland 2002 ………… 10 Tabelle 2: Trendumfrage des Kreises Wuppertal 1999 (Auszug) ……………………..…… 17
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Abgrenzung des Begriffs berufliche Weiterbildung …………………..……. 6 Abbildung 2: Gruppierung der Weiterbildungsanbieter …………………………….……. 11 Abbildung 3: Festangestellte Mitarbeiter pro Institut 1999 ……………………………… 12 Abbildung 4: Teilnehmer an deutschen Seminarveranstaltungen in Prozent aller befragten Institute im Geschäftsjahr 1998 ……………………………………………. 15 Abbildung 5: Der mit öffentlichen Mitteln geförderten Aktivitäten deutscher
1. Einleitung
Diese Seminararbeit möchte einen Ausblick auf die Situation auf dem deutschen Weiterbildungsmarkt liefern. Aufgrund der Uferlosigkeit des Themenfeldes erhebt sie in keinem Punkt den Anspruch auf Vollständigkeit, versucht aber so effektiv wie möglich die momentane Situation zu skizzieren.
Wo man früher spätestens mit dem Abschluss des Studiums oder mit dem Erhalt des Meisterbriefes „ausgelernt“ hatte ist Weiterbildung heute mehr als salonfähig geworden. Beispielsweise erntet man Bewunderung, wenn man als Pensionär ein weiteres Studium beginnt. Kurz: Der Prozess der Bildung ist auf dem besten Wege als lebenslanges Lernen begriffen und akzeptiert zu werden.
Einer der treibenden Faktoren für diese Entwicklung kann in dem rasanten Fortschritt der Datenverarbeitung, -speicherung und -vermittlung gesehen werden. So führt die Entwicklung einer neuen globalen Infrastruktur zu einer sich immer mehr beschleunigenden Wissensvermehrung, was eine Umgestaltung von Produktionsprozessen in Industrie und Wirtschaft nach sich zieht. Dadurch verändern sich grundlegend auch die Arbeitsplätze und die durch sie gestellten Anforderungen an den Menschen.
Angesichts dieser veränderten Anforderungen, die Beruf, Arbeit und Wirtschaft an uns stellen, ergeben sich Konsequenzen für die Schule, die berufliche Bildung und die Weiterbildung. Mit anderen Worten gilt es den veränderten Anforderungen Rechnung zu tragen und das zu leisten was der veränderte Rahmen verlangt.
Während 1970 nur jeder dritte (34%) im Dienstleistungssektor tätig war, sind es heute mehr als die Hälfte (57%) der Beschäftigten. 1 Allerdings wurde die Expansion des Dienstleistungsbereichs auch dadurch begünstigt, dass die Industrieunternehmen viele Dienstleistungen, die sie früher selbst erbracht haben, zugunsten spezialisierter Firmen ausgegliedert haben. Der Bestand dieser Arbeitsplätze ist eng mit der Industrieproduktion verknüpft. ,,Deshalb hängt das Wohl einer Dienstleistungsgesellschaft auch von der
1 Basisdaten: IAB/ Prognos-Projektion, Arbeitslandschaft bis 2010, Beiträge aus der Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung Nr. 131, Band 1. Nürnberg 1989, S. 232
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Leistungsfähigkeit und Wettbewerbskraft der Industrie und ihren qualifizierten Facharbeitern ab." 2
Sicherlich verstärkt sich durch die Globalisierung der Wirtschaft der Druck auf weniger qualifizierte Arbeitskräfte und besonders auf jene Arbeitnehmer, die nicht gewillt sind, sich weiterzubilden.
Entgegen allen Bedenken fördert der technisch-organisatorische Fortschritt aber auch heute den Trend zur höheren beruflichen Qualifikation. Auch die Behauptung, die Mikroelektronik und andere moderne Technologien spalteten die Gesellschaft in einige wenige Hochqualifizierte und ein Heer von Unqualifizierten, die nur noch intelligent programmierte Maschinen zu bedienen hätten, wurde von der Realität widerlegt: In allen Wirtschaftsbereichen erhöhte sich der Anteil der höherqualifizierten Arbeitskräfte. Ebenso sank in allen Tätigkeitsbereichen der Anteil von Mitarbeitern ohne Berufsausbildung .3 Es wird daher eher verständlich, dass Arbeitslosigkeit ganz besonders die Unqualifizierten trifft.
Der Trend zur höheren formalen Qualifikation wird sich auch in Zukunft fortsetzen, schon allein deshalb weil Bildung ein immer wichtigerer Faktor in unserem beruflichen und privaten Leben darstellt. 2. Was ist Weiterbildung ?
Für den Begriff der Weiterbildung gibt es eine 1970 vom, Deutschen Bildungsrat verfasste, wie folgt lautende Definition: Weiterbildung ist die „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluß einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase (...). Das Ende der ersten Bildungsphase und damit der Beginn möglicher Weiterbildung ist in der Regel durch den Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit gekennzeichnet (...). Das kurzfristige Anlernen oder Einarbeiten am Arbeitsplatz gehört nicht in den Rahmen der Weiterbildung.“ 4 Eine aktuellere offizielle Definition gibt es bisher nicht, da die wenigen Kritiker dieser Definition vor allem anmahnen, dass sie nicht mehr zeitgemäß sei 5 , da heute eine starke Vermischung zwischen Allgemeinbildung und
2 Rüttgers, J.: Ideen machen Märkte. In: Zeitschrift Portfolio. Beilage der Süddeutschen
Zeitung vom 18.10.97
3 Vgl.: Weiß, R.: Betriebliche Weiterbildung; Ergebnisse der Weiterbildungserhebung der Wirtschaft. Köln 1994,
S.77
4 Deutscher Bildungsrat; Empfehlungen der Bildungskommission 1970; S.197
5 Vgl.: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Studie zum europäischen und internationalen
Weiterbildungsmarkt, 4/2001, S.8
5
beruflicher Bildung stattfinde und dieser recht schwache Kritikpunkt offenbar noch keinen akuten Handlungsbedarf weckt.
Konkret grenzt sich berufliche Weiterbildung also scharf von der allgemeinen Schulischen Bildung sowie der beruflichen Erstausbildung ab und besteht somit aus
• Fortbildung und
• Umschulung.
Abb.1 Abgrenzung des Begriffs berufliche Weiterbildung
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Studie zum europäischen und internationalen
Weiterbildungsmarkt, 4/2001, S.9
2.1 Weiterbildung ist Notwendig
,,Der Standort Deutschland steht seit Mitte der achtziger Jahre unter zunehmendem internationalen Konkurrenzdruck. Technische und betrieblich - organisatorische Entwicklungen gehen einher mit neuen Anforderungen an Mitarbeiter und Vorgesetzte, ihre Qualifikationen entsprechend weiterzuentwickeln.
Das lebenslange Lernen jedes Einzelnen und das Unternehmen als lernende Organisation sind wichtige Vorraussetzungen für die Bewältigung des wirtschaftlichen Wandels." 6
6 Arbeitskreis Berufliche Weiterbildung der Region Köln: Verzeichnis der Bildungsträger-
Bildungsschwerpunkte- Qualitätskriterien. Köln 7 2000, S. 3
6
Arbeit zitieren:
Martin Weinberg, 2003, Marktadäquates Weiterbildungsangebot - Strukturierung und Überblick des Marktes, München, GRIN Verlag GmbH
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