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Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 3
2 Funktion der Werbung Funktion der Übersetzung 3
3 Die Sprache der Werbung 5
3.1 Linguistische Aspekte 5
3.2 Sprachliche Aspekte 5
4 Kulturelle Aspekte 7
5 Weitere Aspekte 9
5.1 Ökonomische Rahmenbedingungen 9
5.2 Natürliche Gegebenheiten 10
6 Werbetypen 10
6.1 Produktwerbung 10
6.2 Tourismuswerbung 11
7 Gesetzliche Regelungen 11
8 Vorgangsweise beim Übersetzen von Werbetexten 12
9 Probleme in der Praxis 13
10 Fazit 13
11 Literatur 14
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1 Einleitung
Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Globalisierung wächst auch der in- ternationale Handel. Laut de Mooij ist er einer der seit dem Zweiten Weltkrieg am schnellsten wachsenden Sektoren weltweit. 1 Durch die Bemühungen der Unter- nehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen weltweit zu vermarkten und immer wieder neue Märkte zu erschließen, wird auch die Übersetzung von Werbetexten immer wichtiger.
Werbetexte in ihrer Funktion als appellative Texte verlangen bei der Überset- zung in bestimmten Punkten besondere Beachtung. Welche dies sind, soll in der vorliegenden Arbeit näher beschrieben werden. So soll zunächst auf die Werbung im Allgemeinen eingegangen werden, dann auf die zu beachtenden Probleme bei der Übersetzung der Werbetexte und schließlich auf die Praxis des Übersetzens.
2 Funktion der Werbung – Funktion der Überset-
zung
In der Marketing-Literatur wird Werbung folgendermaßen beschrieben: Die Werbung ist eines der vier wesentlichen Instrumente der absatzfördernden Kommunikation [neben Verkaufsförderung, Publicity und persönlichem Verkauf]. Durch Werbung versuchen die Unternehmen, ihre Zielkunden und andere Gruppen wirkungsvoll anzusprechen und zu beeinflussen. Zur Werbung gehört jede Art der nicht-persönlichen Vorstellung und Förderung von Ideen, Waren oder Dienstleis- tungen eines eindeutig identifizierten Auftraggebers durch den Einsatz bezahlter Medien. 2
Laut Kotler und Bliemel können mit der Werbung verschiedene Ziele verfolgt werden, die u.a. vom Produkt selbst abhängig sind. So sollte z.B. die Werbung für Produkte, die neu auf dem Markt eingeführt werden, informierend sein. Will man die selektive Nachfrage für ein Produkt fördern, so wird einstellungsändernde Wer- bung eingesetzt. Um den Konsumenten immer wieder an ein Produkt zu erinnern bzw. die Bekanntheit eines Produkts zu erhalten, ist erinnernde Werbung wichtig.
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Je nach Werbeziel werden die Entscheidungen zur Werbebotschaft getroffen. Von dieser hängt der Erfolg eines Produkts wesentlich ab. Wichtig ist dabei nicht nur der Inhalt der Werbebotschaft, sondern auch ihre Gestaltung. Weitere Größen, die bei der Werbung berücksichtigt werden müssen, sind der Empfänger, der Kode (z.B. Sprache, Bild) und der Kanal (Medium) 1 .
Bei der Übersetzung eines Werbetextes steht die Werbebotschaft im Vorder- grund. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Intention des Senders gewahrt wird, damit die Funktion des Textes in der Zielkultur erhalten bleibt. Dazu ist eine An- passung des Textes an die Zielkultur unbedingt nötig. So ist es beispielsweise prob- lematisch, ein Zitat von Shakespeare aus einem englischen Werbetext, das den ge- bildeten englischen Leser ansprechen soll, ins Deutsche zu übertragen, da der deut- sche Leser möglicherweise nichts damit anfangen kann 2 .
Nach der Einteilung in den inhaltsbetonten, den formbetonten und den appellbe- tonten Text von Reiß 3 sind Werbetexte dem Letzteren zuzuordnen. Reiß bemerkt hierzu: „Appellbetonte Texte vermitteln nicht nur Inhalte in einer bestimmten sprachlichen Form; typisch für sie ist vielmehr, dass mit ihnen stets eine Absicht, ein bestimmtes Ziel, ein außersprachlicher Effekt verbunden ist. Auf diese Effekt- auslösung kommt es an; bei der Übersetzung muss vor allem der deutliche Appell an den Hörer oder Leser des Textes erhalten bleiben.“ 4 Für die Übersetzung von Werbetexten relevante Theorien sind also nur zielori- entierte Theorien wie die Skopostheorie von Reiß und Vermeer 5 , weiterhin die funktionsorientierte Übersetzung von Hönig und Kußmaul 6 , und das translatorische Handeln von Holz-Mänttäri 7 .
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3 Die Sprache der Werbung
3.1 Linguistische Aspekte
Übersetzt man einen Werbetext, so gilt es zu überlegen, welche lexikalischen, syntaktischen und stilistischen Mittel in der Werbung der jeweiligen Zielsprache typisch sind. Snell-Hornby 1 hat beim Vergleich deutscher und englischer Werbung herausgefunden, dass hier gleichermaßen eine klare, knappe und rhythmische Spra- che mit einfacher Syntax, entweder in Form von ganzen Sätzen oder in Blockspra- che, bevorzugt verwendet wird. Allerdings findet man im Deutschen eher Block- sprache und nominellen Stil, während im Englischen Verbphrasen häufiger anzu- treffen sind. Typisch für deutsche Werbung ist weiterhin die häufige Verwendung des Infinitivs, während im Englischen meist der Imperativ gewählt wird. Dadurch ist der Leser einer englischen Werbung häufiger direkt angesprochen als der Leser eines deutschen Werbetextes. Schließlich verwenden beide Sprachen Wortspiele, Metaphern und feste Redewendungen. Da solche Stilmittel schwer zu übersetzen sind, erfordert die Übersetzung von Werbetexten ein großes Maß an Kreativität. Hinzu kommt, laut Smith, dass Werbung „spielerisch […] mit der Wechselwir- kung zwischen Denotation (dem Bezug auf Dinge und Sachverhalte) und Konnota- tion (dem Bezug auf kulturell (kollektiv) oder affektiv (individuell) vermittelte As- soziationen)“ 2 umgeht. Der Übersetzer muss daher prüfen, ob die Konnotation in der Zielsprache anwendbar ist und ggf. andere adäquate sprachliche Mittel finden.
3.2 Sprachliche Aspekte
Bei der Übersetzung von Werbetexten ist besondere Vorsicht geboten, denn ein einziger Fehler in der Übersetzung kann den Erfolg einer kostenaufwendigen Wer- bekampagne zunichte machen. Ricks 3 hat eine Reihe solcher Fehlerquellen heraus- gestellt. So ist bereits bei der Übersetzung von Produktnamen Vorsicht geboten. Beispielsweise wollte der amerikanische Autokonzern „General Motors“ seinen
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Juliane Mascow, 2002, Übersetzung von Werbetexten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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